Joseph Sheridan LeFanu, irischer Schriftsteller der 19. Jahrhunderts, ist wohl eher bekannt für seine Geschichte einer lesbischen Vampirin „Carmilla“. „Schalken, der Maler“ ist als Band 10 des wundervollen Kabinetts der Phantasten erschienen.
Der flämische Maler Godfried Schalcken ist ein durchaus bekannter Maler des 17. Jahrhunderts. Ein Bild des Males mit einer jungen Frau im Kerzenlicht hat wohl die fiktive Geschichte inspiriert.
Schalcken begehrt das Mündel Rose seines Meisters und auch sie ihn. Doch als ein unbekannter Fremder sich bewirbt und dieser offen Wohlhabend zeigt, bekommt der Fremde die junge Frau. Er verschwindet mit ihr und bleibt unauffindbar. Später erscheint Rose wieder völlig verängstigt wieder und verschwindet nachts aus dem Fenster und bleibt verschwunden.
Die Geschichte zeigt, das Geld wichtiger als die Liebe zwischen Rose und Schalcken ist. Der unbekannte Freier ist reich und zugleich auch bereits alt. Sein erscheinen erinnert an den Tod, ob er ein Untoter oder ein Dämon ist, bleibt offen.
Schalcken akzeptiert die Entscheidung seines Meisters. Sein Meister ist ein Schüler Rembrandts. Die Geschichte spielt zu Hochzeit der der flämischen-niederländischen Malerei. Akzeptiert Schalcken die Entscheidung, um seine Karriere zu sichern oder bleibt er Passiv, weil er die gesellschaftlichen Konventionen akzeptiert? Trift ihn hier eine Mitschuld?
Die Geschichte wurde von Heiko Postma neu übersetzt und mit einem klugen Nachwort versehen.







