Joseph Zoderer

 3.7 Sterne bei 35 Bewertungen

Neue Bücher

Die Erfindung der Sehnsucht

 (1)
Neu erschienen am 07.01.2019 als Taschenbuch bei Haymon Verlag.

Alle Bücher von Joseph Zoderer

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Die Farben der Grausamkeit

Die Farben der Grausamkeit

 (17)
Erschienen am 12.05.2011
Das Glück beim Händewaschen

Das Glück beim Händewaschen

 (6)
Erschienen am 17.08.2009
Mein Bruder schiebt sein Ende auf

Mein Bruder schiebt sein Ende auf

 (3)
Erschienen am 19.10.2012
Als Anja dem Christkind entgegenging

Als Anja dem Christkind entgegenging

 (2)
Erschienen am 26.08.1996
Die Walsche

Die Walsche

 (2)
Erschienen am 21.10.2016
Die Walsche: Roman

Die Walsche: Roman

 (2)
Erschienen am 26.09.2012
Die Erfindung der Sehnsucht

Die Erfindung der Sehnsucht

 (1)
Erschienen am 07.01.2019
Der Himmel über Meran

Der Himmel über Meran

 (1)
Erschienen am 01.08.2007

Neue Rezensionen zu Joseph Zoderer

Neu

Rezension zu "Die Erfindung der Sehnsucht" von Joseph Zoderer

Was sein wird
Thomas_Lawallvor 9 Tagen

Schwer zu verstehen sind nicht wenige Dichter. Verschleierte Worte, verdrehter Sinn, versteckte Botschaften oder in Ketten gelegte Fragezeichen. Joseph Zoderer geht ganz andere Wege. Das fängt schon beim "Inhaltsverzeichnis" an. Es gibt nicht nur keins, sondern es würde auch gar keinen Sinn machen. Wie sollte ein solches auch ohne Überschriften funktionieren?

Formal fehlt also einiges. Doch schnell merken Leserinnen und Leser, dass jenes Fehlen kein Verlust bedeutet. Die Zeilen Zoderers benötigen keine Überschriften. Sie wären schlicht überflüssig. So lächerlich, wie es das Anbringen eines Schildes über einem gigantischen Ozeandampfer wäre, auf dem geschrieben steht: "Ozeandampfer".

Der Klappentext gibt spärliche Auskunft. Er leistet sich immerhin den Hinweis auf die "Liebe als Grundprinzip". Doch der Dichter geht viel weiter. Wo Licht ist, gibt es  auch Dunkelheit:

"Von den Zweigen fielen tote Vögel
aus den Wolken tropfte ein Singen ..."

Als wesentlicher Bestandteil und unmittelbare Folge des Glücks, sorgt das Unglück für die Balance:

"Es gibt ein Niemandsland
ein Wundenland ..."

Und wenn der Dichter die ausgetretenen Pfade der Alltäglichkeit verlässt, kann es durchaus passieren, dass selbst ihm die Worte fehlen. Es könnte aber auch eine Einladung an die Leserschaft sein, sich aus der Bequemlichkeit zu erheben, um sich selbst einmal auf die Suche zu machen:

"Wir werden unsere Sprache
erst erfinden müssen ..."

Doch vielleicht ist es ein Fehler, den Dingen letztlich auf den Grund zu kommen. Was bedeutet schon ein Ziel, wenn der Weg dahin der weitaus aufregendere ist? 

"Das Ende wissen
und doch den Anfang leben ..."

Womöglich ist es ein Glück, die Spielhalle der unendlichen Möglichkeiten mit geschlossenen Augen zu betreten. Kann gut sein, dass der nie erfüllte Traum der bessere ist. Wer weiß?

Dieses Buch kann man lesen, aber nicht "auslesen". Joseph Zoderers Worte schwingen weiter und gehen eigene Wege. Was bleibt sind Fragen, die nie beantwortet werden, und man spürt, dass es gut ist, denn:

"Was wird sein
wenn alles wahr wird ..."

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Rezension zu "Die Walsche: Roman" von Joseph Zoderer

Hätte mir etwas mehr erwartet
ariadnevor 2 Monaten

Als Südtirolerin ist es wohl meine Pflicht mich in der heimatlichen Literatur etwas auszukennen...nja, diese Pflicht wurde in den letzten Jahren stark vernachlässigt, was ich jetzt versucht habe nachzuholen.

Zuerst mal zum Guten:
Der Einstieg war sehr gut, man kann sich sofort  (weil bekannt) in die Welt der Protagonistin hineinversetzen. 
Aber obwohl das Buch nur so kurz ist, fand ich es sehr zähflüssig und langatmig geschrieben. Ansonsten hat mir der Schreibstil gar nicht zugesagt, die Szenen wirken abgehackt, teils unverständlich und verwirrend.
Bis zuletzt hat mich die Protagonistin nur noch genervt und so richtig fassen, als selbstständigen Charakter konnte ich sie auch gar nicht.
Schade, aber zu seiner Zeit war das Werk sicher eine Sensation und Bereicherung.

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Rezension zu "Die Farben der Grausamkeit" von Joseph Zoderer

Farben der Wiederholungen
Berndabookvor 3 Jahren

So schön der Autor Zoderer auch schreibt, und das tut er, so wiederholen sich seit Jahren seine Motive, Umschreibungen, Wewechen. Wer seine älteren Bücher auch gelesen hat, der wird irgendwann feststellen, da kommt nicht allzuviel Neues daher. So zumindest ist es mir ergangen, und wenn man sich umhört, auch anderen. Es wird wohl einen Grund haben, warum der alte Verlag das Manuskript nicht so veröffentlichen wollte, woraufhin Zoderer beleidigt den VErlag gewechselt hat. Ich erinnere mich nicht mehr, war es bei diesem Buch oder bei "Schmerz der Gewöhnung". Der Autor jedenfalls kann so fesselnd schreiben, dass es ihm zu wünschen ist, sich zu öffnen für Neues. Ausruhen auf alte Erfolge und sich erfreuen, dass die neuen Bücher sich von alleine verkaufen reicht nicht aus, um Leser zufriedenzustellen, die von so einem Schreiben mehr erwarten dürfen.

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