Liebe und der erste Blick

von Josh Sundquist 
4,2 Sterne bei25 Bewertungen
Liebe und der erste Blick
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Akanthas avatar

Eine unglaublich einfühlsame Geschichte aus einer ganz neuen Perspektive. Habe keine Vorurteile, akzeptiere dich selbst und gib niemals auf!

C

Mir hat das Buch gut gefallen, es ist leicht zu lesen.

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Inhaltsangabe zu "Liebe und der erste Blick"

Stell dir vor du kannst zum ersten Mal im Leben sehen – und es war vorher schöner

An seinem ersten Tag in der neuen Schule fasst der blinde, sechzehnjährige Will Porter einem Mädchen aus Versehen an die Brüste und setzt sich in der Kantine bei jemandem auf den Schoß. Von da an kann es nur bergauf gehen, oder?

Während Will sich langsam eingewöhnt, verliebt er sich in die bezaubernde stille Cecily. Dann bietet sich ihm eine unvorhergesehene Möglichkeit: eine neuartige Operation, die es Will zum ersten Mal in seinem Leben ermöglichen könnte zu sehen. Doch das ist viel schwieriger als Will es sich jemals ausmalen konnte, und er lernt bald, dass diese sehende Welt ihm Geheimnisse vorenthalten hat. Es stellt sich heraus, dass Cecily nicht den traditionellen Vorstellungen von Schönheit entspricht – tatsächlich war alles, was er über ihr Aussehen gehört hatte, eine Lüge. Seine sogenannten Freunde haben sie sich ausgedacht, um die beiden zusammenzubringen. Ist es überhaupt entscheidend, wie Cecily aussieht? Eigentlich nicht. Aber warum fühlt sich Will dann so betrogen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783733503581
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Erscheinungsdatum:25.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Anis avatar
    Anivor einem Monat
    Trotz ernstem Hintergrund sehr locker erzählt

    Der sechszehnjährige Will ist von Geburt an blind. Seine Mutter hat dafür gesorgt, dass er den größten Teil seines Lebens in Internaten für Sehbehinderte verbracht hat. Doch nun möchte Will seinen Abschluss an einer normalen Schule machen. An seinem ersten Tag fasst er aus Versehen einem Mädchen an die Brüste, setzt sich in der Cafeteria bei einem Schüler auf den Schoß und bringt eine Mitschülerin zum Weinen. Doch das sind alles nur kleine Startschwierigkeiten. Will hofft, dass er sich bald besser orientieren kann. Cecily, das Mädchen, das er am ersten Tag zum Weinen gebracht hat, hilft ihm dabei und schon bald geht sie Will nicht mehr aus dem Kopf. Eines Tages bietet sich eine unerwartete Chance, denn eine Operation könnte dazu führen, dass Will sehen kann. Doch das Ergebnis der Operation stellt Wills Gefühle für Cecily, die ihm offensichtlich etwas verschwiegen hat, auf eine harte Probe......

    Die Handlung wird in der Ich-Form, aus der Sicht von Will, geschildert. Will erzählt die Geschichte so locker, dass man schon fast meint, ihm zuzuhören. Er wirkt nicht so, als ob mit seiner Sehbehinderung nicht zurechtkommen würde. Denn er kennt es ja nicht anders und hat sich damit arrangiert. Er geht sogar sehr humorvoll mit Menschen um, die ihm gegenüber befangen sind und möchte so normal wie möglich behandelt werden.

    Der Schreibstil ist locker und sehr flüssig zu lesen. Da Will die Geschichte so interessant erzählt, fliegt man förmlich durch die Seiten und kann sich die Ereignisse lebhaft vorstellen. Seine Bedenken, hinsichtlich der Operation, aber auch der Wunsch, endlich sehen zu können, werden glaubhaft vermittelt. Will wirkt sehr sympathisch, sodass man ganz in die Geschichte eintauchen und die aufkeimenden Gefühle, die er für Cecily entwickelt, nachvollziehen kann. Man ahnt, dass Cecily Will etwas über ihr Aussehen verschweigt, doch was genau das sein könnte, erfährt man zunächst nicht. Man geht also genauso unbefangen wie Will mit der Situation um und merkt, was für ein wundervoller Mensch Cecily zu sein scheint.

    Man durchlebt mit Will lustige und humorvolle Szenen, bekommt aber auch einen guten Eindruck von seinen Problemen, seiner Hoffnung und seinen Ängsten. Die Folgen der Operation und Wills Versuche, endlich die Welt mit eigenen Augen zu betrachten, werden authentisch vermittelt. Hier merkt man, dass der Autor sehr gut recherchiert hat.

    Ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen, denn der lockere Schreibstil und die einfühlsame Geschichte haben mich ganz in ihren Bann gezogen. Der eingeflochtene Liebesanteil passte für mich sehr gut in das Gesamtbild und wirkte nicht zu dick aufgetragen. Insgesamt gesehen, habe ich mich sehr gut unterhalten, auch wenn ich eine sehr heftige Reaktion von Will nicht ganz nachvollziehen konnte. Denn da hat er, meiner Meinung nach, etwas überreagiert. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch vier von fünf möglichen Sternchen und wird mir sicher noch lange Zeit in Erinnerung bleiben.

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    Akanthas avatar
    Akanthavor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine unglaublich einfühlsame Geschichte aus einer ganz neuen Perspektive. Habe keine Vorurteile, akzeptiere dich selbst und gib niemals auf!
    Einfühlsame Geschichte aus einer neuen Perspektive

    „Liebe und der erste Blick“ von Josh Sundquist handelt von dem sechzehnjährigen William – Will –, der von Geburt an blind ist. Zum ersten Mal geht er auf eine Schule für sehende Kinder, nachdem er ausschließlich auf einem Internat für Blinde war. Er bewältigt daraus resultierende Probleme, findet Freunde und lernt ein Mädchen kennen: Cecily. Als er mittels einer experimentellen Operation, wieder Sehen lernt, stellt er sich die Frage, ob sein Leben nicht vorher besser war.

    Die Geschichte ist komplett aus Wills Perspektive geschrieben, was ich sehr gelungen finde. Sein ehrlicher und trockener Humor hat mich direkt begeistert. Er geht mit seinem Handicap sehr natürlich um, hat aber auch Spaß daran, andere in unangenehme Situationen zu bringen. Vorurteile nimmt er mit Witz und kämpft dagegen an. Das ist sehr inspirierend zu lesen und auch als Sehende erhoffe ich mir, etwas von Wills Selbstvertrauen mitzunehmen.

    Vielmehr hat mich allerdings nachhaltig beeindruckt, wie die Alltagsprobleme einer sehbehinderten Person erklärt werden. Vor allem Aspekte wie die Extrema von zu viel oder zu wenig Unterstützung durch andere waren beklemmend zu lesen. Hier ist der Leser gezwungen, sich und sein Verhalten gegenüber Blinden zu reflektieren. Dies stimmt nachdenklich und hat auch Auswirkungen auf das reale Leben nach der Lektüre, was mir bei einem Buch immer gut gefällt.

    Besonders interessant war es auch, von Situationen zu erfahren, die man sich als sehende Person vielleicht spontan gar nicht als besonders problematisch für Sehbehinderte vorstellt: Elektroautos, Aufzüge oder Drehtüren beispielsweise. Der sehende Leser wird hier in eine Welt eingeführt, die zwar vollkommen unsere ist, aber aus einer ganz neuen Betrachtungsweise geschildert.

    Es wird sehr gefühlvoll beschrieben, wie Will hin und her schwankt zwischen seinem Wunsch, sehen zu können und den möglichen Nebenwirkungen einer Operation. Auch als sehender Mensch stellt man sich die Frage, wie man sich entscheiden würde, kann dies naturgemäß aber niemals vollständig beantworten.

    Absolut faszinierend waren die Beschreibungen dessen, was Will dann nach der Operation tatsächlich sieht. Farben und Formen, Tiefenwahrnehmung und den Begriff der Perspektive sind für sehende Menschen absolut natürlich und es erscheint unvorstellbar, dass man dies einmal lernen musste (außer Farben und Formen als Kleinkind). Hier merkt der Leser, wie umfassend Josh Sundquist recherchiert hat. Dies hat mich positiv überrascht, denn bei einem Jugendbuch habe ich so etwas nicht erwartet.

    Zusammenfassend ist es dem Autor gelungen, diese fremde Welt für den sehenden Leser absolut greifbar zu machen. Will ist in seinen Wünschen und Gedanken immer sehr authentisch. Eine inspirierende Geschichte darüber, keine Vorurteile zu haben, sich zu akzeptieren, wie man ist und niemals aufzugeben. Daher 5 von 5 Sternen.

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    kitty_montamers avatar
    kitty_montamervor 2 Monaten
    Kleinere Schwächen


    Mir hat es gefallen, dass Will selbst zu Wort kommt und uns durch die Geschichte leitet. Er beschreibt, wie es ihm geht und ist dabei ab und zu ziemlich lustig, indem er sein Gegenüber mit Witzen über Blinde auf die Schippe nimmt. Seine Gefühlswelt kam bei mir an und auch seine Handlungen konnte ich nachvollziehen.
    Der Autor hat die Schwierigkeiten des Blinden sehr gut umgesetzt. Man konnte sich als Leser gut in den Jungen  und in seinen Alltag hineinversetzen.
    Aber auch die Nebenfiguren sind ziemlich gut getroffen. Die Clique, zu der Will schon bald angehört, hält zusammen wie Pech und Schwefel. Sie sind füreinander, also auch für Will da. Vorurteile gegen Wills Behinderung gab es zu keiner Zeit, was ich wirklich großartig fand.

    „Das ist sehistisch, Cecily. Anzunehmen, dass blinde Menschen kein erfülltes Leben haben können, […] Ich erlebe nicht weniger Sinneseindrücke als du. Nur andere.“

    Das Geheimnis rund um Cecilys Aussehen bewirkt einen kleinen, aber feinen Spannungsbogen, der stets auf demselben Level bleibt. Wirkliche Ausschläge nach oben waren leider nicht vorhanden und auch das Tempo hat mir etwas gefehlt.
    Im Verlauf der Geschichte bemerkt man nicht nur, wie die Figuren immer weiter zusammen wachsen. Insbesondere Will und Cecily kommen sich immer näher. Ihre Beziehung vertieft sich eher still und leise. Man bekommt es gar nicht richtig mit, was ich aber als sehr angenehm empfand, dennoch ist sie stets präsent.
    Man bemerkt auch, wie gut der Autor recherchiert hat. Viele Dinge waren mir überhaupt nicht klar. Bei näherer Überlegung allerdings logisch. Es war für mich interessant zu lesen, wie ein blinder Mensch auf bestimmte Situationen reagiert. Was  dieser als hilfreich, und was als aufdringlich empfindet.
    Die Geschichte lässt sich allgemein sehr gut und flüssig lesen, was ich sehr begrüßt habe. Besonders die Abschnitte, in denen es darum ging, ob Will nun sein Augenlicht bekommen würde, oder nicht, haben mir sehr gut gefallen. Wie es am Ende ausging, werde ich jetzt natürlich nicht verraten. Nur so viel: Ich mochte das Ende sehr, denn es rundet die gesamte Geschichte sehr gut ab. Insbesondere die Botschaft, die „Liebe und der erste Blick“ übermittelt, hat mir außerordentlich gut gefallen und ist auch komplett bei mir angekommen: Nicht die Schönheit entscheidet wen wir lieben die Liebe entscheidet wen wir schön finden

    Fazit:
    „Liebe und der erste Blick“ erzählt Wills Geschichte mit sehr viel Gefühl. Es wird gut auf das Thema „Blindheit“ eingegangen und auch die süße Liebesgeschichte hat mir gefallen. Ich hätte mir jedoch stellenweise etwas mehr Spannung und auch ein höheres Tempo gewünscht.
    Alles in allem kann ich aber sagen, das ich mich gut unterhalten gefühlt habe.

    © www.booksandfamily.de

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    NiWas avatar
    NiWavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine nette Liebesgeschichte mit einem blinden Jungen, der die Welt für sich entdeckt und die ich durchaus weiterempfehlen kann.
    Schlussendlich eine nette Liebesgeschichte

    Wills erster Schultag könnte besser nicht sein: er greift einem Mädchen unabsichtlich an die Brüste und setzt sich in der Mittagspause bei jemanden auf den Schoß. Dabei wollte er allen beweisen, dass er es als blinder Junge genauso gut in einer normalen Schule schaffen kann.

    Will ist seit Geburt an blind und ist bisher auch an eine Blindenschule gegangen. Doch er möchte sich selbst und seinen Eltern beweisen, dass er es auch an einer regulären Schule schaffen kann und setzt sich durch. Schon am ersten Tag tritt er in das eine oder andere Fettnäpfchen, wobei ihm nicht alle davon sofort bewusst sind.

    Protagonist Will ist ein ziemlich selbstironischer Typ, der sich durch's Leben kämpft. Mit seiner Blindheit geht er gut um, immerhin hat er es nie anders gekannt. Doch die neue Schul-Umgebung gibt ihm dann doch zu knabbern, weil er nun mit sehenden Mitschülern mithalten muss.

    Nachdem er sich im neuen Umfeld einigermaßen eingelebt und sogar Freunde gefunden - die Schoßgeschichte - hat, wird ihm eine innovative Operation vorgeschlagen. Sie wird ihm das Augenlicht geben und ihm die Welt der Sehenden sowie ihre Geheimnisse eröffnen. Daraufhin erkennt Will, dass er beinhart angelogen wurde und sein Mädchenschwarm Cecily gar nicht so gut aussieht.

    Allein die Inhaltsbeschreibung nimmt schon einiges von dieser Liebesgeschichte vorneweg, was sich im Lauf des Romans zu entwickeln gedenkt. Doch richtig packend ist gar nicht der Handlungsverlauf, sondern Wills schwarze Welt, in die der Autor einen Einblick gibt.

    Wills Leben mit Blindheit ist exzellent beschrieben und der Autor zeigt, wie gut sich blinde Menschen zurechtfinden können. Eingangs erzählt Will, was oft nicht alles passiert, wenn ihm sehende Menschen zur Hand gehen wollen, und wie unhöflich es ist, wenn man einem Blinden ins Ohr schreit. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie sich Will in seiner Umgebung zurechtfindet, woher er weiß, wo er gerade ist und was um ihn herum geschieht, und dass er trotz seiner Behinderung zu einem normalen Leben fähig ist.

    Der Roman wird aus Wills Perspektive in Ich-Form erzählt und hier ist dem Autor Bemerkenswertes gelungen. Obwohl Will nicht sieht und von seinem Umfeld, den Menschen und den Ereignissen aus seiner Sicht erzählt, konnte ich mir das gesamte Geschehen lebhaft und farbenfroh vorstellen.

    Besonders gut hat mir gefallen, dass die Ängste der Eltern blinder Kinder einbezogen werden. Will muss sich bei vielen Entscheidungen mit seiner Mutter messen, weil sie immer nur das Beste für ihren Sohn will. Diese kleinen Machtkämpfe hatten den Anstrich einer Übermutter, die mit ihrer überbordenden Sorge ihr Kind erstickt. Im Lauf der Handlung und gerade am Ende hat ihr Verhalten durchaus nachvollziehbar und schlüssig gewirkt.

    Außerdem ist die Liebesgeschichte zwischen Will und Cecily zentral, die sich nach wenigen Seiten zu entwickeln beginnt. Sie werden rasch Freunde und verbringen viel Zeit miteinander. Bald wird aber klar, dass Cecily nicht so gutaussehend ist, wie Will denkt.

    Die Liebesgeschichte war für mich nett und gehört im Teenie-Alter wohl dazu. Für die Handlung an sich wäre sie meiner Meinung nach gar nicht notwendig gewesen, weil es auch so eine sehr interessante Erzählung war. Den Makel von Cecilys Aussehen hat’s für mich wirklich nicht gebraucht, das war mir einen Hauch zu viel. Natürlich spielt der Autor damit auf das Vertrauen blinder Menschen und die Ehrlichkeit ihres sozialen Umfelds an, aber vielleicht hätte man das auf andere Art, ein bisschen subtiler, lösen können.

    Dennoch war die Geschichte in sich rund, schlüssig und gut zu lesen. Gerade Wills Selbstironie und sein lockerer Umgang mit seiner Blindheit hat dem Roman viel Elan gegeben. Ich konnte mich in seine Bedenken einfühlen und habe gern mit ihm gemeinsam den Schritt auf eine normale Schule gewagt.

    Schlussendlich ist „Liebe und der erste Blick“ eine nette Liebesgeschichte mit einem blinden Jungen, der die Welt für sich entdeckt und die ich durchaus weiterempfehlen kann. 

    Kommentare: 7
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    FrauPfeffertopfs avatar
    FrauPfeffertopfvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine insgesamt sensible und gefühlvolle Geschichte, die eine andere Perspektive des Sehens eröffnet
    Über die Bedeutung "zu sehen"

    Der 16-jährige Will Porter besuchte sein ganzes Leben Internate und Sommercamps für blinde und sehbehinderte Kinder, doch nun möchte Will die High-School in seiner Heimatstadt Toano in Kansas abschließen - etwas, womit seine umsorgende Mutter gar nicht einverstanden ist. Wills erster Tag in der öffentlichen Schule verläuft eher katastrophal: So tastet er ein Mädchen im Treppenhaus ab oder lässt sich in der Cafeteria auf dem Schoß eines Schülers nieder. Gerade als er beginnt Fuß zu fassen, verliebt er sich in ein Mädchen namens Cecily und eine lebensverändernde Chance wird ihm zuteil. In dem Krankenhaus, in dem Wills Vater tätig ist, wird eine experimentelle Operation zur "Heilung" von Blindheit durchgeführt, welche natürlich mit Risiken verbunden ist. Bei erfolgreicher Implantation muss Will lernen, Aufgaben zu erfüllen, die seine Augen und sein Gehirn noch nie zuvor ausgeführt haben, um all die ungewohnten und überwältigenden visuellen Eindrücke richtig wahrzunehmen und zu verarbeiten.

    Die Welt durch Wills Sinne zu erleben und ein Gefühl davon zu bekommen, wie es sein könnte, von Geburt an blind zu sein, war beeindruckend und manchmal auch bewegend. Der Autor beschrieb Wills Umgebung und wie seine Tage verliefen, auf eine erstaunliche Weise ohne jemals Worte aus der Perspektive des Sehens zu verwenden. Als Will schließlich sein Augenlicht zurückgewinnt, wird deutlich, wie viel wir doch für selbstverständlich halten, zum Beispiel das Lernen von Tiefenwahrnehmung und Perspektive oder was Farben sind. Ich gewann eine ganz eigene neue und einzigartige Perspektive des Lesens. Zudem gefiel mir Wills Ansichten über Rassismus oder Schönheit. Als dieser endlich zum ersten Mal seinen afroamerikanischen Freund erblickt, kommentiert er, dass er angesichts all der geführten Kriege, Gräueltaten und des Hasses wegen unterschiedlicher Hautfarben einfach "mehr" erwartet hätte. Der Kontrast sei offensichtlich, aber der Unterschied marginal. Worum geht es also? Eine gute Frage. Ebenso sei es dumm, dass wir unsere Vorstellung von Schönheit auf die unbeständige Meinung der Gesellschaft gründen. Da er nie mit Bildern von idealer Schönheit konfrontiert wurde, ist es ihm egal, wie seine große Liebe aussieht. Er liebt alles an ihr, innerlich und äußerlich. Natürlich gibt es aber auch diverse Konflikte in der Geschichte. (- Spoiler- : So zornig wie Will über den Kommentar seiner Mutter über das "entstellende" Muttermal Cecilys ist, ist er ebenso enttäuscht, darüber, dass Cecily ihn verschwiegen hat, dass sie sehr genau weiß, wie es ist schikaniert zu werden, sich zu schämen und verstecken zu wollen. Er interpretiert Cecilys "Geheimnis" als Ausnutzung seiner Blindheit, damit sie sich selbst besser fühlen konnte. Hier projiziert er zu leicht von sich auf andere, denn er selbst ließ am ersten Schultag seine Sonnenbrille daheim, um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. So versuchten beide verzweifelt sich in ihr Umfeld hineinzupassen, sich nicht durch einen angeborenen Zustand definieren zu lassen, den sie nicht selbst gewählt haben . DIese "Andersartigkeit" definiert einen Menschen jedoch nicht im Ganzen und in allen Facetten. Statt Nachsicht, reagiert er auf eine sehr kindische Art und Weise, was wirklich in eine übertriebene Dramatik ausufert (das sog. "Teenie-Drama" lässt grüßen) und der Geschichte so ein wenig den Glanz nimmt. Doch diese Wendung hält lediglich ein paar Seiten, sodass man darüber hinweg sehen kann (- Spoiler Ende-).

    Etwas nervig fand ich dagegen die jugendlichen Mikoragressionen in der alltäglichen Kommunikation der männlichen Charaktere. Diese passen nicht zu dem ansonsten sehr sensiblen Schreibstil des Autors, mit dem Wills Sehbehinderung behandelt wird. Auch das Thema sexuelle Belästigung wird ein wenig heruntergespielt, wenn die körperliche Behinderung einem das Privileg beschert, "aus Versehen" Menschen zu betatschen.

    Die teils unangebrachten Witze bringen der Geschichte einen Punkt Abzug, denn diese haben mich wirklich gestört. Alles in allem zeigt sich jedoch die enorme Menge unternommener Forschungen über Sehbehinderungen sowie eine sorgfältige Skizzierung der Geschichte. Für mich zählte auf jeden Fall das Herz in der Geschichte, wie wir miteinander und unserer Umwelt in Beziehung stehen, das neue Verständnis von Sehvermögen und die Bedeutung "zu sehen".

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    Caterinas avatar
    Caterinavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr schöne kurzweilige Geschichte.
    eine harmonische Geschichte mit sympathischen Charakteren

    Meine Meinung zum Buch

    Gestaltung: In der Menge wäre mir das Buch vermutlich nicht aufgefallen. Umso glücklicher bin ich, dass ich dieses für mich entdeckt habe. Obwohl ich das Cover recht einfach gehalten finde, greift es dennoch die Thematik des Buches auf und ist so umso passender und schöner gestaltet. Viel mehr überzeugte mich aber der Klappentext, der mir eine sehr berührende Geschichte versprach. So freute ich mich wirklich sehr auf diese.


    Einstieg:  Der Leser wird förmlich in das Geschehen hineingeworfen und befindet sich an der Seite von unseren Protagonisten Will. Dieser erlebt seinen ersten Tag an einer "normalen" Schule. Für Will ist das etwas ganz besonderes, denn er ist seit seiner Geburt blind, möchte aber trotzdem so normal wie es geht sein. Der Einsteig gefiel mir wahnsinnig gut. Gerade im Hinblick auf Will. Ich fand ihn von Anfang an sympathisch. Ebenso trug auch Josh Sundquist selbst seinen Teil dazu bei, warum ich mich auf Anhieb wohlfühlte. Denn Erzähltechnisch konnte mich der Autor sehr schnell für sich gewinnen.

    Charaktere: Für seine Geschichte wählte der Autor die personale Ich-Perspektive aus Wills Sicht. Hier hätte auch gar keine andere Sichtweise gepasst, da sonst die Situation von Will nicht so eindrucksvoll rüber gekommen wäre. Will war für mich von Beginn an ein sehr starker Protagonist. Durch seine Gedanken- und Gefühlswelt konnte ich mich wunderbar mit ihm verbinden und das Leben eines Blinden quasi aus seiner "Sicht" erleben. Und das hat der Autor für mich sehr eindrucksvoll dargestellt. Will ist jemand, der sich durch seine Erblindung nicht unterkriegen will und trotzdem ein normales Leben führen möchte mit Spieleabenden, Fahrrad fahren und natürlich dem Besuch einer normalen Schule. Diese Zielstrebigkeit und Willensstärke gefiel mir an diesem Protagonisten wahnsinnig gut. Aber nicht nur Will selber ist so greifbar dargestellt, sondern auch Cecily oder Whitford, Nick oder Ion. Ebenso die Eltern von Will fand ich sehr gut ausgearbeitet.

    Handlung: Der Plot, den Josh Sundquist hier geschaffen hat, ist sehr spannend zu verfolgen, auch wenn die Handlung an sich recht ruhig von statten geht. So geht es natürlich in erster Linie darum, wie Will seinen Alltag als blinder Schüler meistert. Hier merkte ich beim Lesen ganz stark, wie viel Recherche in diesem Buch stecken muss, um Wills Leben so authentisch und so glaubhaft darzustellen. Dafür ziehe ich meinen imaginären Hut. Auch die Freundschaft zwischen Ion, Whitford, Nick und natürlich Cecily zu Will gefiel mir sehr gut. Dass sich plötzlich mehr zwischen Will und Cecily entwickelt, ist beinahe abzuwarten. Trotzdem fand ich den Werdegang bis dahin total schön zu verfolgen. Ebenso die Augenoperation, die Will das Sehen ermöglicht, wird immer präsenter und ich verfolgte ganz gespannt, welche Auswirkungen diese für Will und seine Freunde hat.

    Schreibstil: Harmonisch ist das erste Wort, was mir zum Schreibstil von Josh Sundquist einfällt. Denn der Autor schuf in diesem Buch eine Unbeschwertheit und Harmonie, die mich durch die Seiten fliegen ließ. Ganz besonders lobenswert ist jedoch, wie der Autor die Erblindung von Will darstellt. Josh Sundquist hat es geschafft, die Welt der Blinden so überzeugend zu zeigen, dass eben nicht optische Details, sondern das Wahrnehmen der anderen Sinneseindrücke im Vordergrund stehen. So legte er eher Wert darauf zu beschreiben, wie sich etwas anfühlt ect. Und das macht das Buch noch authentischer.


    Mein Urteil

    Josh Sundquist greift in seinem Buch "Liebe und der erste Blick" eine Thematik auf, die vermutlich sehr schwer zu greifen bzw. darzustellen ist. Denn wie will man als Sehender eine Welt beschreiben, wie sie ein Blinder wahrnimmt? Für mich hat dies der Autor sehr überzeugend dargestellt. Es ist eine sehr ruhige Geschichte mit einem total sympathischen Charakter und einer Unbeschwertheit, die einen zügig voranschreiten lässt. Ein Buch, das dazu einlädt kurzweilig dem Alltag zu entfliehen. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten.






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    spozal89s avatar
    spozal89vor 4 Monaten
    Und plötzlich kannst du sehen

    Anhand des Klappentextes und der bisher positven Rezensionen, hatte ich mir ein sehr starkes und gefühlvolles Buch erhofft. Immerhin handelt die Geschichte von einem sehr bewegenden Thema.

     Ein Junge - Will - der von Geburt an blind ist, kommt neu in eine Schule und verliebt sich prompt in Cecily. Sie unternehmen viel gemeinsam und fühlen sich sehr verbunden. Will weiß aber nicht, das Cecily nicht die klassische Schönheit ist, da er sie ja nicht sieht. Durch eine neuartige Operation, wird Will die Chance geboten, sehen zu können. Doch was wird sich alles verändern, sobald Will etwas sehen kann? Und wird er Cecily anders wahrnehmen als bisher?

    Leider wurde ich das ganze Buch über mit Will nicht warm. Mir war er total unsympatisch und ich fand ihn mega motzg. Klar hat er kein leichtes Leben durch seine Behinderung, aber muss man deswegen so zynisch und miserablen zu anderen Leuten sein? Cecily hingegen war mir durchaus sympatisch und ich hab verstanden, wieso sie Will nichts von ihrem "Makel" verraten hat. War mir nicht ganz klar, wieso Will da so extrem darauf reagiert hat. Das Ende fand ich, hat zumindest ein wenig meine Meinung über Will geändert.

    Die Infos über Blindheit und wie ein Leben eines Blinden aussieht fand ich interessant und auch die Infos zur Operation. Aber irgendwie kamen beim Lesen nicht viele Emotionen bei mir rüber. Daher vergebe ich nur drei Sterne.

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    miahs avatar
    miahvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Gefühlvolle und wunderbar geschriebene Geschichte über einen blinden Jungen, allerdings recht kurzweilig, daher perfekt für zwischendurch!
    Liebe und der erste Blick

    Inhalt:
    Will ist von Geburt an blind. Nach einem Zwischenfall in seiner Kindheit entscheiden seine Eltern, dass er auf ein Internat für Blinde soll. Mittlerweile ist Will ein Teenager und wagt den Schritt auf eine normale Schule. Schnell findet er Freunde. Besonders Cecily hat es ihm angetan. Doch irgendetwas scheinen ihm aller über sie zu verschweigen.

    Meine Meinung:
    Erstmal finde ich, dass der Klappentext zu viel verrät. Die besagte Operation, die Wills Leben auf den Kopf stellt, kommt erst ab etwa der Mitte des Buches überhaupt zur Sprache. Am Anfang geht es hauptsächlich darum, wie Wills Alltag in der neuen Schule aussieht. Er ist der einzige Blinde und wird mit Problemen konfrontiert, die Sehenden nicht sofort in den Sinn kommen.

    Will ist ein sympathischer Junge mit viel Humor und Charme. Er kam blind zur Welt, er kennt es also nicht anders. Es wird sehr schön beschrieben, wie sein Alltag aussieht und mit welchen Hilfsmitteln er in der Welt der Sehenden zurechtkommt. Die neue Schule stellt ihn vor einige Herausforderungen. Auch für seine Mitschüler ist es erstmal ungewohnt. So antworten sie ihm zum Beispiel nicht, als er fragt, ob der Stuhl noch frei wäre. Trotzdem räumt er auch mit Vorurteilen auf oder spielt mit ihnen.

    Dennoch gibt es einige Schwierigkeiten. Wenn Sehende ihm etwas beschreiben, ist es für ihn sehr schwer. Sie verwenden einfach oft Vergleiche mit anderen Gegenständen, die Will sich trotzdem nicht vorstellen kann, da er noch nie etwas gesehen hat. Die einzige Ausnahme bildet Cecily. Sie versucht Will Kunst nahezubringen, was ihr auf sehr eindrucksvolle Art und Weise auch gelingt. Sie schafft es, Beschreibungen zu finden, mit denen Will etwas anfangen kann.

    Ab der Hälfte des Buches geht es um die Operation, die Wills Leben verändern kann. Ich fand es gut, dass er erstmal daran zweifelte und auch sein Vater sich offen dagegen ausspricht, weil ihm die Risiken zu groß sind. Es wäre zu einfach gewesen, hätte Will sofort in die OP eingewilligt. Dass er sich letztendlich dafür entscheidet, verrät ja leider schon der Klappentext. Allerdings hat es mir sehr gut gefallen, wie Will danach gekämpft hat. Das hätte aber durchaus auch noch ein bisschen länger dauern können, um realistischer zu wirken.

    Ob die Operation am Ende vollständig geglückt ist oder nicht, bleibt offen. Das mochte ich sehr. Denn letztendlich ging es gar nicht darum. Der menschliche Aspekt stand viel mehr im Vordergrund, besonders die Beziehung zwischen Will und Cecily. Beide haben ihr Leben lang mit Vorurteilen und Mobbing zu kämpfen, aber das Miteinander macht sie stark.

    Die Reise, die Will gegen Ende unternimmt, hätte ich mir auch ausführlicher gewünscht. Insbesondere wenn man bedenkt, was sie für Will bedeutet, denke ich, dass der Autor hier mehr Seiten hätte investieren können. So wurde es irgendwie zu einem kurzen Abenteuer.

    Sehr gut gefallen hat mir, dass der Autor sehr viel Recherche für dieses Buch betrieben hat. Er hat Fachliteratur zum Thema bearbeitet und Experten befragt, um eine gewisse Authentizität zu erreichen. Ich finde, das ist ihm gelungen. Um das Ganze noch Realistischer zu machen, hätte die Geschichte länger sein müssen.

    Insgesamt ist es eine schöne Geschichte, die allerdings recht kurzweilig ist. Sie lässt sich sehr schnell lesen, da der Schreibstil durchgehend locker und flüssig ist.

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    Fornikas avatar
    Fornikavor 4 Monaten
    Nette Geschichte mit ernstem Hintergrund

    Will ist von Geburt an blind und hat sein bisheriges Leben v.a. in einem Internat für Blinde verbracht. Jetzt will er endlich ein „normales“ Leben führen und geht auf eine öffentliche Schule. Doch direkt an Tag eins tappt er unbeabsichtigt in ein Fettnäpfchen und beschämt seine Mitschülerin Cecily. Trotz allem werden die beiden dicke Freunde. Als Will jedoch die Chance erhält, sein Augenlicht durch eine experimentelle OP zu erlangen, ändert sich plötzlich alles.

     Ich bin eigentlich kein großer Jugendbuchleser und nur zufällig an dieses Buch geraten. Umso erstaunter war ich dann, dass mir die Geschichte recht gut gefallen hat. Eine kurzweilige Geschichte über einen sehr sympathischen Teenie, der als humorvoller Ich-Erzähler fungiert. Will mochte ich wirklich gerne, aber auch seine Freunde und speziell Cecily haben mir gut gefallen. Der Autor vermittelt auf sehr lockere Art erstaunlich viel Wissen zum Thema Sehen, Alltag als Blinder, operative Möglichkeiten etc. Die Handlung selbst ist etwas einfach gestrickt, hat aber trotzdem einige Highlights. Gerade Cecilys Art mit Will Behinderung umzugehen, hat mir sehr imponiert. Sie versucht ihm Kunst und Fotografie nahe zu bringen, erklärt ihm vieles auf derart einfache aber geniale Art, dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass das für einen Sehbehinderten hilfreich ist. Manches ist sicherlich vereinfacht oder auch nicht ganz realistisch (warum ist Cecily beispielsweise der erste Mensch in 16 Jahren, der Will all das erklärt?), aber das war relativ gut zu verschmerzen. Der „dramatische“ Höhepunkt war mir etwas zu überzogen, passt aber für das Genre ganz gut. Insgesamt eine nette Geschichte, die unerwartet viel Tiefgang hat und mich gut unterhalten hat.

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    Leseeule96s avatar
    Leseeule96vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr süße Geschichte für zwischendurch! Auch wenn ich den einen oder anderen Kritikpunkt habe.
    Ganz nett für zwischendurch

    Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Nochmals vielen Dank dafür!

    Will ist 16 und seit seiner Geburt blind. Sein bisheriges Leben hat er auf einem Internat für Blinde verbracht und nun geht er das erste Mal auf eine ganz normale Schule. Er gewöhnt sich schnell ein, findet neue Freunde, die ihn so akzeptieren wie er ist und verliebt sich zum ersten Mal. In Cecily. Dann bietet sich ihm eine Chance, mit der er niemals gerechnet hätte: eine OP, nach der er die Möglichkeit hat, endlich sehen zu können. Natürlich gibt es einige Risiken, aber er entscheidet sich trotzdem für die Operation. Aber ist die Welt wirklich so viel besser, wenn man sehen kann? Oder war Wills Blindheit vielleicht sogar ein Geschenk?

    Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich daher schnell lesen. Da es auch nicht sehr dick ist, habe ich es mehr oder weniger innerhalb von einem Rutsch durch gelesen.

    Ich habe mich während dem Lesen mit dem Thema Blindheit beschäftigt. Was heißt es eigentlich, blind zu sein? Was ist das für eine Herausforderung? Und vor allem dann noch der Unterschied: erblinden oder von Geburt an blind sein. Ersteres finde ich noch viel, viel schlimmer. Denn wenn man schon immer blind war, kennt man es ja gar nicht anders und Menschen, wie auch Will können sich damit gut arrangieren und trotzdem relativ normal leben. Das finde ich richtig beeindruckend.

    Wills Weg zu verfolgen, sowohl blind auf einer normalen Schule, als auch nach seiner Operation hat mir gut gefallen. Seine Entwicklung hat mir gefallen und auch wenn dem Buch mehr Tiefe gut getan hätte, hat es mich gut unterhalten.

    Aber einen Kritikpunkt habe ich, der mir das Buch zum Ende hin leider richtig mies gemacht hat. Nämlich gibt es eine Art Missverständnis zwischen Cecily und Will, weshalb Will total sauer ist und den Kontakt zu Cecily kurzzeitig abbricht. Diese Reaktion fand ich dermaßen unnötig und überzogen. Vor allem war diese Begründung in meinen Augen schwachsinnig. Also das hat mir echt nicht gefallen, weshalb das Buch leider ein paar Punkte verloren hat.


    Fazit:  Das Buch hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen und ich habe mich mal so richtig mit dem Thema Blindheit auseinander gesetzt. Für uns "sehende Menschen" ist es alles so unverständlich und schwierig zu verstehen. Ich kann mir zum Beispiel gar nicht vorstellen, wie es ist, von Geburt an blind zu sein und somit keinerlei Vorstellungen zu haben, wie irgendwelche Dinge aussehen. Ich habe mich also sehr mit dem Buch beschäftigt. Ich bin immer noch ein bisschen hin und her gerissen, wie ich diese Geschichte nun bewerten soll, denn eigentlich hat sie mir richtig gut gefallen, sodass ich 4 Sterne geben würde, aber einige Dinge, die zum Ende hin passieren haben mir das Buch wirklich ein bisschen kaputt gemacht. Daher gebe ich 3,5 Punkte.

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