Joshua Smith Henderson

 4.1 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Montana.

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Montana

Montana

 (31)
Erschienen am 12.02.2018

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Rezension zu "Montana" von Joshua Smith Henderson

4,0 von 5 SternenEindrucksvoller Roman über das soziale Elend am Rand der Gesellschaft
seekingzamoniavor 2 Monaten

Pete Snow ist Sozialarbeiter in Montana. In den teils sehr abgelegenen Städten und Orten versucht er engagiert und mit Herzblut, Kindern zu helfen.
Er wird konfrontiert mit Armut, Gewalt, Drogensucht, er sieht sich religiösen Fanatikern und NRA-Fans gegenüber, er erlebt die Schattenseiten der Menschlichkeit.
Denn um den Kindern zu helfen muss er an den Erwachsenen vorbei, die, die sich "Erziehungsberechtige" nennen.
Eines Tages taucht Benjamin in einer Schule auf, ein vollkommen vernachlässigter Junge - und Pete möchte ihm helfen. Benjamin nimmt in mit, in den Wald und die Wildnis, wo er mit seinem Vater Jeremiah, eine, religiösen Endzeitfanatiker, in kompletter Isolation lebt.
Pete lässt das Schicksal des Kindes nicht los, er versucht, mehr herauszufinden. Nach und nach deckt er mehr auf, kommt Jeremiah und seiner Geschichte näher ... um schliesslich das schreckliche Geheimnis zu lüften, das seine Familie umgibt. .
Auf dem Cover steht "Wer Tom Waits mag, wird dieses Buch lieben". Ja. Stimmt. Das ist ein Tom Waits Song. Nur ohne Musik und länger. Gleicher Tonfall, gleiche Verzweiflung, gleiches Grau.
Spannung und beklemmende Stille wechseln sich ab, das Buch zieht einen hinein in die Abgründe, die Pete aufdeckt. Es spielt Ende der 70er - und ist aktueller denn je. Die Probleme, die Themen, die Schicksale, alles ist alt und aktuell. Es war nicht neu, was man gelesen hat, teils durchaus stereotype Personen, denen man mit Pete zusammen gegenüber getreten ist. Das tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch, die Stimmung, die Henderson durch seinen sehr prägnanten Schreibstil hervorruft, die passt. Es gibt nicht viel zu lachen, und die Menschen, die wir kennenlernen, die kennen mehr schwarz als weiss. Nichts steuert auf ein Happy End zu, was es umso realistischer macht. Spannend, vielschichtig und lesenswert. .

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Rezension zu "Montana" von Joshua Smith Henderson

Ganz was anderes
AnjaArvor 5 Monaten

Dieses Buch ist kein gewöhnliches.Pete, der Sozialarbeiter, erlebt seinen alltäglichen Wahnsinn und nimmt den Leser mit.
Drogensüchtige, vernächlässigte, gewalttätige oder vergessene Kinder... Er kümmert sich um sie und hilft wo er kann. Doch seine eigene Familie bzw Tochter bleibt auf der Strecke.Er kann nicht allem gerecht werden.
Der Schreibstil des Autors hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Das was ich kritisiere ist der an einigen Stellen zu ausführliche Stil bzgl Beschreibungen etc, sowie
manchmal nicht nachvollziehbare Reaktionen der Protagonisten. Dies aber nur am Rande.Er zeigt die andere Seite von Amerika in der Dunkelheit, Armut etc herrscht. Es hat nichts mit demtollen Bild des Landes zu tun, was man so kennt.Es war spannend und unterhaltsam zu lesen.

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Jen_loves_reading_bookss avatar

Rezension zu "Montana" von Joshua Smith Henderson

War nichts für mich ...
Jen_loves_reading_booksvor 6 Monaten

Montana

von

Smith Henderson


Cover:

Das Cover empfand ich als sehr passend zum Thema des Buches.
Irgendwie einsam und trostlos, irgendwo am Ende der Welt.



Inhaltsangabe:

In den abgeschiedenen Tälern und nahezu undurchdringlichen Bergwäldern im Nordwesten von Montana ist der Sozialarbeiter Pete Snow unterwegs, um Kindern zu helfen.
Da gibt es Waffen- und Bibelnarren, drogensüchtige Mütter, gewalttätige Väter, aber vor allem die ganz normale Armut.
Als eines Tages Benjamin, ein halb wilder, vernachlässigter Junge, in Petes Stadt auftaucht, lernt er dessen Vater Jeremiah Pearl kennen, einen Anarchisten und Weltverschwörer, der im Wald lebt und sich gegen die Endzeit wappnet … Smith Henderson legt mit seinem ersten Roman ein großes, kühnes und packendes Werk vor, das von der dunklen Seite Amerikas erzählt.



Vorsicht! Rezension enthält Spoiler!


Meinung:

Ich muss gestehen, dass es mir nicht leicht fällt, dieses Buch zu rezensieren.
Ich habe länger als gewöhnlich an diesem Buch gelesen, da mich zwischendurch immer wieder die Lust am weiterlesen verlassen hatte.
Das lag nicht etwa daran, dass das Buch schlecht war, sondern das Thema mich schwermütig machte und ich zeitweise wirklich nichts mehr über die Schicksale der einzelnen Charaktere wissen wollte.

Das Buch spielt Anfang der 80 `er in Montana.
Dreh- und Angelpunkt dieser Story ist Pete. Er ist Sozialarbeiter im Nordwesten Montanas und kümmert sich um seine Schützlinge, in einer Gegend , in der die Hoffnung schon vor langer Zeit Reißaus genommen hat.
Die Menschen in dieser Gegend haben schon vor langer Zeit sich, ihre Stadt und alle anderen aufgegeben. Es gibt kaum Arbeit, keinerlei Perspektiven und wer kann, nimmt die Beine in die Hand und schaut nie mehr zurück.
In dieser trostlosen Umgebung voller Gewalt, Alkohol, Drogen, Prostitution, religiösem Wahn und absoluter Gleichgültigkeit, ist Pete unterwegs und versucht Familien zu unterstützen, die gar keine Hilfe wollen.
Ja, sie empfinden Pete als ihr eigentliches Problem und an ihrem selbst auferlegten Schicksal, sind auch alle anderen Schuld. Unermüdlich kämpft Pete gegen die Windmühlen der Gleichgültigkeit um ihn herum, nicht nur in den Familien, sondern auch bei seinen Kollegen, den Vorgesetzten, die Polizei und in den Heimen.
Dabei ist Pete keineswegs ein Heiliger. Seine eigene Familie hat er aufgrund seiner Arbeit vernachlässigt, ist jetzt geschieden. In seiner Freizeit säuft er und ist auch Drogen gegenüber nicht abgeneigt.
Während er privat nichts geregelt bekommt, kniet er sich doch hartnäckig in seine Fälle und versucht zu helfen wo er kann. Egal, wie schlecht es ihm selbst gerade geht. Dabei bekommt er ziemlich oft eins auf die Mütze und Hunde auf den Hals gehetzt.


Und das sind abgesehen von seinen eigenen Problemen mit der eigenen Tochter, ein paar echt harte Fälle, die einem schon arg an die Nieren gehen.

Ich glaube, das ist auch der Hauptgrund, warum ich mich mit diesem Buch so schwer getan habe.
Auch wenn die Story Anfang der 80`er Jahre am Arsch der Welt in den USA angesiedelt ist, lässt sich das Problem überall auf der Welt finden und lässt das Buch so erschreckend real werden.
Bittere Armut, Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit und die daraus resultierenden Probleme, gehen einem beim Lesen wirklich nicht am Arsch vorbei.
Man weiß, das es diese Schicksale Realität sein könnten und heute noch aktuell sind. .
Und wie in den meisten Fällen, gibt es im wahren Leben nun meist kein Happy End. Niemand kommt und macht das alles wieder gut wird, weil das meiste was dort hinter verschlossenen Türen geschieht, nie wieder und von niemandem mehr gut zu machen ist.
Junge Menschen, die glauben sie könnten sich dem Sog entziehen und etwas Besseres aus sich und ihrem Leben machen, aber als Leser weiß man: Das wird nie passieren.

Mit dem Schreibstil haderte ich das ein oder andere Mal.
Der Wechsel zwischen Umgangssprache und der Wortgewalt, die der Autor dann an den Tag legte, und den unendlich erscheinenden bildhaften Beschreibungen der Umgebungen, haben mir beim Lesen, eine ziemliche Geduld abverlangt.



Fazit:

Dieses Buch liest man nicht mal eben so und es ist mit Sicherheit keine leichte Lektüre.
Viele waren von diesem Roman begeistert, geradezu euphorisch, ich kann mich der Begeisterung nicht anschließen, da mir das Thema des Buches zu schwer im Magen lag.
Hätte ich es nicht als Rezensionsexemplar bekommen, hätte ich es abgebrochen.
Deshalb läuft es für mich unter:
>>Kann man lesen, muss man aber nicht.<<



Von mir gibt's:

3 von 5 Sternen

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