Joseph Roth Die Legende von heiligen Trinker

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Inhaltsangabe zu „Die Legende von heiligen Trinker“ von Joseph Roth

Roths späte Erzählung wurde von seinen Zeitgenossen als dessen eigenes Testament gelesen, jene Geschichte um einen unverhofft zu Reichtum kommenden Trinker (Roth selbst war Alkoholiker), der diesen Reichtum immer wieder verspielt und dennoch immer wieder, auch noch im Tod, neu gewinnt. Die 'quälende Sucht', die der Held der Geschichte als Stellvertreter des Autors übernommen habe, 'wird nicht geheilt, sie führt zum Tod, ist aber in einer Kette von Gnadenerweisen aufgehoben', so Konstanze Fliedl in ihrem Nachwort.
Die Ausgabe folgt dem Erstdruck von 1939. Ein Nachwort und ein vollständig neuer Kommentar geben Verständnishilfen.

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  • Rezension "Die Legende vom heiligen Trinker" von Joseph Roth

    Die Legende von heiligen Trinker

    marcelsarman

    Die Legende beginnt indem ein bedrucktes Stück Papier den Besitzer wechselt. Dabei hat handelt es sich um die Art von Papier, die Kriege auslöst, die Menschen glücklich macht, die es haben und diejenigen unglücklich, die es nicht haben. Ein wohlhabender Mann überreicht eines Tages einem Bettler in Paris 200 Francs. Der Bettler versichert diese 200 Francs zurückzugeben und unter einer Heiligenstatue in einer Kapelle zu deponieren. Das kleine Stück Papier bewirkt eine Bewusstseinsveränderung bei Andreas, dem Bettler, plötzlich bekommen die alltäglichen Dinge wieder Bedeutung für ihn. Er wäscht sich und wagt sich in ein Cafe für bessere Leute, wo er prompt einen Job als Möbelpacker bekommt und so noch mehr Geld erhält. Andreas kauft sich eine Brieftasche, um sein Geld aufbewahren zu können und geht am nächsten Sonntag zur Kapelle, um seine Schuld zu begleichen. Vor der Kapelle begegnet er Karoline seiner ehemaligen Frau, wegen der er zum Bettler geworden ist. Er deponiert das Geld nicht unter der Heiligenstatue und geht stattdessen mit Karoline mit und versäuft im weiteren Verlauf der Geschichte das komplette Geld. Er hat nun nichts mehr außer seiner Brieftasche. In der Brieftasche ist jedoch etwas versteckt, was sein Leben wiederum gründlich verändert und die Legende nimmt ihren Anfang. Bewertung: Ein sehr gut geschriebenes und interessantes Buch, das aufzeigt, dass Geld den Unterschied zwischen einem Penner und einem besseren Herrn macht, Andreas ist plötzlich ein Herr, dem Respekt entgegengebracht wird,  obwohl er Stunden davor noch ein  - aus Sicht der Mehrheitsgesellschaft - heruntergekommener Penner war und sich als Mensch innerhalb eines Tages nicht verändert hat. Absolut lesenswerter Klassiker: 5 Sterne.

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  • Satirisch, traurig, witzig, fesselnd, die Legende vom heiligen Trinker.

    Die Legende von heiligen Trinker

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. April 2014 um 12:21

    Äußere Gestaltung Weshalb müssen deutsche Klassiker grundsätzlich langweilige Cover haben? Gut, das Bild über dem Titel passt zum Inhalt des Buches, aber ich finde doch, da hätte man sich noch ein wenig mehr Mühe geben können. Großartige Bücher verdienen großartige Einbände, oder etwa nicht? Das Format ist leider meiner Meinung nach recht verschwenderisch. Man hätte die Seiten ein gutes Stück kleiner machen können. Gut, so viel umweltschonender wäre das nun auch nicht, aber 2,5cm Abstand am seitlichen und mehr als 3cm Abstand am unteren Rand  finde ich dann unter dem ökologischen Aspekt betrachtet etwas fraglich. Schreibstil In dieser Erzählung ist der Schreibstil einfacher gehalten als in "Hiob", dem einzigen anderen Werk von Joseph Roth, den ich bislang gelesen habe. Da ich hier nicht tiefer auf die Interpretation eingehen will, kann ich nur sagen, dass Joseph Roth definitiv heute einfacher zu verstehen ist, als andere Schriftsteller seiner Zeit, deren Formulierungen den Leser des Öfteren zum Nachschlagen zwingen. Der Stil ist, wie gesagt, klar, leicht zu verstehen, und dennoch äußerst bildhaft und fesselnd. Vermutlich einer der Gründe, weshalb ich die (wenn auch ohnehin recht kurze) Geschichte in einem Rutsch durchgelesen habe. Inhalt "Die Legende vom heiligen Trinker" ist witzig und zugleich traurig, hoffnungsvoll und gleichsam aussichtslos. Dem obdachlose, alkoholabhängige Andreas geschehen innerhalb kürzester Zeit mehrere scheinbare "Wunder". Doch da der Mensch sich leider an solche Wunder gewöhnt, und Andreas trotz seines Vorsatzes, ein rechtschaffender Mann zu sein, dem Alkohol nicht abschwören kann, gerät er zwischendurch immer wieder in Not. Sein von der Droge gesteuerter Lebenswandel weist traurigerweise diverse Parallelen zum Autor Joseph Roth selbst auf. Als ich in einer anderen Rezension schreib, einige Schriftsteller müssten definitiv Hellseher sein, hatte ich anscheinend Recht, denn auch diese Geschichte hat teilweise einen recht prophetischen Charakter, wenn auch mehr auf den Autor selbst, und nicht auf die Zukunft Europas bezogen. Fazit In "Die Legende vom heiligen Trinker" vereint Joseph Roth paradoxerweise Naivität mit Zynismus, Satire mit trauriger Wahrheit und Wortwitz mit einer tragischen Handlung. Und nach Beenden des Buches ist man als Leser wirklich überrascht, dass diese Geschichte auf lediglich 80 Seiten niedergeschrieben steht.

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  • Rezension zu "Die Legende vom heiligen Trinker" von Joseph Roth

    Die Legende von heiligen Trinker

    Ines_Mueller

    12. September 2010 um 12:15

    Andreas Kartak ist ein Obdachloser, der unter Brücken schläft und sich mit Zeitungen warm hält. Als er eines Tages einem Unbekannten begegnet, der ihm zweihundert Franc leiht, setzt er somit eine Reihe von Wundern in Gang, doch immer wieder findet er zurück zum Alkohol..... Joseph Roths "Die Geschichte vom heiligen Trinker" ist ein gerade einmal siebenundvierzig Seiten langes Buch und erfüllt somit eher die Kriterien einer Kurzgeschichte, was ich allerdings nicht kritisieren möchte, da es zur Abwechslung auch mal ganz gut war etwas kurzes und nur auf das Wesentliche reduzierte zu lesen. Der Leser wird nicht von Schnick Schnack abgelenkt und somit offenbart sich bald Andreas´ Problem: Er schafft es nie die zweihundert Franc an die heilige Therese zurück zu bezahlen. Immer wieder gibt er sein Geld aus, meist für den Alkohol. Wie das Ganze letztendlich ausgeht, verrate ich natürlich nicht. Mir bleibt nur noch zu sagen, dass "Die Legende vom heiligen Trinker" trotz allem eher ein mittelmäßiges Buch ist. Von mir gibt es gute drei Sterne!

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  • Rezension zu "Die Legende vom heiligen Trinker" von Joseph Roth

    Die Legende von heiligen Trinker

    Helga

    22. November 2008 um 17:13

    Tolle Sprache, sehr ehrlich. Lesenswert

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