Joseph Stiglitz

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Autor von Der Preis der Ungleichheit, Im freien Fall und weiteren Büchern.

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Der Preis der Ungleichheit

Der Preis der Ungleichheit

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Erschienen am 08.10.2012
Im freien Fall

Im freien Fall

 (2)
Erschienen am 22.08.2011
Die Chancen der Globalisierung

Die Chancen der Globalisierung

 (1)
Erschienen am 14.01.2008
Europa spart sich kaputt

Europa spart sich kaputt

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Erschienen am 23.04.2018
Europa spart sich kaputt

Europa spart sich kaputt

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Erschienen am 30.09.2016
Reich und Arm

Reich und Arm

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Erschienen am 17.04.2017

Neue Rezensionen zu Joseph Stiglitz

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WildRoses avatar

Rezension zu "Im freien Fall" von Joseph Stiglitz

Sehr informativ - und gut geschrieben
WildRosevor 4 Jahren

In "Im Freien Fall" beschäftigt sich der Wirtschaftswissenschaftler Joseph Stiglitz mit dem Versagen der Märkte und der Wirtschaftskrise, die 2008 ausbrach. Sein Hauptaugenmerk legt er dabei auf die US-amerikanische Situation, insbesondere auf den Bereich der Hypotheken. Er beschäftigt sich sehr intensiv mit den Auslösern der Krise und kritisiert das derzeitige "marktfundamentalistische" System auf eine sehr informative, auch für den Laien nachvollziehbare Weise. Außerdem beschäftigt er sich mit den verschiedenen volkswirtschaftlichen Theorien. Hier ist ein Grundwissen über die Ansichten von Smith, Keynes, Friedman und anderen sicherlich nicht schlecht - ich verstand seine Ausführungen nach einem halben Jahr Volkswirtschaftsunterricht in der Schule aber recht problemlos, man braucht also kein Experte zu sein. Stiglitz nennt die Fehler, die gemacht wurden, beim Namen und übt heftige Kritik am momentanen Wirtschaftssystem. Seine Ausführungen und Argumente sind beeindruckend und in fast allen Punkten musste ich ihm recht geben. Volkswirtschaft klingt für viele sehr trocken, doch Bücher wie dieses beweisen, dass die VWL sich mit Themen befasst, die jeden von uns betreffen und über die jeder von uns informiert sein sollte - ansonsten werden wir schnell zum Opfer von Ausbeutung und skrupellosen Finanzinstituten, die sich auf unsere Kosten bereichern.
Die Lösungsvorschlägee von Stiglitz sind einleuchtend, meiner Meinung nach wäre es aber noch besser gewesen, wenn er sich mehr Zeit genommen hätte, seine Vorschläge zu erklären und ihre Vorteile gegenüber den jetzigen Praktiken hervorzuheben. Während er sich nämlich am Anfang des Buches, als er die Ursachen der Krise und die unzureichenden Eingriffe des Staates beschrieb, öfters wiederholte, ging es mir am Ende, bei den konkreten Lösungsvorschlägen, fast ein wenig zu schnell.
Insgesamt ist dieses Buch aber ein wirklich gut geschriebenes und sorgfältig recherchiertes Plädoyer für eine gerechtere Form des Kapitalismus.

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Dubhes avatar

Rezension zu "Der Preis der Ungleichheit" von Joseph Stiglitz

Gute Idee, aber einfach unmöglich
Dubhevor 5 Jahren

In diesem Buch geht es darum, dass der Markt und die Welt nicht richtig funktionieren. Und daran schuld ist die Ungleichheit. Die Kluft zwischen Armut und Reichtum wird immer größer, und das ist auch schon einer der tragenden Gründe warum unsere Wirtschaft nicht richtig funktioniert. 
Das meint jedenfalls der Autor, der auch noch Nobelpreisträger in Wirtschaft ist. 
Schön und gut, doch er vertritt eindeutig nicht meine Meinung. 
Klar, zur Zeit gibt es sehr viel Ungerechtigkeit auf dieser Welt, doch war schon immer so. 
Die Idealen Modelle, so wie der Kommunismus, funktionieren nur in der Theorie, doch niemals im wahren Leben (soll aber nicht heißen, dass ich Kommunist bin, ich bin für ein Gleichgewicht der politischen Mächte). 
Doch anscheinend kann der Autor das nicht akzeptieren, denn immer wieder versucht er den Leser von seinem idealen Modell zu überzeugen, das nie und nimmer funktionieren kann und das weiß jeder, der sich etwas besser in der Wirtschaft auskennt. 
Denn die Menschen können selten fair sein, denn unsere Spezies ist gierig und ungerecht. 
Um den Markt ideal machen zu können, wie in der Vorstellung Stiglitz, müssen programmierte Computer die Wirtschaft der Welt übernehmen und diese müssten eine künstliche Intelligenz besitzen. 
Klar, er hat auch recht, dass unser System nicht mehr allzu lange funktionieren kann, es wird wie immer einen großen Crash geben und dann ist die Welt genauso ungerecht und ungleich wie vorher. 
Man müsste die Menschen verändern, bevor sich die Wirtschaft zum besseren wenden kann. 

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W

Rezension zu "Der Preis der Ungleichheit" von Joseph Stiglitz

Rezension zu "Der Preis der Ungleichheit" von Joseph E. Stiglitz
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Dieses neue Buch des Nobelpreisträgers für Wirtschaft, Joseph Stieglitz, bezieht sich in seinen Daten und Einschätzungen hauptsächlich auf die Situation den Vereinigten Staaten, doch können seine Thesen und Erkenntnisse ohne weiteres auf andere westliche und eben auch europäische Gesellschaften übertragen werden.

Überall dort, so Stieglitz, ist zu beobachten, dass die Schere zwischen den armen Bevölkerungsteilen, die einen immer größeren Anteil an der Bevölkerung ausmachen und dem reichen Teil des Volkes, der immer kleiner wird, auseinandergeht. Gerade die Finanzkrise der vergangenen Jahre hat, entgegen ersten Erwartungen, diesen Trend noch verschärft.

Die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen, die getroffen werden, orientieren sich immer mehr an den Interessen der Reichen und vernachlässigen immer mehr die Bedürfnisse der armen Menschen, deren sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse sich immer weiter verschlechtern.

Doch, so zeigt Stieglitz nach seiner schonungslosen Analyse auf, diese Politik ist nicht nur ohne Menschlichkeit, sondern auch ohne Hirn. Denn diese wachsende Ungleichheit hat nicht nur eine humane und soziale Seite, die empörend ist, und die er auch entsprechend anklagt, sie hat auch eine ökonomische, die ihn besonders beschäftigt. Denn er zeigt an vielen Beispielen, „wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht.“
Denn, so Stieglitz, die Ungleichheit behindert auf mittlere Sicht das Wachstum, sie verhindert die besonders in den USA seit ihrer Gründung hoch gehaltene Chancengerechtigkeit und sie führt dazu, dass die Justiz und die Politik immer mehr einer nicht selten total korrupten Korrumpierbarkeit verfallen.

Es steht nicht weniger auf dem Spiel als der Erhalt unserer Demokratien, die durch eine solche Politik langsam und stetig unterhöhlt werden. Sich gegen eine solche Politik zu wehren, wozu Stieglitz auffordert, ist also nicht nur Sache eines eher linken, an zunehmender Gleichheit und Gerechtigkeit orientierten Zeitgenossen, sondern auch der liberale( nicht neoliberale!) und christlich-demokratische Wähler muss durch sie beunruhigt sein und sich zum engagierten Protest aufgerufen fühlen.

Wir werden in Deutschland in den nächsten Monaten hier eine interessante Debatte bekommen. Denn die CDU/CSU wird die neuen sozialen Themen, mit der die SPD im Wahlkampf zu punkten glaubt, aufgreifen und zu ihren eigenen machen. Und am Ende werden sie in einer Großen Koalition (die ich für sehr wahrscheinlich halte nach dem 22. September) einen gemeinsamen Nenner finden und dringend nötigen Reformen umsetzen. Schon die letzte Große Koalition war damit sehr erfolgreich, was in seinen Folgen bis heute positiv spürbar ist.

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