Joshua Ferris

 3.4 Sterne bei 88 Bewertungen
Autor von Ins Freie, Wir waren unsterblich und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Joshua Ferris

Joshua Ferris geboren 1974 in Illinois, aufgewachsen in Key West, lebt heute in Brooklyn. Er studierte Philosophie und Englisch an der Universität von Iowa und der UCI. Seine Storys erschienen unter anderem in der Anthologie Best American Voices 2005. «Wir waren unsterblich» ist sein erster Roman. Er wurde bereits vor dem Erscheinen in den USA in zahlreiche Länder verkauft.

Alle Bücher von Joshua Ferris

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Buchformat:
Cover des Buches Ins Freie9783442743995

Ins Freie

 (40)
Erschienen am 10.09.2012
Cover des Buches Mein fremdes Leben9783442714100

Mein fremdes Leben

 (10)
Erschienen am 12.09.2016
Cover des Buches Männer, die sich schlecht benehmen9783630875606

Männer, die sich schlecht benehmen

 (2)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Ins Freie9783837176896

Ins Freie

 (2)
Erschienen am 30.08.2010
Cover des Buches Wir waren unsterblich9783499256394

Wir waren unsterblich

 (25)
Erschienen am 02.05.2011
Cover des Buches Then We Came to the End9780141035802

Then We Came to the End

 (3)
Erschienen am 06.03.2008
Cover des Buches The Unnamed9780141037240

The Unnamed

 (4)
Erschienen am 27.01.2011
Cover des Buches Then We Came to the End: A NovelB002RI92DE

Then We Came to the End: A Novel

 (1)
Erschienen am 06.03.2008

Neue Rezensionen zu Joshua Ferris

Neu

Rezension zu "Männer, die sich schlecht benehmen" von Joshua Ferris

Von Menschen und anderen Neurotikern
thursdaynextvor einem Jahr

Joshua Ferris erster Roman erhielt den Hemingway Foundation/PEN Award und wurde nominiert für die Shortlist des National Book Award, für seinen dritten Roman  gab es 2014 die Auszeichnung mit dem Dylan Thomas Prize und er war auf der Shortlist des Man Booker Prize.

All diese Meriten haben mich ebenso wie der Klappentext neugierig gemacht. Vielleicht lag es an meiner Erwartungshaltung, vielleicht sind Autor und Leserin nicht kompatibel, Ferris Geschichten über Einsamkeit, Verlassensängste und fehlende Kommunikation konnten mich genauso wenig erreichen wie seine beschädigten, teils misanthropischen Charaktere.

Außer Mitleid und Langeweile, wobei zweiteres überwog, lösten sie nichts in mir aus. Sei es die Dinnerparty, die dazu führte, dass eine Frau ihren Mann verlässt, der leitende Angestellte, der aus Einsamkeit und unerwiderter Schwärmerei das Büro der unerreichbar Angebeteten verwüstete, ausgelöst durch die verzweifelt ehrlichen Sprachnachrichten, die er des Nachts auf ihrer Mailbox hinterließ oder die Frau, die verzweifelt die erste neue Frühlingsbrise und damit ein anderes Leben als sie es führt erschnuppert, in Aktionismus ausbricht und ihr Leben hinterfragt, um dann alles beim Alten zu belassen. All diesen Menschen, die sich Gedanken machen um ihr Äußeres, ihre Beziehung, ihr Sein, sie alle auf der Suche nach Sinn, neurotisch und elend so beschreibt sie der Autor und das nicht schlecht, doch man kommt ihnen nicht nahe, gafft kurz in ihr Leben, hakt es ab. Handwerklich gut gemacht ohne Frage, aber blass und trübe liest sich das weg. Es fehlt mir hier der Wunsch innezuhalten, einwirken zu lassen und nachzudenken. So konnte mich „Männer die sich schlecht benehmen“ weder fesseln, noch zum Verweilen einladen und der Humor, die Komik, die sich aus diesen Menschen in Ausnahmesituationen, ergibt ist nicht die meine. Die Geschichte „Leben inmitten von Toten“, in der ein Amerikaner Prag besucht, vom Jetlag klagt und während seiner Stadtführung schwermütige, zynische Gedanken wälzt , in der Betrachtungen darüber was der Kapitalismus der Stadt und ihren Bewohnern angetan hat, fängt meinen Eindruck dieser Kurzgeschichtensammlung mit diesem Zitat ein:

„Die Welt macht – trotz der vielen Helden und Märtyrer – weiter wie gehabt. Stets aufs Neue dieselbe Scheiße. Warum war ich am Morgen überhaupt aufgestanden?“

Dies ist allen von Ferris Charakteren zu eigen. Sie hätten den Tag besser gemütlich im Bett verbracht, lesend, futternd und darüber nachdenkend, was ihnen missfällt, um dieses dann mit neuer Energie zu ändern, sich aufzumachen und offen zu sein für die Schönheiten unserer unperfekten, aber einzigen Welt.

So ist mein Problem mit diesem Buch wohl eher einer grundlegend unterschiedlichen Weltsicht, als jener des Autors zu zuzuordnen. Für andere Leser mögen diese Kurzgeschichten eventuell exakt den richtigen Stups geben um nachzusinnen, sich zu amüsieren und etwas für sich herauszuziehen.

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A

Rezension zu "Ins Freie" von Joshua Ferris

Ein Mann, der aus seinem Leben davonläuft ...
AngelikaRRvor einem Jahr

Joshua Ferris erzählt in "Ins Freie" eine intensive, eindringliche Geschichte von Selbstzerstörung, Selbsterhaltung, Liebe und Zugehörigkeit.

Tim Farnsworth, erfolgreicher New Yorker Anwalt, verlässt eines Tages unvermittelt sein Büro und läuft los.

Sein zunehmendes Laufbedürfnis entwickelt sich zum Zwang. Anfangs schafft er es, seine Frau Jane anzurufen und ihr seinen Standort durchzugeben. Sie holt ihn, meist zusammen mit ihrer Tochter Becka, an entlegendsten Plätzen ab. Seinen Partnern und Kollegen gegenüber begründet er seine Arbeitsausfälle mit einer angeblichen Krebserkrankung Janes.

Sein Laufzwang ist für Ärzte, Neurologen, Psychiater ein Rätsel. Selbst drastische Maßnahmen helfen nur vorübergehend.

Irgendwann ist klar, dass er weiter laufen wird. Als Jane tatsächlich an Krebs erkrankt, macht er es sich zur Aufgabe, sie vor ihrem Tod noch zu sehen...

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Rezension zu "Wir waren unsterblich" von Joshua Ferris

Marketingmischmasch
Babschavor 2 Jahren


Abgebrochen nach einem Drittel. Wieso? Weil mich die überkandidelten Figuren einer in Auflösung befindlichen Chicagoer Werbeagentur irgendwann nur noch angenervt haben. Anstatt eine sich nach vorne entwickelnde story zu liefern lässt der Autor hier einen namenlosen, dort arbeitenden Marketingnachwuchsmann ohne jede erkennbare Struktur aus dem Büroalltag der ihn umgebenden Kollegen und Vorgesetzten erzählen. Und das ausschließlich in der ersten Person Plural, er selbst tritt nie in Erscheinung, alles ist eine inhomogene Masse aus Gelangweilten, Nervbolzen, Hybriden, Ängstlichen, Neidischen, Missgünstigen, Großkotzigen, Büroklatschtanten. Wir haben dies, wir meinen das, wir tun jenes. Kann man als Autor so machen, aber irgendwann muss sich die Geschichte mit Ausnahme des einzigen roten Fadens, nämlich dass es mit der Firma sukzessive bergab geht und die Belegschaft durch plötzliche Entlassungen seitens der Partner kontinuierlich ausgedünnt wird, auch mal weiter bewegen. Teilnahmslos blickt man als Leser auf eine Truppe so eingebildeter wie unsympathischer Werbefachleute, die sich gegenseitig permanent beobachten und ans Leder gehen. Das braucht man nicht zu lesen, das kennt man aus dem deutschen Büroalltag zur Genüge.



Extrem selten, dass ich ein Buch nicht zu Ende bringe, aber hier war die Luft direkt komplett raus. Und Lesezeit ist eben auch extrem wertvoll.

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