fischer baumler

Josh Sundquist Liebe und der erste Blick

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Inhaltsangabe zu „Liebe und der erste Blick“ von Josh Sundquist

Stell dir vor du kannst zum ersten Mal im Leben sehen – und es war vorher schöner

An seinem ersten Tag in der neuen Schule fasst der blinde, sechzehnjährige Will Porter einem Mädchen aus Versehen an die Brüste und setzt sich in der Kantine bei jemandem auf den Schoß. Von da an kann es nur bergauf gehen, oder?

Während Will sich langsam eingewöhnt, verliebt er sich in die bezaubernde stille Cecily. Dann bietet sich ihm eine unvorhergesehene Möglichkeit: eine neuartige Operation, die es Will zum ersten Mal in seinem Leben ermöglichen könnte zu sehen. Doch das ist viel schwieriger als Will es sich jemals ausmalen konnte, und er lernt bald, dass diese sehende Welt ihm Geheimnisse vorenthalten hat. Es stellt sich heraus, dass Cecily nicht den traditionellen Vorstellungen von Schönheit entspricht – tatsächlich war alles, was er über ihr Aussehen gehört hatte, eine Lüge. Seine sogenannten Freunde haben sie sich ausgedacht, um die beiden zusammenzubringen. Ist es überhaupt entscheidend, wie Cecily aussieht? Eigentlich nicht. Aber warum fühlt sich Will dann so betrogen?

Eine sehr süße Geschichte für zwischendurch! Auch wenn ich den einen oder anderen Kritikpunkt habe.

— Leseeule96

Emotional, bewegend, spannend, manchmal geheimnisvoll, fesselnd - ein wirklich tolles Buch- ein Leseerlebnis.

— Buchraettin

Stimmt nachdenklich und erwärmt das Herz ♥

— MelE

Ein großartiger Roman, der mich vollkommen überzeugt hat!

— merlin78

Mein Geheimtipp im Januar :o) Unbedingt lesen!.

— Esme--

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  • Das Buch des Monats Dezember im FISCHER Leseclub: "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" von Rachel Joyce

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    Marina_Nordbreze

    Ein Roman wie ein Geschenk, wie eine Reise voller Musik und mit wunderbaren Begleitern. Nach "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" verzaubert uns Rachel Joyce nun mit ihrem neuesten wunderbaren Roman "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie": eine Geschichte vom Zuhören, von Freundschaft, Mut, Veränderung und Liebe. Mister Frank, ein ebenso liebenswürdiger Mann wie Harold Fry, besitzt einen Plattenladen und die besondere Gabe, dass er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. Doch als die Frau in Grün in Mister Franks Leben tritt, bringt sie sein gewohntes Leben ganz schön aus dem Takt ...Freut euch auf unser Buch des Monats Dezember, das nahe geht, weil es von Nähe handelt!  Mehr zum Buch Mister Frank hat eine besondere Gabe: Er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. In Franks kleinem Plattenladen in einer vergessenen Ecke der Stadt treffen sich Nachbarn, Kunden und die anderen Ladenbesitzer der Straße. Da taucht eines Tages die Frau in Grün vor Franks Schaufenster auf. Sie ist blass und schön, zerbrechlich und stark zugleich. Doch sosehr er sich auch bemüht, Frank kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt … >> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!Wir vergeben gemeinsam mit FISCHER Krüger 50 Exemplare von "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" unter allen, die sich bis einschließlich 13. Dezember 2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* für das Buch des Monats bewerben und uns verraten, warum sie gerne mitmachen möchten.   In den folgenden Wochen stellen wir euch Aufgaben, bei denen ihr Buchlose erhalten könnt. Für jede Aufgabe gibt es ein eigenes Unterthema, in welchem erklärt wird, was ihr machen müsst, um ein Buchlos zu erhalten. Wenn ihr genügend Buchlose gesammelt habt, könnt ihr am Ende der Monatsaktion ein Buch aus den S. FISCHER Verlagen gewinnen.   Alle Infos zum System der Buchlose findet ihr hier.   Bitte beachtet, dass es in dieser Challenge zudem Spezialaufgaben geben wird, die jeweils nur an einem einzigen Tag erfüllt werden können. Regelmäßiges Vorbeischauen in der Challenge lohnt sich also!   Wer 9 Buchlose sammelt, erhält als Sofortgewinn ein Buch aus den S. FISCHER Verlagen, das aus sechs Vorschlägen ausgewählt werden kann.   Zusätzlich verlosen wir unter allen, die mindestens 10 Buchlose gesammelt haben, eine mydays Magic Box "Erholsame Zweisamkeit".Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Aktion zum Buch des Monats teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen. Ihr könnt jederzeit mit einsteigen.   Die Frist für die Bearbeitung der Hauptaufgaben für das Buch des Monats Dezember endet am Sonntag, den 4. Februar 2018 – d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich dieses Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Buchlos-Wertung mit einfließen. Mitglieder des FISCHER Leseclubs erhalten das Abzeichen für das jeweilige "Buch des Monats", wenn sie mindestens 5 Beiträge und eine Rezension geschrieben haben.   Ihr möchtet beim FISCHER Leseclub mitmachen? Alle Informationen dazu findet ihr hier.   Ihr müsst aber kein Mitglied im FISCHER Leseclub sein, um an der "Buch des Monats"-Aktion teilzunehmen.    Die Buchlose gelten immer nur für den jeweiligen Monat und können nicht in den nächsten Monat übertragen werden.    *  Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme, am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Erfüllen aller Hauptaufgaben der "Buch des Monats"-Aktion bis spätestens 04. Februar 2018. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für ein Testleseexemplar schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas verschicken!   Ein allgemeiner Hinweis: Bitte markiert eure Beiträge nur dann als Spoiler, wenn es sich wirklich um Spoiler handelt und beispielsweise nicht eure Beiträge für die einzelnen Aufgaben!

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  • Liebe und der erste Blick

    Liebe und der erste Blick

    Si-Ne

    07. February 2018 um 15:49

    Fazit:Berührend, anders und einmalig. So würde ich das Buch beschreiben. Es werden viele Vorurteile gegenüber Blinden aufgegriffen und Wills Welt sehr schön erklärt. Auch wie er die Dinge wahrnimmt. Es ist eine ganz andere Erfahrung und auch als er wieder sehen kann. Die Erfahrungen sind sehr interessant. Bewertung:Will ist bisher auf eine Schule für Blinde gegangen und muss nun seinen Alltag an einer normalen Schule überleben. Er möchte einfach ein Stück selbständiger werden und hat vorher schon einiges in diese Richtung geübt. Und dann gibt es da noch diese neuartige Operation, die ihn sehen lassen soll. Damit wird sein Leben komplett auf den Kopf gestellt.Über Blinde gibt es allerlei Vorurteile, die hier ein bisschen aufs Korn genommen werden oder auch ernsthaft erklärt werden. Zum Beispiel das Fühlen mit den Händen im Gesicht um jemanden zu "sehen". Ich denke mal, das macht man vielleicht bei Personen, die einem näher stehen, um überhaupt zu wissen, wie diese aussehen könnten, aber nicht bei fremderen Personen. Oder die Hilfsbereitschaft von Leuten, die eher überschwänglich ist als hilfsbereit.Will spricht hier auf von Vorteilen des Blindseins, zum Beispiel das er ungestraft grapschen kann, auch wenn das eher zufällig passiert, hat er keine Schuld, aber es war doch ein Vergnügen.Und er sieht einfach anders und kann sich von Äußerlichkeiten nicht ablenken lassen. Er sieht einfach mehr, bis der Tag eben kommt, wo er sehen kann.Auch engere Beziehungen haben in dieser Geschichte einen Platz, die ich auf der Basis feinfühliger finde, als andere Begegnungen. Besonders eben zwischen Cecily und Will. Es it einfach so warm.CharaktereWill ist blind und ein ganz lustiger Typ. Er macht gerne mal Scherze über seine Blindheit, ich denke, um das alles auch etwas aufzulockern und auch damit ein bisschen mehr Verständnis über Blinde in die Welt getragen wird. Seine Eltern, besonders seine Mutter behütet ihn etwas über und behandelt ihn wie einen Blinden, den sie nicht kennt. Weil er nichts sehen kann, macht sie manche Dinge etwas überdeutlicher, was er wohl nur peinlich findet. Aber sie meint es nicht böse, kann aber eben auch nervig sein. Und auch als er diese Operation erhält ist seine Mutter einfach über. Sie lässt ihn irgendwie einfach nicht er selbst sein und alles erkunden. Sein Vater ist da schon ruhiger.Der Direktor der Schule ist ein bisschen Überschwänglich und hilft viel zu viel. Ganz anders ist da eine Lehrerin von Will, Mrs. Everbrook, die keine bevorzugte Behandlung vornimmt und ganz gut bei den Schülern ankommt. Sie ist wohl sehr fair, streng, aber auch gleichtzeitig zu den richtigen Punkten liebevoll. Also Zuckerbrot und Peitsche passt hier wohl perfekt.An der Schule lernt Will auch neue Leute kennen, darunter Nick, Ion und Whitford. Nick spricht zu viel und auch zu ungeordnet. E ist manchmal etwas über und nervt manchmal extrem. Ion wirkt etwas Anti, als ob sie in einer Rebellionsphase ist.Cecily scheint ein Mädchen zu sein, welches schüchtern ist und nicht so gute Erfahrungen mit ihren Altersgenossen gemacht hat. Ich finde, sie passt super zu Will und kann Dinge besser erklären als andere. Einfach aus verschiedenen Perspektiven und unkonventionelle Erklärungen, was Will einfach weiterhilft und ihm die Sachen besser sehen lässt.

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  • Emotional, bewegend, spannend, manchmal geheimnisvoll, fesselnd - ein wirklich tolles Buch

    Liebe und der erste Blick

    Buchraettin

    27. January 2018 um 16:21

    Ein Jugendbuch mit Anspruch, Emotionen, Geheimnissen, Spannung- eine perfekte Lesemischung auch für männliche Leser der Zielgruppe und erwachsene Jugendbuchliebhaber bestens geeignet.Erzählt wird aus der Sicht eines Jugendlichen, der zum ersten Mal in seinem Leben an einer normalen Schule unterrichtet wird. Will war 10 Jahre lang in Internaten. Seit der Kindergartenzeit wurde er an einer besonderen Schule unterrichtet und hat dort gelernt sich als Blinder zurecht zu finden. Er möchte aber normal zur Schule gehen, Freunde haben, ein normales Schulleben haben und nun geht er an diese Schule.Er ist eine starke Figur. Sehr lebendig, sehr intensiv. Ein Figur, die dem Leser auch einen Spiegel vorhält, wie jemand, der blind ist, von Mitmenschen behandelt wird, auch wenn das vielleicht positiv gemeint ist. Situationen werden angesprochen und ich denke, es regt den Leser an, darüber nach zu denken.Es ist eine Geschichte über einen Jungen, der ein ganz normales Leben führen möchte, trotz seiner Blindheit. Das Buch vermittelt auch eine Botschaft. Das Äußere ist vollkommen unwichtig, nur das Innere eines Menschen zählt. Die Freundschaft, die Grenzen überschreitet. Ein Buch mit einer starken Geschichte. Das Buch behandelt mehrere Themen. Die Blindheit von Will. Die Freundschaft seiner Mitschüler. Erste Liebe. Mobbing. Eine mögliche Operation. Die Bemühungen seiner Mutter, die Will manchmal zu viel werden. Den Zuspruch des Vaters, der ihn beschützen will. Aber jedes erwachsene Elternteil wird sich in die Figuren einfühlen können und nachvollziehen können, da man immer das Beste für sein Kind möchte. Ein Buch, das nachdenklich stimmt gerade in Bezug auf den Umgang mit Menschen, die blind sind. Das Mädchen Cecily. Auch sie ist eine gelungene Figur. Wie sieht sie wohl aus? Ihr Lächeln, ihre Hilfsbereitschaft, ihr Duft- aber kein Bild. Geheimnisvoll, wie kurze Andeutungen der anderen Figuren den Leser aufmerken lassen. Auch diese Lesemomente fesseln an die Geschichte- was ist ihr Geheimnis, das Will und der Leser nicht sehen kann? Als Leser bekomme ich nur die Erzählung von Will- sein Erleben, keine Bilder, nur seine Empfindungen, ungewöhnlich- aber wirklich gelungen. Auch die Darstellung, wie Will sich zurecht findet in seiner Umgebung fand ich sehr gelungen dargestellt.Das Nachwort rundet das Buch perfekt ab. In diesem berichtet der Autor von der Augenoperation, den Fällen in denen sie gelungen ist und die Auswirkungen auf die jeweiligen Menschen. Er gibt auch Literaturhinweise, wenn sich interessierte Leser genauer mit dem Thema beschäftigen möchten.Es ist ein Buch mit Tiefgang. Ein Buch, das mit seiner Geschichte, die Will erzählt, nicht als Ich Erzähler, aber dennoch intensiv aus seiner Sicht und seinen Erfahrungen heraus. Als Leser bin ich hautnah dabei. Ich erlebe seine Gefühle, seine Wünsche, seinen Mut, sein Verlangen ein normales Leben führen zu können. Sein Wunsch auch nach Freiheit alles erleben zu können ohne Beeinträchtigungen.Ein emotionales Buch. Beeindruckend dargestellt wird die Figur Will. Eine lebendige Figur, die den Leser in seinen Bann zieht. Emotional, bewegend, spannend, manchmal geheimnisvoll, fesselnd und auch wirklich ein tolles Buch- ein Leseerlebnis.

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  • Außergewöhnliche Liebesgeschichte

    Liebe und der erste Blick

    MelE

    27. January 2018 um 08:35

    "Liebe und der erste Blick" ist eine sehr außergewöhnliche Liebesgesschichte, die mich nachdenklich stimmt und definitiv mein Herz erwärmt. Wie gehe ich selbst mit dem Aussehen anderer um und wie weit stelle ich dieses in den Vordergrund? Was ist tatsächlich schön? Sagt man nicht: "Wahre Schönheit kommt von Innen?" Warum also wirft es Will aus der Bahn Cecilys äußere Makel zu erkennen? War es nicht die innere Cecily die er zu lieben begann? Der Klappentext spricht eine deutliche Sprache und verrät meiner Meinung nach auch sehr viel über den Roman, dennoch bietet er einiges an Überraschungen. Das Lesen fiel mir sehr leicht durch die doch recht große und angenehme Schrift. Natürlich ist es auch die Story die sehr einnehmend ist und mich faszinierte. Will, von Geburt an blind fügt sich soweit es geht in eine neue Schule ein, baut sich einen Freundeskreis auf, der hauptsächlich aus recht ungewöhnlichen Personen besteht, die aber seine Sehbehinderung von Anfang an akzeptieren. Und dann ist da noch Cecily. Natürlich ist von Anfang an klar, dass Will und Cecily ein Paar werden, dennoch sind es viele große und kleine Stolpersteine, die zuvor aus dme Weg geräumt werden müssen, bevor Will erkennt, was wirklich zählt.Ich habe "Liebe und der erste Blick" als sehr liebenswert empfunden, auch wenn der Fokus tatsächlich sehr auf Wills Sehbehinderung liegt, werden auch viele andere Themen wie Mobbing, Schönheitsideale und Stress mit Eltern in den Vordergrund gerückt, was die Zielgruppe junger Leser sicherlich sehr ansprechen wird. Das Cover zeigt durch den gelben Luftballon sehr deutlich, dass es sich die Story mit Blindheit / Sehebehinderung auseinandersetzen wird. Es erschlägt nicht, denn Will ist eine Person, die man wirklich zu schätzen lernt. Er wirkt authentisch und hat nicht nur durch seine Sehebehinderung Sympathiepunkte gewonnen. Sein Erleben mit der Blindheit und mit dieser umzugehen zeigt eine hohe Willenskraft trotz Handicap akzeptiert zu werden und sich seiner Umwelt anzupassen. Es ist nicht fiktiv, denn die Gesellschaft ist aufgefordert zu integrieren statt abzulehnen. Mich begeisterte die Story sehr und daher möchte ich gerne eine Leseempfehlung aussprechen, da "Liebe und der erste Blick" wirklich außergewöhnlich und schön geschrieben ist. Viele kleine und große Wahrheiten treffen aufeinander, sind vielleicht nur zwischen den Zeilen zu lesen und dennoch stimmt "Liebe und der erste Blick" auch nachdenklich trotz eingewobener Liebesgeschichte. Absolut Lesenswert! 

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  • Ein großartiger Roman, der mich vollkommen überzeugt hat!

    Liebe und der erste Blick

    merlin78

    26. January 2018 um 07:21

    Will ist von Geburt an blind und hat sein Leben bisher auf einem Internat für Blinde verbracht. Doch nun ist er sechzehn Jahre alt und möchte seinen eigenen Weg gehen. Der erste Schritt führt ihn in eine ganz normale öffentliche Schule, die er fortan besuchen möchte. Dort lernt er schnell neue Freunde kennen, obwohl es für ihn nicht unbedingt einfach ist, Menschen zu vertrauen. Doch Will ist stark und voller Vorfreude. Auch seine Mitschülerin Cecily hat es ihm angetan, sie unterstützt ihn in vielen Bereichen.Als sich für Will die Möglichkeit bietet, durch eine Operation sehen zu können, geht er das Wagnis ein. Ohne zu ahnen, dass Vieles durch die Augen ganz anders auf ihn wirkt. So auch Cecliy, die ein Geheimnis vor Will birgt.Autor des Werks ist der Amerikaner Josh Sundquist, der genauso wie sein Hauptcharakter eine starke Persönlichkeit besitzt. Der Bestseller-Autor hat trotz des Verlustes seines Beins nach einer Knochenkrebserkrankung Skifahren erlernt und genießt das Leben in vollen Zügen. Seine eigene Kraft scheint er auf den jungen Will übertragen zu haben, denn auch dieser sieht das Leben positiv und voller Energie.Wie bereits erwähnt, ist Will der Star des Werks. Star beschreibt den jungen Mann nicht einmal annähernd, denn dieser Junge ist so erfrischend und authentisch, dass jeder Leser ihn schnell ins Herz schließen wird. Obwohl Will blind ist, trägt er sein Herz auf der Zunge und bringt seine Mitmenschen häufig durch seine lockere Art durcheinander. Er lässt sich nur bedingt helfen und möchte seinen eigenen Weg gehen. Die Hilfe seiner Freunde und seiner Eltern nimmt er nur dann an, wenn es nicht anders geht. Vielmehr kämpft er sich selbst durch alle Unsicherheiten.Natürlich gibt es in diesem Buch nicht nur die Geschichte über einen blinden Jungen, sondern auch eine kleine Lovestory, doch diese ist eher nebensächlich. Dabei geht es mehr um Freundschaften und Vertrauen. Auch wenn Cecily einen äußerlichen Makel hat, ist sie für Will schön, einfach weil er sie kennt, nicht weil er sie sieht. Es ist liebenswert, diese offene Art mitzuerleben und sich als Leser über diese tiefen Gefühle zu freuen. Will ist ein Mensch, der zeigt, dass Sehen nicht Alles im Leben ist.Die Handlung ist strukturiert und chronologisch beschrieben worden. Nachdem der Leser Will kennengelernt hat, nimmt ihn dieser mit auf seinen Lebensweg. Schnell wird deutlich, dass Blinde Menschen nicht zu bedauern sind, sondern sich ganz besonders bewegen. Dabei nutzt der Autor eine sehr lebendige und glaubwürdige Erzählweise. Er bringt durch seine absolut passenden und emotionalen Worte die Handlung zum Leuchten. Auch durch seine Beschreibungen, wenn Cecliy versucht, Will Dinge bildlich zu erklären, wird klar, wie komplex das Thema Blindheit tatsächlich ist. Die Angaben zur Operation und die Folgen bei Wills Heilung sind authentisch und absolut stimmig verfasst. Alles hat Hand und Fuß – der Leser spürt regelrecht, dass der Autor sich mit „Blindheit“ beschäftigt hat.Ein großartiger Roman, der mich vollkommen überzeugt hat!Mein persönliches Fazit:Diese Geschichte hat mich richtig ergriffen und berührt. Nicht nur durch den starken Charakter, der mir gezeigt hat, dass Blinde nicht deprimiert sind, weil das Leben ihnen ein Schnippchen geschlagen hat, sondern auch durch die absolut erfrischende Erzählweise, hat mich das Buch regelrecht begeistert und gefesselt. Josh Sundquist hat mich durch seine Worte an Wills Erlebnissen teilhaben lassen und mich einen neuen Blickwinkel auf das Thema werfen lassen. Zusätzlich spricht der Autor auch auf Mobbing an, welches in unserem Leben leider inzwischen zum Alltag gehört. Durch dieses Werk bin ich einfach gezwungen worden, einmal innezuhalten und nachzudenken. Gewiss ist dies eine Lektüre, die gerade jungen Lesern neue Ideen und Gedanken präsentiert und sie für eine Weile in eine andere Welt katapultieren wird.

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  • Eine einmalige Chance

    Liebe und der erste Blick

    Esme--

    25. January 2018 um 18:58

    Inhalt: Seit seiner Geburt ist Will blind. Mit dieser Einschränkung weiß er gut umzugehen. Doch immer wieder begegnet er sehenden Mitmenschen, die sich nicht in seine Lage einfühlen können. Bei seinem Wechsel an die neue Schule möchte er möglichst nicht auffallen. Er verzichtet auf eine Sonnenbrille und, soweit möglich, auf den Gehstock. Als Cecily, eine der Mitschülerinnen plötzlich weinend das Klassenzimmer verlässt, reagiert Will überrascht. Die Lehrerin erklärt ihm, er hätte sie angestarrt.  Nach der Aufklärung dieses Missverständnisses wird für ein Kunstprojekt ein Teampartner für Cecily gesucht. Keiner der Mitschüler meldet sich. Will zögert nicht lange. Er möchte den Vorfall von zuvor wieder gutmachen. Während des Projekts kommen sich Will und Cecily dann auch näher. Aus einer Freundschaft entstehen tiefergehende Gefühle. Für Will jedoch scheint eine Beziehung nicht mit seiner Behinderung vereinbar. Doch dann bietet sich Will eine unglaubliche Chance. Eine experimentelle OP könnte helfen, dass er sein Augenlicht wieder gewinnt. Doch welchen Preis wird Will zahlen müssen, wenn er sich als Kandidat für dieses Projekt meldet? Schreibstil: Josh Sundquist konnte mich bereits auf den ersten Seiten seines Romans von seinem Schreibstil überzeugen. Der Leser lernt hier den Protagonisten Will kennen, der seit seiner Geburt blind ist und sich seine Umgebung mit den verbleibenden Sinnen Riechen, Fühlen, Hören erschließt. Nach dem Wechsel von einer Schule für Sehbehinderte auf eine Allgemeinschule entstehen schnell erste Konflikte. Der Konrektor begegnet Will mit den üblichen Vorurteilen. Er greift nach Wills Hand und bittet ihn, sein Gesicht zu ertasten. Anstatt pikiert zu reagieren, begegnet Will seinem Gegenüber mit Humor. Er lehnt dankend ab, schlägt aber vor, ihn hinter dem Ohr zu riechen. Die Reaktion des Rektors führte nicht nur zu einem Schmunzeln bei Will, sondern auch bei mir. Will hat gelernt seinen Platz in der Welt zu finden. Er weiß, wie er sich einen Weg einprägen und schließlich selbstständig bewältigen kann. Sicherlich gibt es Situationen, wie zum Beispiel der Besuch eines Einkaufszentrums, in dem ständig irgendwelche Hindernisse wie Rolltreppen, kniehohe Springbrunnen und Menschenmassen auftauchen, die Will gerne meidet. Doch mit Hilfe von Apps, Brailleschrift, Hörbüchern oder Siri (Apples Assistentin) gelingt es ihm, nahezu selbstständig seinen Alltag zu bewältigen. Will möchte und braucht kein Mitleid. Das wird schnell klar. Dennoch ist sein Alltag geprägt von erschrockenem Schweigen oder vielfachen Entschuldigungen, wenn der Gesprächspartner erkennt, dass Wills Handeln seiner Behinderung geschuldet war. Will wird an der neuen Schule Freunde finden. Das erste Zusammentreffen mit dem fünfköpfigen „Quizteam“ ist vielversprechend. Will möchte sich auf einen freien Stuhl setzen und landet unversehens auf dem Schoß eines Mitschülers. Dieses Missverständnis führt zu einem ersten Kontakt zu den Außenseitern der Schule, die in ihrer Freizeit gerne Brettspiele spielen und mit unnützem Wissen prahlen können.    Gekonnt erzählt Josh Sundquist die Geschichte eines Jungen, dessen Alltag sich von dem eines sehenden Menschen erheblich unterscheidet. Für mich war es horizonterweiternd zu erfahren, welche Konflikte beim Zusammentreffen von sehenden und blinden Menschen entstehen können. So hilft es Will selbstverständlich nicht weiter, wenn ihn der Konrektor darauf hinweist, dass der neue Klassenraum an einer bestimmten zuvor abgegangenen Stelle rechts abgeht. Will muss auch diesen Weg erst erleben, um ihn sich anhand der gegangenen Schritte einprägen zu können. Den Konflikten des Alltags begegnet der Protagonist immer wieder mit einem humorvollen Kommentar oder Gedanken. Damit sorgt er einerseits für eine gewisse Erheiterung und erwirbt Sympathien beim Leser. Josh Sundquist hat, so verrät er im Nachwort, viel recherchiert. Das merkt man seiner Geschichte an. Will bekommt im Laufe der Geschichte die Möglichkeit sich zu entscheiden, ob er an einer Versuchsreihe teilnehmen möchte. Wenn alles gut läuft, so kann er nach der Operation vielleicht wieder sehen. So vielversprechend sich das in diesem Moment anhört, hier fangen seine Schwierigkeiten erst an. Selbst bei einem erfolgreichen Operationsverlauf ist es keinesfalls so, dass der Patient nach dem Eingriff die Augen öffnet und die Welt in allen Formen und Farben wahrnimmt. Die psychologischen Konflikte, die ein solcher Eingriff mit sich bringen kann werden in der Geschichte, aber auch im Nachwort, ausführlich geschildert. Diese Informationen waren für mich einerseits sehr interessant, aber zugleich auch schockierend. Fazit:  Liebe und der erste Blick ist weit mehr als eine Geschichte über Freundschaft und Liebe. Es ist ein Buch, das sich ausführlich mit den Gedanken und Gefühlen eines Jungen auseinandersetzt, der seit seiner Geburt erblindet ist und nun eine einmalige Chance bekommt. Eine Operation soll ihm helfen, das Augenlicht wiederzugewinnen. Durch seine Wahrnehmung zeigt Will seinen Mitmenschen und auch dem Leser, was wirklich wichtig ist im Leben. Auch wenn er mit seinen Augen nicht sehen kann, so nimmt er doch so viel mehr wahr als seine Umwelt. Josh Sundquist schafft mit „Liebe und der erste Blick“ eine Geschichte, die berührt, die zum Nachdenken anregt und die aufklärt. Er erschafft mit Will einen Protagonisten, der anders ist und der Wünsche und Träume in sich trägt. Der aber auch kein Mitleid haben möchte. Will begegnet seinem Umfeld mit seinem ganz eigenen Humor. Dieses Buch erzählt eine fesselnde und zugleich bewegende Geschichte, die ich Lesern empfehlen möchte, die offen sind für eine neue, nicht längst erprobte Perspektive. Buchzitate: Ich spüre den Gurt ihrer Kamera, die selbst jetzt bei der Party und in diesem Kleid über ihrer Schulter hängt. Das liebe ich an Cecily. Allzeit bereit, Schönheit festzuhalten.

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