Joy Ellis

 4,4 Sterne bei 59 Bewertungen

Lebenslauf von Joy Ellis

Joy Ellis ist gelernte Floristin und über ihr späteres Buchhändlerdasein selbst zum Schreiben gekommen. Bei den ermittlungstechnischen Details ihrer Fälle verlässt sie sich auf ihre Partnerin Jacqueline, eine pensionierte Polizeibeamtin. Die beiden leben zusammen in den Lincolnshire Fens, wo auch Joy Ellis‘ Kriminalromane spielen. Das unscheinbare, freundliche Wesen der Autorin täuscht darüber hinweg, dass sie in jungen Jahren liebend gern Motorrad gefahren ist und ihrer Fantasie immer wieder grausame Verbrechen entspringen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Joy Ellis

Neue Rezensionen zu Joy Ellis

Cover des Buches Their Lost Daughters: Audible's breakthrough crime author of 2018 (ISBN: B07C6B34DR)
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Rezension zu "Their Lost Daughters: Audible's breakthrough crime author of 2018" von Joy Ellis

Gemütliches Krimi-Hörbuch für Sonntagsnachmittags-Hörer:innen
Melpomenevor 3 Monaten

Ich habe dieses Hörbuch heruntergeladen, weil alle meine Guthaben aufgebraucht waren und es kostenlos angeboten wird. Für diesen Preis wurde ich nicht enttäuscht: V.a. Richard Armitages Stimme macht es zu einem überwiegend angenehmen Hörbuch. Der Krimi an sich ist solide bis mittelmäßig: Die Prosa hat mich nicht gestört, die Charaktere sind so ausreichend differenziert, dass ich sie auseinanderhalten konnte, und der Fall baut sich langsam, Schritt für Schritt bis zur Auflösung auf. Mir hat gut gefallen, dass die Auflösung das Ergebnis von guter Team-Arbeit der Ermittler:innen ist; von einsamen genialen lone wolf Ermittlern habe ich momentan ganz schön die Nase voll.

Gestört habe ich mich allerdings ein wenig an der Psychologie des Falls (d.h., der Täter:innen und der Auflösung): Die Opfer sind unschuldige, junge, beschützenswerte junge Frauen; die Täter:innen sind psychologisch durch massive Misshandlung irreparabel geschädigte Monster, die bereits von Anfang an bedrohlich, manipulativ und/oder schlicht gruselig. Dieser Kurzschluss - Misshandlung macht einen Menschen zum Monster - bedient m.E. ein schädliches, überholtes Stereotyp, das es viktimisierten Leuten erschwert, unstigmatisiert ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Das zeigt sich für mich v.a. darin, dass nicht etwa die strukturell fehlende Wiedereingliederung der misshandelten Kinder nach dem Tod ihrer Eltern an den Pranger gestellt wird, sondern sich die Ermittlungs-Aggression gegen sie als "Monster, die man direkt hätte einsperren müssen" richtet. Ich bin mir sicher, dass es Täter:innen-Profile wie diese tatsächlich gibt, erhoffe mir von meinen Krimis aber experimentellere, kritischere Auflösungen als diese und fand sie beim Lesen irritierend mitleidslos.

Die folgenden Fälle werde ich mich daher eher nicht anhören.
Empfehlen würde ich das Hörbuch Hörer:innen, die gern solide Krimis, die nicht allzu spannend sind, nebenbei hören und die sich eher über eine schöne Stimme und angenehme Prosa mehr freuen als über einen inhaltlich interessanten Fall, der mit Lese-Erwartungen spielt oder ein Puzzel, das sie selbst mitlösen können.

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Cover des Buches Die Schuld der Zeugen (ISBN: 9783492316682)
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Rezension zu "Die Schuld der Zeugen" von Joy Ellis

Ein englischer Krimi, wie er sein sollte
Elchi130vor 5 Monaten

Als die Schwägerin von Detective Inspector Jackman Selbstmord begeht, steht die gesamte Familie vor einem Rätsel. Sarah war eine tolle Mutter und Ehefrau. Sie liebte ihr Leben und doch hat sie es beendet. Schnell stellen die Ermittler Rowan Jackman und Marie Evans jedoch fest, dass Sarah nicht die einzige Person war, die überraschend Selbstmord begangen hat. Schon bald ist den beiden klar, dass es ein Muster hinter den Taten gibt und sie einen Wettlauf gegen die Zeit antreten, wenn sie die Selbstmord-Serie beenden wollen.

„Die Schuld der Zeugen“ von Joy Ellis ist der vierte Teil einer Reihe um die beiden Ermittler Rowan Jackman und Marie Evans. Sie sind mir beide sehr sympathisch. Sie sind sehr unterschiedlich, harmonieren jedoch trotzdem gut miteinander und ergänzen sich perfekt.

Das Hauptaugenmerk des Buches liegt auf der Ermittlungsarbeit. Dabei stoßen die Ermittler immer wieder auf Geheimnisse. Sie lösen Rätsel, stoßen dabei aber auf weitere Rätsel. Das ist für mich als Krimi-Fan genau das, was ich von einem guten Krimi erwarte. Denn ich habe denselben Wissensstand und kann mit ihnen mitraten, wer der Täter ist, was passiert ist und welche Gründe hinter den Taten stecken. Ich liebe es! Zwischendurch gibt es kurze Passagen aus der Sicht des Täters. Doch diese sind so kurz gehalten, dass sie zwar die Spannung steigern, jedoch nicht zu viel verraten.

Das Ende des Buches hat mich leider ein wenig enttäuscht. Ich hätte mir eine runde Lösung gewünscht. Doch die Autorin hat anders entschieden. Zudem könnte das Privatleben der beiden Hauptfiguren mehr Raum einnehmen, sodass ich als Leserin bei jedem neuen Band das Gefühl habe, gute Freunde wiederzusehen.

Fazit: Wer Krimis mag, in denen die Ermittlungsarbeit im Mittelpunkt des Geschehens steht, der ist hier goldrichtig. Ich hoffe, Jackman, Evans und ich werden noch viele Fälle gemeinsam lösen.

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Cover des Buches Der Sohn der Mörderin (ISBN: 9783492315210)
misery3103s avatar

Rezension zu "Der Sohn der Mörderin" von Joy Ellis

Das Morden im Blut
misery3103vor 8 Monaten

Eine erstochene Frau wird gefunden. Kurz nach dem Auffinden der Toten meldet sich der junge Reporter Daniel Kinder und gesteht den Mord. Er hält sich für den leiblichen Sohn einer verurteilten Mörderin, deren Taten den Ort vor Jahren erschütterten. Die Ermittler zweifeln aber schon bald an der Schuld des Mannes, denn er leidet unter Erinnerungslücken. Als eine weitere Leiche auftaucht, müssen die Ermittler tief graben, um die Wahrheit herauszufinden.

Der Fall rund um den Serienmörder und seine eventuelle Verbindung zu der damaligen Täterin beginnt spannend. Das Ermittlerteam mochte ich gerne und die Ermittlungen sind verworren und führen auf immer andere Spuren. Dabei ist die Frage danach, ob einem das Morden wirklich im Blut liegen kann, spannend.

Leider war es bei mir so, dass ich mit dem ersten Auftauchen des Täters wusste, dass ich es mit demselben zu tun hatte. Vielleicht einfach Intuition – oder ich lese zu viele Krimis. Keine Ahnung. Egal, eigentlich auch, denn ich fand die Suche nach dem Täter trotzdem noch spannend und interessant.

Vor allem machten mich die Geschichten der Ermittler neugierig auf weitere Fälle und ich werde da bestimmt dranbleiben. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich freue mich auf weitere Fälle mit Jackman und dem restlichen Team!

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