Joshua Ferris

 3.3 Sterne bei 83 Bewertungen
Autor von Ins Freie, Wir waren unsterblich und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Joshua Ferris

Joshua Ferris geboren 1974 in Illinois, aufgewachsen in Key West, lebt heute in Brooklyn. Er studierte Philosophie und Englisch an der Universität von Iowa und der UCI. Seine Storys erschienen unter anderem in der Anthologie Best American Voices 2005. «Wir waren unsterblich» ist sein erster Roman. Er wurde bereits vor dem Erscheinen in den USA in zahlreiche Länder verkauft.

Neue Bücher

Männer, die sich schlecht benehmen
Neu erschienen am 01.10.2018 als Hardcover bei Luchterhand.

Alle Bücher von Joshua Ferris

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Joshua FerrisIns Freie
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Ins Freie
Ins Freie
 (38)
Erschienen am 10.09.2012
Joshua FerrisMein fremdes Leben
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Mein fremdes Leben
Mein fremdes Leben
 (10)
Erschienen am 12.09.2016
Joshua FerrisMänner, die sich schlecht benehmen
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Männer, die sich schlecht benehmen
Männer, die sich schlecht benehmen
 (0)
Erschienen am 01.10.2018
Joshua FerrisIns Freie: Roman
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Ins Freie: Roman
Ins Freie: Roman
 (0)
Erschienen am 28.02.2013
Joshua FerrisIns Freie
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Ins Freie
Ins Freie
 (2)
Erschienen am 30.08.2010
Joshua FerrisWir waren unsterblich
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Wir waren unsterblich
Wir waren unsterblich
 (24)
Erschienen am 02.05.2011
Joshua FerrisThen We Came to the End
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Then We Came to the End
Then We Came to the End
 (3)
Erschienen am 06.03.2008
Joshua FerrisThe Unnamed
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The Unnamed
The Unnamed
 (4)
Erschienen am 27.01.2011

Neue Rezensionen zu Joshua Ferris

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Babschas avatar

Rezension zu "Wir waren unsterblich" von Joshua Ferris

Marketingmischmasch
Babschavor 8 Monaten


Abgebrochen nach einem Drittel. Wieso? Weil mich die überkandidelten Figuren einer in Auflösung befindlichen Chicagoer Werbeagentur irgendwann nur noch angenervt haben. Anstatt eine sich nach vorne entwickelnde story zu liefern lässt der Autor hier einen namenlosen, dort arbeitenden Marketingnachwuchsmann ohne jede erkennbare Struktur aus dem Büroalltag der ihn umgebenden Kollegen und Vorgesetzten erzählen. Und das ausschließlich in der ersten Person Plural, er selbst tritt nie in Erscheinung, alles ist eine inhomogene Masse aus Gelangweilten, Nervbolzen, Hybriden, Ängstlichen, Neidischen, Missgünstigen, Großkotzigen, Büroklatschtanten. Wir haben dies, wir meinen das, wir tun jenes. Kann man als Autor so machen, aber irgendwann muss sich die Geschichte mit Ausnahme des einzigen roten Fadens, nämlich dass es mit der Firma sukzessive bergab geht und die Belegschaft durch plötzliche Entlassungen seitens der Partner kontinuierlich ausgedünnt wird, auch mal weiter bewegen. Teilnahmslos blickt man als Leser auf eine Truppe so eingebildeter wie unsympathischer Werbefachleute, die sich gegenseitig permanent beobachten und ans Leder gehen. Das braucht man nicht zu lesen, das kennt man aus dem deutschen Büroalltag zur Genüge.



Extrem selten, dass ich ein Buch nicht zu Ende bringe, aber hier war die Luft direkt komplett raus. Und Lesezeit ist eben auch extrem wertvoll.

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Bluesky_13s avatar

Rezension zu "Ins Freie" von Joshua Ferris

Wo will er denn hin und kommt er wieder?
Bluesky_13vor einem Jahr

INHALT:

Tim war unterwegs nachhause, zu seiner wunderbaren Frau Jane. Als er im Taxi saß, wurde ihm bewusst, was er alles verlieren würde.

Sein Haus, die Einrichtung und was ihn am meisten schmerzte, seine Familie.

Jane hatte ihn so früh nicht erwartet und auch nicht so verwirrt.

Sie war im Schlafzimmer und dort ging er auch hin, als er sein Jacket zu zerreißen begann. Da fragte ihn Jane dann sehr besorgt, was denn los ist.

Tim sagt nur „ Es ist wieder so weit“, und Jane wusste sofort Bescheid.


Sehr widerwillig gab er sich seinen narkoleptischen Anfallen hin. Er konnte nichts dagegen tun, dieser Schlaf überwältigte ihn einfach nur. Kein Arzt konnte ihm sagen, was er hatte. Er hatte dann nur immer das Gefühl, er müsste laufen, laufen, laufen. Das war das gefährliche, denn irgendwann legte er sich dann irgendwohin und schlief.


Zwei Tage und Nächte bewachte und suchte Jane ihn, danach war es vorbei.

Er war sehr zuversichtlich und strahlte als nach zwei Tagen nichts mehr war.

Doch Jane holte ihn in die Realität zurück und sagte ihm, dass es so schon zweimal war.

Wann hörte das endlich auf?

Tim war schon bei so vielen Ärzten und er kam sich vor wie ein Versuchskaninchen, das wollte er nicht noch einmal durchmachen.

Jane war mit ihren Kräften fast am Ende.



MEINE MEINUNG:

Dieses Buch ist stellenweise etwas langatmig geschrieben.

Da ist es meiner Meinung nach zu viel detailliert über Dinge, die nicht zwingend wichtig sind.

Verschiedene Abschnitte wiederholen sich kurz.

Die Geschichte an sich ist nicht schlecht.


Es geht um einen Mann, der plötzlich einen extremen Bewegungsdrang verspürt und seine Beine wollen dann einfach nur laufen und danach schläft er ein, egal wo er sich befindet. Seine Frau sucht ihn dann, oder aber er ruft sie an und bittet sie, ihn wieder zu holen, egal zu welcher Uhrzeit.

Diese Situation ist für beide sehr extrem.


Das ist so eine Situation, die jeden von uns überfordern würde.

Der eine ist krank und kann sich nicht erklären und der andere ist mir der Überwachung und Abholung beschäftigt.

Das zehrt bei beiden an den Nerven. So wie eben dieser Tim, kann ich mir vorstellen, dass man dann den Selbstmordgedanken nahe ist und einfach nicht mehr weiter weiß.

Das Leben ist ja so kein Leben mehr.

Er merkt plötzlich, dass er Jane auf Dauer damit ebenfalls kaputt macht. Sie hat fast keinen Schlaf mehr und ihre Nerven liegen blank, wer will das seiner geliebten Frau schon antun? 

Man muss sich da schon sehr stark lieben, um solch eine Tortour mit dem Partner zu durchleben und vor allen Dingen durchzuhalten.


Dieses Buch macht uns sehr deutlich, dass ein Krankheit, eine sehr schlimme Krankheit, eine Beziehung auf eine extreme Belastungsprobe stellt. Sehr viele Beziehungen zerbrechen daran und mit der Beziehung auch die betroffenen Menschen. Das ist sehr traurig doch leider auch die unbarmherzige Wahrheit und auch Realität.


In diesem Buch wird die Frau durch die hohe Belastung Alkoholkrank und auch sie begibt sich in eine Klinik. Beide wagen einen Neuanfang, doch das Schicksal holt sie jäh ein.


Dieses Buch zeigt uns eine Familientragödie der besonderen Art.

Ich fand das Buch stellenweise etwas schwierig zu lesen und auch zu verstehen.

Dennoch ist das Buch vom Thema und von der Handlung her ein absolut gutes Buch.

Ein Thema über das man sich kaum wagt zu sprechen, geschweige denn zu schreiben.



Eure Bluesky_13

Rosi          

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Babschas avatar

Rezension zu "Ins Freie" von Joshua Ferris

on the road
Babschavor einem Jahr


Tim Farnsworth könnte eigentlich glücklich sein: Partner in einer angesehenen New Yorker Anwaltskanzlei, schickes Haus im Grünen, verheiratet mit einer intelligenten attraktiven Frau und Vater einer siebzehnjährigen Tochter. Wenn da nicht dieser unheimliche, sich jeder denkbaren medizinischen Diagnose entziehende Defekt in ihm wäre, der alle paar Jahre erneut durchbricht und die Familie in Angst und Schrecken versetzt. Während teils Monate andauernder Phasen muss sich Tim von jetzt auf gleich in Bewegung setzen und so end- wie ziellose Strecken zu Fuß ablaufen, bis er irgendwann vor Erschöpfung zusammenklappt und sich später bei seiner Frau meldet, die ihn dann dort abholt. Das Ganze ist naturgemäß nicht ungefährlich, da diese Exkursionen völlig spontan und meist ohne jeden Wetterschutz auch in besser zu meidende Gegenden erfolgen. Zumal die "Wanderungen" dann auch streckenmäßig immer länger werden und zu bleibenden gesundheitlichen Schäden führen.



Ferris baut in seinem Buch ein packendes verzwicktes Szenario auf, in dem eine klassische amerikanische Familie aufgrund einer völlig extremen und nicht steuerbaren Ausnahmesituation immer mehr aus den Fugen gerät. Dabei gelingt es ihm bis zum schicksalhaften Ende völlig glaubhaft und nachvollziehbar vor allem, die Ehe der Farnsworth`in eine unglaubliche Dynamik zu versetzen, in der die beiden Partner sich einerseits völlig nah und vertraut sind, gleichzeitig unter dem Damoklesschwert der alles überschattenden "Krankheit" jedoch immer mehr auseinander driften und in letzter Konsequenz das nackte Überleben bzw. das Sichergeben steht. Wie das alles im schicksalhaften Widerstreit elementarer Emotionen im permanenten Wechsel zwischen Annäherung und Abstoßung und unter zunehmendem Verlust jeder Bodenhaftung bei den Beteiligten abläuft, ist hier geradezu meisterhaft beschrieben und unbedingt lesenswert. Man frisst sich als Leser sozusagen durchs Buch und wird bis zum Schluss immer wieder aufs neue überrascht.



Hervorragendes Buch, abseits der Norm.   

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