Joseph von Eichendorff Aus dem Leben eines Taugenichts

(387)

Lovelybooks Bewertung

  • 456 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 7 Leser
  • 28 Rezensionen
(59)
(132)
(120)
(55)
(21)

Inhaltsangabe zu „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff

Mit nichts als seiner Geige im Gepäck, macht sich der Taugenichts auf den Weg, um die Welt zu erkunden. Eichendorff macht daraus ein musikalisches Gedicht, ein – leise ironisches –, poetisches Loblied auf einen fröhlichen Lebenskünstler, im Gegensatz zum spießbürgerlichen Philister, der ein eintöniges Dasein fristet. Der kleine Roman stellt eine Versöhnung dar von Poesie und Leben, Subjektivität und Realität und wurde damit zu einem der Klassiker romantischer Poesie. Die wertvolle Ausgabe würdigt nicht nur den berühmten Text, sondern eröffnet mit Anmerkungen und Nachwort des bekannten Romantik-Spezialisten Helmut Koopmann auch einen Zugang zu den tieferen Schichten des Taugenichts.

Unterhaltsam und eingängig: Joseph von Eichendorff erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der seinen Platz im Leben erst finden muss.

— AnneEstermann
AnneEstermann

Hans im Glück für Poeten.

— goldeule
goldeule

Stöbern in Klassiker

Die Physiker

Schullektüre

rightnowwearealive

Unterm Rad

Eine zeitlose Geschichte. die sich auch auf heutige Verhältnisse fabelhaft übertragen lässt.

DieseAnja

Krieg und Frieden

Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte (wenn man viel zeit und ein gutes Gedächtnis hat!)

Kinanira

Meine Cousine Rachel

Ein Roman ganz nach meinem Geschmack: Tolle Erzählweise, spannende Figuren und Handlung, schöne alte Sprache.

Jana_Stolberg

Die Blechtrommel

Ein dezent verstörendes Meisterwerk!

RolandKa

Stolz und Vorurteil

einer meiner liebsten Romane!

sirlancelot

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Schönes Leseerlebnis !

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    claire_silver

    claire_silver

    21. September 2017 um 16:11

    Das Buch ist ein Klassiker der romantischen Literatur und die Zeit der Romantik ist beim Lesen deutlich zu spüren. Es gibt zahlreiche und umfangreiche Beschreibungen über die Umgebung, Gebäude, Menschen und vor allem über die Natur. Die Natur wirkt auf den Leser überwältigend und wird als etwas Wunderschönes angesehen. Der Taugenichts ist gerade zu begeistert von seiner Umwelt und fängt dabei an zu schwärmen. Besonders faszinierend sind seine naive, spontane und gelassene Lebensweise, schließlich wirkt es auf den Leser als ob er mit einer Leichtigkeit in den Tag hinein leben würde. Obwohl man es vielleicht nicht gedacht hätte, treibt es den Taugenichts jedoch immer voran. Es ist wahrlich ein Vergnügen, diesem einfachen und naiven Charakter zu folgen und sich über seine Gedanken und Taten zu belustigen. Schon auf der ersten Seite wird er aus dem Familienhaus geworfen und soll sein Glück in der weiten Welt suchen. Mit seiner Geige im Gepäck macht er sich auf den Weg und rutscht vergnügt in viele positive Umstände, die für den Leser unglaubwürdig und unvorhersehbar sind. Auch die Liebe wird im dem Buch thematisiert, in dem der Taugenichts seine heimliche Zuneigung zu der edlen Dame Aurelie ausspricht. Anfangs glaubt man, dass es für diese Liebe keine Chance geben wird, jedoch gibt er die Hoffnung nicht auf, hält diese Gefühle fest und kommt seiner Aurelie näher. Alles in allem ist dieses Buch in einem gut verständlichen Textstil geschrieben, jedoch wirkt die ganze Geschichte märchenhaft, leichtgläubig und an vielen Stellen unglaubwürdig. Trotzdem ist es ein schönes Leseerlebnis für Jung und Alt. 

    Mehr
  • Eine märchenhafte Geschichte aus der Romantik

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    emilayana

    emilayana

    21. August 2016 um 14:40

    Aus dem Leben eines Taugenichts   Genre: Klassik Autor: Joseph von Eichendorf Verlag: Deutscher-Meister-Verlag Seiten: ca. 90 Druck: 1920   1.     Handlung: Mit nichts als seiner Geige im Gepäck, macht sich der Taugenichts auf den Weg, um die Welt zu erkunden. Eichendorff macht daraus ein musikalisches Gedicht, ein – leise ironisches –, poetisches Loblied auf einen fröhlichen Lebenskünstler, im Gegensatz zum spießbürgerlichen Philister, der ein eintöniges Dasein fristet. Der kleine Roman stellt eine Versöhnung dar von Poesie und Leben, Subjektivität und Realität und wurde damit zu einem der Klassiker romantischer Poesie. 2.     Schreibstil: Der Scheibstil des Buches lässt sich nicht mit dem eines modernen vergleichen. Doch er lässt sich trotzdem auch aus heutiger Sicht sehr gut lesen. Man kennt die meisten Wörter, daher ist eine moderne Übersetzung nicht nötig. 3.     Charaktere: Der Hauptcharakter ist der Taugenichts, der ein Träumer ist und einfach in die Welt zieht. Wie in Forrest Gump kommt er auf wunderliche, fast schon märchenhafte, Weise durchs Leben und es wendet sich alles für ihn zum Guten. Die Nebencharaktere sind alle sehr lose Umrissen und das auftauche eines bestimmten berühmten Malers hat mich sehr zum schmunzeln gebracht. 4.     Umsetzung: Die Umsetzung des Buches kann ich im Grunde nicht gut genug bewerten, da ich mich nicht in der Romantik auskenne. Allerdings fand ich es sehr interessant immer wieder die Leidtexte lesen zu können. 5.     Cover: Wie es einer klassischen Ausgabe gebührt. 6.     Ende: Das Ende und der gesamte Ausgang der Geschichte war meiner Meinung zu abrupt, zu romantisch, zu märchenhaft. Auch die „Auflösung“ dieser ganzen Zufälle fand ich an den Haaren herbeigezogen. Aber wie oben schon erwähnt kann ich das nicht fachgerecht beurteilen und so wird meine Beurteilung auch ehr die eines Leihen sein. 7.     Bewertung:   1.     Handlung:           25 / 40 2.     Schreibstil:         15 / 15 3.     Charaktere:        10/ 20 4.     Umsetzung:        8 / 10 5.     Cover:                   3/ 5 6.     Ende                     4/ 10                                                           65 / 100   Gesamtwertung:   6,5 P Genrewertung:      7 P   Ein Klassiker den man auch als Leihen gut aufgrund des einfachen Schreibstils lesen kann, der allerdings von Handlungsseiten meiner Meinung nach nicht extrem viel zu bieten hat.  

    Mehr
  • Klassiker der Romantik

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    mcallonnec

    mcallonnec

    18. October 2014 um 12:06

    Klassiker aus der Romantik über einen träumerischen, faulenzend umherziehenden jungen Müllerssohn, der nach allerlei Verwicklungen und Verwechslungen, die er auf seiner Reise nach Italien und zurück nach Österreich erlebt, schließlich seine Angebetete wiederfindet.

  • kein Sinn für Romantik

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    Tanika

    Tanika

    29. April 2014 um 00:15

    Es eine Novelle aus der Zeit der Spätromantik. Ein erinnert an ein Märchen Die Geschichte wird aus dem Sicht des Taugenichts erzählt über seine Reise, die er machen muss, weil sein Vater ihn fortschickt. Auf der Reise lernt er Leute kennen, lebt auf einem Schloss, reist weiter....  Um am Ende wird geheiratet.  Mit dem Buch konnte ich nichts anfangen. Es gehört für mich zu den schlechtesten Bücher, die ich gelesen habe. (lesen müsste) Wahrscheinlich habe ich auch die romantik für mich noch nicht entdeckt

    Mehr
  • Aus dem Leben eines Taugenichts

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    Lolachen18

    Lolachen18

    25. September 2013 um 19:23

    Inhalt In der Künstler-Novelle, die 1826 von Joseph von Eichendorff verfasst wurde, geht es um einen jungen Mann, der Taugenichts genannt wird und durch die Welt reist, nur mit seiner Geige im Gepäck. Auf dieser Reise lernt er viele Leute kennen und findet auch seine große Liebe. Der Taugenichts wird eines Morgens von seinem Vater fortgeschickt, damit er sein eigenes Geld verdient, da er immer nur zu Hause schläft und nichts macht. Ohne Furcht zieht er direkt los und wandert in Richtung Italien, denn das hat er als ein Land in Erinnerung, welches perfekt ist, er hat gehört, dass man dort alles bekommt, was man möchte und es das Land der Vollkommenheit ist. Auf seiner Reise wird er von Leuten in der Kutsche mitgenommen und kommt Italien immer schneller näher. Doch schnell muss er raus finden, dass nicht jeder der ist, als der er sich ausgibt und auch dass die zwei Maler, die ihn mitgenommen haben nicht wirklich welche sind. Als er seine schöne, junge Frau am Anfang der Reise des Buches sieht, kann er sie nicht mehr vergessen. Aber erst am Ende des Buches wird alles aufgeklärt und der Taugenichts erlebt bis dahin vieles. Meinung Ich habe es als Schullektüre gelesen und muss sagen, dass ich die Geschichte nicht ganz so gut finde, aber der Schreibstil sehr schön zu lesen ist. Der Charakter des Taugenichts hat viele verschiedene Seiten und man lernt erst in der Mitte der Geschichte seinen kompletten Charakter kennen. Dazu hatte ich noch einen Lektüreschlüssel, der nochmals alle zusammenführenden Faktoren gut veranschaulicht hat. Ich habe schon bessere Deutschlektüren gelesen, aber auch schon schlechtere! Also alles in allem war es eigentlich ganz gut.

    Mehr
  • Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph Frhr. von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    thiefladyXmysteriousKatha

    thiefladyXmysteriousKatha

    09. December 2011 um 17:07

    »Was den Taugenichts heute noch auszeichnet, ist sein liebenswerter Anarchismus und der unbedingte Freiheitswille seines Protagonisten. In einer Zeit der stärksten Repressionen und Bespitzelungen durch das Metternich-Regime war es für den Staatsbeamten Eichendorff die einzige Art, literarischen Freigeist zu demonstrieren und gegen das Biedermeiertum seiner Zeit anzuschreiben.« (Glanzstück) Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt, Dem will er seine Wunder weisen In Berg und Wald und Strom und Feld Inahlt Zu Beginn des Frühlings wird der Taugenichts von seinem Vater, ein Müller, aus dem Haus geworfen. Der Taugenichts ist sehr faul und der Alltag interessiert in nicht. Mit seiner Geige und etwas Geld macht er sich auf in die Fremde. Nach einiger Zeit trifft er auf 2 Damen, die durch sein fröhliches Geigenspiel mit der Kutsche anhalten und ihn mit nach Wien zu einem sehr schönen Schloss nehmen. Der Taugenichts verliebt sich dort in ein schönes junges Fräulein, schickt ihr ständig Blumen,(denn er wird als Gärtnergehilfe angestellt), und eines Tages kommt die Kammmerjungfer zu ihm und bittet ihn um ein Treffen mit der jungen Gräfin. Doch als sich der Taugenichts am Treffpunkt einfindet kommt die falsche Lady. Und dann sieht er auch noch seine Geliebte bei einem anderen Mann. Er macht sich auf und reist nach Italien. Auf dem Weg trifft er auf 2 Künstler, Leonard und Guido. Zusammen reisen sie nach B., doch von dort an muss der Taugenichts alleine reisen, eines Morgens sind seine Begleiter verschwunden, haben ihm nur Geld da gelassen. Auf seiner Reise gelangt der Taugenichts außerdem an ein altes Schloss wo er herzlich aufgenommen wird. Dort lebt er wie im Schlaraffenland bis er eines nachts eingesperrt wird. Ihm gelingt allerdings die Flucht. Er geht nach Rom denn er hat einiges Gutes von diesem Ort gehört. Dort trifft er einen Maler der ihm von einer hübschen deutschen Gräfin. Sofort denkt der Taugenichts an seine Geliebte. Und sie scheint wirklich in Rom zu sein. Wird er noch sein Glück machen? Meinung Ich war anfangs sehr skeptisch ob dieses Buch etwas für mich ist und es viel mir sehr schwer mich in das Buch hinein zu versetzen. Die ersten Seiten waren auch sehr schleppend aber das liegt daran, dass man sich erst in das Buch und die Sprache hineinfinden muss . Außerdem sollte man sich mit den Themen der Zeit bzw. den Merkmalen der Epochen beschäftigt haben sonst versteht man viele Dinge falsch. Doch ich muss sagen nach ein paar Kapiteln fand ich dieses Werk sehr gut und es ist auch wirklich spannend. Das Ende ist so verzwickt darauf wäre ich nie gekommen. Deswegen gibt es 4 Sterne für Eichendorffs Buch. Darum bin ich dir gewogen, Darum wird dein Haupt geschmückt, Weil der Strich von deinem Bogen Öfters hat mein Herz entzückt.

    Mehr
  • Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph Frhr. von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    Morella

    Morella

    21. September 2011 um 10:03

    Das Lieblingsbuch meines Hausarzt.

  • Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    Dear_Nobody

    Dear_Nobody

    01. November 2010 um 19:49

    „Du Taugenichts! da sonnst du dich schon wieder und dehnst und reckst dir die Knochen müde und lässt mich alle Arbeit allein tun.“ Der romantische Protagonist aus Eichendorffs „Novelle“ verträumt tatenlos den lieben langen Tag auf dem Hofe seines Vaters. Als Taugenichts bezeichnet wird er daraufhin vom Vater in die weite Welt geschickt, um etwas aus seinem Leben zu machen. Anstatt zu verzagen sieht der Taugenichts darin seine Chance, die weite Welt kennenzulernen und zieht sorglos und mit nur wenig Geld an seinen Kameraden vorbei. Seine Reise führt ihn nach Wien auf ein Schloss. Dort nimmt er den soliden Posten des Zolleinnehmers ein und verliebt sich in ein Fräulein, das er als Gräfin bezeichnet. Doch nachdem er es Hand in Hand mit einem anderen sieht, verlässt er überstürzt das Schloss in Richtung Italien. Von Glück und Unglück verfolgt, setzt er seine Reise fort – ohne sein Fräulein vergessen zu können. Die Handlung wird von Eichendorff mit viel Witz und Kritik am Philistertum beschrieben, was das Bild des romantischen Menschen in den Vordergrund stellt. Durch ein ständiges Auf und Ab der Gefühle des Taugenichts entsteht beim Lesen keine Langeweile. Die mit Symbolen geschmückte „Novelle“ ist für die Zeit der Romantik typisch, denn Eichendorff geht außerdem viel auf Natur, Kunst, Musik und Gott ein. Eichendorffs Novelle spricht mich nicht an, denn die Handlung ist meiner Meinung nach irreal. Kein Mensch auf dieser Welt hat so viel Glück und kommt durch so viele Zufälle an sein Ziel. Außerdem ist der Taugenichts an sich viel zu fixiert auf seine Geliebte. Ohne sie zu kennen verliebt er sich Hals über Kopf in sie, auch wenn sie ihn anfangs keines Blickes würdigt. Was mich außerdem stört, ist, dass er sich nur in ihr Äußeres verliebt und nicht hinter die Fassade schaut, da er sie nicht verlieren will, obwohl er nicht mit ihr liiert ist und im Grunde keine direkte Kommunikation besteht. Zwar lustig geschrieben, aber teilweise nervige Ereignisse bringen die „Novelle“ auf 2 Sterne. „Nun war's mir nicht anders, als wenn mir ein Stein vom Herzen fiele!“

    Mehr
  • Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph Frhr. von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    Kurt_Spazi

    Kurt_Spazi

    22. August 2010 um 07:43

    Taugenichts schreibt aus seiner Perspektive. Er wird vom Hofe seines Vaters verjagt, geht damit auf Reisen und trifft Aurelie, die jedoch anscheinend vergeben ist. Also reist er weiter... Taugenichts lernt auf seinen Reisen viele Leute kennen. Er beschreibt sehr oft und intensiv die Landschaft - also ein typisches Beispiel für ein Werk aus der Zeit der Romantik. Ansonsten könnte man die Seitenzahl vom Inhalt her auf die Hälfte begrenzen, da die Beschreibungen nicht jedermanns Sache sind. Man schafft es an einem Abend, also schaut ruhig mal rein, wenn ihr mal nichts zum Lesen habt. ;)

    Mehr
  • Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph Frhr. von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    Hallogen

    Hallogen

    26. June 2010 um 07:02

    Eine typische Erzählung (1826) des Autors, die mich aber auch an Tieck erinnert, da es anfangs eine Art "Hans im Glück"-Märchen ist, dann aber ein Stück weit in die Realität zurückgeholt wird: Ausgesandt vom Vater reiste der rückblickende Ich-Erzähler unter lauter glücklichen Umständen gen Süden, arbeitet in verschiedenen Positionen in einem Schloss bei Wien und kommt dann nach Italien. Zu kritisieren gibt es an dieser Mischung aus Liebesgeschichte und Reisenovelle nur eine Kleinigkeit, die mich aber gewaltig stört: als Leser hat man (wie auch bei anderen Eichendorff-Werken) keine Chance, die Verblendung des Erzählers zu erkennen, so dass die Auflösung des Verwirrspiels keinen Aha-Effekt hinterlässt. Dennoch ist die Stimmung, dieser sanft-ironische Ton angenehm und das Geschehen durch die Bewegtheit der Handlung und die Wendungen schön zu lesen. Die Hinwendung zur Natur, Musik und Malerei muss man wohl auch als Abkehr von der Zeit der aufkommenden Industrialisierung verstehen. Immer wieder klettert er auf Bäume, als wolle er sich so weit wie möglich zurückziehen.

    Mehr
  • Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    rumble-bee

    rumble-bee

    16. May 2010 um 21:58

    Diese Novelle habe ich, stark verschnupft, an einem Nachmittag im Liegestuhl verschlungen. Mir war einfach nicht nach schwerer Roman-Kost, und außerdem wollte ich mal wieder eine Erzählung von der Liste der zu lesenden Klassiker streichen. Kann man aber nun sagen, dass diese Erzählung leicht zu lesen gewesen sei?Ja und Nein, würde ich sagen! Ja, weil man vom Ich-Erzähler an die Hand genommen wird, und ihm locker und leicht durch alle seine Erlebnisse folgen kann. Nein, weil mir im Nachhinein doch auffiel, wie sehr es mir geholfen hat, wenigstens etwas Vorwissen über diese Epoche und über Eichendorff zu haben. Von Eichendorff stammen allseits berühmte Gedichte wie "Schläft ein Lied in allen Dingen" oder "O Täler weit, o Höhen", die beide auch vertont wurden. In dieser Erzählung nun, so könnte man sagen, hat man dasselbe vor sich, nur auf die Weite einer Liebeshandlung ausgeweitet, und mit noch viel mehr Sing-Gedichten. Mir scheint es am Ende, die eigentliche Handlung sei fast nicht so wichtig... alles ist hoch symbolisch verschlüsselt, und dient eher dazu, die Ideale einer Epoche und des Autors zu verklären, als eine Geschichte zu erzählen. Ein junger Mann zieht von zu Hause aus, da sein Vater seine Faulheit nicht mehr ertragen kann. Völlig unbedarft packt er seine Geige und geht einfach los, mitten hinein ins Leben. wobei man sich natürlich fragen kann, wie realistisch es ist, immerzu jemandem zu begenen, der einem weiterhilft - und dann auch noch am Ende die Liebe seines Lebens zu gewinnen! Aber ich sagte ja schon, Eichendorff stammt aus einer Epoche, als man sich um solche Dinge wie Wahrscheinlichkeit und Realismus eher wenig kümmerte. Hingegen legte man großen Wert auf gefühlvolle Schilderungen, und auf die Suche des Helden nach seiner wahren Bestimmung. Alles dies haben wir hier vor uns, verquickt mit einer wunderbar lesbaren, aber doch romantisierten Sprache, die uns direkt in eine andere Welt versetzt. Der junge Mann landet zuerst in einer Postkutsche, danach auf einem fremden Schloss als Gärtner - später als Zoll-Einnehmer. Durch seine unerfüllte Liebe zu einer der schönen Bewohnerinnen enttäuscht, zieht er plötzlich weiter, und wieder haben wir es mit wundersamen Fügungen und Weiter-Entwicklungen zu tun. Im Wald begegnet er zwei fahrenden Künstlern, Malern, die ihn bis nach italien begleiten. durch völlig abstruse Umstände landet er auf einem einsamen Schloss, wo er fürstlich beköstigt und untergeberacht wird - alles, ohne auch nur im Geringsten zu wissen, wie ihm geschieht! doch niemals lässt er es sich verdrießen, und auch als er vom Schloss fliehen muss, denkt er immer noch an seine Schöne daheim auf dem Schloss. Er macht einen Abstecher nach Rom, verliert sich ein wenig in der fremden Welt, singt und tanzt, und erhält rätselhafte Botschaften aus Deutschland, er solle doch bitte zurück kommen. Was er schließlich auch tut - wiederum völlig unverhofft auf hilfreiche Menschen gestoßen, die ihn auf einem Schiff zurück bis nach Deutschland mitnehmen. Wo er sich selbstverständlich mit seiner großen Liebe aussöhnt und ihr Herz gewinnt... Man merkt schon, in der Nacherzählung lässt sich der "Sinn" dieser Novelle nicht recht erfassen. Wie könnte man ihn dann beschreiben? Eichendorff ist hier in Höchstform, er sprudelt über vor romantischen Beschreibungen, und hält die Perspektive seines naiven Helden konsequent durch, was der Erzählung einen eigenen Charme verleiht. Immerzu geht es darum, seinem Herzen zu folgen, und auch die Geige und die Musik spielen ihre nicht unerhebliche Rolle. Eichendorff streut in die Novelle Gedichte mit ein, geradezu wie Blüten auf einer Wiese, und das macht das Ganze zu etwas Besonderem. Natürlich, oft möchte man den jungen Mann am liebsten schütteln, oder ihm etwas mehr Sinn für die Realität einbläuen. gleichzeitig nimmt man sich als Leser dann aber wieder zurück, weil man weiß, dass dies gewissermaßen ein "geschlossener Kosmos" ist, der seinen eigenen Regeln folgt. Insgesamt kann ich nur sagen, dass mich diese Novelle positiv überrascht hat. Sicherlich sollte man sie als Krimi- oder Thriller-Fan NICHT lesen, ebensowenig, wenn man Wert auf Plot und Realismus legt. Aber, wenn man wissen möchte, was die Romantik in Deutschland für wunderbare Blüten getrieben hat, dann kann man sich an diesem Stück feinster deutscher Prosa durchaus delektieren.

    Mehr
  • Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph Frhr. von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    Denise93

    Denise93

    16. March 2010 um 17:45

    Wir werden dieses Buch noch in der Schule durchsprechen und wir mussten noch nicht anfangen es zu lesen, Ich habe es trotzdem getan :). Ich finde diese Geschichte total niedlich und romantisch. Der Protagonist ist einfach nur zum knuddeln und für unsere feutige Welt sehr bewundernswert, wie er das Leben und das Schicksaal so leicht nimmt. Ein typisches Buch aus der Romantik. Mein Deutschlehrer sagt bloß immer, dass dieses Buch nicht ganz leicht zu verstehen ist, aber das finde ich gar nicht und es regt mich immer total auf. Auch wenn das Buch am Ende etwas verwirrend ist, wenn dann rauskommt, das der eine Student ein Mädchen war: DIESES BUCH IST NICHT SCHWER!!!

    Mehr
  • Rezension zu "Stationen der Literatur / Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph Frhr. von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    Sandra99

    Sandra99

    27. February 2010 um 18:57

    Ein schönes Märchen, bei dem am Ende alles gut wird. Und bei weitem nicht langweilig. Viele Abenteuer muss der Held des Buches bestehen, der wahrhaftig kein Taugenichts ist. Das Buch ist kurzweilig geschrieben. Viele neue Wendungen und Zufälle machen die Geschichte immer wieder spannend. Eichendorfs Sprache vermittelt einen guten Eindruck der damaligen Zeit, und seine romantische Ader lädt am Ende alles gut werden. Ein frisches Buch, vor fast 200 Jahren geschrieben, das ich nur jedem empfehlen kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph Frhr. von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    Heike110566

    Heike110566

    07. January 2010 um 23:15

    Eichendorff (1788-1857) gelang es in seiner Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" (1826 erschienen) hervorragend, die Wirklichkeit in Poesie umzuwandeln und so mit dem Taugenichts ein Muster-Portrait eines Vertreters der Romantik (1795-1840), insbesondere der Spätromantik, in Form eines lyrisch-musikalischen Stimmungsbildes zu zeichnen. Ein junger Mann, von seinem Vater Taugenichts genannt, zieht, mit ein paar Groschen in der Tasche und seiner Geige als Gepäck, in die Welt hinaus, um sein Glück zu suchen. Und Fortuna ist ihm auch offenbar freundlich gesinnt, denn er begegnet zwei Damen, die ihn mitnehmen auf ihr Schloss in Wien. Er verliebt sich in die eine der beiden Damen und wird erst Gärtnerjunge und später Zolleinnehmer bei ihnen. Dann erscheint die Angebetete mit einem anderen Herrn auf dem Balkon des Schlosses, worauf er, unglücklich darüber, seine Geige nimmt und wieder in die Welt hinaus zieht. Überall wo er aber hinkommt, begegnen ihm Spuren seiner "allerschönsten Frau", sodass es ihn letztlich zurück zieht in Richtung Wien, wo er dann ... Die Erzählung ist geprägt vom Lebensfrohsinn eines Individualisten und dessen Liebe zur Musik und Natur, was auch sprachlich von Eichendorff meisterhaft so verarbeitet wurde, dass man beim Lesen stets auf unterhaltsame Art dies nachempfinden kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph Frhr. von Eichendorff

    Aus dem Leben eines Taugenichts
    serpent

    serpent

    27. September 2009 um 20:47

    Dem „Taugenichts“ in diesem Buch passt das geregelte Leben so rein gar nicht. Er träumt lieber von der weiten Welt als dass er seinem Vater bei der Arbeit in der Mühle hilft; deshalb wirft ihn dieser mehr oder weniger auch vor die Tür. Der Taugenichts aber sieht dies als die Chance seine Träume zu verwirklichen und zieht hinaus in die Welt. So zieht er los und hält mal in Wien und mal in Rom. Er trifft auf seiner Reise allerhand verschiedener Leute, aber nur eine einzige „schöne Dame“ geht ihm nicht mehr aus den Gedanken. Dennoch scheint ihm sein Glück mit ihr verwehrt zu sein und ihm bleibt nichts, als herumzureisen, seine Fidel zu spielen und… letztendlich vielleicht doch noch zum Glück zu finden? Meine Meinung: Eichendorff war ein Romantiker und diese Novelle strotzt nur so vor Romantik. Eigentlich ist sie außerdem eine Liebeserklärung an das Leben. Es hat unglaublich Spaß gemacht das Buch zu lesen und war mal wieder etwas ganz anderes, als die Bücher, die man sonst so in die Hände bekommt. Fazit: Für Spaß an klassischer Literatur!

    Mehr
  • weitere