Jostein Gaarder Der Geschichtenverkäufer

(253)

Lovelybooks Bewertung

  • 284 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 3 Leser
  • 28 Rezensionen
(70)
(103)
(67)
(10)
(3)

Inhaltsangabe zu „Der Geschichtenverkäufer“ von Jostein Gaarder

Jetzt in großer Schrift: Jostein Gaarder über die Macht der Imagination Ihm fliegt zu, was vielen Schriftstellern ausgeht – Geschichten. Das Geschäft floriert: Klassenaufsätze gegen Süßigkeiten, später gegen weibliche Zuwendung. Er entscheidet sich für eine Karriere hinter den Kulissen des Literaturbetriebs und wird Geschichtenverkäufer. Sein Erfolg ist überwältigend. Eines Tages jedoch findet sich der Ideenlieferant in eine Geschichte verstrickt, die von ihm selbst stammen könnte. Aber diesmal ist sie bitterböse Wahrheit.

Stöbern in Romane

Der gefährlichste Ort der Welt

Ein sehr aktuelles Buch über junge Menschen, die dazu gehören möchten, koste es, was es wolle!

Edelstella

Drei Tage und ein Leben

beklemmend, aufwühlend, genial

Kaffeetasse

Die Schlange von Essex

Nicht die erwartete Geschichte, aber ein gutes Zeitbild

Buecherwurm1973

Die Insel der Freundschaft

Ein Roman der ruhigen japanischen Art mit viel Liebe zu Ziegen und dass man seinen Weg verfolgen soll auch mit Hindernissen.

simone_richter

Wo drei Flüsse sich kreuzen

ein spannendes und eindrückliches Buch, die historischen Hintergründe sind gut recherchiert!

Mira20

Die Lichter von Paris

Hat mich leider nicht überzeugt! Ich konnte mit Madeleine überhaupt nichts anfangen. Und die erste hälfte des Buches hat sich sehr gezogen.

Naden

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der Geschichtenverkäufer

    Der Geschichtenverkäufer

    jackdeck

    21. February 2017 um 18:36

    Der Hauptdarsteller sprudelt über vor guten Ideen für Geschichten, hat aber nie das Interesse diese zu Romanen zu entwickeln. Das geht bereits in seiner Kindheit los, wobei er da schon beginnt alle seine Ideen festzuhalten. Im Erwachsenenalter macht er daraus seinen Beruf und verkauft diese erfolgreich an Romanautoren. Das Buch wurde mir von einer Freundin zum lesen empfohlen, hat auch keineswegs meine Erwartungen enttäuscht. Es ist eine faszinierende Geschichte, die wiederum kleine Geschichten in sich beinhaltet. Der Plot ist leicht verwirrend und dennoch überschaubar. Ich gebe dem Buch 4 Sterne.

    Mehr
    • 2
  • Geschichten über Geschichten

    Der Geschichtenverkäufer

    gst

    28. January 2017 um 17:14

    „Ich komme mir vor wie heimgesucht von einem wütenden Schwarm von Seelen, die in meinen Gehirnzellen eine Art Kaffeeklatsch abhalten. Mir fehlt die nötige Seelenruhe, um sie alle zu beherbergen, also muss ich einige davon loswerden. Ich leide unter einem gewaltigen geistigen Überschuss und muss mich deshalb immer wieder entleeren. In regelmäßigen Abständen nehme ich Papier und Bleistift zur Hand und beginne einen gedanklichen Aderlass.“ (Seite 7) Mit diesem alten Tagebucheintrag holt Petter den Leser in seine Gedankenwelt. Phantasie- und humorvoll erzählt er in einer schnodderigen Sprache aus seiner Jugend, in der er zwar keine Freunde, dafür aber viele Bittsteller hatte, für die er Hausaufgaben erledigte. Sein einziger Freund war Meter, ein kleiner Mann mit Spazierstock, der nur in seiner lebhaften Phantasie existierte. Der Blick auf sein Leben beinhaltet auch: „Ich fand es richtig, dass meine Eltern geschieden waren. Ich war lieber nur mit einem Elternteil zusammen. Ich glaube außerdem, dass ich schönere Weihnachtsgeschenke bekam als andere Kinder. Ich bekam immer die doppelte Menge.“ Petter vermittelt den Eindruck ohne Punkt und Komma zu erzählen und dabei vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen. Man erfährt von seiner großen Liebe zu Maria und seinem internationalen Erfolg als Verkäufer von Grundideen für Geschichten, die er nicht weiter ausbauen will. Immer wieder betont er, selbst nicht berühmt werden zu wollen. Statt dessen liest er lieber die mehr oder weniger ausgefeilten Ergüsse seiner Kunden, von denen jeder glaubt, als einziger von Petters ungezügeltem Ideenreichtum zu profitieren. Eines Tages scheint er den Überblick verloren zu haben und seine Stellung in der Literaturwelt ist bedroht ... Der Roman des 1952 in Oslo geborenen Jostein Gaarder erschien 2001 unter dem Titel „Sirkusdirektørens datter“ und kam 2002 auf den deutschen Büchermarkt. Er strotzt nur so von ironischen Lebensweisheiten und phantasievollen Gleichnissen und hat mich königlich amüsiert.

    Mehr
  • Phantastische Geschichten

    Der Geschichtenverkäufer

    UteSeiberth

    15. January 2016 um 18:57

    Leider muss ich nach der Lektüre dieses Buches sagen, dass es mich ziemlich enttäuscht hat! Als ich vor ca. 20 Jahren "Sofies Welt" gelesen hatte griff ich gerne zu diesem neuen Buch von Gaarder. Ich finde diesen Geschichtenerzähler seh arrogant und von sich eingenommen wenn er meint ausser ihm hätte kein Autor so viele Geschichten ersonnen wie er! Er macht ein Geschäft daraus und verkauft seine Geschichtsideen.Manche dieser Geschichten scheint er selbst geklaut zu haben,denn sie kamen mir bereits bekannt vor.Gaarder kommt mir hier vor wie ein Schaumschläger und das finde ich leider sehr enttäuschend!

    Mehr
  • Ganz toll!

    Der Geschichtenverkäufer

    Martin-Martial

    15. March 2014 um 18:53

    Hat mir wahnsinnig Spass gemacht dieses Buch zu lesen! Ganz spannend, wie man merkt dass Petter sich seine eigene Welt erfindet, der Schluss ist ganz unerwartet! Aber das ist ja wieder ein Plus! Super Lektüre!

  • Der Geschichtenverkäufer von Jostein Gaarder

    Der Geschichtenverkäufer

    Legibilis

    23. January 2014 um 15:02

    Petter hat etwas, das vielen Menschen fehlt, nämlich Fantasie. Und das uneingeschränkt. Ideen und Geschichten fallen ihm einfach so ein. Bereits als Kind beginnt er seine Geschichten und Einfälle an Gleichaltrige zu verkaufen. Mal für Süßigkeiten, mal für Geld oder auch einfach nur kleine Gefälligkeiten, wie ein Kuss von einem Mädchen. Als er älter wird beginnt Petter seine Ideen zu sammeln. Und entwickelt eine geniale Geschäftsidee. Er verkauft Geschichten. An gescheiterte Autoren, solche die es werden wollen, aber nicht wissen wie sie anfangen, oder an Schriftsteller, die zwar erfolgreich aber mittlerweile völlig unkreativ geworden sind. Nicht immer verkauft Petter ihnen komplette Geschichten, mal sind es auch nur kleine Notizen, hingekritzelt auf eine Serviette. Petter arbeitet aus dem Verborgenem heraus. Er wähnt sich mit seinem Geschäft für sicher, und merkt nicht wie er sich mehr und mehr in seinem eigenen Netz verstrickt. Bis es zum Eklat kommt… „Der Geschichtenverkäufer“ ist eine wunderbare, fantasievolle Geschichte über Bücher und die Ideen, die dahinterstecken. Jostein Gaarder beschreibt die Figuren so, dass man schon zu Beginn des Romans sie alle vor sich stehen sieht, mit all ihren Eigenheiten. Es ist ihm gelungen eine fantasievolle Geschichte zu schreiben, die keineswegs, egal wie abwegig es wird, irreal wirkt. Alles wird sehr detailiert und mit einer Selbstverständlichkeit erzählt, die den Leser an einigen Stellen glauben lässt, alles sei wirklich genauso passiert und es handelt sich hier nicht um eine fiktive Story. Einziger Kritikpunkt: Petter wirkt sehr von sich und dem was er tut überzeugt und denkt zu Beginn in keinem Augenblick daran, dass ihm ein Fehler unterlaufen und sein ganzen Netz zusammenbrechen könnte. Das ist an manchen Stellen doch sehr befremdlich und überzogen. Dennoch ist „Der Geschichtenverkäufer“ ein tiefgründiges und unterhaltsames Buch aus der Feder des wunderbaren Jostein Gaarder. Wer seine anderen Bücher bereits geliebt hat, der wird auch dieses hier lieben. Denn wieder einmal ist es ihm gelungen eine wunderschöne Geschichte mit starken Figuren, Philosophie, Fantasie und Unterhaltung zu verbinden.

    Mehr
  • meisterlich

    Der Geschichtenverkäufer

    JeanP

    28. November 2013 um 18:31

    Hochspannung bis zum - lange nicht ganz so erwarteten -  Ende!  Ein wirkliches Meisterwerk. Wirklich? Nun, was wirklich wirklich ist, weiß man hinterher nicht mehr so genau. Es gibt halt verschiedene Wirklichkeiten!

  • Rezension zu "Der Geschichtenverkäufer" von Jostein Gaarder

    Der Geschichtenverkäufer

    winter-chill

    08. September 2013 um 13:41

    Als Teenager habe ich mit großer Begeisterung einige von Gaarders Jugendbüchern gelesen. „Der Geschichtenverkäufer“ war nun mein erstes Erwachsenenbuch von ihm und meine Erwartungen waren zugegebenermaßen groß. Leider hat mich das Buch letztendlich aber enttäuscht. Gaarder erzählt die Geschichte von Petter, der schon als Kind eine übersprudelende Phantasie hat. Ihm fliegen Geschichten und Ideen nur so zu. Der Gedanke, diese Geschichten niederzuschreiben und zu veröffentlichen, erscheint ihm absurd. Er scheut auch das Licht der Öffentlichkeit. Allerdings fängt Petter irgendwann an, seine Ideen zu verkaufen – an Schriftsteller. Diese sind froh, neuen Stoff für ihre Romane zu haben, Petter gefällt es, zu beobachten, wie die Schriftsteller seine Ideen umsetzen. Bald schon floriert das Geschäft, seine Kundenkartei wird immer größer. Bis Petter eines Tages Opfer seiner eigenen Geschichten wird. Soweit die Handlung, die an sich gar nicht so schlecht ist. Auch sprachlich fand ich den Roman ganz gut. An der Umsetzung hapert es aber. Der kurze Roman wirkt selbst wie eine Rohfassung, wie ein unausgereiftes Konzept. Die kleinen Erzählungen, die Petters Phantasie entspringen und die immer wieder in die Handlung eingestreut werden, sind zum Teil sehr zusammenhangslos und ziehen die Geschichte künstlich in die Länge. Warum darin Sex so oft eine große Rolle spielt, ist mir auch nicht klar. Fast hat man das Gefühl, dass Gaarder selbst mehrere Ideen hatte, aber nicht wusste, wie er sie literarisch umsetzen soll und dann einfach den „Geschichtenerzähler“ geschrieben hat, um seine unausgereiften Plots irgendwie an den Mann zu bringen. Der Hauptcharakter Petter ist zudem extrem unsympathisch, alle anderen Figuren bleiben sehr blass. Letztendlich fragt man sich am Schluss auch, was einem der Roman eigentlich sagen wollte. Sollte das eine Kulturkritik sein? Oder eine Kritik am Literaturbetrieb? Ich weiß es auf jeden Fall nicht. Schade, denn Gaarder kann auf jeden Fall mehr.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Geschichtenverkäufer" von Jostein Gaarder

    Der Geschichtenverkäufer

    Celtic

    03. February 2013 um 19:50

    Absolut schockierend genial. Es lohnt sich bis zum Schluss durch zu halten.

  • Rezension zu "Der Geschichtenverkäufer" von Gabriele Haefs

    Der Geschichtenverkäufer

    juni_mond

    21. February 2012 um 12:33

    Eröffnet wird die Geschichte spannend, indem Petter, der Protagonist der Geschichte mitteilt, dass er nicht weiß wieviele Menschen es gibt, die nach seinem Leben trachten. Der Leser weiß nicht warum und somit wird die Neugier des Lesers erweckt die Umstände des Ganzen zu erfahren. Petter beginnt im Folgenden seine Lebensgeschichte aufzuschreiben von dem Augenblick an in dem seine Erinnerung einsetzt. So beginnt er im Kleinkindalter, im Kindergarten, in welchem er nicht mit den anderen mitspielt sondern eher fasziniert beobachtet wie die anderen Kinder spielen und macht sich Gedanken über darin mitschwingende Ernsthaftigkeit, die er als äußerst amüsant empfindet. Petter besitz immerschon eine überquellende Phantasie, die er kaum zu katalysieren versteht. So denkt er sich unablässig neue Geschichten aus und erzählt diese oft seiner Mutter, welche ihm gerne zuhört und die Logischen Zusammenhänge seiner Geschichten bis ins Kleinste hinterfragt. Doch sie ist kritisch. Sie denkt Petter habe keine glückliche Kindheit, da er, anstatt mit anderen Kindern zu spielen lieber allein in seiner Phantasiewelt bleibt. Petters ansicht des GAnzen ist jedoch, dass sich die Dinge die er spielend mit den anderen Kindern erleben könnte niemals mit dem mithalten könnten, was er sich auszudenken vermag. Auch als Petter älter wird erwacht kein überwiegendes Interesse an zwischenmenschlichen Bindungen außer, als die Zeit der Pupertät eintritt, das Interesse an Mädchen. Petter will niemals einen Roman veröffentlichen (später erfährt man, dass dies in einem traumatischen Erlebnis seiner Kindheit begrüdet ist). Jedoch schreibt er die vielen Ideen Sujets und Synopsen auf die ihm in ständiger folge durch den Kopf gehen. Dies ist die einzige Möglichkeit, seine Gedankeflut loszuwerden. Als Petter schließlich erwachsen ist und auf eine Geldquelle angewiesen ist ensteht aus diesem Talent nach und nach die perfekte Geschäftsidee. Wie der Titel des Buches Der Geschichtenverkäufer schon verrät. Der als Spinne bezeichnete Petter wirft sein Netz zunächst über Skandinavien und folgend über weitere europäische Gebiete aus. Dies soll ihm über kurz oder lang zum Verhängnis werden... Meine Meinung: Mir hat der Geschichtenverkäufer sehr gut gefallen, die Idee, dass beinahe alle genialen Romane einer bestimmten Zeitspanne auf eine Person zurückgehen und diese Person somit die Epoche an sich bestimmt war sehr beeindruckend. Auch der Schreibstil des Ganzen hat mir gut gefallen, wobei er für manche Geschmäcker auch zu langatmig ausfallen könnte.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Geschichtenverkäufer" von Jostein Gaarder

    Der Geschichtenverkäufer

    kornmuhme

    26. January 2012 um 17:29

    Von Jostein Gaarder hatte ich vor dieser Lektüre bereits "Sophies Welt" gelesen und war damals schon nicht so angetan von dem Autor und seiner Geschichtenkonzeption. Bei dem "Geschichtenerzähler" ging es mir leider nicht anders, das Buch hat so gar nicht meinen Geschmack getroffen ... Inhalt: Es geht um die (Lebens-)Geschichte von Petter "Spinnenmann" (ein Spitzname seit frühester Kindheit, der aber auch für sein späteres Leben noch an Bedeutung gewinnen soll). Er lebt mit seiner Mutter zuzsammen in Oslo, ist seit Kindesbeinen an hochintelligent, wohl auch dadurch, dass er von seiner Mutter kulturell gefördert wird. Sie geht mit ihm in die Oper, ins Theater, in Konzerte ... Das Besondere an Petter ist, dass er über eine überdurchschnittliche Phantasie verfügt, quasi aus dem Stegreif erfindet er ganze Sujets und Synopsen von Romanen, Novellen, Drehbüchern etc. Dies ist so extrem, dass Petter immer wieder seine "Ergüsse" schriftlich fixieren muss, weil sonst sein Kopf platzen würde. So weit. so gut. Im Laufe der Jahre verkauft er diese Geschichten an erfolglose Autoren, Autoren mit Schreibblockaden oder Menschen, die sich einfach gern im Schreiben versuchen wollen. Petter selbst hat keinerlei Interesse daran, Schriftsteller zu werden und Bücher zu verkaufen. Durch sein "Autorenhilfswerk", von dem jeder, der es in Anspruch nimmt, denkt, er profitiere als einziger davon, wird Petter sehr wohlhabend und zu DER zentralen Person im Literaturzirkus. Nach vielen Jahren scheint aber sein Geheimnis aufzufliegen ... Meinung: Ich weiß bis jetzt immer noch nicht, warum es wert war, die Geschichte von Petter Spinnenmann zu erzählen. Sie ist weder spannend noch tiefgreifend noch lustig oder speziell. Den Ansatz, dass ein Mensch über so viel sprudelnde Phantasie verfügt, dass er damit Unmengen an Geschichten produzieren kann und diese an Autoren verkauft, finde ich zwar originell, aber was wird darauf gemacht? Der Klappentext lässt vermuten, dass die story auf ein Kriminalstück hinausläuft, als nämlich das "Autorenhilfswerk" aufzufliegen droht, aber nichts dergleichen geschieht. Ja, man fragt sich, ob sich Petter sich nicht zu viel einredet und ein wenig an Paranoia leidet. Überhaupt ist mir die Hauptfigur eher unsympatisch. Es wird sehr deutlich, dass sich Petter anderen Menschen überlegen fühlt, ja, manchmal sogar auf sie herabblickt. Niemand interessiert ihn wirklich, kann ihm das Wasser reichen. Auch sein Verhältnis zu Frauen ist mir eher suspekt: Er hat viele oberflächliche Affären mit Mädchen und Frauen, er benutzt sie aber eigentlich nur als Zeitvertreib. Erst als er Maria kennen lernt, verliebt er sich ernsthaft, doch auch diese Beziehung ist nicht von Dauer. Sie will unbedingt ein Kind von ihm, ohne ihn jedoch als Vater zu haben, er willigt ein und sieht seine Tochter nur wenige Male - das scheint ihm aber nichts auszumachen, im Gegenteil, Gefühle kommen bei Petter eigentlich nie wirklich vor. Das z.B. finde ich sehr unrealistisch und auch abstoßend. Für mich gibt es keine Identifikationsmöglichkeiten mit der Hauptfigur. das Ende der Geschichte ist denn auch mehr als merkwürdig. Petter flieht ja vor der möglichen Aufdeckung seines Unternehmens und trifft in Italien zufällig auf eine Frau, die ihn an Maria erinnert und in die er sich sofort verliebt. Es stellt sich heraus, dass es seine Tochter ist - und damit endet die Geschichte. Hier klaut Gaarder gnadenlos bei Max Frisch! Tja, was soll ich groß sagen? Ich habe mich nie wirklich in das Buch reinfinden können, die Geschichte ist im Prinzip belanglos und weiß wohl selber nicht, worauf sie hinauslaufen soll: Tragödie, Kriminalgeschichte, Satire? Immer wieder eingeschoben werden zudem kurze. von Petter erdachte Geschichten, die zum Teil wohl seine eigene Situation spiegeln sollen. Der Schreibstil von Gaarder ist flüssig und gut lesbar, die Geschichte dagegen nicht.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Geschichtenverkäufer" von Gabriele Haefs

    Der Geschichtenverkäufer

    Zuendie

    28. August 2011 um 17:57

    abgebrochen, absolut nicht mein Fall, schade Jostein!

  • Rezension zu "Der Geschichtenverkäufer" von Gabriele Haefs

    Der Geschichtenverkäufer

    Angizia

    16. March 2011 um 18:34

    Zum Inhalt: - Petter beschreibt sein Leben, angefangen bei seiner Kindheit. Er beschreibt die Grundsteine seiner Kreativität und die Entwicklung, die sich daraus ergeben hat. Wie es geschah, dass er damals Hausaufgaben für Fremde machte oder Aufsätze für Mitschüler schrieb. All das natürlich nicht umsonst, und es half ihm, nicht weiter gemobbt zu werden. Dabei war er kein typischer Außenseiter, kein schüchterner Typ, der sich zurückzieht. Zumindest nicht, wie die meisten. Ihn zog es in seine Fantasie, die er irgendwann kaum mehr von der wirklichen Welt unterscheiden konnte, zumindest seine Erinnerungen daran nicht. So zog es ihn hin zu seinen Geschichten, die er nach und nach zum besten gibt, teilweise lässt Jostein Gaarder den Leser auch daran teilhaben. Eine Geschichte wiederholt sich dabei schließlich mehrmals. Was es damit auf sich hat, sei aber noch nicht verraten, sonst macht das Lesen weniger Spaß. Jedenfalls besitzt Petter Frauen und Geld gleichermaßen, was ihn speziell macht - und er besitzt einen Begleiter, den aber nur er selbst sehen kann. Nicht jeder, der anders ist, schafft es, sich auf diese Weise dennoch durchs Leben zu schlagen. Er schafft es, aber nach und nach nimmt seine Fantasie Züge an, die er nicht mehr aufhalten kann. Er fängt an, mit Geschichten zu handeln und diese an geneigte Kundschaft zu verkaufen - was ihn zur sogenannten Spinne werden lässt, von der doch keiner weiß, was sie eigentlich ist. Dachte er zumindest. - Meinung: - Der Roman zieht sich anfangs etwas dahin und macht mitnichten nicht immer Lust auf mehr. Später jedoch zeigte sich, dass er nicht die erwartete Trägheit besaß, und gegen Ende hin doch sehr stark zum weiter lesen animierte. Das Ende war ab einem gewissen Punkt abzusehen, da dieser Punkt selbst aber auch ziemlich am Schluss liegt, bringt es der Sache keinen Minuspunkt. Es gab auch Parallelen zu einem Roman, den ich besser nicht nennen sollte, das nimmt einem die Lust am Lesen, da es das Ende vorausahnen lässt. Und im Buch selbst steht geschrieben, wie schändlich es doch ist, Büchern den Stempel "inspiriert von" aufzudrücken, wenngleich der Autor selbst nie in Bücher dieses Herrn geschaut hat. Die Art der "Kurzgeschichteneinbindung" war auch nett, konnte mich aber nicht vollends überzeugen, was auch am Inhalt mancher Geschichten gelegen haben mag. Alles in allem mochte ich das Buch aber doch, was eine Bewertung mit 4 Sternen rechtfertigt, wenngleich es nur ganz knapp an die 4 heranreichte.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Geschichtenverkäufer" von Gabriele Haefs

    Der Geschichtenverkäufer

    DjonKa

    27. January 2011 um 22:34

    Im Buch geht es um einen Mann mit einer lebendigen Phantasie. Mit einer in solchem Maße lebendigen Phantasie sodass er sie oft nicht unter Kontrolle halten kann, sodass er sich oft nicht besinnen kann, ob sich die von ihm erlebten Ereignisse in der Wirklichkeit oder in seinem Kopf abgespielt hatten. Die Phantasienwelt ist seine Lieblingswelt. Sie bietet ihm viele Chancen: er verdient sich ein riesiges Vermögen dadurch, dass er Geschichten an alle verkäuft, die dessen bedürftig sind. Es ist ihm nie langlweilig, weil jede Situation, jede Person in seinem Leben eine unerschöpfende Quelle für weitere Geschichten darstellt. Man könnte ihn als ein glücklicher Mann bezeichnen - er beschäftigt sich mit seinem Hobby und er verdient damit sogar noch Geld, und zwar großes. Es gibt ein Aber: er ist alleine. Weder Freunde, noch Familie hat er. Alle schrecken sich vor seiner überflussigen Phantasie ab und verlassen ihn. Er ist wie eine Spinne: er spinnt ein Netz für seine Kunden, und das - ganz alleine. Alles hat aber ein Ende... Das ganze Buch ist wie ein innerlicher Monolog, eine ruhig fließende Geschichte über das Leben eines Genies. Meiner Meinung nach ist das Buch stellenweise zu ruhig und ein bisschen zu zäh. Es fehlt ihm an Tempo und Dynamik. Was aber an dem Buch interessant und besonders ist, sind die kleinen eingeflochtenen Geschichten, die uns die Hauptfigur präsentiert als Beispiele aus seiner Phantasiewelt. Sie sind wirklich spannend und einigermaßen ungewöhnlich, was die Begabtheit der Hauptfigur noch einmal unterstreicht. Diese kleinen Geschichten könnten ruhig als ein extra Erzählungsband von Jostein Gaarder veröffentlich werden. Fazit: die Idee des Buches ist durchaus interessant; das offene Ende und die sich ab und zu zu träge abspielende Story lassen mich aber als Leserin eher zurück.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Geschichtenverkäufer" von Jostein Gaarder

    Der Geschichtenverkäufer

    pinketuerklinke

    26. December 2010 um 19:14

    "Die Spinne", das ist Petter, der mit seiner überbrodelnden Phantasie Geld macht. Schon als kleines Kind hatte er Spaß daran riesige gedankliche Konstrukte zu bauen. Die Ideen fliegen im einfach so zu, der Strom scheint schier endlos zu sein. Petter beginnt sich in Autorenkreisen zu bewegen. Doch er will keinesfalls selbst Bücher veröffentlichen, nein, er verkauft seine Ideen für viel Geld an uninspirierte Schreiberlinge. Er hat eine Marktlücke entdeckt und spinnt ein immer enger werdendes Netz. Auf der Buchmesse in Bologna wittert Petter Gefahr. Verlagsangestellte verhalten sich auffallend, man hört Gerüchte. Petter fühlt sich verfolgt und bedroht. Droht das Netz der Spinne zu reißen? Dies war bereits mein zweiter Versuch, den Roman zu lesen und diesesmal habe ich bis zum Ende durchgehalten. Der Klappentext suggeriert eine schneller Handlung, als es dann tatsächlich der Fall ist. Das Leben des Protagonisten wird recht langatmig erzählt, vom Kindergartenalter über den Tod seiner Mutter bis hin zur ersten großen Liebe. Es folgen lange Erklärungen über die von Petter entdeckte Marktlücke und der Phantasielosigkeit vieler Autoren. Der Ich-Erzähler spricht selbst seine Fähigkeiten "um den heißen Brei herumzureden" (S. 157) an. Auch vergisst Petter nicht immer wieder zu betonen, dass er ja nie selbst einen Roman schreiben wollte. Wären die ersten 180 Seiten kürzer gefasst worden, weniger ausschweinfend, weniger Wiederholungen, wäre ich sicher mit mehr Interesse und Aufmerksamkeit dabei geblieben. Denn die erwartete Gefahr lauert dann erst im letzten Drittel der Erzählung. Gaarder selbst zeigt sein umfassendes Erzähltalent, indem er seinem Protagonisten nicht nur fragmentarische Romanideen in den Mund legt, sondern auch ganze Kurzerzählungen einstreut. Die Grundidee des Romans ist durchaus interessant, doch fehlt mir die schlüssige Umsetzung und auch das weitgehend offene Ende lässt mich unbefriedigt zurück.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Geschichtenverkäufer" von Gabriele Haefs

    Der Geschichtenverkäufer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. August 2010 um 22:10

    Eine Liebe, die mit dem Fragen nach Feuer beginnt. Das ist selten. Wenn man Geschichten verkauft dennoch machbar, man hat dann einen Blick für sowas.

  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks