Joseph Roth Das Spinnennetz

(22)

Lovelybooks Bewertung

  • 31 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 1 Rezensionen
(2)
(13)
(5)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Spinnennetz“ von Joseph Roth

Der Verlag über das Buch »„Das Spinnennetz“, Debüt eines großen Schriftstellers, konfrontiert den Leser mit einem Roman, dessen zeitgeschichtliche Bedeutung heute noch oder gerade wieder gültig ist. « Gemeinde, Wien »Der Schluss der Geschichte lässt eine düstere Zukunft erahnen. Nahm Joseph Roth die Wirklichkeit vorweg? Der Roman enthält eine profunde Charakterstudie der Täter und Mitläufer des Nationalsozialismus. Diese Analyse ist bemerkenswert. Der Name Hitler taucht auf und Autor Roth ahnt Anfang der 1920er Jahre, dass von ihm eine große Gefahr ausgeht. Er beschreibt in seinem Roman nicht „die“ Zukunft, sondern „eine mögliche“ Zukunft, wie ein ausgezeichneter Beobachter, wie er einer war, sie vorhergesehen hat. Seine Vision ist recht düster, wird aber vom realen Nationalsozialismus späterer Jahre bei weitem übertroffen.

Brutal in seiner Direktheit u. Scharfsinnigkeit. Stakkato der Sprache passt zum Text. Erschütternd das Menschenbild, das Wahre und Gültige

— AnMich_09
AnMich_09

Stöbern in Romane

Töte mich

großártig wieder eine echte nothomb

mirin

In einem anderen Licht

Wie viel gutes muss man tun, um Vergangenes wieder gut zu machen? - Eine bewegende Geschichte über Verrat und Trauer

lillylena

Das saphirblaue Zimmer

Ein weiteres Jahreshighlight: spannend, geheimnisvoll und verwirrend - eine sehr komplexe Familiengeschichte. Für alle Fans von Teresa Simon

hasirasi2

Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12

Macadam ist ein eine Sammlung von 11 berührenden Geschichten. Jede Geschichte handelt von einem anderen menschlichen Schicksal.

Die_Zeilenfluesterin

Acht Berge

Tolles Buch mit wunderschönen Worten geschrieben.

carathis

QualityLand

Kurzweilige Zukunftssatire

dowi333

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Das Spinnennetz" von Joseph Roth

    Das Spinnennetz
    Monsignore

    Monsignore

    30. January 2010 um 21:41

    Der erste Roman von Joseph Roth - 1923 als Fortsetzung in einer Tageszeitung erschienen und erst 1967 wiederentdeckt - führt romanhaft leicht Entstehung und Erstarken des Nationalsozialismus vor Augen. Roth läßt eine breite Personengesellschaft auftreten: Den aus dem Weltkrieg entlassenen jungen Leutnant, der mit seinem Leben als Zivilist nichts anfangen kann, den skrupellosen machtgierigen Adligen aus Kaisers Zeiten, den kleinbürgerlichen Spießer und Denunzianten, den gerissenen schmierigen Strippenzieher, den hörigen Helfershelfer, der auch mal gerne foltert, den blauäugigen akademischen Bildungsbürger usw... All die feinen Mechanismen, die es braucht, um Rassenhaß, Mordbereitschaft und Kriegsbegeisterung zu entfachen, führt Roth in seinem Erstlingswerk spielend leicht vor Augen. 1923 konnte Roth noch gar nicht wissen, wohin diese Strömungen führten. Doch wenn man dieses Buch liest, dann kann man durchaus denken, dass es ihm völlig klar war. Roth hatte ein feines Gespür für die unterschwelligen Geistesströmungen seiner Zeit und in diesem Buch formuliert er es großartig aus.

    Mehr