Joseph Roth Radetzkymarsch

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 9 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 2 Rezensionen
(6)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Radetzkymarsch“ von Joseph Roth

Roths großer Roman begründete seinen weltliterarischen Ruf: In unnachahmlicher Weise zeichnete er ein behutsames Porträt jener vergangenen Epoche, das selbst den Schwächen und Fehlern der untergehenden Monarchie liebenswürdige Züge abgewinnt, dabei aber ebenso die Sinnlosigkeit und Erstarrtheit der nahezu vollständig am Militär ausgerichteten Gesellschaft aufzeigt. Der Roman wird in dieser Ausgabe ohne die Entstellungen der späteren Drucke in seiner ursprünglichen Gestalt zugänglich. Zusätzlich hilft ein Kommentar, historische Details und Hintergründe genauer zu verstehen.

„Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“ (zitiert nach Kaiser Franz Joseph I.).

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Klassiker

Das Leben meiner Mutter

Wunderbares, wiederlesbares, wortgewaltiges Buch!

Annegret_Reimann

Frankenstein

Ich bin froh, endlich die Geschichte von Frankenstein gelesen zu haben.

TintenKompass

Der Besuch der alten Dame

Eines der besten Bücher, die ich seit Langem gelesen habe. Sehr aktuell und bitterböse!

Hazel93

Momo

So ein tolles Buch 😍😍😍

Vucha

Jenseits von Afrika

Richtig schöne Ausgabe eines lesenwerten Klassikers

Buchina

Oliver Twist

Natürlich zurecht ein Klassiker, allerdings mit einigen Logikfehlern, Inkonsequenzen und Übertreibungen. Dennoch sozialkritisch u. humorvoll

Schmiesen

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Donaumonarchie

    Radetzkymarsch

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Eine untergegangene Epoche, erzählt von einem fast vergessenen Schriftsteller am Beispiel einer Beamten- und Offiziersfamilie, deren Schicksal sich über drei Generationen erstreckt. Joseph Roth schildert stellvertretend an der Familie Trotta den langsamen, aber unaufhaltsamen Zerfall des österreichisch-ungarischen Vielvölker-Staates, wobei im Mittelpunkt das Geschehen jener Trottas steht, die über mehrere Generationen hinweg mittel- und unmittelbar die Ereignisse in der letzten Phase der Habsburger Donaumonarchie durchleben. Dabei sollte der Leser aber keinesfalls den Fehler begehen, das süßlich-klebrige Bild, welches die Sissi-Filme mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm zeichneten und das immer noch in den Köpfen vieler herumspukt, zum Vorbild zu nehmen. Roth schildert dem Leser eine vergangene Epoche, in dem er uns über seine Schultern schauen und daran teilhaben läßt. In einem sich kontinuierlich entwickelnden Erzählton, der ruhig und flüssig seine Fäden mit beinahe kindlicher Freude spinnt, wird man in ein Reich mit seinen Untertanen, ihren Prinzipien sowie Moralvorstellungen entführt, dessen Protagonisten zwar schon längst von der Bühne abgetreten sind, deren morbider Faszination sich man aber keineswegs entziehen kann; man wird in die Geschichte derer von Trotta förmlich hineingesogen. Man spürt Roths leise Sehnsucht, die aber nie sentimental wirkt und die Trauer um jene Epoche, die als k.u.k.-Monarchie in die Geschichtsbücher eingegangen ist (der Österreicher Karl Kraus sprach immer etwas despektierlich von „Kakanien“) und deren Verkörperung die Figur und Herrschergestalt von Kaiser Franz Joseph I. darstellte. Der kompositorische Stil der unaufgeregten, entwickelnden Darstellung steht in einem auffälligen Gegensatz zum gehetzten Leben des Joseph Roth gerade in seinen letzten Lebensjahren (das Buch wurde in Deutschland 1932 kurz vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten veröffentlicht), der 1933 aus Deutschland emigrierte und 1939 in Paris fast mittellos verstarb. Dem Autor ist eine leise Huldigung nicht nur eines von ihm im Rückblick betrauerten Systems gelungen, sondern hier wurde ebenso eine exzellente Komposition deutscher Sprache zu Papier gebracht, einer Sprache, derer sich die Exilanten durch die nationalsozialistische Diktatur zunehmend beraubt sahen, da ihnen im Ausland die Möglichkeit genommen wurde, sich an ihre Leserschaft in der Heimat zu richten und ihr Publikum zu gewinnen. Es ist ein sentimentales, ein schönes, ein wunderbares Buch !

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Radetzkymarsch" von Joseph Roth

    Radetzkymarsch

    Katrin1966

    31. October 2010 um 00:52

    Ein Klassiker.

  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks