Joseph Zoderer Das Glück beim Händewaschen

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Inhaltsangabe zu „Das Glück beim Händewaschen“ von Joseph Zoderer

Ein 12-jähriger Junge tritt eine schicksalhafte Reise in die streng religiöse Welt eines Schweizer Internats an. Abgeschirmt von der Außenwelt, werden ihm Gehorsam und Schweigsamkeit allmählich zur Ersatzheimat – bis ihn die Begegnung mit einem Mädchen dazu bringt, die heilige Regel des Schweigens zu brechen ... Joseph Zoderer erzählt eine berührende Geschichte von Heimat und Heimatlosigkeit, von Lust und Leiden an der Unterwerfung, aber auch von Rebellion und Widerstand.

Naja.... bin hin und hergerissen.... manchmal zum lachen, dann wieder sehr bedrückend...

— Binea_Literatwo
Binea_Literatwo

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  • Rezension zu "Das Glück beim Händewaschen" von Joseph Zoderer

    Das Glück beim Händewaschen
    Bokmask

    Bokmask

    05. November 2009 um 11:05

    Dieses Buch war der Debüt Roman des Autors, es wurde jetzt neu aufgelegt. Angesprochen hat mich der ungewöhnliche Titel des Buches, als ich dann den Klappentest las war klar, dieses Buch möchte ich lesen. Durch seine geringe Seitenzahl konnte ich es gut zwischendurch lesen. Ja das dachte ich mir so. Doch diese Geschichte des 12 jährigen der eigentlich nie Wurzeln schlagen konnte, geht im Kopf weiter wenn man nicht lesen kann. Die Geschichte ist alles in allem etwas schwermütig gezeichnet. Aber wie kann es auch anders sein wenn ein Kind zu bedingungslosen Gehorsam und vor allem zum Schweigen angehalten wird. Wenn die Seiten eine Farbe annehmen würden, der Geschichte nach, wären sie hellgrau. Irgendwie hatte ich das Gefühl das dieses Kind niemals ankommt und immer nur auf der Durchreise ist. Zuhause ist man dort wo man geliebt wird, dieser Satz passt nun gar nicht auf dieses verlassene, abgeschobene Kind. Kein Raum für Selbstentfaltung oder kindliches Verhalten. Dafür nur Demut, schweigen, unverstanden sein. Die Beschreibungen von Umgebung und Gefühlen sind so plastisch das bei mir das Kopfkino sofort ansprang. Dieser Junge kann einem nur Leid tun. Und dieser Junge ist der Autor selber. Die Schauplätze wechseln zwischen Österreich, der Schweiz und Italien mit Südtirol. Dadurch lernt aber auch der Leser eine Menge verschiedener Figuren kennen, die im Lebens des Jungen eine Rolle spielt haben. Dieses wiederum gibt der ganzen Geschichte einen Autobiographischen Touch. Wenn man genau hinschaut kommt die ganze innere Zerrissenheit des Jungen zu Tage, aber denn noch kommt eine positive Seite zum tragen. Beschreibt er doch die Landschaften, die Berge, den Süden, mit seinem Herzensblut. Über diese Geschichte werde ich noch einige Zeit nachdenken und so schnell nicht vergessen.

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  • Rezension zu "Das Glück beim Händewaschen" von Joseph Zoderer

    Das Glück beim Händewaschen
    vigoleis

    vigoleis

    27. September 2009 um 17:16

    Zoderers Buch über seine Jugend als 13, 14 Jähriger behandelt seinen Lebensabschnitt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. In Südtirol geboren, dann während der Optionszeit in Graz, Österreich, befindet er sich in einem Kloster in der Schweiz. Er ist ein Dazugekommener, er gehört nicht dort hin. Die Zerrissenheit wird deutlich und greifbar. Ganz besonders eindrucksvoll ist das Buch dann, wenn Zoderer die Orte wechselt. Südtirol mit dem Onkel Vigil, der bauernschlauer Pfarrer und den wunderbaren Landschaft dort. Man hat den Eindruck, man rieche die Wiesen des Vinschgaus und spüre seine Sonne. Und so gelingt Zoderer ein erstaunliches Buch, daß auf der einen Seite die Frage der Heimat stellt und aber auch die Antwort gibt: Selbst dann, wenn die Situationen schwierig sind, irgendwann entscheidet sich der Mensch. Heute lebt Zoderer wieder in Südtirol. Sein Werk ist nicht so bekannt, schade nach diesem beeindruckenden Erstlingsroman.

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  • Rezension zu "Das Glück beim Händewaschen" von Joseph Zoderer

    Das Glück beim Händewaschen
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    10. September 2009 um 21:31

    Joseph Zoderer beschreibt in seinem Debütroman das Leben eines Schülers im Internat. Doch beim genauen Lesen zwischen den Zeilen erkennt man, dass dieser gewisse Internatsschüler er selbst ist. Als ein Meister im Beschreiben gelingen im die bildlichsten Darstellungen von seinem neuen Zuhause, seiner Umgebung, den Freunden, den Mitschülern und auch dem weiblichen Geschlecht. Ihm fehlt es an Wärme und Geborgenheit, kein Platz ist ihm so richtig heimisch. Weder Südtirol noch der Ort, in dem seine Familie lebt, werden für ihn zur Heimat. Selbst eine Liebe bleibt aus, Zurückweisungen ist er gewohnt. Sein Leben verläuft in einem Grau. Genau wie seine Umwelt ist er gesplittet, denn zum Ende des zweiten Weltkrieges sind die Eltern nach Graz gezogen und er ins Internat. Letztendlich flüchtet er und arbeitet in einer Metzgerei. Ein Buch, in dem Probleme wie die Findung zu sich selbst und der Leistungsdruck von außen auf einen Menschen zur Sprache kommen. Winzige Puzzelteilchen bringen große Gefühle und Belastungen hervor, mit denen man sich auseinander setzen sollte. „Das Glück beim Händewaschen kann nur empfinden, wer die Welt der Gehorsamen und Leistungsfähigen zu der seinen macht.“

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