Joseph Sheridan Le Fanu Carmilla, die Vampirin

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Inhaltsangabe zu „Carmilla, die Vampirin“ von Joseph Sheridan Le Fanu

Die hübsche Laura bewohnt mit ihrem Vater und wenigen Bediensteten das prunkvolle, aber abgelegene Schloss in der idyllischen Steiermark. Das Leben ist beschaulich – bis eines Nachts eine wundersame junge Frau ins Leben der Schlossbewohner tritt. Niemand weiß, wer die schöne Carmilla ist; sie selbst muss sich auf Geheiß ihrer Mutter in Schweigen hüllen. Schnell wächst zwischen den jungen Frauen eine tiefe Freundschaft, deren wahre Natur jedoch vorerst im Verborgenen bleibt. Erst als Laura von einer mysteriösen Mattigkeit heimgesucht und von Tag zu Tag schwächer wird, sucht ihr Vater verzweifelt nach den Gründen – und kommt ungewollt der dunklen Vergangenheit Carmillas auf die Spur. Ein wahrer Leckerbissen: voll Spannung, böser Träume und süßer Hingabe – und echter Vampire!

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  • Der alte Zauber ist leider verflogen. Schade irgendwie.

    Biss-Jubiläumsausgabe - Biss zum Morgengrauen / Biss in alle Ewigkeit
    Floh

    Floh

    Jetzt gibt es die Faszination der Vampirwelt um Bella und Edward in einer verdienten Jubiläumsausgabe als Wendebuch mit vielen Extras. Die Erfolgsautorin Stephenie Meyer hat vor knapp 10 Jahren die Herzen der jungen und jung gebliebenen Vampirfans mit ihrer „Twillight-Trilogie“ beinahe um den Verstand gebracht und eine neue Buchära erschaffen. Auch ich bin dieser Faszination und diesem Zauber damals verfallen und lese auch heute noch liebend gern Romane über und mit Vampiren, Werwölfen und Gestaltwandlern. In alles Facetten, egal ob romantisch, blutig, erotisch oder verzaubernd. Ich mag sie fast alle. „Biss zum Morgengrauen“ einmal ganz neu erzählt und dargelegt. Autorin Stephenie Meyer bietet uns nun mit „Biss in alle Ewigkeit“ ganz neue Einblicke in einem edlen Wendebuch als einmalige Sonderhausgabe. Ein MUSS für alle Fans dieser bezaubernden Welt. Diese unbeschreiblich erfolgreiche Trilogie einmal ganz neu erleben. Das darf man hier in diesem Buch! Erschienen im Carlsen Verlag (http://www.carlsen.de/) Inhalt / Klapptext: "Feiert mit uns das zehnjährige Jubiläum von „Biss zum Morgengrauen“! In dieser Sonderdoppelausgabe ist sowohl der erste Band von Stephenie Meyers „Biss“-Saga als auch eine überraschende Neuerzählung des Romans enthalten – „Biss in alle Ewigkeit“. Dieses Buch ist als Wendebuch konzipiert. Es enthält über 400 Seiten neuen Lesestoff und ist mit einem speziell veredelten Schutzumschlag und außergewöhnlichem Doppelcover ausgestattet. Lasst euch aufs Neue von dieser romantischen Liebe verzaubern. In „Biss in alle Ewigkeit“ erzählt Stephenie Meyer die Geschichte über Bella und Edward mit umgekehrten Vorzeichen und lässt die Leser den Kultroman auf ganz neue Weise erleben: ein Teenager und eine Vampirin verstricken sich in eine Liebe gegen jede Vernunft – und bieten „Biss“-Fans neuen Lesestoff mit Suchtpotenzial. „Biss zum Morgengrauen“ hat seit seiner Veröffentlichung 2005 (in Deutschland 2006) Millionen von Lesern in seinen Bann gezogen. Mit 155 Millionen verkauften Exemplaren weltweit ist die „Biss“-Saga bis heute einer der größten internationalen Bucherfolge überhaupt und hat darüber hinaus genreprägend gewirkt. Die Geschichte von Bella und Edward ist längst ein moderner Klassiker, der wesentlich zur Popularität der romantischen All Age-Literatur beigetragen hat. „Biss zum Morgengrauen“ stand u. a. auf Platz 1 der New York Times Bestsellerliste, wurde als Time Magazine Young Adult Book of all Times und als New York Times Editor`s Choice ausgezeichnet. Zur „Biss“-Saga gehören außer „Biss zum Morgengrauen“ die Bände „Biss zur Mittagsstunde”, „Biss zum Abendrot“, „Biss zum Ende der Nacht“, „Biss zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner“ und „Die Welt von Bella und Edward – Das Biss-Handbuch“. " Handlung: Wie es der Klapptext, bzw. die Buchankündigung bereits andeutet, geht es hier um zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die die Rollen vertauscht haben und in dem Sonderband „Biss in alle Ewigkeit“ die faszinierende Liebensgeschichte a la Bella und Edward in einem ganz neuen Gewand zeigen. Eine Vampirin Edith (Edythe) nach dem Bildnis von Edward Cullen und einen Teenager Beau nach der Idee von Bella Swan. Auch die Familienmitglieder sind in ihren Rollen vertauscht und bieten mit neuem Gesicht und Staus die ähnliche Geschichte im neuen Licht. Modern, verdreht, gefährlich und neu inspiriert. Zwei unterschiedliche Charaktere und eine Liebe die blitzartig aufeinandertrifft und eine Emotionsgewalt und Gefühlsflut gegenseitig auslöst. Eine Liebe die nicht sein darf, die gefährlich ist und gegen alle Regeln verstößt… Beau und Edith. Hier muss eigentlich nur noch wenig gesagt werden. Denn die bezaubernde Handlung von Twillight Biss zum Morgengrauen ist mittlerweile weit bekannt, allein durch die erfolgreiche Trilogie und auch die Kinoverfilmung. Twillight ist in aller Munde und gilt als Vorläufer und Pionier der Romantic-Fantasy und der marktfähigen seichten und gefühlvollen Vampir-Literatur. Dieses Buch mit der Sondergeschichte „Biss in alle Ewigkeit“ zeigt die bekannte Story einmal neu und aus völlig anderer Perspektive. Hier gibt es die gleiche Handlung, die gleichen Schwierigkeiten und den gleichen Verlauf einmal ganz neu und anders intensiv mit neuen Gefühlen, Facetten und Gedanken gespickt. Neue Dialoge, Gedanken und Blickwinkel bieten Abwechslung. Zum Schreibstil: Autorin Stephenie Meyer hat mich einst mit Twillight in eine ganz andere Welt geholt. Sie hat mich verzaubert, mitgerissen und diesen Kult verfolgen lassen. Ich bin den Büchern regelrecht verfallen. Doch leider hat dieser Reiz nicht mehr die gleiche Wirkung auf mich. Liegt es am Schreibstil, an der Bekanntheit der Geschichte, oder an meinem fortgeschrittenen Alter? Es ist nun knapp sieben oder acht Jahre her, als ich die gehypte Trilogie begonnen und regelrecht verschlungen habe. Nun ist es wie ein „Revival“, aber leider doch anders als erhofft. Ich habe mir ein Wiedersehen gewünscht, ein Nachhausekommen, die gleichen Gefühle… Doch all das habe ich hier leider nicht mehr spüren können. Ob es am Schreibstil liegt? An der Übersetzung? Oder einfach an meiner eigenen Entwicklung? Zwar ist hier alles noch sehr präsent und absolut aktuell, hier werden Neuleser sicherlich einen Zauber finden. All die damaligen Leseeindrücke sind in diesem Buch, durch den bekannten Schreibstil, wieder absolut frisch und als wäre es erst gestern gewesen, aber eher distanziert und längst nicht mehr so intensiv. Schade. Die Handlung beginnt mit einer bekannten Szene. Die Geschichte schreitet auch ganz ähnlich fort wie die übliche Twillight-Saga, lediglich das Ende ist ganz neu und hat mich sehr überrascht. Für Leser der alten „Biss“-Trilogie ist die Handlung ja bereits bekannt und ein „alter Hut“. Umso mehr möchte ich loben, dass die Autorin hier neue Dialoge, Nebenhandlungen und neue Gefahren in den bekannten Verlauf einfließen lässt. Das sorgt auch für Fans der Reihe für Abwechslung und etwas Neuland und Anreiz zum Weiterlesen. Die Autorin S. Meyer beweist auch hier Wiedererkennungswert, sie besitzt einen ganz besonders ehrlichen, ungefilterten und emotionalen Ton. Sie sorgt für Gefühl, Nähe, Phantasie und den Wunsch in die Rollen der Protagonisten zu schlüpfen. Zudem ist es ihr gelungen eine bekannt angenehme Stimmung zu erzeugen, dieses Buch liest man gern und lässt sich auch mit den neuen Charakteren gern in eine andere Welt und Liebe entführen. Denn Leid und Leidenschaft liegen hier sehr nah beieinander. Schauplätze: Als ich vor vielen Jahren als junge Erwachsene erstmalig mit Twillight in Berührung kam, wollte ich nichts anderes als die Orte meiner Romanhelden in echt zu besichtigen und auf ihren Spuren zu wandeln. Folks. Das nasse Laub, der moosbedeckte Boden, die Schule, der Unterricht, das Anwesen der Cullens, Bellas gemütliches kleines Heim bei ihrem Dad…Auch hier gelingt es der Autorin in „Biss in alle Ewigkeit“ diesen Zauber auszulösen, wenn auch nicht mehr so stark wie vor knapp zehn Jahren. Dieses Buch richtet sich einfach sehr an die Träume und Wünsche junger Leser und Teens. Der Autorin gelingt es durch reale Darstellung der Schauplätze eine Welt des jugendlichen Alltags zu schaffen. Beau lebt eher zurückgezogen, wird schnell rot und wirkt wie ein Freak oder Nerd. Edith hingegen ist da ganz anders. Beide Welten werden gelungen geschildert und eine wunderbare Atmosphäre erschaffen. Eine Welt, die der von Bella und Edward gleicht. Sehr genau hat sie die Eindrücke eingefangen und gibt diese im Buch an die Leser weiter. Ihr Fokus liegt auf viele Details und Umschreibungen, so hat sie in trefflichen Momenten immer ein sehr genaues Bild der Umgebung und Beau´s sowie Edith´s Leben und beider Gefühle erschaffen. Charaktere: Bei der Wahl, bzw. Adaption der Charaktere hat ich das Buch leider sehr enttäuscht. Schade, da wurde ich regelrecht ins kalte Wasser geworfen. Mit Bella und Edward hatte die Autorin zwei einprägsame Charaktere erschaffen, die schon nach Band 1 unvergesslich waren. Hier liegt der Fokus natürlich auf die vertauschten Rollen und der Liebe von Beau und Edythe. Aber auch all die anderen Nebencharaktere werden adaptiert und bekommen ein neues geschicht. Alte bekannte Rollen werden neu inspiriert. Für mich leider eher verwirrend, störend und enttäuschend. Großer Minuspunkt für den Charme der Geschichte. Gewollt und irgendwie nicht gekonnt. Sorry. Bekannte Personen mit abwechslungsreichem Potential für die Handlungen, Autorin Stephenie Meyer schafft hier ein stimmiges Bild der Persönlichkeiten und formt das passende Umfeld der Charaktere gleich dazu, erreicht mich aber leider damit nur wenig. . Gleich zu Beginn ermöglicht die ambitionierte Autorin ihren Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten, das ist für Neuleser auch gekonnt gemeistert. Oder ist es nur der Anschein eines klaren Bildes? Die beiden Hauptcharaktere Beau und Edith werden nach und nach noch mit vielerlei Verborgenen überraschen. Gerade das Seelenleben und die Gedankenwelt von Edith, die eine Gefahr für Beau bildet lassen den Leser nicht mehr los. Tief und eindringlich werden hier diese Charaktere vorgestellt. Gekoppelt mit einer tragischen Liebe und mitreißendem gefühl, einer dramatischen Tragödie, wirken alle Personen sehr gut geschildert und verkörpern ihren Part im Roman gekonnt. Meinung: Zuerst möchte ich die Dinge und Punkte nennen, die mir an diesem Buch wirklich nicht gefallen haben und mich 1 1/2 (schnief*) Sterne haben abziehen lassen. Die Idee, eine bekannte und erfolgreiche Geschichte nochmals neu zu erzählen ist im Grunde gar nicht schlecht. Es bietet neue Einblicke und Perspektiven. Schade finde ich es jedoch hier, dass die Sicht mit einem Rollentausch und Geschlechtertauschaus sehr wackelig und fremd wirkt, wenn man zuvor Bella und Edward verfallen war. Für Kenner der Reihe stellt das vielleicht das größte und enttäuschendste Problem dar, für Neuleser ist es sicherlich ganz und gar nicht fremd oder störend sondern gewiss genauso prickelnd und bezaubernd wie Twillight in seiner Urform. Zwar bringen neue Dialoge und Einblicke Abwechslung, aber wirklichen Schwung bringen diese neuen Anreize nicht. Wenn ich mich nicht irre, waren hier drei Übersetzer ins Deutsche am Werk. Von zwei unterschiedlichen Übersetzern habe ich etwas herauslesen können. So wechselt der Erzählstil im Verlauf der Handlung etwas. Anfangs gab es viele Wiederholungen im Stil, die sich später gar nicht mehr wiederfinden. Das wirkt etwas uneben und unstet. Da das Ende jedoch in neuem Licht glänzt birgt es hier eine kleine Überraschung, was ich gut finde. Aber zusammenfassend muss ich einfach auch sagen, dass mir dieses Buch zwar gefallen hat, aber leider nicht mehr den alten Zauber hervorrufen konnte. Meine Erwartungen waren wohl die falschen und dem Buch leider nicht dienlich. Die Autorin: "Stephenie Meyer wurde 1973 geboren und lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Arizona, USA. Ihr Debütroman "Bis(s) zum Morgengrauen" wurde aus dem Stand zum Bestseller und in 34 Länder verkauft. Mehr zu Stephenie Meyer unter www.stepheniemeyer.com." Zum Cover: Ein sehr hochwertiges Buch von herausragender Qualität und stimmigen Gesamteindruck. Das Cover ist eine sehr gute und stimmige Wahl. Ein Wendebuch, sehr hochwertig verarbeitet. Die beiden Cover stimmen sich aufeinander ab und wirken ganz edel und glänzend. Fazit: Für Fans ein Muss. Für Neuleser und Neugierige und bereits verzauberte Leser würde ich eher die Urversion empfehlen. Dieses Buch ist ein kleines BonBon, ein Nachtisch zur Trilogie sozusagen. 3 Sterne, weil für mich einfach viel Glanz verloren gegangen ist.

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  • Noch vor Dracula gab es Carmilla ...

    Carmilla, die Vampirin
    Azrael

    Azrael

    25. November 2014 um 17:53

    Laura wohnt mit ihrem Vater abgeschieden auf einem alten Schloss, zusammen mit wenigen Bediensteten. Als dann auch noch ein lang ersehnter Besuch aufgrund eines Todesfalles ausfällt, ist sie sehr enttäuscht. General Spielsdorf Mündel ist einer dunklen Macht zum Opfer gefallen. Kurz darauf werden Laura und ihr Vater Zeugen eines Unfalls und finden sich direkt danach in Gesellschaft eines Gastes wieder. Laura schwebt zwischen Entsetzen und einer seltsamen Anziehung, erkennt sie in ihrem weiblichen Gast doch jenes Gesicht wieder, dass sie seit einem albtraumhaften Erlebnis aus ihrer Kindheit verfolgt. Die junge Dame nennt sich Carmilla und gibt nichts Genaueres über ihr Leben preis. Kurz nach ihrer Ankunft kommt es in der Umgebung des Schlosses zu mysteriösen Todesfällen unter jungen Frauen. Als die Seuche auch Laura befällt und diese gepeinigt von Albträumen immer mehr dahinsiecht, taucht plötzlich General Spielsberg auf und erzählt ihr und ihrem Vater eine unheimliche Geschichte ... kommt er bereits zu spät?! Carmilla ist ein Vampirroman und stammt bereits aus dem Jahre 1872. Er war Bram Stokers Inspiration für Dracula. Deshalb verwundert es auch nicht, wenn es zwischen beiden durchaus Parallelen gibt. Unter anderem, die als Bericht abgefasste Form. In diesem Fall erzählt Laura uns ihre Geschichte. Der Roman ist eher ein kurzes Vergnügen und umfasst in dieser Ausgabe lediglich 128 Seiten. Die Sprache wirkt längst nicht so altbacken, wie viele vermuten. Carmilla schaft es auch heute noch zu begeistern. Die Geschichte ist als Schauerroman angelegt, ohne dabei großartig mit Horror oder Grauen zu arbeiten. Zitat: »Am Fußende des Bettes bewegte sich etwas, das ich anfangs nicht genau erkennen konnte. Dann sah ich, daß es ein kohlschwarzes Tier war, ähnlich einer riesigen Katze. Es schien vier bis fünf Fuß lang zu sein, genau so lang wie der Kaminvorleger, über den ich es schleichen sah. Unheimlich ruhelos wie ein wildes Tier im Käfig lief es ständig hin und her.« Sie ist recht still, ohne jedoch langweilig zu wirken. Es macht Spaß, selbst zu kombinieren und die dezenten Hinweise, die in die Geschichte mit einfließen zu deuten. Besonders gelungen fand ich die Stelle mit dem Gemälde und später die Sache mit den Namen. Der Roman spielt in der Steiermark, was zur damaligen Zeit wohl als recht exotisch galt. Wer Carmilla jedoch liest, weil es oft als "Carmilla, der lesbische Vampir" betitelt wird, dem sei gesagt, dass dies nur bedingt zutrifft. Sicher gibt es einige etwas entfernt erotische Szenen, doch liefert der Schluß hierfür eine eher nüchterne Erklärung. Der Schluss selbst ist zwar keineswegs überraschend, aber trotzdem spannend und schlüssig. Lediglich eine Frage bleibt offen, wer sind der seltsame Mann und die Frau, in deren Gesellschaft Carmilla auftritt. Es ist interessant zu sehen, wie sich das Bild des Vampirs im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und wie wenig teils von dem sich darum rankenden ursprünglichen Aberglauben übrig geblieben ist. Alles in allem ein gelungener Schauerroman für alle, die auch bereits Dracula kennen und lieben oder Fans echter Klassiker sind. 4,5/5 Sternen

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  • Rezension zu "Carmilla, die Vampirin" von Joseph Sheridan Le Fanu

    Carmilla, die Vampirin
    Wandelchaos

    Wandelchaos

    03. August 2011 um 23:58

    Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, ungeachtet der Tatsache - oder vielleicht gerade deswegen - , dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist. Le Fanu schreibt mit einer Wortgewandtheit, wie man sie aus diesen Tagen oft findet, aber dennoch wirkt sein Stil für die damalige Zeit erstaunlich locker, was dem Lesegenuss und dem Aufbau der Atmosphäre sehr zugute kommt. Mich hat das Buch, besonders was Stil und Atmosphäre betrifft, - anders als etwa Dracula - von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. Angenehmer Grusel, gerade weil die Geschichte ohne viel drum herum auskommt. Einer von den ganz großen Vampirromanen - und das nicht (nur) deshalb, weil er einer der ersten war.

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  • Rezension zu "Carmilla, die Vampirin" von Joseph Sheridan Le Fanu

    Carmilla, die Vampirin
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    16. May 2011 um 15:53

    „Carmilla hing mehr denn je an mir, und ihre merkwürdigen Aufwallungen glutvoller Zuneigung wurden immer häufiger. Je mehr meine körperliche und seelische Kraft schwand, desto leidenschaftlicher schien sie sich an mich zu klammern. Mich erschreckten diese Anfälle immer; sie waren wie ein Aufflackern von Wahnsinn.“ Es gab mal eine Zeit, da waren Vampire nicht muskelbepackte, sexy Typen in Lederklamotten, denen man die Halsschlagader nur zu gerne anbieten will, sondern unheimliche Spukgestalten, die Anfang des 20. Jahrhunderts als Vorlage für Schauergeschichten dienten, die es für die damalige Zeit richtig in sich hatten. Aus dieser Zeit stammt Le Fanu's Werk "Carmilla, die Vampirin", ein Vorreiter der Vampirliteratur aus dem Jahr 1872, der selbst Bram Stoker beeinflusst hat, dessen berühmter "Dracula" erst Jahre später erschien. Bedenkt man, dass es sich hier quasi um den ersten Vampirroman handelt, ist es nicht verwunderlich, dass die altbekannten Merkmale wie Abneigung gegen Knoblauch oder Sonnenlicht und eine unnatürliche Blässe bei Carmilla fehlen. Die junge Dame verhält sich nicht weiter auffällig, wenn man davon absieht, dass sie Grabgesänge verabscheut und des Nachts öfters ihrem Zimmer entflieht, obwohl Tür und Fenster von innen verschlossen sind. Carmilla ist für unsere Zeit heute geradezu harmlos und vorhersehbar, aber das hat den Reiz der Geschichte nicht gemindert; vielmehr passt der stille Stil perfekt zur Geschichte. Auch wenn man leider von vornherein weiß, dass die mysteriöse junge Frau, die Lauras Vater dort bei sich aufnimmt, eine Vampirin ist, bleibt ein gewisser Gruseleffekt, beispielsweise wenn Laura nachts erwacht und eine Gestalt am Fußende ihres Bettes stehen sieht, die sie regungslos anstarrt. Oder wenn sie von Alpträumen geplagt wird, in denen eine schwarze Bestie katzengleich auf ihr Bett zuschleicht und sich auf ihre Brust setzt. Le Fanu‘s klarer altmodischer Sprachstil liest sich sehr angenehm und vermittelt eine ruhige, aber irgendwie auch unheimliche Atmosphäre, passend zum abgelegenen ländlichen Schauplatz der Geschichte. Wie auch in anderen älteren Vampirromanen finden sich hier leicht homoerotische Züge, welche dieses Buch bei seinem erstmaligen Erscheinen sicher zu einer aufsehenerregenden Geschichte gemacht haben. Denn Carmilla zeigt mehr als deutlich ihr Interesse an der schönen Laura, die mit den Annäherungsversuchen und Zärtlichkeiten der jungen Frau nur schwer zurechtkommt. Auch die anderen Opfer, die in der ganzen Ortschaft nach und nach auftauchen, sind allesamt junge Frauen und offenbaren Carmillas Präferenz fürs weibliche Geschlecht. Wollte Le Fanu die Andersartigkeit des Vampirs dadurch nur noch mehr verdeutlichen? Mein Fazit: Zurück zum Ursprung. Wer nach Abwechslung von J.R.Wards oder Lara Adrians sexy Kriegervampiren sucht, findet hier ein Stück klassischer Schauerliteratur, welches das Vampirphänomen quasi geschaffen hat. Ich fand den Ausflug in die Vergangenheit sehr lohnenswert.

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  • Rezension zu "Carmilla, die Vampirin" von Joseph Sheridan Le Fanu

    Carmilla, die Vampirin
    rocejamki

    rocejamki

    14. May 2011 um 15:07

    nhalt: Laura wächst sorgenfrei bei ihrem Vater und ihren Bediensteten auf, ihre Mutter als sie schon früh verloren. Eines Nachts hat Laura eine sonderbare Begegnung mit einer wunderhübschen Frau. Doch niemand scheint ihr so recht zu glauben. 12 Jahre später will es der Zufall, so meint Laura, das sie diese Frau wieder trifft. Carmilla wohnt einige Zeit in Lauras Elternhaus. Doch die mysteriösen Vorfälle häufen sich und Carmilla benimmt sich immer sonderbarer. Meine Meinung: Das kleine Büchlein, aus den Händen des 1873 verstorbenen Josef Sheridan Le Fanu, hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der damals übliche Schreibstil ist wiedererwartend flüssig und locker. Die hochgestochenen, damals übliche Wortwahl gefällt mir wirklich gut. Le Fanu hat mit Carmilla, die Vampirin den Grundstein für die heutigen Vampirgeschichten gelegt. Auch heute liegen Erotik und Vampire so nah beieinander wie Luft und Atmen. Carmilla als eine lesbische Vampirin dar zustellen war zur damaligen Zeit sicher eher verpönt, heut zu Tage wird sich niemand mehr darum scheren. Düster und mysteriös , dennoch sehr vorhersehbar ist diese Geschichte, was mich aber nicht im geringsten gestört hat. Ich fand es wie immer sehr spannend und interessant einen Roman aus dieser Zeitepoche zu lesen.

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