Josten Husch Das Glück von Frau Pfeiffer

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Inhaltsangabe zu „Das Glück von Frau Pfeiffer“ von Josten Husch

Etwas exzentrisch sind sie alle. Ihr Leben ist bewegt von Bekenntnissen, Botschaften und Neuanfängen auf der Suche nach Glück – das entbehrt nicht der Komik. Im bürgerlichen London zu Zeiten der Finanzkrise leben sie: Lee und Bruno, von Jugend an ein unzertrennliches Neurosengespann; Herold, der gerade als gekündigter glückloser Banker und Exgatte von Lee aus Singapur zurückkehrt; Carl und Hope, Psycho-Esoteriker und Stiefeltern von Bruno, dieser attraktiven Mischung aus Don Juan und Diogenes. Lee, die sich seit Jahren von ihrer wohlhabenden Herkunft voll explosiver Harmonie zu entledigen sucht, kennt er schon aus College-Jahren. Lee Curtin und Bruno Hornyak lernen, ausgelöst durch ein unfreiwillig mitgehörtes Mobiltelefonat, Frau Pfeiffer kennen: ein Lockruf aus einem musealen Stadthaus, wo Aurora Pfeiffer mit Haushälterin Emma lebt. Fast ein Jahrhundert alt, seit 26 Jahren schon ohne Philippe, den französischen Chirurgen, den sie geliebt und betrogen hat. Ihr Keller birgt ein Geheimnis. Einem skurrilen letzten Wunsch von Frau Pfeiffer können sich Lee und Bruno nicht entziehen. Sie beginnen, eine kluge Lebensbotschaft zu verstehen. Nach ihrem ungewöhnlichen Debüt „In Sachen Joseph“ setzt Husch Josten ihre eigensinnige Suche fort: nach dem, was Freundschaft bedeutet und nach der Wahrheit von Gefühlen.

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  • Eine kleine, nachdenkliche Geschichte mit vielen Gesprächen und Gedanken.

    Das Glück von Frau Pfeiffer
    jahfaby

    jahfaby

    03. September 2013 um 19:19

    Das Glück von Frau Pfeiffer ist der zweite Roman von Husch Josten. Wie auch in In Sachen Joseph geht es um Freundschaften, diesmal aber auf ganz andere Art. Lee und Bruno kennen sich schon ihr Leben lang und haben ganz gut was durchgemacht. Und dann ist da diese fast hundertjährige Frau samt ihrer Haushälterin. Und ihr toter Mann, der seit 26 Jahren im Keller liegt. Eine Aufgabe, die zusammenschweißt. Man hätte aus dem gleichen Stoff eine Klamaukkomödie machen können. Oder ein Drama. Oder eben das was Frau Josten gemacht hat. Eine kleine, nachdenkliche Geschichte mit vielen Gesprächen und Gedanken. Worüber ich mir beim lesen oft Gedanken gemacht habe, ist, warum Husch Josten den Roman in London spielen lässt. Der TitelDas Glück von Frau Pfeiffer suggeriert meiner Meinung nach Deutschland als Spielstätte. Und ich habe noch keinen Grund gefunden, warum es in London spielen müsste. Das aber nur am Rande. Mein zweites Buch der Berlin University Press, immer noch eine auffallend gute Qualität, seht gut gemacht und sauber strukturiert. Wie auch beim ersten fehlt hier das Lesebändchen. Aber das ist in Ordnung. Es ist dennoch eine Freude, dieses Buch in den Händen zu halten.

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  • Empfehlenswert!

    Das Glück von Frau Pfeiffer
    HeikeM

    HeikeM

    22. April 2013 um 10:27

    London während der Finanzkrise. Lee und Bruno sind Freunde, dicke Freunde. So verwundert es auch nicht, dass Lee ihren Freund in die Geschichte mit Frau Pfeiffer hineinzog. Auf der Straße schnappte Lee, deren Marotte es seit einiger Zeit war, die öffentlich geführten Telefonate ihrer Mitmenschen zu protokollieren, ein Gespräch von Emma, Frau Pfeiffers Haushälterin, auf. Dabei erfuhr sie, dass Emma, nun schon seit Jahrzehnten bei der inzwischen 99-jährigen Frau Pfeiffer in Diensten, die Nase voll hat, die alte Dame sich selbst überlassen und nun ihre eigenen Wege gehen will. Lee war entsetzt und sah in Gedanken die alte Frau schon qualvoll sterben. Sie setzte alles daran, sie ausfindig zu machen. Das gelang ihr auch recht schnell. Gemeinsam mit Bruno eilten sie zu Frau Pfeiffer und wurden von ihr, zu Lees großer Verwunderung, schon erwartet. Die alte Dame war putzmunter, hatte jedoch ein Problem, sprich, eine Leiche im Keller und Lee sollte ihr helfen. "Das Glück von Frau Pfeiffer" war mein erstes Buch dieses Verlages und es bestach zuerst durch sein geschmackvolles Äußeres. Nur ein Lesebändchen hätte ich mir noch gewünscht, aber bei dem nicht so dicken Buch braucht man es auch nicht unbedingt. Auch Husch Josten war mir als Autorin nur dem Namen nach bekannt. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich auf einiges gefasst, aber dieses unterhaltsame, zu Herzen gehende, teilweise skurril-komische, dann wieder todernste Buch hat mich auf Angenehmste überrascht. Mit sehr viel Empathie zu ihren vier Hauptfiguren baute Husch Josten unzählige Geschichten und Anekdoten in die Handlung ein und so nach und nach verdichtet sich das Ganze zu diesem wunderbaren Buch. Als Leser findet man eine sehr ausgewogene Mischung aus feinem Humor und Tiefgang vor. Es ist aufgrund der schönen, leichten und warmherzigen Sprache der Autorin sehr flüssig zu lesen, es gibt viele Ansatzpunkte, um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Als ich das Buch nach seinen 212 Seiten zuklappte, machte sich zwar eine gewisse Nachdenklichkeit, aber auch eine große Zufriedenheit in mir breit. "Das Glück von Frau Pfeiffer" ist eines meiner Jahreshighlights, gedanklich kehre ich gern zurück zu Lee und Bruno, Frau Pfeiffer und Emma. Sie waren mit ihren runden Charakteren, in der natürlichen Melange von Stärken und Schwächen, so lebensecht beschrieben, dass sie mir zu guten Bekannten wurden, die ich nur ungern gehen ließ. Wer angenehme Unterhaltung mit Tiefgang sucht, wird mit diesem Buch sicher angenehme Lesestunden verbringen können.

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  • Rezension zu "Das Glück von Frau Pfeiffer" von Husch Josten

    Das Glück von Frau Pfeiffer
    Cibo95

    Cibo95

    26. July 2012 um 08:54

    Eine zum Anfang etwas sperrig geschriebene Geschichte, in die ich mich dann aber gut einlesen konnte. Der Schreibstil war ungewöhnlich, bei manchem Satz habe ich die deutsche Grammatik angezweifelt ... vllt. nur mein persönlicher Eindruck. Inhaltlich geht es um zwei Freunde, Lee und Bruno, die etwas sonderbar sind bzw. ihre eigenen Ansichten und Prinzipien haben und damit nicht immer auf die Gegenliebe ihrer Mitmenschen treffen und um eine alte Lady, die von der Haushälterin Emma gepflegt wird. Die alte Mrs. Pfeiffer wendet einen Trick an, um sich die Aufmerksamkeit von Lee zu sichern, denn sie hat einen ungewöhnlichen Wunsch und kann den nur mit fremder Hilfe umsetzen. Die einzige Person, die mir in diesem kurzen Roman sympathisch wurde war Mrs. Pfeiffer und ja doch, noch einer, Serge, der Hausverwalter in Frankreich, den niemand auf dem Zettel hatte. Hinter manchem Klischee/Vorurteil steckt oft ein ganz anderes Bild ... Augen auf! ;-) 3 von 5 Sternen, weil ich dieses Buch nicht so gut fand, um es ggf. noch einmal zu lesen, dazu hat es mich nicht genug an sich gezogen. Da es eine Leihgabe war, geht es jetzt wieder auf den Rückweg ins Heimatbuchregal ...

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  • Rezension zu "Das Glück von Frau Pfeiffer" von Husch Josten

    Das Glück von Frau Pfeiffer
    Clari

    Clari

    15. April 2012 um 17:44

    Hohes Alter und makabere Taten.... Was erwartet den Leser wohl in dem auf dem Deckblatt des Umschlags abgebildeten Haus? Auf jeden Fall haben wir es mit einer kuriosen Geschichte zu tun. Lee Curtin, Tochter aus begütertem Elternhaus, betätigt sich in London als eine Art Voyeurin von Handygesprächen. Sie hört die unsinnigen Reden, die allenthalben und an allen Orten per Handy geführt werden. Die blödsinnigen Gespräche, unwichtig und nichtig, schreibt sie alle protokollarisch auf. Man kann es ihr nachfühlen: wie häufig ist man selber Zeuge von Privatem, wenn Menschen auf der Strasse, in den öffentlichen Verkehrsmitteln, im Kaffee und von überall her ihre einseitigen Reden führen. Doch eines Tages hört Lee ein Gespräch mit, das sie alarmiert. Sie hat sofort den Eindruck, dass da jemand eine uralte Frau ihrem Schicksal überlassen will. Bruno, Lees Freund in langen Jahren, ist gerade aus Amerika zurückgekehrt. Er ist Künstler und auf gewisse Art und Weise bindungsunfähig. Seine langjährige Freundschaft zu Lee ist ihm umso wichtiger. Sie teilt ihm ihren Verdacht um das belauschte Gespräch mit. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einer in dem Gespräch erwähnten Frau Pfeiffer, ein zunächst recht aussichtsloses Unterfangen. Doch sie finden sie, und eine sehr amüsante Geschichte nimmt ihren Lauf. Frau Pfeiffer ist 99 Jahre alt und wird von ihrem alten Faktotum Emma betreut. Die beiden alten Damen zusammen mit dem jungen Paar geben den Plot zu einer Handlung, die in ihrer Komik und Alterweisheit bemerkenswert ist. Es stellt sich heraus, dass Frau Pfeiffer gezielt nach Menschen gesucht hat, die ihr bei einem sehr ungewöhnlichen Unterfangen helfen sollen. Makaber und mit einer gehörigen Portion Humor ausgestattet folgt man der Geschichte mit surrealem Hintergrund. Schließlich kann man spüren, dass Frau Pfeiffer eine weise alte Frau ist, die mit den vergleichsweise jungen Leuten Gespräche über das Leben hier und heute führt und ihnen gelegentlich gehörig die Meinung sagt. Sie weiß, wie das Leben so spielt und weist Lee darauf hin, was die Antriebsfeder für ihr sonderbares Verhalten wie z.B. ihre Scheidung, ihre Tätigkeiten und die Freundschaft zu Bruno sein könnte. Alles dreht sich schließlich um den Sinn und das Sein, in dem so manch’ einer die Orientierung verliert. Lees geschiedener Mann ist während der Finanzkrise gefeuert worden und kehrt genauso ratlos nach London zurück wie vor kurzem schon Bruno aus Amerika. Die subtile Erzählweise lässt die Hintergrundgeschichten erst nach und nach aufleuchten und man hat seine liebe Müh’, zu erraten, was Frau Pfeiffer mit all’ ihrem Tun denn eigentlich im Schilde führt. Das exzentrische Vierergespann bildet den Plot zu einer Geschichte, die neben dem witzigen Hauptereignis unsere Gegenwart und so manche Zeiterscheinung infrage stellt. Amüsant und unterhaltsam weiß Husch Josten über Land und Leute, über Gegenwart und Vergangenheit zu erzählen. Läuft nicht am Ende alles auf die Sinnsuche und das Wesentliche im Leben hinaus? Das Buch lässt eher an einen englischen Erzähler denken denn an eine deutsche Erzählerin. Die Komik und die Weltläufigkeit der Handlung vermitteln diesen Eindruck, und ich werte sie als positiv. Der Leser darf gespannt sein und wird seine helle Freude an der makaberen Grundidee in dieser Erzählung haben.

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