Joseph Roth Radetzkymarsch

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(6)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Radetzkymarsch“ von Joseph Roth

Roths großer Roman begründete seinen weltliterarischen Ruf: In unnachahmlicher Weise zeichnete er ein behutsames Porträt jener vergangenen Epoche, das selbst den Schwächen und Fehlern der untergehenden Monarchie liebenswürdige Züge abgewinnt, dabei aber ebenso die Sinnlosigkeit und Erstarrtheit der nahezu vollständig am Militär ausgerichteten Gesellschaft aufzeigt. Der Roman wird in dieser Ausgabe ohne die Entstellungen der späteren Drucke in seiner ursprünglichen Gestalt zugänglich. Zusätzlich hilft ein Kommentar, historische Details und Hintergründe genauer zu verstehen.

„Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“ (zitiert nach Kaiser Franz Joseph I.).

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Klassiker

Woyzeck

unvollendet und chaotisch. Man versteht zwar, was der Autor zeigen wollte, aber das hilft auch nicht mehr viel

STERNENFUNKELN

Stolz und Vorurteil

Super schönes Buch, nicht umsonst ein Klassiker und ein Buch, dass man in seinem Leben gelesen haben sollte.

Lichterregen

Macbeth

Eines der besten Werke Shakespeares, meiner Meinung nach.

SophiasBookplanet

1984

Ein Buch so wichtig und aktuell wie nie zuvor. Sollte jeder mal gelesen haben.

Antje_Haase

Das Fräulein von Scuderi

Sehr langweilig (ich musste es für die Schule lesen)

Dreamcatcher13

Das Bildnis des Dorian Gray

Eines der Bücher, die mich am meisten beeindruckt haben:)

Hutmacherin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Donaumonarchie

    Radetzkymarsch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Eine untergegangene Epoche, erzählt von einem fast vergessenen Schriftsteller am Beispiel einer Beamten- und Offiziersfamilie, deren Schicksal sich über drei Generationen erstreckt. Joseph Roth schildert stellvertretend an der Familie Trotta den langsamen, aber unaufhaltsamen Zerfall des österreichisch-ungarischen Vielvölker-Staates, wobei im Mittelpunkt das Geschehen jener Trottas steht, die über mehrere Generationen hinweg mittel- und unmittelbar die Ereignisse in der letzten Phase der Habsburger Donaumonarchie durchleben. Dabei sollte der Leser aber keinesfalls den Fehler begehen, das süßlich-klebrige Bild, welches die Sissi-Filme mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm zeichneten und das immer noch in den Köpfen vieler herumspukt, zum Vorbild zu nehmen. Roth schildert dem Leser eine vergangene Epoche, in dem er uns über seine Schultern schauen und daran teilhaben läßt. In einem sich kontinuierlich entwickelnden Erzählton, der ruhig und flüssig seine Fäden mit beinahe kindlicher Freude spinnt, wird man in ein Reich mit seinen Untertanen, ihren Prinzipien sowie Moralvorstellungen entführt, dessen Protagonisten zwar schon längst von der Bühne abgetreten sind, deren morbider Faszination sich man aber keineswegs entziehen kann; man wird in die Geschichte derer von Trotta förmlich hineingesogen. Man spürt Roths leise Sehnsucht, die aber nie sentimental wirkt und die Trauer um jene Epoche, die als k.u.k.-Monarchie in die Geschichtsbücher eingegangen ist (der Österreicher Karl Kraus sprach immer etwas despektierlich von „Kakanien“) und deren Verkörperung die Figur und Herrschergestalt von Kaiser Franz Joseph I. darstellte. Der kompositorische Stil der unaufgeregten, entwickelnden Darstellung steht in einem auffälligen Gegensatz zum gehetzten Leben des Joseph Roth gerade in seinen letzten Lebensjahren (das Buch wurde in Deutschland 1932 kurz vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten veröffentlicht), der 1933 aus Deutschland emigrierte und 1939 in Paris fast mittellos verstarb. Dem Autor ist eine leise Huldigung nicht nur eines von ihm im Rückblick betrauerten Systems gelungen, sondern hier wurde ebenso eine exzellente Komposition deutscher Sprache zu Papier gebracht, einer Sprache, derer sich die Exilanten durch die nationalsozialistische Diktatur zunehmend beraubt sahen, da ihnen im Ausland die Möglichkeit genommen wurde, sich an ihre Leserschaft in der Heimat zu richten und ihr Publikum zu gewinnen. Es ist ein sentimentales, ein schönes, ein wunderbares Buch !

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Radetzkymarsch" von Joseph Roth

    Radetzkymarsch
    Katrin1966

    Katrin1966

    31. October 2010 um 00:52

    Ein Klassiker.