Joseph Stiglitz Der Preis der Ungleichheit

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Inhaltsangabe zu „Der Preis der Ungleichheit“ von Joseph Stiglitz

Viele Arme, wenige Reiche - Warum die wachsende Ungleichheit uns alle angeht Die Ungleichheit in der Welt nimmt zu: Immer weniger Menschen häufen immer größeren Reichtum an, während die Zahl der Armen wächst und die Mittelschicht vom Abstieg bedroht ist. Doch diese Entwicklung, so zeigt Nobelpreisträger Joseph Stiglitz in seinem neuen Bestseller, ist keine zwangsläufige Folge einer freien Marktwirtschaft, sondern Ergebnis einer globalisierten Ökonomie, die zunehmend vom reichsten einen Prozent der Bevölkerung beherrscht wird. Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer, daran konnte auch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise nichts ändern – im Gegenteil. Politik und Wirtschaft scheinen selbst in der Krise immer einseitiger den Interessen der Superreichen zu folgen, während es vielen Menschen zunehmend schlechter geht. Besonders drastisch lässt sich diese Entwicklung in den USA erkennen. Doch die wachsende Ungleichheit hat ihren Preis, wie Joseph Stiglitz in seinem neuen Buch zeigt. Sie behindert Wirtschaft und Wachstum, führt zu weniger Chancengerechtigkeit und korrumpiert Justiz und Politik. Deswegen ruft Nobelpreisträger Stiglitz dazu auf, die zunehmende Ungleichheit in unseren Gesellschaften nicht einfach hinzunehmen, sondern Wirtschaft und Politik so zu reformieren, dass der Wohlstand wieder gerechter verteilt ist. Die weltweiten Demonstrationen der Occupy-Bewegung können ein erster Schritt in diese Richtung sein.

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    Der Preis der Ungleichheit
    Dubhe

    Dubhe

    20. August 2013 um 14:46

    In diesem Buch geht es darum, dass der Markt und die Welt nicht richtig funktionieren. Und daran schuld ist die Ungleichheit. Die Kluft zwischen Armut und Reichtum wird immer größer, und das ist auch schon einer der tragenden Gründe warum unsere Wirtschaft nicht richtig funktioniert.  Das meint jedenfalls der Autor, der auch noch Nobelpreisträger in Wirtschaft ist.  Schön und gut, doch er vertritt eindeutig nicht meine Meinung.  Klar, zur Zeit gibt es sehr viel Ungerechtigkeit auf dieser Welt, doch war schon immer so.  Die Idealen Modelle, so wie der Kommunismus, funktionieren nur in der Theorie, doch niemals im wahren Leben (soll aber nicht heißen, dass ich Kommunist bin, ich bin für ein Gleichgewicht der politischen Mächte).  Doch anscheinend kann der Autor das nicht akzeptieren, denn immer wieder versucht er den Leser von seinem idealen Modell zu überzeugen, das nie und nimmer funktionieren kann und das weiß jeder, der sich etwas besser in der Wirtschaft auskennt.  Denn die Menschen können selten fair sein, denn unsere Spezies ist gierig und ungerecht.  Um den Markt ideal machen zu können, wie in der Vorstellung Stiglitz, müssen programmierte Computer die Wirtschaft der Welt übernehmen und diese müssten eine künstliche Intelligenz besitzen.  Klar, er hat auch recht, dass unser System nicht mehr allzu lange funktionieren kann, es wird wie immer einen großen Crash geben und dann ist die Welt genauso ungerecht und ungleich wie vorher.  Man müsste die Menschen verändern, bevor sich die Wirtschaft zum besseren wenden kann. 

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  • Rezension zu "Der Preis der Ungleichheit" von Joseph E. Stiglitz

    Der Preis der Ungleichheit
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    09. February 2013 um 14:15

    Dieses neue Buch des Nobelpreisträgers für Wirtschaft, Joseph Stieglitz, bezieht sich in seinen Daten und Einschätzungen hauptsächlich auf die Situation den Vereinigten Staaten, doch können seine Thesen und Erkenntnisse ohne weiteres auf andere westliche und eben auch europäische Gesellschaften übertragen werden. Überall dort, so Stieglitz, ist zu beobachten, dass die Schere zwischen den armen Bevölkerungsteilen, die einen immer größeren Anteil an der Bevölkerung ausmachen und dem reichen Teil des Volkes, der immer kleiner wird, auseinandergeht. Gerade die Finanzkrise der vergangenen Jahre hat, entgegen ersten Erwartungen, diesen Trend noch verschärft. Die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen, die getroffen werden, orientieren sich immer mehr an den Interessen der Reichen und vernachlässigen immer mehr die Bedürfnisse der armen Menschen, deren sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse sich immer weiter verschlechtern. Doch, so zeigt Stieglitz nach seiner schonungslosen Analyse auf, diese Politik ist nicht nur ohne Menschlichkeit, sondern auch ohne Hirn. Denn diese wachsende Ungleichheit hat nicht nur eine humane und soziale Seite, die empörend ist, und die er auch entsprechend anklagt, sie hat auch eine ökonomische, die ihn besonders beschäftigt. Denn er zeigt an vielen Beispielen, „wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht.“ Denn, so Stieglitz, die Ungleichheit behindert auf mittlere Sicht das Wachstum, sie verhindert die besonders in den USA seit ihrer Gründung hoch gehaltene Chancengerechtigkeit und sie führt dazu, dass die Justiz und die Politik immer mehr einer nicht selten total korrupten Korrumpierbarkeit verfallen. Es steht nicht weniger auf dem Spiel als der Erhalt unserer Demokratien, die durch eine solche Politik langsam und stetig unterhöhlt werden. Sich gegen eine solche Politik zu wehren, wozu Stieglitz auffordert, ist also nicht nur Sache eines eher linken, an zunehmender Gleichheit und Gerechtigkeit orientierten Zeitgenossen, sondern auch der liberale( nicht neoliberale!) und christlich-demokratische Wähler muss durch sie beunruhigt sein und sich zum engagierten Protest aufgerufen fühlen. Wir werden in Deutschland in den nächsten Monaten hier eine interessante Debatte bekommen. Denn die CDU/CSU wird die neuen sozialen Themen, mit der die SPD im Wahlkampf zu punkten glaubt, aufgreifen und zu ihren eigenen machen. Und am Ende werden sie in einer Großen Koalition (die ich für sehr wahrscheinlich halte nach dem 22. September) einen gemeinsamen Nenner finden und dringend nötigen Reformen umsetzen. Schon die letzte Große Koalition war damit sehr erfolgreich, was in seinen Folgen bis heute positiv spürbar ist.

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