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aba

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich freue mich, eine für die Teilnehmer der Romane-Challenge exklusive Leserunde zu dem Klassiker "Das Salz der Erde" von Joseph Wittlin eröffnen zu dürfen.

Zur Ausgabe

Peter Niewiadomski lebt zufrieden als Bahnwärter in den Karpaten. Er hat sein Auskommen, eine Geliebte, einen Hund. In diese Ruhe bricht die Nachricht: Der Thronfolger wurde erschossen, Peter wird an die Front einberufen. Die Schrecken des Weltkrieges vermag sich zu diesem Zeitpunkt noch niemand ausmalen. Dunkle Bedrohung und Hilflosigkeit lassen Peter klarer sehen, was ihm Heimat, Zukunft und Europa bedeuten.

Mit einem Nachwort von Martin Pollack.

Mit Daten zu Leben und Werk.

Über Joseph Wittlin

Joseph Wittlin wurde 1896 in Dmytrów bei Radziechów (heute Ukraine) geboren und starb 1976 in New York. Er studierte Philosophie und moderne Philologie in Wien und Lemberg (heute Lwiw, Ukraine), diente von 1916-1918 in der österreichisch-ungarischen Armee. In den zwanziger Jahren arbeitete er als Lehrer, Dramaturg und Kritiker, wurde dann freier Schriftsteller. 1941 emigrierte er in die USA. Der Roman "Das Salz der Erde" ist der erste Teil der nicht vollendeten Trilogie "Die Geschichte vom geduldigen Infanteristen" und gilt als sein literarisches Hauptwerk. Außerdem übertrug er u.a. Homers "Odyssee", Joseph Roths "Hiob" und "Kapuzinergruft" sowie Hermann Hesses "Der Steppenwolf" ins Polnische.

Zusammen mit den S. Fischer Verlagen lade ich euch zu einer Leserunde zu diesem Klassiker ein.

Für die Leserunde werden vom Verlag 5 Freiexemplare zur Verfügung gestellt. Diese werden nur unter den Interessenten verlost, die an der Romane-Challenge teilnehmen. Jeder kann aber auch mit eigenem Exemplar teilnehmen!

Wer ein Exemplar gewinnen möchte, kann sich bis zum 30.09.2014 unter der Rubrik "Bewerbung/Ich möchte mitlesen" mit Angabe des Links zum jeweiligen Sammelbeitrag im Thread der Romane-Challenge bewerben.
Die Bücher werden verlost, das heißt, der Zufall entscheidet und alle Bewerber haben die gleiche Chance, ein Leseexemplar zu gewinnen.

Nichtdestotrotz würde ich mich sehr freuen, wenn ihr bei eurer Bewerbung auch einen Kommentar oder eine Meinung zum Thema dieses Buches schreiben würdet. So entsteht schon vor Beginn der Leserunde ein Austausch.

Ich bin gespannt auf eure Bewerbungen!

Eine Bitte: Benutzt die Spoiler-Funktion bei euren Bewerbungen nicht. Danke!

Wichtig:
Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension.

Autor: Joseph Wittlin
Buch: Das Salz der Erde

TochterAlice

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Viele Grüße aus Nizza, wo ich gerade ein kleines Päuschen im Hotel mache!

Ich würde sehr gerne ein Leseexemplar gewinnen und damit an dieser Runde teilnehmen, weil ich mir von dem Roman eine vollkommen neue Perspektive zum in diesem Jahr so häufig bemühten Thema "1. Weltkrieg" erwarte. Soweit ich weiß, wurde es bereits 1935 geschrieben, der Autor ist Pole, der Protagonist, der in den 1. Weltkrieg berufen wird, kommt aus der allerallertiefsten Provinz, aus den Karpaten. Wie mag das wohl alles rüberkommen, was für neue Eindrücke und Bilder werden bei mir entstehen? Ich bin sehr gespannt und würde daher gern mitlesen!
Hier der Link zu meiner Rezensionliste bei der niveauvollen Challenge:
http://www.lovelybooks.de/thema/Romane-Challenge-Die-Challenge-mit-Niveau-1070411652/1089472052/

aba

vor 3 Jahren

@TochterAlice

Wenn das schöne Leben in Nizza dir ein Päuschen erlaubt, würdest du den Link zu deinem Sammelbeitrag im Romane-Thread in deiner Bewerbung schreiben?
(Ja, ich weiss, aus mir spricht der reine Neid)

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Wortwelten

vor 3 Jahren

Teil 3: Seite 145 bis Seite 205
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Langsam nähert sich Peter dem Krieg. Es gibt so viel, was er nicht versteht und was neu für ihn ist, aber er hält sich auch immer etwas abseits, sucht von sich aus keinen Kontakt zu den anderen angehenden Soldaten. Überall sind Barrieren, die der Sprache, die der Religion, doch häufig sind es nur einfache Missverständnisse, die diese Grenzen aufbauen.

Beim Militär angekommen geht es jedoch vor allem um die Demonstration von Macht, wie beim Krieg selbst ja gewissermaßen ebenfalls. Die Befehlshaber wollen sich durchsetzen, die einfachen Soldaten unterwerfen, falls man das so pauschal formuliert stehenlassen kann. Zumindest wird die Willkür deutlich, die hier herrscht, eine Willkür, die auf den eigentlichen Krieg gleichermaßen zutrifft.

Interessant fand ich den plötzlich auftauchenden Ich-Erzähler (kam der vorher schon mal vor und ich habe ihn nur überlesen?). Hier erhält der Text eine ganz andere persönliche Note, sogar eine Art Warnung vor dem, was Krieg für diejenigen, die ihn im Namen anderer austragen müssen, eigentlich bedeutet. Ich fand das zwar nicht unbedingt notwendig, aber es ist ein interessantes erzählerisches Mittel.

Wortwelten

vor 3 Jahren

Teil 3: Seite 145 bis Seite 205
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aba schreibt:
Eigentlich gibt es keinen Unterschied zu Gefangenen. Schlecht behandelte Gefangene noch dazu.

Das wird wirklich gut dargestellt, finde ich auch. Die Menschen geben ihr Leben, aber es ist ein Leben, das niemandem etwas wert ist und das ihnen selbst schon längst nicht mehr gehört.

aba

vor 3 Jahren

Teil 3: Seite 145 bis Seite 205

Wortwelten schreibt:
Interessant fand ich den plötzlich auftauchenden Ich-Erzähler (kam der vorher schon mal vor und ich habe ihn nur überlesen?).

Der kommt immer wieder vor.

vielleser18

vor 3 Jahren

Rezension

Auch ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal beim Fischer Verlag bedanken, und bei aba, die alles organisiert hat. Vielen Dank, dass ich dieses Buch entdecken durfte!

Meine REzension:
http://www.lovelybooks.de/autor/Joseph-Wittlin/Das-Salz-der-Erde-1118393816-w/rezension/1121168676/1121172759/

werde ich noch bei
amazon.de, buecher.de, thalia.de und bei wasliestdu.de online stellen.

Wortwelten

vor 3 Jahren

Rezension

Mit extrem schlechten Gewissen hier endlich meine Rezension. Tut mir wirklich leid, dass ich so lange gebraucht habe, geplant war das zumindest nicht.

http://www.lovelybooks.de/autor/Joseph-Wittlin/Das-Salz-der-Erde-1118393816-w/rezension/1122869443/

http://seitenende.wordpress.com/2014/11/22/das-salz-der-erde/

Wortwelten

vor 3 Jahren

Teil 4: Seite 206 bis Ende
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Ich fand diesen Wechsel zu Bachmatiuk am Ende ebenfalls sehr interessant, ein spannender Gegenpol und eine interessante Figur. Er geht völlig auf in seiner Aufgabe und seinen Paragraphen, lebt aber immer an der Grenze zu dem, was er ertragen kann. Eigentlich haben alle Figuren irgendwelche Komplexe, teilweise auch Minderwertigkeitsgefühle, und auf eine gewisse Art und Weise nimmt die Armee das weg, macht zumindest die Soldaten alle gleich.

Wortwelten

vor 3 Jahren

Teil 4: Seite 206 bis Ende
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vielleser18 schreibt:
Über den Titel habe ich schon länger nachgedacht. Salz - würzt das Essen, kann das Essen "versalzen", "Das Salz der Erde" - damit meint Jesus in der Bergpredigt seine Jünger. Hier meint Wittlin die Soldaten . Dazu passt dann auch der Schlusssatz: "Und er sah, dass es gut war". Aus Menschen wurden Soldaten geformt. Oder nach Bachmutiak, wurden ja aus einem großen Haufen erst Menschen - und Soldaten sind sie noch lange nicht. Es ist erst der Anfang, genauso wie 1914 auch erst der Anfang eines großen Krieges war.

Interessanter Gedanke, ich sehe das so ähnlich. Menschen als "Würze" für den Krieg.

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