Joseph Zoderer

 3.7 Sterne bei 38 Bewertungen
Autor von Die Farben der Grausamkeit, Die Walsche und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Joseph Zoderer

"Der deutsche Autor mit österreichischer kultureller Prägung und italienischem Pass": Joseph Zoderer, geboren am 25. November 1935 in Meran, ist ein italienischer Schriftsteller aus Südtirol. Er studierte Jura, Psychologie, Theaterwissenschaften und Philosophie an der Universität Wien. Brach das Studium jedoch wieder ab. Zu dieser Zeit arbeitete er als Journalist für die Kronen Zeitung, Die Presse und den Kurier.

 Einige Jahre später veröffentlichte er erstmals Lyrik- und Prosaschriften. Seinen Durchbruch schaffte er 1974 mit der Sammlung sozialkritischer Dialektdichtung. Sein Debüt als Romanautor gab er mit seinem Werk „Das Glück beim Händewaschen". Nachdem er sich eine Zeit lang als Rundfunkredakteur versuchte, entschied er sich schließlich dazu freier Schriftsteller zu werden. In Folge seiner großen Erfolge wurde er Mitglied er Grazer Autorenversammlung und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

 Für seine Arbeiten wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So u. a. mit dem Literaturpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie, dem Marburger Literaturpreis, dem Franz-Theodor-Csokor-Preis, dem Fernsehfilmpreis, dem Hermann-Lenz-Preis und dem Walther-von-der-Vogelweide-Preis. 

Außerdem ist er Empfänger des Österreichischen Staatsstipendiums, des New-York-Stipendiums des Darmstädter Literaturpreises und des Stipendiums des Künstlerhauses Edenkoben. Darüber hinaus wurde er zum Ehrenbürger der Universität Innsbruck und des Stadt Meran. 

Zoderer bezeichnete sich selbst als "deutscher Autor mit österreichischer kultureller Prägung und italienischem Pass".

Heute lebt der Autor zusammen mit seiner Familie in Bruneck.

Alle Bücher von Joseph Zoderer

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Buchformat:
Cover des Buches Die Farben der Grausamkeit9783852186849

Die Farben der Grausamkeit

 (17)
Erschienen am 12.05.2011
Cover des Buches Das Glück beim Händewaschen9783709937181

Das Glück beim Händewaschen

 (6)
Erschienen am 22.03.2016
Cover des Buches Die Walsche9783709972403

Die Walsche

 (6)
Erschienen am 21.10.2016
Cover des Buches Mein Bruder schiebt sein Ende auf9783852187594

Mein Bruder schiebt sein Ende auf

 (3)
Erschienen am 19.10.2012
Cover des Buches Als Anja dem Christkind entgegenging9783446184862

Als Anja dem Christkind entgegenging

 (2)
Erschienen am 26.08.1996
Cover des Buches Die Erfindung der Sehnsucht9783709972953

Die Erfindung der Sehnsucht

 (1)
Erschienen am 07.01.2019
Cover des Buches Der Himmel über Meran9783709976678

Der Himmel über Meran

 (1)
Erschienen am 24.07.2013
Cover des Buches Der Irrtum des Glücks9783709934654

Der Irrtum des Glücks

 (1)
Erschienen am 25.06.2019

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Neue Rezensionen zu Joseph Zoderer

Neu

Rezension zu "Die Erfindung der Sehnsucht" von Joseph Zoderer

Was sein wird
Thomas_Lawallvor einem Jahr

Schwer zu verstehen sind nicht wenige Dichter. Verschleierte Worte, verdrehter Sinn, versteckte Botschaften oder in Ketten gelegte Fragezeichen. Joseph Zoderer geht ganz andere Wege. Das fängt schon beim "Inhaltsverzeichnis" an. Es gibt nicht nur keins, sondern es würde auch gar keinen Sinn machen. Wie sollte ein solches auch ohne Überschriften funktionieren?

Formal fehlt also einiges. Doch schnell merken Leserinnen und Leser, dass jenes Fehlen kein Verlust bedeutet. Die Zeilen Zoderers benötigen keine Überschriften. Sie wären schlicht überflüssig. So lächerlich, wie es das Anbringen eines Schildes über einem gigantischen Ozeandampfer wäre, auf dem geschrieben steht: "Ozeandampfer".

Der Klappentext gibt spärliche Auskunft. Er leistet sich immerhin den Hinweis auf die "Liebe als Grundprinzip". Doch der Dichter geht viel weiter. Wo Licht ist, gibt es  auch Dunkelheit:

"Von den Zweigen fielen tote Vögel
aus den Wolken tropfte ein Singen ..."

Als wesentlicher Bestandteil und unmittelbare Folge des Glücks, sorgt das Unglück für die Balance:

"Es gibt ein Niemandsland
ein Wundenland ..."

Und wenn der Dichter die ausgetretenen Pfade der Alltäglichkeit verlässt, kann es durchaus passieren, dass selbst ihm die Worte fehlen. Es könnte aber auch eine Einladung an die Leserschaft sein, sich aus der Bequemlichkeit zu erheben, um sich selbst einmal auf die Suche zu machen:

"Wir werden unsere Sprache
erst erfinden müssen ..."

Doch vielleicht ist es ein Fehler, den Dingen letztlich auf den Grund zu kommen. Was bedeutet schon ein Ziel, wenn der Weg dahin der weitaus aufregendere ist? 

"Das Ende wissen
und doch den Anfang leben ..."

Womöglich ist es ein Glück, die Spielhalle der unendlichen Möglichkeiten mit geschlossenen Augen zu betreten. Kann gut sein, dass der nie erfüllte Traum der bessere ist. Wer weiß?

Dieses Buch kann man lesen, aber nicht "auslesen". Joseph Zoderers Worte schwingen weiter und gehen eigene Wege. Was bleibt sind Fragen, die nie beantwortet werden, und man spürt, dass es gut ist, denn:

"Was wird sein
wenn alles wahr wird ..."

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Rezension zu "Die Walsche" von Joseph Zoderer

Hätte mir etwas mehr erwartet
ariadnevor einem Jahr

Als Südtirolerin ist es wohl meine Pflicht mich in der heimatlichen Literatur etwas auszukennen...nja, diese Pflicht wurde in den letzten Jahren stark vernachlässigt, was ich jetzt versucht habe nachzuholen.

Zuerst mal zum Guten:
Der Einstieg war sehr gut, man kann sich sofort  (weil bekannt) in die Welt der Protagonistin hineinversetzen. 
Aber obwohl das Buch nur so kurz ist, fand ich es sehr zähflüssig und langatmig geschrieben. Ansonsten hat mir der Schreibstil gar nicht zugesagt, die Szenen wirken abgehackt, teils unverständlich und verwirrend.
Bis zuletzt hat mich die Protagonistin nur noch genervt und so richtig fassen, als selbstständigen Charakter konnte ich sie auch gar nicht.
Schade, aber zu seiner Zeit war das Werk sicher eine Sensation und Bereicherung.

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Rezension zu "Die Farben der Grausamkeit" von Joseph Zoderer

Farben der Wiederholungen
Berndabookvor 5 Jahren

So schön der Autor Zoderer auch schreibt, und das tut er, so wiederholen sich seit Jahren seine Motive, Umschreibungen, Wewechen. Wer seine älteren Bücher auch gelesen hat, der wird irgendwann feststellen, da kommt nicht allzuviel Neues daher. So zumindest ist es mir ergangen, und wenn man sich umhört, auch anderen. Es wird wohl einen Grund haben, warum der alte Verlag das Manuskript nicht so veröffentlichen wollte, woraufhin Zoderer beleidigt den VErlag gewechselt hat. Ich erinnere mich nicht mehr, war es bei diesem Buch oder bei "Schmerz der Gewöhnung". Der Autor jedenfalls kann so fesselnd schreiben, dass es ihm zu wünschen ist, sich zu öffnen für Neues. Ausruhen auf alte Erfolge und sich erfreuen, dass die neuen Bücher sich von alleine verkaufen reicht nicht aus, um Leser zufriedenzustellen, die von so einem Schreiben mehr erwarten dürfen.

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Joseph Zoderer wurde am 25. November 1935 in Meran geboren.

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