Joseph Zoderer Mein Bruder schiebt sein Ende auf

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Inhaltsangabe zu „Mein Bruder schiebt sein Ende auf“ von Joseph Zoderer

Ein Leben lang waren sie beste Freunde, haben nächtelang diskutiert und gelacht, gegessen und getrunken. Doch als Konrad stirbt und sein Freund dessen leere Wohnung in Rom betritt, wird ihm nach und nach bewusst, wie fremd und undurchdringlich ihm Konrad über all die Jahre hinweg geblieben ist, wie streng er die Geheimnisse seines Lebens gehütet hat.
In der zweiten Erzählung dieses Bandes schildert Joseph Zoderer die Beziehung zweier Brüder: Nach einem Leben auf Distanz kommen sie sich im Alter wieder näher, suchen die Vergangenheit nach geteilten Erinnerungen ab und spüren dem nach, was sie voneinander trennt.
In beiden Geschichten erweist sich Zoderer als ein begnadeter Erzähler, der wie kaum ein anderer den Zauber des Unscheinbaren erwecken kann. Sensibel und mit feinem Strich zeichnet er in diesem Buch die Porträts von vier Männern und erzählt vom reifen Blick des Alters, von Vertrautheit und Distanz, und von der Kraft der Freundschaft.

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  • Leserunde zu "Eine kurze Geschichte vom Sterben" von Linda Benedikt

    Eine kurze Geschichte vom Sterben

    katja78

    Vorablesen mit dem Arche Verlag! Heute mag ich euch ein Buch vorstellen, das mich persönlich auch sehr bewegt hat. Linda Benedikt hat "Die kurze Geschichte vom Sterben" geschrieben. Ein zartes, intensives Stück Literatur über eine zutiefst menschliche Erfahrung. Auf knapp 120 Seiten konnte mich dieses Buch noch lange nach dem lesen nicht loslassen, deswegen freue ich mich umso mehr, das ich euch diesen Titel nun in einer Leserunde präsentieren darf. Eine Tochter begleitet ihre Mutter beim Sterben. Was beiden bleibt, ist eine letzte kurze Woche. Auf engstem Raum, in einem Krankenhauszimmer. Aufrichtig und schonungslos gegen sich selbst durchlebt die Tochter Trauer und Glück, Verzweiflung und Wut – und sie versucht, mit dem nicht immer leichten Verhältnis zur Mutter fertigzuwerden, mit den Erinnerungen und dem als sinnlos empfundenen Tod. Linda Benedikts Prosadebüt Eine kurze Geschichte vom Sterben ist ein ergreifender Monolog über das Abschiednehmen und eine schmerzhafte Liebeserklärung zugleich. Es geschieht kaum etwas in diesen sieben Tagen, quälend langsam und eintönig vergeht die Zeit – und doch verändert sich alles. Zur Autorin copyright Gabriela Unseld Linda Benedikt wurde 1972 in München geboren. Sie studierte Politik an der School of Oriental and African Studies in London. Seit 2010 steht sie mit dem politischen Musikkabarett Reality Check - Was Sie noch nie über Israel wissen wollten, sich aber immer schon gefragt haben auf der Bühne, das sie zusammen mit Nirit Sommerfeld geschrieben und realisiert hat. Zuletzt veröffentlichte sie Israel - A love that was. Die Geschichte einer Entzauberung (AphorismA Berlin 2012). Linda Benedikt lebt zur Zeit in München.  Ich suche nun 20 Leser, die dieses Buch gemeinsam in einer Vorableserunde zusammen lesen und anschließend rezensieren wollen. Beantwortet mir dafür folgende Frage: Kennt ihr weitere Bücher aus dem Arche Verlag? Linda Benedikt ist beruflich sehr eingespannt wird aber öfter mal in die Leserunde reinschauen und Fragen beantworten Hier könnt ihr euch gerne mal umschauen, aber Vorsicht, da sind viele interessante Bücher die dringend ein Zuhause suchen ;-) Wir sind gespannt auf eure Eindrücke! Viel Glück

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  • Zwei Erzählungen

    Mein Bruder schiebt sein Ende auf

    Bücherwurm

    05. April 2013 um 19:47

    "Mein Bruder schiebt sein Ende auf" ist mein Erstkontakt mit dem Autor Joseph Zoderer. Das sehr schön gestaltete Büchlein mit den beiden Erzählungen aus dem Hause Haymon hat mir ausgesprochen gut gefallen. Sehr feinsinnig, ruhig, sensibel und manchmal fast melancholisch setzt sich der Autor mit einem Thema auseinander, das uns alle betrifft: Dem Abschiednehmen, dem Tod. In der ersten Erzählung steht ein "lebenslänglicher" Freund vor den Hinterlassenschaften seines engsten und besten Freundes. Seit dem Studium hatten beide mal sehr engen, mal lockeren Kontakt, der aber nie abriss. Und jetzt ist das Ende der Freundschaft durch den Tod herbeigezwungen und mehr oder minder entsetzt fragt sich der verbliebene Freund, wie gut er den Verstorbenen überhaupt kannte. Wie sehr kann man befreundet sein und sich dennoch fremd bleiben? Wie kommt es, dass man bei allen wichtigen Ereignissen teil hat, aber den inneren Menschen offensichtlich niemals kennenlernte, ihm niemals nahe kam? Hätte man hier und da auf eine engere Bindung drängen sollen? Wie kann es sein, dass man sich so oft austauschte, aber über Wesentliches nicht sprach? Der Leser steht aussen vor und wird gezwungen als Voyeur auf die Trümmer eines Lebens und einer Freundschaft zu blicken, das Lebensglück in Frage zu stellen, den Sinn der engen Freundschaft zu hinterfragen. Eine tiefe Traurigkeit machte sich bei mir bemerkbar, bleiben Freunde doch immer auch Fremde? In der zweiten Erzählung hat der endgültige Abschied noch nicht stattgefunden, denn der Bruder schiebt sein Ende auf. Nichtsdestotrotz fühlt man sich als Leser hilflos der wachsenden Gewissheit ausgesetzt, dass der Abschied kommt, kommen wird und man vieles, was der Bleibende danach bedauert eben doch nicht zuvor erledigen kann. Die Geschichte handelt von 2 Brüdern mit einem Altersunterschied von 10 Jahren. Der Ältere hat die Zeit als junger Mann im Krieg verbracht, das Aufwachsen des jüngeren Bruders gar nicht recht mitverfolgt, und heute, im Alter ist es der jüngere, fittere und gesündere Bruder, der verzweifelt versucht, die Erlebnisse des Älteren zu verarbeiten. Er ist es, der mit dem Nachlassen der Organfunktionen, mit der "Schuld", die man während des Lebens auf sich lädt, mit dem Verpassen des Lebensglücks hadert. Diese kleine Buch reisst den Leser mit Vollbremsung aus dem stressigen Alltag und führt uns vor Augen, dass das Leben seinen Ablauf geht, egal, ob wir die Zeit für uns oder miteinander nutzen. Mich hat es in sehr melancholische Stimmung versetzt, nicht unglücklich, aber eben nachdenklich zurückgelassen.

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  • Rezension zu "Mein Bruder schiebt sein Ende auf" von Joseph Zoderer

    Mein Bruder schiebt sein Ende auf

    WinfriedStanzick

    09. January 2013 um 10:11

    Mit einer wunderbaren, zärtlichen und feinen poetischen Sprache schildert der in Südtirol lebende 1935 geborene Schriftsteller Joseph Zoderer seine Beziehung zu zwei Menschen, die in seinem langen Leben wichtig für ihn waren und immer noch sind. In einer beeindruckenden und bewegenden Trauer- und Erinnerungsarbeit beschreibt er seine Erinnerung an seinen toten Freud Konrad und seine Beziehung zu seinem nur scheinbar todgeweihten Bruder. Mit Konrad war er einst aus der für beide zu eng gewordenen Heimat ausgebrochen und hatte im Wien der sechziger Jahre ein bewegtes und abenteuer- und wissensdurstiges Leben mit ihm geführt. Auch als sich ihre Wege trennten, blieben sie in einem stetigen Austausch und Kontakt miteinander. Seine Erinnerungen an den gerade verstorbenen Freund Konrad geraten ihm selbst zur traurigen, aber auch irgendwie tröstlichen Erkenntnis, was für einen großen, bisher nicht ausreichend erkannten Anteil der verstorbene Freund an der Entwicklung und Selbstverwirklichung des Autors genommen hat. Trotz allem Trost bleibt ein Gefühl der Schuld.

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  • Rezension zu "Mein Bruder schiebt sein Ende auf" von Joseph Zoderer

    Mein Bruder schiebt sein Ende auf

    traumwald

    03. January 2013 um 03:43

    Konrad “Soll ich den Stein aufheben und zu neuem Leben erwecken?” ..... Der gesichtslose Erzähler und die Erinnerungen an eine außergewöhnliche Freundschaft. Eine Freundschaft, die dem Erzähler ohne Gesicht und ohne Namen nah und doch so fern erscheint. Eine Freundschaft ohne Umarmung – gibt es sowas? Ich lese und philosophiere – ganz im Stillen, ganz für mich. So wie es wahrscheinlich auch Konrad jeden Donnerstag allein gemacht hat. Man weiß es nicht! Der eine Jurist, der andere Philosoph. ..... “Wir fühlten uns damals noch in der Geistesnähe von Mark Twain oder Edgar Allan Poe, aber wir schlüpften schon in die Phantasie von Hemingway, Sartre und Camus.” .... Ein Satz der mich nachdenklich stimmt. Lebten die philosophischen Gespräche der Freunde im Schatten dieser namhaften Persönlichkeiten, wenn sie über Ist, Sein und Dasein philosophierten? Was ist die Erfüllung des Lebens? .... Mein Bruder schiebt sein Ende auf .... “Er sagt, es war ein Krieg, alles war schrecklich. Du kannst dir das nicht vorstellen. Das versteht nur jemand, der das mitmachen musste.” S. 93 In dieser zweiten Erzählung geht es um zwei Brüder, um Liebe und ein stummes Wünschen und um noch viel mehr. Ich möchte nicht mehr sagen als das: Ich habe geweint! .... Ich greife gedanklich nach Gesprächsfetzen, oder den Gedanken des Erzählers und schmiede meine eigenen. So ist das immer, wenn ich ein neues Werk von Joseph Zoderer lese. Beide Erzählungen haben etwas trauriges und sagen selbiges aus, obwohl sie völlig unterschiedlich sind. Es ist der Abschied, die Einsamkeit, der Schmerz und der Wunsch der Befreiung. Fast schon wie ein krampfhafter Kampf mit sich selbst! Mir gefällt der Schreib- und Sprachstil der zweiten Erzählung jedenfalls besser als bei der Ersten. So muss das sein Herr Zoderer! Diese zweite Erzählung hat mich berührt! .... x Autor/in: Joseph Zoderer x Titel: Mein Bruder schiebt sein Ende auf x Genre: Erzählung x 141 Seiten x Haymon x ISBN: 3852187591

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