Josephine Winter

 4.3 Sterne bei 4 Bewertungen

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Josephine WinterDas Palais Reichenbach: Metropolis Berlin
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Das Palais Reichenbach: Metropolis Berlin
Das Palais Reichenbach: Metropolis Berlin
 (3)
Erschienen am 19.05.2015
Josephine WinterDie Dame mit der Pfauenfeder - Teil I
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Die Dame mit der Pfauenfeder - Teil I
Die Dame mit der Pfauenfeder - Teil I
 (1)
Erschienen am 15.05.2014

Neue Rezensionen zu Josephine Winter

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Rezension zu "Die Dame mit der Pfauenfeder - Teil I" von Josephine Winter

Die Goldenen 20er
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Hierbei handelt es sich um die drei Kurzgeschichten Verführung, Verlangen und Verrat. Meine Rezension bezieht sich auf alle drei Teile, da sie auch wunderbar zusammen ein Buch ergeben hätten.


Was passiert, wenn die bisherige Ordnung nicht mehr besteht? Wenn Adel und Angestellte sich in einer neuen Welt zurechtfinden müssen? Die einen versuchen an altem Bekannten festzuhalten, verschließen die Augen vor dem Wandel und verurteilen ihn. Die anderen fordern heraus und wollen, dass alle sofort ihre neuen Freiheiten ausleben.

In Noble Secrets wird Berlin nach dem Ersten Weltkrieg als ein solcher Ort beschrieben.


Wilhelm lebt mit seiner Mutter auf dem Familienanwesen und muss sehr zu ihrem Missfallen arbeiten gehen, damit sie ihren aufwendigen Lebensstil weiter führen können. Sie regelt sein gesellschaftliches Leben, organisiert Empfänge und liegt ihm vor allem damit in den Ohren, dass er heiraten und einen Erben zeugen muss.

Doch dann geschieht auf dem Anwesen ein Mord. Der Täter ist nicht der Gärtner, da er das erste Opfer ist.

Während ein Kommissar, der den Adel ablehnt, den Fall untersucht, muss Wilhelm sich mit einer Frau auseinander setzen, die seine Mutter als geeignete Ehekandidatin betrachtet. Außerdem tritt seine Jugendliebe Valentina erneut in sein Leben.

Sie entstammt ebenfalls einer Adelsfamilie, hat sich aber von ihrer Familie losgesagt und lebt inzwischen unter sehr bescheidenen Umständen. Eine ausgefallene Idee bringt sie zurück in Wilhelms Leben.


Alle Figuren sind über Wilhelm miteinander verbunden, deshalb ist er wohl auch als Hauptfigur zu betrachten. Trotzdem empfinde ich ihn oft als viel zu passiv, die Handlung treiben andere voran.


Die Idee der Geschichte hat mir gut gefallen. Die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts sind mir historisch nicht sehr bekannt, deshalb kann ich die Richtigkeit der historischen Hintergründe dieser Geschichte nicht beurteilen. Aber der Autorin gelingt es, ihre Version glaubhaft und lebendig zu vermitteln.

Leider konnte die Geschichte mich sprachlich nicht richtig überzeugen, viel zu oft wird der Begriff Prinzessin verwendet und zwischendurch musste ich tatsächlich darüber nachdenken, wie sie denn nun eigentlich hieß.


Insgesamt empfand ich Noble Secrets jedoch als eine lesenswerte Geschichte.

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PetrovaFires avatar

Rezension zu "Das Palais Reichenbach: Metropolis Berlin" von Josephine Winter

Nahezu perfekte Geschichte
PetrovaFirevor 3 Jahren

Erster Satz
"Mit zitternden Fingern presste Dessler das Bügeleisen auf das Papier."

Gestaltung
Mir persönlich gefällt das Cover sehr gut,
da man durch das Schloss gleich auf etwas adeliges vorbereitet wird.
Ebenso das Schreibzeug passt zur Geschichte
und das nicht nur beim offensichtlichen Charakter Theodor Barbach.
Die innere Gestaltung jedoch macht das Buch erst aus.
So gibt es neben einer Karte Berlins auch noch Leseproben zu den anderen beiden Büchern.
Diese wurden clever integriert, da diese Szenen in deren Charaktere
auf einander treffen aus der Sicht der Buchfremden Charaktere dann erneut erzählen.
So steht eine Rose für "Champagner, Charleston und Chiffon",
während eine Pistole für "Die Rote Burg" steht.
"Das Palais Reichenbach" wurde in drei unbenannte Teile eingeteilt,
welche sich in mehrere Kapitel untergliedern.
Diese wurden jeweils nach Tag und Datum benannt und werden
in einer typischen Zwanziger Jahre Schrift dargestellt.
Insgesamt empfinde ich die Gestaltung als gelungen und sehr detailreich.

Meine Meinung
"Das Palais Reichenbach" habe im Zuge der Blogtour zu Metropolis Berlin erhalten,
ebenso wie die zwei weiteren Bücher der Reihe.
Ich entschied mich für dieses, da ich eine Vorliebe für alles rundum den Adel habe.
Insgesamt ist die fiktive Fürstenfamilie Reichenbach das Zentrum der Geschichte,
wir verfolgen die einzelnen Familienmitglieder, besonders die Kinder, sowie deren Hausangestellte.
Letzteres langweilte mich oftmals eher und hätte für mich auch eher wegfallen können,
da ich zu sehr von der Geschichte Georgs und Inas fasziniert war,
aber auch Fridolins innerer Kampf war spannend zu lesen.
Dazu beigetragen hat auch der Schreibstil Josephine Winters,
dank dessen konnte ich meinen eReader kaum aus der Hand legen.
Mir hat es richtig Lust gemacht auch irgendwann die "Noble Secrets"-Reihe der Autorin zu lesen,
 welche ebenfalls in den 20ern spielt und von einer adeligen Familie handelt.
Ich fühlte mich wirklich in das Berlin der 20er zurückversetzt,
da das Setting die Stimmung immer noch unterstrich und
auch einfache Nebencharaktere teilweise den typischen Berliner Slang nutzten,
anstatt gestochenes Hochdeutsch wie die aus adeligem Haus stammenden Protagonisten zu sprechen.
Etwa unzufrieden bin ich mit dem Ende und hoffe wirklich,
dass es noch einen zweiten Band geben wird,
da ich wissen möchte, wie es mit den Geschwistern weitergeht.
Insgesamt gut fand ich, dass jeweils auch Charaktere auch den beiden
anderen Büchern der Reihe auftauchen und man durch einen Klick
die Szene aus der Sicht des Anderen lesen konnte als kleine Leseprobe.
     
"Das Palais Reichenbach" ist eine in den historischen Kontext genial
eingefasste Geschichte, mit deren Protagonisten ich mitfühlen konnte und
Lust auf mehr Geschichten aus den 20ern machte.

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire

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aly53s avatar

Rezension zu "Das Palais Reichenbach: Metropolis Berlin" von Josephine Winter

Ein gelungener weiterer Teil der Metropolis Berlin Reihe.
aly53vor 3 Jahren

Berlin in den goldenen zwanziger Jahren, die Romanwelt der Metropolis Berlin umfasst drei Romane “Die rote Burg”, “Champagner, Charleston und Chiffon” und  “Das Palais Reichenbach”.
Man kann diese Bücher jedoch unabhängig voneinander lesen.

 
In diesem Teil der Romanreihe dreht sich alles um Familie Reichenbach.
Die schwierigen Zeiten haben dafür gesorgt, dass es der Familie schlecht geht, sie stehen mittlerweile kurz vor dem Ruin.
Längst ist nicht mehr alles wie es war, nichts funkelt oder glitzert mehr.
Nun gilt es den Schein zu wahren und einen Ausweg zu finden.
Denn Fassade ist in diesen Kreisen alles.
Während das Fürstenpaar verzweifelt nach einem Ausweg sucht , haben ihre Kinder ihr eigenes Päckchen zu tragen.
Alle drei Ferdinand, Georg und Ina sind verliebt, aber leider entsprechen die Verbindungen nicht den Vorstellungen der Eltern.
Schlimmer noch, es könnte womöglich sogar ein Skandal daraus entstehen.
Aber auch sie müssen Entscheidungen treffen die womöglich alles verändern könnten.
In diesem Teil erfahren wir relativ viele Perspektiven , überwiegend der Reichenbachs.
Mir hat jedoch Ina am meisten gefallen.
Am Anfang musste ich erst noch mit ihr warm werden, doch nach und nach mochte ich sie richtig gern.
Ihre Sehnsucht, ihre Leidenschaft und ihre Liebe haben mir sehr gut gefallen.
Man spürt förmlich ihre Angst , aber auch ihre Liebe und Verzweiflung.
Obwohl man meinen sollte, gerade durch die vielen Perspektiven gehe die Tiefgründigkeit verloren. So tat sie dies nicht.
Ich konnte mich sehr gut in jeden hineinversetzen und ihr Handeln sehr gut nachvollziehen.
Einzig das Fürstenpaar blieb mir etwas fremd. Gerade ihre Gedanken hätten mich noch mehr interessiert. Wir erfahren zwar auch etwas aus ihrer Sicht, aber es blieb trotzdem eher verschwommen für mich.
In diesem Roman dreht sich alles um Ansehen, Geld und Liebe, aber auch Tragik kommt hier nicht zu kurz.
Dieses Buch ist sehr facettenreich aufgebaut. Man lernt viele Personen kennen und ihre Geschichten.
Das hat mich sehr berührt, aber auch schmunzeln lassen.
Gegen Ende des Buches wurde ich aber auch etwas traurig und musste mich etwas zusammenreißen, da ich doch etwas nah am Wasser gebaut bin.
Da ich ja vor diesem Buch schon “Champagner, Charleston und Chiffon “ gelesen habe, war es schön einige Personen aus dem anderen  Roman wiederzusehen.
Es ist erstaunlich  aus welchem anderen Blickwinkel man sie hier betrachtet.
Dieses Buch ist durchweg recht spannend gehalten. Hier ist jedoch die Spannung nicht vordergründig, sondern eher unterschwellig spürbar.
Das hat mich enorm gefesselt und ich hätte am liebsten gar nicht aufgehört mit lesen.
Wie auch schon im anderen Roman haben wir auch hier wieder die Möglichkeit einige Szenen (durch Leseproben der anderen beiden Romane) aus dem Blickwinkel anderer Personen zu betrachten und das hat mir wieder sehr gut gefallen.
Nachdem ich nun auch den zweiten Teil der Romanreihe gelesen habe, bin ich gespannt was mich im letzten Buch “Die rote Burg” erwartet.
Der Schreibstil der Autorin ist fließend und sehr einnehmend.
Ich fand auch diesen Roman sehr bildreich beschrieben, was uns dem ganzen noch mal näher bringt.
Auch der Berliner Dialekt hat mir wieder sehr gut gefallen.
Man konnte sich sehr gut in die Zeit von damals hineinversetzen.
Dieses Buch ist in 3 Teile gegliedert , die jeweiligen Kapitel haben eine kurze bis normale Länge.
Die Gestaltung der einzelnen Kapitel hat mir sehr gut gefallen, es gibt dem ganzen etwas liebevolles.
Am Anfang des Buches gibt es wieder eine Karte von Berlin 1926, hat mir wieder sehr gut gefallen.
Man bekommt hier auch ein Einblick darauf , was der Unterschied zwischen Arm und Reich ist.
Aber gibt es wirklich so viele Unterschiede?
Ich denke jeder hat so sein Päckchen zu tragen. Es gab einige Szenen in diesem Buch, die auch die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede sehr gut unterstrichen haben .
Das Cover und auch der Titel passen sehr gut zum Buch.

Fazit:
Ein gelungener weiterer Teil der Metropolis Berlin Reihe.
Hier dreht sich alles um den Adel, es gibt aber auch Tragik.
Ein sehr vielschichtiges Buch, das mich sehr gut unterhalten hat.
Wir bekommen Einblicke in verschiedene Gesellschaftsschichten und wie sich die Beteiligten damit fühlen.
Eine klare Leseempfehlung.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen, weil es mich vollkommen überzeugen konnte.

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