Joseph Roth Tarabas

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Inhaltsangabe zu „Tarabas“ von Joseph Roth

»Sie sind sehr unglücklich, Herr!«, prophezeit eine Zigeunerin dem jungen russischen Revolutionär Tarabas. »Ich lese in Ihrer Hand, dass Sie ein Mörder sind und ein Heiliger. Ein unglücklicheres Schicksal gibt es nicht auf dieser Welt.« Von Russland nach New York und wieder zurück in die Wirren des Ersten Weltkrieges und der Revolution führt der Weg des Sünders und Büßers Nikolaus Tarabas. Die bittere Legende eines in die Irre gehenden und wieder heimkehrenden Sohnes.

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  • Rezension zu "Tarabas" von Joseph Roth

    Tarabas
    Monsignore

    Monsignore

    30. January 2010 um 21:25

    Wieder ein tief anrührender Stoff aus der Welt des untergegangenen Ostjudentums: Gutsbesitzersohn Tarabus musss nach einer Attentatsbeteiligung 1914 in St. Petersburg in die USA flüchten. Dort führt er ein wildes Leben, sein Jähzorn bringt ihn in große Schwierigkeiten. Eine Zigeunerin weisssagt ihm, dass er ein Mörder und Heiliger werden wird. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges gibt ihm die Chance, in seine Heimat zurückzukehren, er kommandiert mit eiserner Faust ein Regiment, bringt es zum Oberst. Er wird das Sinnbild von Gewalt und Tod, wo er auftaucht, wird gebrandschatzt und vergewaltigt. Er hasst Juden und Rothaarige, die Revolution ficht ihn nicht an, auch die neuen Machthaber brauchen Berserker wie Tarabas. Schließlich versagt er als Kommandant der Schutzmacht bei einem Pogrom gegen Juden, seine Macht, sein militärischer Glanz fallen von ihm ab. Nachdem er einem Juden den roten Bart ausgerissen hat, bricht sein ganzes mörderisches Leben wie ein Kartenhaus zusammen - er wird Asket, Bettler, fromm. Er fleht um Vergebung, die ihm ein Wahnsinniger erteilt, bevor Tarabas elend stirbt. 1934 im Exil geschrieben, thematisiert Roth das Leid der osteuropäischen Juden. Er inszeniert die blindwütige, dumme, antisemitische Mordlust und Roth wusste im Pariser Exil sehr genau, dass die neugewählten Machthaber in Berlin von Pogromen und Vernichtung träumten.

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