Joseph S LeFanu

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Rezension zu "Das Zimmer im ›Fliegenden Drachen‹" von Joseph S LeFanu

Rezension zu "Das Zimmer im ›Fliegenden Drachen‹" von Joseph S LeFanu
suki22vor 9 Jahren

Le Fanu erzählt von Richard Beckett, einem jungen Engländer der auf der Reise nach Paris zufällig einem Grafen und seiner Frau begegnet und ihnen einen kleinen Dienst erweist. Richard ist hin und weg von der lieblichen Erscheinung der jungen Gräfin. In Paris angekommen setzt er alles daran, sie wiederzusehen, dabei hilft ihm der unterwegs getroffenen Marquis d`Harmonville. Um sich in Paris besser in die feine Gesellschaft integrieren zu können, schlägt der Marquis vor, einen der berühmten Maskenbälle zu besuchen - Richard hofft der hübschen Gräfin dort zu begegnen.
Während der Zeit des Balls quartiert sich Richard im >Fliegenden Drachen<, einem kleinen Landhotel ein. Die Leute dort erzählen von einigen rätselhaften Geschehnissen, um ausgerechent, Richards Zimmer in jenem Hotel. Während des Maskenballs trifft der Engländer auf eine geheimnisvolle Frau die ihm eine Nachricht der Gräfin übermittelt; sie will ihn treffen. Aufgeregt und voller Eifer kommt es zu einem Treffen, bei dem die Gräfin einen kühnen Plan schmiedet: sie möchte ihren Mann verlassen und mit Richard fortgehen. Doch der Plan um zu verschwinden birgt unvorhergesehene Tücken für Richard die mit dem mysteriösen Geschehnissen in seinem Hotel zusammenzuhängen scheinen...
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Eine komisches Werk. Ein wenig Liebesgeschichte, ein wenig Mystery angehaucht. Aber weder das eine, noch das andere. Jedoch sehr gut miteinander verbunden und subtil gehalten.
Es ist sehr schwer hiervon eine sinnvolle Inhaltsangabe zu schreiben, ohne alles zu verraten, aber doch genug preis zu geben um überhaupt zum Lesen dieses Werkes einzuladen. Teils sehr konfus und langatmig, teils rasant und schnell in den Geschehnissen.
Es sind 2 Geschichten in einem. Zu Anfang, und bis ca. Seite 80 passiert im großen und Ganzen nichts. Richard trifft die Gräfin, fährt mit dem Marquis nach Paris, viel belanglose Erzählerei.
Später kommt dann mit einigen rätselhaften Erzählungen etwas Schwung in die Erzählung. Es gibt zum Schluss einige Wendungen, die allerdings, seeeehr vorhersehbar sind, und man sogar weniger als 1 und 1 zusammenzählen muss, da es einfach anders gar nicht weitergehen kann.
Die Droge auf die im Klappentext angespielt wird, ist real und auch in der Geschichte vorhanden, aber für mich geht es um eine völlig andere - nämlich die Liebe. Alles in allem eine eher langweilige Geschichte ohne wirklichen Höhepunkt, Einzig der vorhersehbare Turn um Schluss der Story bleibt. Sicherlich nicht das Beste von Le Fanus Werken. Carmilla verspricht deutlich mehr.
Weils gut geschrieben ist, und authentisch daherkommt, 3 Sterne.

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