Joseph von Eichendorff

 3.5 Sterne bei 605 Bewertungen
Autor von Aus dem Leben eines Taugenichts, Das Marmorbild und weiteren Büchern.
Joseph von Eichendorff

Lebenslauf von Joseph von Eichendorff

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff * 09. März 1788 in Ratibor † 26. November 1857 in Neiße - Joseph von Eichendorff war ein Lyriker, Dichter von Prosa , Schriftsteller und Vertreter der deutschen Romantik-Epoche. Mit seiner Lyrik gilt er als einer der meistvertonte deutschen Lyriker überhaupt. Er ist teil eines katholischen Adelsgeschlechts und wuchs im in Familienbesitz befindlichen oberschlesischen Schloss Lubowitz auf. Unterrichtet wurde er anfangs von einem Pfarrer und begann schon dort mit ersten literarischen Anfängen, während er eine ganze Reihe von Romanen las, die sich meist mit abenteuerliche Themen oder antiken Sagen befassten. Später, 1801, wechselte er auf das katholische Gymnasium Breslau, aus dessen Zeit einige Gedichte von ihm noch bekannt sind. Vorher, im November 1800 begann er auch mit Tagebuchaufzeichnungen. Nach seiner Zeit am Gymnasium studierte er von 1805 bis 1806 Jura in Halle und besuchte dort auch einige philologische Vorlesungen. Im August 1806 kehrte er in das Schloss seiner Familie zurück. Ab Mai 1807 führte er seine Studien in mehreren Städten fort. Zum Austausch seiner Dichtungen gründete er mit den befreundeten Theologen Strauß und Budde den „Eleusischen Bund“. Nach einer weiteren Bildungsreise kehrte er abermals nach Schloss Lubowitz zurück. Erstmals veröffentlicht hat er im Anschluss zunächst eine Gedichtesammlung, allerdings unter dem Pseudonym „Florens“. Diese wurde in der „Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst“ abgedruckt. Ebenfalls begann er zu dieser Zeit an der Märchennovelle "Die Zauberei im Herbste" zu schreiben. Nach seiner Verlobung mit Luise von Larisch 1809 führte er sein Studium abermals fort, diesmal an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin. Von 1810 bis 1812 führte sein Studium in Wien fort, wo er es schließlich abschloss. In den folgenden Jahren 1813 bis 1815 nahm er an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil, heiratete zwischenzeitlich in Breslau, nahm weiter an den Kämpfen teil und kehrte 1816 erst nach Breslau zurück. Später arbeite er im Dienst der Regierung für verschiedene Ministerien, so wurde er zum Beispiel zum geheimen Regierungsrat ernannt. Seine Familie siedelte 1831 zusammen mit ihm nach Berlin, wegen der Unruhen der Revolution wechselte Eichendorffs Heimat aber noch mehrmals in den Folgejahren und starb dann 1857 an Magenkrebs. Seine Werke sind eng mit der Religion verbunden, da sein Glaube stets ein großer Teil seines Lebens war. Zu seinen größten Erfolgen und gleichzeitig als Höhepunkt und Ausklang der Romantik wird sein Werk "Aus dem Leben eines Taugenichts" gesehen.

Alle Bücher von Joseph von Eichendorff

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Aus dem Leben eines Taugenichts

Aus dem Leben eines Taugenichts

 (416)
Erschienen am 10.07.2017
Das Marmorbild

Das Marmorbild

 (80)
Erschienen am 01.03.2005
Gedichte

Gedichte

 (16)
Erschienen am 06.02.1988
Das Marmorbild. Das Schloss Dürande

Das Marmorbild. Das Schloss Dürande

 (17)
Erschienen am 01.01.1963
Sämtliche Gedichte und Versepen

Sämtliche Gedichte und Versepen

 (3)
Erschienen am 26.09.2007

Neue Rezensionen zu Joseph von Eichendorff

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TashaWinters avatar

Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff

Die Süße des Lebens
TashaWintervor 2 Monaten

Für mich ist "Aus dem Leben eines Taugenichts" genau das Buch, das ich in der heutigen Welt brauche. So viele von uns sind bestrebt immer nur weiter zu kommen und nützlich zu sein, alle Aufgaben möglichst schnell und gut zu erledigen und dann zu den nächsten zu hetzen. Und manchmal hält man inne und fragt sich: Wozu eigentlich?

Warum ist man nicht manchmal eher Taugenichts und lebt in den Tag hinein, erkennt aber immerhin mal wieder wie schön die Welt ist. das ist es, was ich aus Eichendorffs Roman eigentlich mitnehme. Dass es nicht immer darauf ankommt schneller und besser zu sein, um ein ausgefülltes und wertvolles Leben zu führen.

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chiara2018s avatar

Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff

Erstes Raodmovie
chiara2018vor 3 Monaten

Wer den Taugenichts liebt, liebt das Leben. Es ist schon so lange her, dass ich ihn das erste Mal gelesen habe. Und natürlich fällt einem die Sprache zunächst vielleicht etwas schwer. Doch das Schöne ist und bleibt die Unbekümmertheit und Leichtigkeit, gerade in Zeiten, wenn es sonst nicht so romantisch zugeht, immer wieder empfehlenswert. Für alle, die gerne reisen, unbeschwert sind und das Glück zulassen. Tut einfach gut und ist zeitlos schön.
Nicht ohne Grund spukt er in meinem eigenen Buch herum...:-)

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claire_silvers avatar

Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff

Schönes Leseerlebnis !
claire_silvervor einem Jahr

Das Buch ist ein Klassiker der romantischen Literatur und die Zeit der Romantik ist beim Lesen deutlich zu spüren. Es gibt zahlreiche und umfangreiche Beschreibungen über die Umgebung, Gebäude, Menschen und vor allem über die Natur. Die Natur wirkt auf den Leser überwältigend und wird als etwas Wunderschönes angesehen. Der Taugenichts ist gerade zu begeistert von seiner Umwelt und fängt dabei an zu schwärmen. Besonders faszinierend sind seine naive, spontane und gelassene Lebensweise, schließlich wirkt es auf den Leser als ob er mit einer Leichtigkeit in den Tag hinein leben würde. Obwohl man es vielleicht nicht gedacht hätte, treibt es den Taugenichts jedoch immer voran. Es ist wahrlich ein Vergnügen, diesem einfachen und naiven Charakter zu folgen und sich über seine Gedanken und Taten zu belustigen. Schon auf der ersten Seite wird er aus dem Familienhaus geworfen und soll sein Glück in der weiten Welt suchen. Mit seiner Geige im Gepäck macht er sich auf den Weg und rutscht vergnügt in viele positive Umstände, die für den Leser unglaubwürdig und unvorhersehbar sind.

Auch die Liebe wird im dem Buch thematisiert, in dem der Taugenichts seine heimliche Zuneigung zu der edlen Dame Aurelie ausspricht. Anfangs glaubt man, dass es für diese Liebe keine Chance geben wird, jedoch gibt er die Hoffnung nicht auf, hält diese Gefühle fest und kommt seiner Aurelie näher.

Alles in allem ist dieses Buch in einem gut verständlichen Textstil geschrieben, jedoch wirkt die ganze Geschichte märchenhaft, leichtgläubig und an vielen Stellen unglaubwürdig. Trotzdem ist es ein schönes Leseerlebnis für Jung und Alt. 

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Zusätzliche Informationen

Joseph von Eichendorff wurde am 09. März 1788 in Deutschland geboren.

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