Joy Fielding , Mechtild Sandberg-Ciletti Lauf, Jane, lauf!

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Inhaltsangabe zu „Lauf, Jane, lauf!“ von Joy Fielding

"An einem Nachmittag im Frühsommer ging Jane Whittacker zum Einkaufen und vergaß, wer sie war..." So beginnt der Alptraum einer Frau, die sich plötzlich blutbefleckt, die Taschen voller Geld und ohne Erinnerungsvermögen auf den Starßen Bostons wiederfindet. Wer ist dieser Mann, den man ihr als Ehemann vorstellt? Was sind das für Medikamente, die ihr angeblich helfen sollen? Warum fühlt sie sich als Gefangene im eigenen Haus? Verzweifelt kämpft Jane von nun an um ihr Gedächtnis - es wird ein Kampf auf Leben und Tod...

Psychothriller der Spitzenklasse.

— Sonne63

Hochspannung mit überraschendem Ende - genial!

— Synapse11

Das absolut beste Buch der Autorin! Erschütternd, unvorhersehbar, spannend und nervenaufreibend! Nichts für leichte Gemüter!

— Channa

Spannend und interessant, bis zur letzten Seite. Klare Empfehlung! Obwohl nicht mein Genre, hat es mir sehr gut gefallen.

— Avinja

Ich mag alle Ihre Bücher, spannend bis zum Schluss

— Emanuela_Herz

Mitreißend bis zur letzten Seite. Jane Whittakers Geschichte liest sich wunderbar realistisch und läd zum Mitfiebern ein!

— Ewynn

sehr spannend, konnte Buch nicht mehr weglegen

— christinnbg

So spannend! Selten hat mich ein Buch so gefesselt...

— beerenmarke

Das war mein erstes Joy Fielding Buch und ich bin total überzeugt

— Melli274

Spannend und interessant!

— JosieBlack

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  • Vor was läuft Jane davon?

    Lauf, Jane, lauf!

    Sonne63

    08. October 2017 um 19:55

    Inhalt (Klappentext): "An einem Nachmittag im Frühsommer ging Jane Whittacker zum Einkaufen und vergaß, wer sie war..." So beginnt der Alptraum einer Frau, die sich plötzlich blutbefleckt, die Taschen voller Geld und ohne Erinnerungsvermögen auf den Starßen Bostons wiederfindet. Wer ist dieser Mann, den man ihr als Ehemann vorstellt? Was sind das für Medikamente, die ihr angeblich helfen sollen? Warum fühlt sie sich als Gefangene im eigenen Haus? Verzweifelt kämpft Jane von nun an um ihr Gedächtnis - es wird ein Kampf auf Leben und Tod...Meinung:Den Leser erwartet ein Psychothriller der Spitzenklasse. Gewohnt meisterjaft lässt Joy Fielding ihre Protagonistin agieren. Mit viel Fachwissen zeigt sie die psychischen Gedankengänge, aber auch das Chaos der Gefühlswelt eines Menschen auf, der sich an nichts erinnern kann. Man ist hin und hergerissen und weiß schließlich nicht mehr, was man glauben soll. Was ist Realität, was nur Schein? Wer lügt und wer spricht die Wahrheit? Gibt es ein Komplott? Und wenn ja, wer ist daran beteiligt und wer ist Opfer? Immer, wenn man glaubt, auf der richtigen Spur zu sein, ändert sich die Situation und man kann von vorne anfangen zu überlegen.Am Schluss hat die Autorin eine überraschende Lösung parat. Und trotzdem weiß man bis kurz vor dem Ende nicht, ob alles gut ausgehen wird oder nicht. Ich war sehr gefesselt von der authentisch wirkenden Handlung und zwar von der ersten Seite an.Fazit: Meisterhaft in Szene gesetzt und erschreckend authentisch. Absolute Leseempfehlung

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  • Langweilig

    Lauf, Jane, lauf!

    Lee-Lou

    17. July 2017 um 06:08

    Dieser Klappentext klingt für mich so, so, so gut, obwohl ich eigentlich nicht mehr vor hatte nach Joy Fielding zu greifen, weil mich ihre Romane nicht ausreichend überzeugen.Ich wollte ihr dennoch eine Chance geben. Und trotzdem hat mir diese Geschichte gezeigt, weshalb ich von dieser Autorin einfach nichts mehr lesen mag.Die ersten 50 Seiten waren schwierig. Teils interessant, teils sehr langatmig und langweilig, weil sich alles ständig wiederholt. Nach 50 Seiten bekommt man dann endlich mal einen Namen - Jane. Der doch aber schon auf dem Cover zu sehen ist.Mag sein, dass man durch diese Länge eine gewisse Verzweiflung nachempfinden soll - gelang mir auch stellenweise... waren aber größtenteils doch eher langweilig.Mit Jane selbst wurde ich auch nicht richtig warm... erst lässt sie alles mit sich machen. Medikamente nimmt sie, ohne diese zu hinterfragen. Dann wehrt sie sich ... bis sie irgendwann alles wieder einfach nur abnickt. ...Solch ein Hin und Her finde ich einfach nur anstrengend! Hinzu kommt diese unfassbare Länge!!Kaum wird es wirklich spannend, beginnt Joy Fielding erneut damit, alles in die Länge zu ziehen, indem sie Janes Gedanken immer und immer wieder wiederholt.Nun werde ich definitiv die Finger von dieser Autorin lassen.Gut, dass ich kein Buch mehr von ihr besitze - das wird in Zukunft auch so bleiben.

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  • Lauf, Jane - und zwar schnell

    Lauf, Jane, lauf!

    Nelly87

    15. June 2017 um 15:04

    Mitten in Boston findet sich eine junge Frau auf der Straßen wieder. Sie weiß ihren Namen nicht und ihr fehlen jegliche Erinnerungen daran, wer sie ist. Ihr Kleid ist blutverschmiert und in ihrer Manteltasche findet sie mehrere Bündel mit 100-Dollarscheinen. Wie kommt sie dorthin und wo kommt sie her? Und vor allem: was soll sie nun tun? Schließlich wird sie im Krankenhaus erkannt. Ihr Name ist scheinbar Jane und sie ist mit dem angesehenen Kinderchirurg Michael verheiratet, der sich sofort rührend um seine Frau kümmert. Er nimmt sie mit in ein Haus, das sie nicht wiedererkennt, in dem sie aber nach Aussagen ihres Mannes mit diesem seit 11 Jahren lebt. Die Ärzte diagnostizieren eine hysterische Amnesie. Aufgrund eines belastenden Ereignisses hat sich ihre Psyche wohl einfach abgeschaltet, um Jane zu schützen. Ihr wird allerdings versprochen, dass die Erinnerungen wiederkommen werden, wenn ihr Unterbewusstsein hierzu bereit ist. Doch Jane quält sich mit dem Blut auf ihrem Kleid, das sie allen (auch ihrem Mann) verschwiegen hat. Was für ein Mensch ist sie? Und warum machen die Aussagen ihres Mannes in manchen Punkten so wenig Sinn? Und schließlich, warum setzt er sie permanent unter Drogen?? In diesem Buch gibt es eine unumstrittene Protagonistin. Eine junge Frau ohne Erinnerungen. Der Einstieg ist wohl für den Leser genauso abrupt wie für Jane selbst. Von jetzt auf gleich findet man sich auf den geschäftigen Straßen Bostons wieder, ohne zu wissen, wie man dort gelandet ist oder was man dort eigentlich will. Man bekommt durch diesen rapiden Einstieg ein ganz gutes Gefühl dafür, wie man sich in Janes Situation wohl fühlen muss. Es herrscht Ahnungslosigkeit und Verwirrung – im Buch und vor dem Buch. Und dieses Element zieht sich durch die ganze Geschichte. Denn als Leser weiß man nie mehr als Jane selbst. Obwohl die Fakten zu Beginn des Buches erst einmal dünn sind, rauscht man in die Handlung eigentlich nur so rein. Das Tempo ist bereits auf Seite 1 rasend hoch. Allerdings kann Fielding diese Geschwindigkeit nicht halten. Nachdem Jane erkannt wurde und erfahren hat, dass sie verheiratet ist, wird sie von ihrem Mann abgeholt. Der scheint der perfekte Mensch zu sein. Nicht nur dass er sich ihrer liebevoll annimmt und scheinbar ein fürsorglicher Ehemann ist. Außerdem geht er als Kinderchirurg einer sehr angesehenen Tätigkeit nach und Jane wird schnell klar, dass die Menschen in ihrer Umgebung zu ihm aufsehen. Nachdem das Buch also wirklich spannend beginnt, sackt der Spannungsbogen etwas in den Keller. Michael nimmt seine Frau mit nach Hause und stopft sie dort, mit Hilfe seiner Haushälterin, mit Medikamenten voll. Als Leser bekommt man schnell dieses beklemmende Gefühl, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Das ist nun nicht unbedingt eine Überraschung, da Fielding eigentlich immer nach einem gewissen Schema schreibt. Ihre Storys drehen sich fast immer um eine gut situierte Frau im besten Alter, die mit einem scheinbar perfekten Mann verheiratet ist. Doch dieser Mann lässt seine Maske im Laufe der Handlung fallen und offenbart sein wahres Gesicht. Und dieses Schema hat sie auch in diesem Buch wieder angewandt. Doch selbst wenn man Fielding vorher nicht kennt, merkt man schnell, dass der Mann nicht so astrein ist, wie er sich nach außen gibt. Jane versinkt immer mehr in Lethargie und wird von Medikamenten vollgepumpt. Doch richtig fassbare Anhaltspunkte für die Gründe fehlen über lange Zeit. Das nimmt der Geschichte einfach den Wind aus den Segeln. Hinzu kommt, dass Jane an einigen Stellen unverständlich passiv bleibt. Man bekommt einfach immer öfter das Gefühl, als würde man sie einfach mal schütteln müssen, damit sie aus ihrem Selbstmitleid wieder auftaucht und endlich mal was Neues erzählt. Fielding schafft es dann aber trotzdem nochmals, die Kurve zu bekommen. Sie löst die Geheimnisse auf einmalige Art und Weise, wie nur sie es kann. Es bleiben nachher keine Fragen mehr offen. Ganz zufriedenstellend war das Ende aber letztlich doch nicht. Denn wo der Mittelteil mit einigen Längen aufwartet, geht es am Ende doch recht zügig. Vielleicht zu zügig. Die „Proportionen“ waren etwas ungleich verteilt. Was die handelnden Charaktere angeht, ist eine differenzierte Darstellung nur bedingt gelungen. Jane selbst hat ihre Ecken und Kanten und wird keineswegs perfekt dargestellt. Schnell stellt sich heraus, dass sie bereits vor ihrem Gedächnisverlust zum Jähzorn neigte. Sie wird also gerade nicht perfektioniert und als zu glatt dargestellt. Das macht eine Identifikation mit ihr viel einfacher, da sie dadurch einfach menschlicher wirkte. Ihre Mann Michael dagegen war sehr klischeebehaftet. Wenn man die Kritikpunkte nimmt und sie der sonstigen Geschichte gegenüberstellt, dann bleibt am Ende trotzdem ein richtig guter, packender Psychothriller übrig. Joy Fielding ist in jeder Zeile zu erkennen und obwohl sie fast immer die „gleiche Idee“ nimmt, kommen am Schluss dann trotzdem ganz unterschiedliche Geschichten dabei raus. Wie sie es macht, man weiß es nicht. Aber es funktioniert. Wer also nach einem spannenden Thriller sucht, in dessen Mittelpunkt eine Protagonistin steht, die auch mal Ecken und Kanten hat, der sollte wirklich dringend zu Lauf, Jane, lauf greifen. © Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

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  • Drum prüfe, wer sich ewig bindet.

    Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

    Buchperlenblog

    Drum prüfe, wer sich ewig bindet,ob sich das Herz zum Herzen findet,Der Wahn ist kurz, die Reu' ist lang.Friedrich SchillerInhaltWer wünscht es sich nicht? Das perfekte Leben. Ein Leben ohne Geldsorgen, ein Leben erfüllt von Liebe mit einem perfekten Ehemann an seiner Seite. Von außen wirkt es so, als hätte Grace genau das erreicht, von dem wir alle träumen. Doch wieso wirkt sie manchmal so abwesend? Wieso scheint sie in der Bewegung zu erstarren, wenn ihr Mann, der erfolgreiche Anwalt für misshandelte Frauen Jack Angel, eine scheinbar harmlose Bemerkung macht? Und wieso ist sie so mager, wenn sie sich doch vor aller Augen den Bauch so voll schlagen kann?Wenn man sie nach ihrem Befinden fragt, ist alles in Ordnung. Und ihr Mann ist immer bei ihr.RezensionIch gebe zu, der Bereich Thriller gehört nicht zu meinem unbedingt bevorzugten Genre. Geht es allerdings um die menschliche Psyche, werde ich hellhörig. Wie viel schlimmer sind Angstschauder, wenn sie nicht von Blutspritzern stammen, sondern von den Abgründen, in die eine menschliche Seele fallen kann? Die Champagnerflasche stößt leicht gegen die marmorne Arbeitsplatte, und das Geräusch lässt mich zusammenzucken. Ich sehe zu Jack hinüber und hoffe, dass er nicht gemerkt hat, wie nervös ich bin. Er ertappt mich dabei, dass ich ihn beobachte, und lächelt. "Perfekt", sagt er leise. (S.5)Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Gegenwart und Vergangenheit, die sich allmählich zu einem Ganzen vereinen. Das perfide daran ist, dass man Grace' Gegenwart kennt; man weiß, dass sie von ihrem Ehemann psychisch gebrochen wird, dass er sie eingesperrt hält und das er ihr tagelang das Essen verweigert. All das erlebt man in der Gegenwart mit ihr. Und dann gibt es diese Rückblicke. Wie sie sich kennengelernt haben, wie er ein strahlendes Beispiel an Perfektion in Menschengestalt abgibt. Wie er sich rührend um Grace' Schwester Millie, die am Down-Syndrom leidet, kümmert und sie zu sich holen will, sobald diese aus ihrem Internat muss."Sieh dir alles genau an", knurrte er. "Millie wird die Atmosphäre hoffentlich so genießen wie ich, denn dies ist der Raum, in dem sie leben wird - nicht in dem hübschen gelben Schlafzimmer im ersten Stock." (S.231) Man erlebt, wie sie versucht, immer und immer wieder zu fliehen, ihn zu überlisten. Wie sie immer wieder scheitert und dafür büßen muss. Nicht rein körperlich. Dieses Buch kommt völlig ohne körperliche Verletzungen und Blutvergießen aus. Es ist viel subtiler, wie Jack seine Frau psychisch so destabilisiert, dass sie bald keinen Kampfwillen mehr zeigt. Wie er sie so unter Kontrolle hat, dass sie selbst in der Gegenwart von anderen, von Fremden wie Freunden, die liebende Ehefrau mimt, um sich und ihre Schwester vor ihrem grausamen Schicksal zu schützen. Gibt es überhaupt ein Entrinnen? Schließlich ist Jack perfekt. Alles ist perfekt. Er hat alles perfekt arrangiert und durchdacht, er ist ihr immer mindestens einen Schritt voraus. Und das muss Grace lernen. Und sich seinen Perfektionismus aneignen, wenn sie jemals aus dieser Hölle entfliehen will. Da die Geschichte von diesem Unwissen lebt, wäre es unfair, an dieser Stelle Weiteres zu verraten. Ich kann nur sagen, dass ich mich extrem in Grace' Lage versetzen konnte. Fiel mir etwas ein, wie sie es schaffen könnte, tat sie genau das auf den nächsten Seiten - und scheiterte. Ich bekam das Gefühl, dass Jacks Hand auch schwer auf meiner Schulter lastete, dass er ständig meinen Ellenbogen festhielt, damit ich nicht entfliehen konnte. Und immer wieder stellt man sich die Frage: Was steckt in den Menschen, die wir meinen zu kennen? Hätte man solches vorher erkennen können? Wie oft finden wir Entschuldigungen für das merkwürdige Verhalten unserer Partner, unserer Mitmenschen? Wie oft missachten wir die Warnsignale, weil wir glücklich sein wollen? Weil wir uns nicht vorstellen können, welch Bestien in Menschengestalt unter uns weilen?Und die vielleicht entscheidendste Frage: Wie aufmerksam sind wir bei unseren Freunden? Hinterfragen wir, ob sie wirklich glücklich sind? Wollen wir das wirklich wissen? Oder reicht uns die äußere Fassade, wollen wir nicht in Dinge hineingezogen werden, die uns vermeintlich nichts angehen? FazitLest dieses Buch und dann stellt und beantwortet euch selbst diese Fragen. 

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    • 3
  • Seelentiefs - Rezension von Lauf, Jane lauf von Joy Fielding

    Lauf, Jane, lauf!

    Seelentief

    21. January 2017 um 15:30

    Originalausgabe erschien 1991 unter dem Titel „See Jane Run“, die deutsche Ausgabe erstmals 1992 bei Goldmann.Die Handlung spielt in USA/Massachusetts/Boston 1990-2009 „An einem Nachmittag im Frühsommer ging Jane Whittaker zum Einkaufen und vergaß, wer sie war“Joy Fielding schildert in diesem Buch einen absoluten Albtraum einer Frau, die im wahrsten Sinne des Wortes urplötzlich nicht mehr weiß, wer sie ist. Horrorvorstellung.Auf der Suche nach Erinnerungen an ihre eigene Identität und an ihr Leben irrt Jane Whittaker mehrere Stunden verwirrt durch die Straßen Bostons. Aus Angst geht sie nicht zur Polizei. Sie hat keinerlei Erinnerung daran, wie das viele Geld „ fast zehntausend Dollar“ in ihre Hosentaschen kam. Ebenso wenig wie die Blutflecken an ihre Kleidung gekommen sind. Was ist passiert? Hat sie etwas Schlimmes getan? Das viele Blut – hat sie gemordet? Ist sie auf der Flucht?Unter falschem Namen nimmt Jane sich schließlich ein Hotelzimmer. Trotz großer Hoffnung auf die Rückkehr ihrer Erinnerungen, verstreichen die Tage ohne einen Hinweis auf ihre Identität und was geschehen ist.Spontan entscheidet sie sich einen Polizisten auf der Straße anzusprechen, verschweigt ihm aber vorerst das Geld und die Blutflecken.Jane wird ins Krankenhaus gebracht. Dort unterzieht man sie einer Viehlzahl von Tests, die jedoch keinerlei Hinweise und eindeutigen Gründe für ihren plötzlichen Gedächtnisverlust aufzeigen. Die Ärzte vermuten eine hysterische Amnesie – Flucht aus der Realität -. Verdrängung eines Ereignisses. Eine Ärztin erkennt Jane und es gelingt ihren angeblichen Ehemann – einen beliebten und bekannten Kinderchirurgen – ausfindig zu machen. Doch, ist es tatsächlich ihr Ehemann? Welche Pillen schluckt sie in der Folgezeit? Warum fühlt sie sich so gefangen in ihrem anscheinend so behaglichen liebevollen eigenen zu Hause? Ist wirklich alles in Ordnung oder ist sie einem teuflischen Plan ausgeliefert?Mein persönliches Fazit:Joy Fielding nutzt in diesem Buch kaum Zeitsprünge, was mir das Lesen wirklich für erleichtert hat. Ich lese mit Vorliebe ihre Bücher. Ihr Schreibstil liest sich fortan flüssig und ich bin sofort im Buch gefangen :-)Oft hab ich mich gefragt, was ist Realität und was Fiktion. Jane Whittaker stellt sich auch oft diese Frage. Ist sie Irre oder in einem wahren Alptraum gefangen. Sie hat niemandem dem sie sich anvertrauen kann. Manchmal war ich so sehr im Buch versunken, dass ich selbst Jane Whittaker war. :-) Ich konnte diese unendliche Hilflosigkeit spüren.Am Ende werden jedoch alle Rätsel - mit einem Schock – erstklassig gelüftet.Absolute Kaufempfehlung!

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    • 3
  • Empfehlenswert!

    Lauf, Jane, lauf!

    JosieBlack

    01. October 2016 um 16:50

    Ich habe das Buch bereits vor einigen Jahren gelesen und fand es von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Es zeigt einmal mehr, dass man nie sagen sollte, dass man jemand wirklich kennt. Und blindes Vertrauen kann ein schwerer Fehler sein. 

  • Zu langatmig

    Lauf, Jane, lauf!

    jackdeck

    25. July 2016 um 12:08

    Fängt spannend an, wird dann langweilig, erlebt in der Mitte noch mal einen kleinen Anstieg der Spannungskurve, nur um dann wieder in seichtes Geplätscher zu verfallen und sich wieder endlos hinzuziehen. Es wird im Detail beschrieben, wie Jane im Selbstmitleid versinkt und am liebsten würde man sie schütteln und ihr ins Gesicht schreien, dass sie in ihren endlosen Gedankengängen doch mal was Neues erzählen soll! Zum "großen Finale" hin wird es dann doch noch mal kurz richtig spannend und man mag das Buch in dieser Zeit nicht mehr aus der Hand legen. Der Schluss war mir dann aber irgendwie zu gezwungen, es wirkte so, als hätte die Autorin auf einmal beschlossen, dass das Buch jetzt doch mal zuende sein müsste und da empfand ich es als Ironie: Während des gesamten Buches dümpelte die Handlung vor sich hin, alles wurde unnötig in die Länge gezogen, obwohl man es auch in weniger Seiten hätte erzählen können. Und dann, als es endlich mal spannend war, wird der Leser abgespeist mit einem schnellen Ende, wo es dann eben plötzlich doch geht: Informationen auf wenigen Seiten zusammenfassen. Nur, dass es hier ZU schnell vorbei war und das Ende meiner Meinung nach noch nicht mal besonders überzeugend wirkt. Eher so, als hätte man einer besonderen Geschichte ein Standard-Ende aufgesetzt, weil man keine Lust mehr hatte, sich was Kreatives und Passendes auszudenken. Der Klappentext von "Lauf, Jane, lauf" klingt in der Tat faszinierend. Eine Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat und in einem blutbesudelten Mantel und viel Geld in der Tasche auf der Straße geht. Die ersten Seiten des Buches sind wirklich gut und als Leser fühlt man sich der Frau "ohne Namen" wirklich nahe. Doch je weiter sich die Geschichte zieht, desto unwahrscheinlicher wird sie. Es tauchen zuviele Personen auf, die ihr nicht mehr trauen und denen sie nicht mehr traut, so daß es insgesamt zu unglaubwürdig wird.Dennoch bleibt das Buch spannend und beklemmend. Als kritischer Leser macht man sich natürlich seine Gedanken, warum Fielding die Handlung gerade so aufgebaut, daß der Leser in dem Moment, wo er das Buch weglegen will, doch noch bei der Stange gehalten wird, indem entweder ein neuer Schocker oder eine neue Person eingebaut wird. Andererseits ist aber auch zu sagen, daß das Ende wirklich verblüffend ist und man bis zum Schluß nicht mit einem derartigen Ende rechnet."Lauf, Jane, lauf" ist ein mittelmäßiger Psychothriller mit einigen Längen und Übertreibungen, aber alles in allem empfehlenswert, vor allem für Leser mit einer Vorliebe für weibliche Hauptpersonen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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  • Kurzweiliges Buch

    Lauf, Jane, lauf!

    elektrohexe

    29. June 2016 um 23:14

    mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten seite gefesselt ich konnte garnicht anders als es an 2 tagen durchzulesen. jane verlässt das haus und vergisst mitten auf der strasse wer sie ist. Sie muss herausfinden warum ihr kleid blutverschmiert ist und 10.000 euro in den taschen hat. kann sie dem mann trauen der ihr als ehemann vorgestellt wird und wieso erzählt dieser mann allen leuten sie sei verreist.  Wo ist ihre tochter an die sich nicht erinnern kann. 

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    • 3
  • Gefangen im eigenen Haus

    Lauf, Jane, lauf!

    Thaliomee

    23. June 2016 um 11:34

    Dieses Buch ist zurecht ein Klassiker des Thriller-Genres. Ich habe eine alte Ausgabe von 1992 gelesen, die von außen ein wenig angestaubt daherkommt. Umso mehr hat mich der frische und gut gemachte Plot überrascht.Eine Frau verliert ihr Gedächtnis. Sie wacht nicht plötzlich auf, sondern steht mitten in Boston und erinnert sich vage, dass sie auf dem Weg zum Einkaufen ist. Aber wie heißt sie? Wo wohnt sie? Wie sieht sie aus? Sie kann sich an nichts erinnern und versucht mit allen Mitteln ihre Identität zu finden. Ihre Manteltaschen sind voller Geld, ihr Kleid voller Blut. Unbekannte Leichen werden oft als "Jane Doe" bezeichnet und tatsächlich stellt sich heraus, dass die junge Frau Jane heißt. Als sie sich an ein Krankenhaus wendet, wird ihre Identität schnell geklärt und ihr Mann hilft ihr, sich zu erholen. Dabei muss Jane sich nicht erholen, denn körperlich fehlt ihr nichts. Trotzdem nimmt sie die Medikamente, die ihr Mann ihr gibt und fühlt sich von Tag zu Tag schlechter. Nur langsam kommt sie hinter ihr eigenes Geheimnis...Ich muss sagen, dass ich einiges doch ein wenig vorhersehbar fand. Die Geschichte ist packend erzählt und hat mich wirklich gefesselt. Aber große Überraschungen gab es nicht, die Frage war eher das "wie" und "warum", wer der Bösewicht ist, war klar. Und auch was er getan hat, war irgendwann offensichtlich.Trotzdem ein lesenswertes Buch, dass man kaum aus der Hand legen kann.

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  • Spannung pur..

    Lauf, Jane, lauf!

    Contagious

    23. May 2016 um 21:24

    Dieses Buch konnte ich wirklich nicht aus der Hand legen..Ich habe mit Jane wirklich von Anfang bis Ende mitgefühlt und konnte einfach nicht fassen, wie das Buch geendet hat.Jane weiß anfang nicht, wer sie ist und wo sie ist. Durch tragische Ereignisse hat sie alles vergessen. Nach und nach wird alles aufgedeckt und Jane muss schlimme Dinge mitmachen. Ich will nicht zuviel verraten, ich weiß nur, dass ich nach dem Buch erstmal einen klaren Gedanken fassen musste. :D

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  • "Lauf, Jane, lauf!" - aber bitte ein bisschen schneller...

    Lauf, Jane, lauf!

    sternblut

    27. March 2016 um 17:19

    Eines Tages findet sich Jane Whittaker auf einer Straße mitten in Boston wieder und weiß nicht mehr wer sie ist, wo sie wohnt, hat keinerlei Erinnerungen mehr an ihr Leben. Im Krankenhaus wird sie als Frau eines beliebten Kinderchirurgen wiedererkannt und nach Hause geholt. Dort wird sie immer depressiver, schwächer und fühlt sich eingesperrt - und was sind das für Tabletten, die ihr Mann ihr immer geben lässt?Das Buch ist vom Aufbau her sehr einfach gehalten: es ist eine fast vollkommen chronologische Geschichte, die nur an wenigen Punkten in ihrer Chronologie unterbrochen wird: wenn es darum geht, kleine Teile ihrer Vergangenheit zu rekonstruieren (insbesondere im Wendepunkt). Finde ich persönlich gut, weil nach und nach immer mehr von ihrem Leben bekannt wird. Dazu sind die Kapitel nicht zu groß gehalten, es gibt keine zu großen Sprünge zwischen den Abschnitten - trotzdem scheint die Zeit manchmal ein bisschen zu verschwimmen, was allerdings nicht weiter schlimm ist, weil das von der Geschichte her passt.Und die Geschichte... naja, ich hatte den Eindruck, dass sie sehr lange nur so ein bisschen vor sich herschwimmt. Es passiert lange Zeit nicht sehr viel. Einerseits passt es irgendwie, weil sie den Eindruck hat, eingesperrt zu sein und klein gehalten zu werden (gerade durch die Tabletten) - aber trotzdem finde ich, dass es viel zu langsam vorangeht. Ich hatte ne ganze Weile ziemliche Langeweile, auch wenn sie immer wieder fixe Ideen hat, die sie gleich wieder verwirft, weil es eine ganz einleuchtende Erklärung gibt, warum es nicht so sein kann.Die ganze Geschichte war irgendwie meiner Meinung nach zu 3/4 recht schwammig. Erst um Seite 300 herum nimmt es an Fahrt auf und wird richtig spannend. Mit dem Wendepunkt hab ich überhaupt nicht gerechnet. Das ist der Teil gewesen, der mich wirklich umgehauen hat. Von dort an bis zum Ende war es brutal spannend und ich hab meine Freude daran gehabt. Das Ende hat dem Buch seine Punkte verliehen, denn wirklich begeistert war ich wirklich lange nicht. Aber das Ende... Ja, das Ende war genial, auch wenn das Buch von der Geschichte her allgemein gesehen etwas strange gewesen ist - man muss auf den Typ Buch auf jeden Fall stehen. Die Charaktere waren interessant. Die Konzeption um die Personen muss ich sagen war schon wirklich gut durchdacht und irgendwie im Endeffekt auch echt gut gemacht. Aber ich muss auch sagen, dass ich mir das ein oder andere nicht habe vorstellen können. Gerade Jane hat mir eigentlich einen ziemlich stabilen, wenn auch konfusen Eindruck gemacht und wird immer labiler, immer schwächer, immer depressiver - was irgendwo nachvollziehbar ist. Trotzdem finde ich es bescheuert, dass sie sich eigentlich immer ihre Ideen ausreden lässt, bei egal was. Es wird von ihr immer erzählt, dass sie eine starke, robuste Frau gewesen ist, die sich gerne in Schwierigkeiten gebracht hat - da passt das irgendwie nicht rein. Klar, sie weiß nicht wer sie ist, was sie getan hat und so weiter... Trotzdem finde ich es etwas überzogen, dass sie so abstürzt und so vollkommen auf das hört, was Michael ihr erzählt. Der dagegen ist perfekt: fürsorglich und nett und lieb und überhaupt. Aber er ist ZU perfekt. Was aber wirklich hinter ihm steckt (auch wenn einiges ziemlich schnell klar wird), das hätte ich auch von diesem Typ nicht erwartet. Die anderen Charaktere finde ich alle zu sehr eingenommen. Ich meine, wenn selbst die besten Freundinnen einem nicht glauben wollen, dann finde ich das schon ein bisschen unrealistisch und überzogen, auch wenn Michael eine sehr überzeugende Persönlichkeit und Jane nicht in der Lage ist, ihre Situation zu erklären. Es ist irgendwie alles zu einfach. Sind die Personen zu schwach? Wollen sie nichts sehen? Bei Diane hatte man noch den Eindruck, dass sie es verstehen möchte und dass sie nicht glaubt, was sie sieht. Aber auch sie lässt mit sich spielen. Und die Härte ist natürlich Paula, die sich ja aber zum Glück noch "bekehren" lässt. Sprachlich war das Buch ähnlich wie die Geschichte. Fielding beschreibt sehr genau und sehr schön, aber gleichzeitig dreht sie sich teilweise im Kreis. Die Genauigkeit der Beschreibungen täuscht eben doch nicht darüber hinweg, dass es sich bisweilen wiederholt und sich recht lange zieht. Schön finde ich allerdings, dass man so einen Einblick in Janes Gedanken und Empfindungen bekommt, wie sie exakter wahrscheinlich nicht sein könnten. Aber auch die Sprache konnte die Geschichte eben nicht wirklich schneller machen, was ich ein bisschen schade fand. Trotzdem ist ihre Schreibweise zumindest ein kleiner Pluspunkt gewesen.Das Cover ist schon ein bisschen älter, was wahrscheinlich daran liegt, dass es eine etwas ältere Ausgabe gewesen ist. Es ist ein eher dunkel gehaltenes Bild, auf dem eine gehetzte junge Frau zu sehen ist, scheinbar auf der Flucht. In einem weißen Rahmen ist der Name der Autorin und der Titel des Buches zu lesen. Insgesamt ist es etwas düster gehalten und passt schon ganz gut zum Buch - immerhin war Jane auch immer wieder auf der Flucht, ist weggelaufen oder hat es zumindest versucht. Also vielleicht nicht das schönste, aber doch zumindest ein passendes Cover.Was halte ich also jetzt von "Lauf, Jane, lauf!"? Ich bin mir nicht sicher. Ich bin mir wirklich nicht sicher. Einerseits hat das Buch eine wirklich interessante Wendung hingelegt und war deswegen letztlich gar nicht so schlecht wie es am Anfang den Eindruck erweckt hat. Doch insgesamt, von vorne bis hinten war das Buch meiner Meinung nach doch recht durchwachsen. Ich weiß, dass ich schon was von Fielding gelesen habe, das mich begeistert hat - doch das Buch hier konnte mich nicht so ganz überzeugen. Schade, aber was will man tun. Das nächste Mal dann wieder (: .

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  • Spannend und fesselnd.

    Lauf, Jane, lauf!

    BeeLu

    Dieser Roman fiel mir auf einem Wühltisch in die Hände und manchmal findet man dort wahrlich kleine Schätze :) Lauf, Jane, lauf. Diese Worte denkt man sich als Leser mehr als einmal. Der Roman wirft den Leser direkt auf der ersten Seite in die Handlung. Eine Frau findet sich mit blutverschmiertem Kleid, 10000 Dollar in den Taschen und mit völligem Gedächtnisverlust in den Straßen Bostons wieder. Verwirrt stolpert man mit der Figur durch die Straße, in ein Hotel und zur Polizei und schließlich doch in ein Krankenhaus und versucht händeringend herauszufinden, mit wem man es hier eigentlich zu tun hat und was eigentlich passiert ist. Ein packender und fesselnder Start. Zum Glück findet sich doch bald treusorgende Ehemann, der Jane wieder mit ins idyllische Heim nimmt. Oder doch nicht? Man ist beim Lesen geradezu mitgelähmt von den Massen an Medikamenten, die Jane einnehmen soll, tappt mit ihr gemeinsam völlig im Dunkeln und schnell baut sich eine ganz bedrückende Stimmung auf. Ist Ehemann Michael vielleicht doch nicht so besorgt, wie er glaubhaft vorgibt? Dennoch kommt man in seinen Überlegungen auch oft an den Punkt, dass man wirklich nicht mehr weiß, wem man noch glauben soll, welche Variante der Ereignisse stimmt oder nicht. Hier baut sich eine perfide Spannung auf und ich fragte mich eigentlich die ganze Zeit nur nach den Motiven des ganzen Versteck- und Verwirrspiels und wollte unbedingt irgendwie Janes Erinnerungen auf die Sprünge helfen. Im Mittelteil zieht es sich ein wenig, aufgelockert durch einige misslungene Fluchtversuche von Jane aber am Ende nimmt die Story nocheinmal Fahrt auf und die Auflösung ist dann doch wieder spannend und ein wenig unerwartet. Der Roman hat mich tatsächlich sehr gefesselt, ich habe ihn innerhalb kurzer Zeit gelesen. Manches wirkt vielleicht ein wenig konstruiert, dennoch ergibt am Ende alles einen Sinn und es bleiben keine Fragen ungeklärt. Also ein kurzweiliger und spannender Lesespaß.

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    • 4
  • Packende Geschichte mit dem Zwang, weiterzulesen.

    Lauf, Jane, lauf!

    HonyPuppe

    23. February 2016 um 21:59

    Die Story: In dem Buch Lauf, Jane, Lauf! von Joy Fielding, Originalausgabe 1991 erschienen (deutsche Erstausgabe 1992 bei Goldmann) geht es um Jane, die sich blutbefleckt, die Taschen voller Geld und ohne Erinnerungsvermögen auf den Straßen Bostons wiederfindet. Jane hat keine Ahnung wer sie ist, woher sie, das Geld in ihren Taschen oder das Blut auf ihrem Kleid kommt. Sie weiß auch nicht was sie vorhatte als sie sich auf den Straßen Bostons wiederfindet. Sie weiß nur, dass sie irgendwie ihr Gedächtnis wiederbekommen muss. Im Krankenhaus nach Hilfe suchend, wird sie nach einigen Untersuchungen von einer Frau wiedererkannt und ihr Ehemann benachrichtigt. Doch Jane hat keinerlei Erinnerung an diesen liebevollen, fürsorglichen Mann der sie mit zu sich, zu ihnen nach Hause, nimmt und sich um sie kümmert. Auch fühlt sie sich in ihrem eigenen Haus wie eine Gefangene und die Medikamente die angeblich helfen sollen, bewirken jedoch das Gegenteil. Alpträume, die sich als Erinnerungen aus ihrem Leben herausstellen, lassen in Jane den Verdacht wachsen, dass etwas nicht stimmt. Wieso will ihr Ehemann nicht, dass sie ihre Freunde oder gar ihre eigene Tochter anruft oder sieht? Ihr kommen immer mehr Zweifel, dass ihr angeblich um ihr Wohl besorgter sie liebender Ehemann nur das Beste für sie will. Jane erfährt mit der Zeit immer mehr über sich und ihre Vergangenheit und findet bald raus, dass nicht alle gute Absichten haben und gerät somit in ein Netz aus Lügen, dass es zu entwirren gilt. Welche Rolle spielt dabei ihr Ehemann? Meine Meinung: Joy Fielding hat es geschafft, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um Jane, die versucht Stück für Stück ihre Erinnerungen zurück zu bekommen und dabei auf die Hilfe aller anderen angewiesen ist, ist einfach durchgehend spannend. Man muss ständig mit dem Charakter mitfiebern und kann sich genau in die einzelnen Situationen hineinversetzen. Wie sich Jane fühlt, kann man nur zu gut nachvollziehen. Das Buch wird eigentlich als Krimi/Thriller vermarktet, aber im „typischen“ Krimi handelt es sich meist um die verschiedensten Morde und Brutalitäten die man sich vorstellen kann. Hier allerdings geht es überhaupt nicht darum sondern das Buch konzentriert sich eher auf die psychische Gewalt. Vom Anfang bis zum Ende packend geschrieben und es nimmt immer wieder überraschende Wendungen, die einen ständig mitreißen. Mein Fazit: Eine packende Geschichte, die einen zwingt weiterzulesen. Wer das Buch aus der Hand legt, ist selber Schuld. Dieses Buch hat mich so mitgerissen und neugierig auf alles Weitere gemacht, dass ich es innerhalb von 2 Tagen durchgelesen habe und nur für den Toilettengang eine kurze Pause eingelegt habe. Joy Fielding ist ein Genie in der Welt der Bücher. Wenn man so etwas liest kann man nur hoffen, dass man selbst nie sein Gedächtnis verliert.

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  • Wer bin ich wirklich?

    Lauf, Jane, lauf!

    sommerlese

    23. February 2016 um 15:41

    Die Kanadierin "*Joy Fielding*" ist einfach ein Garant für Spannungsliteratur. 1992 erschien Ihr Roman "*Lauf, Jane, lauf!*", der im "*Goldmann Verlag*" immer wieder aufgelegt wird. Es beginnt wie ein Alptraum: eine Frau findet sich blutbefleckt, mit den Taschen voller Dollarscheine und ohne Erinnerungsvermögen auf einer Strasse in Boston. Wer ist dieser Mann, den man ihr als ihren Ehemann vorstellt und der sie so aufopfernd umsorgt? Was sind das für Medikamente, die ihr angeblich helfen sollen? Und warum fühlt sie sich plötzlich als Gefangene im eigenen Haus? Zu Beginn des Buches wird man genau wie die ahnungslose Protagonistin Jane mitten in diese schreckliche Situation geworfen. Verzweifelt sucht man mit ihr und hofft auf Informationen durch die Polizei oder das Krankenhaus. Doch da gibt es nichts was wirklich Licht ins Dunkel bringt. Beklommen und gefesselt verfolgt man als Leser die Handlung, sieht den aufopfernden Ehemann, der ihr Medikamente verabreicht und fragt sich nach den Gründen für das Blut. Die Amnesie verdeckt die Vergangenheit und die Identität der Frau und wirft auch den Leser in eine bedrückende Stimmung. Relativ früh ahnt man den Täter, doch die Spannung bleibt bestehen. Die Zusammenhänge erschliessen sich erst am Ende richtig und bilden mit überraschender und realistischer Schilderung einen würdigen Abschluss. Wenn ich an diesem Buch etwas zu bemängeln habe, dann sind es die vielen Medikamente, die Jane ohne zu zögern schluckt. Wie sie umnebelt nach ihrer Vergangenheit sucht, erscheint mir doch unglaubwürdig. Mit dem Tablettenkonsum könnte ich nicht einmal eine Einkaufsliste erstellen. Auch zieht sich der Mittelteil ein wenig, Jane stellt zu viele mögliche Thesen über die Wahrheit auf. Als Leser weiß man nicht, was man noch glauben soll. Aber man ist so gefesselt, dass man immer weiter liest und erliegt diesem Pageturner vollkommen. Die offenen Fragen werden alle logisch beantwortet und es stellt sich ein Aufatmen ein, eine erlösende Aufklärung der rätselhaften Dinge. Wer das hilflose Gefühl von Amnesie kennen lernen will, der sollte zu diesem Buch greifen. Hier ist man hautnah betroffen und kämpft mit der Protagonistin um die Wahrheit. Ein gelungener Pageturner!

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  • Packend

    Lauf, Jane, lauf!

    winter-chill

    19. October 2015 um 19:53

    Eine Frau steht mitten in Boston und weiß nicht mehr, wer sie ist. Ihre Manteltaschen sind voller Hundert-Dollar-Scheine und ihr Kleid blutdurchtränkt. So beginnt der Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ von Joy Fielding. Und mehr möchte ich an dieser Stelle schon gar nicht mehr zum Inhalt sagen, weil ich da einfach zu viel vorweg nehmen würde. Mir hat dieser Thriller, der in meinen Augen mittlerweile fast schon ein Klassiker ist, sehr gut gefallen. Fielding hat einen wunderbaren Schreibstil: Extrem fesselnd und bildlich, aber auch irgendwie elegant. Man fliegt geradezu durch die Seiten und kann einfach nicht mehr aufhören gemeinsam mit der Protagonistin Jane um ihr Gedächtnis zu kämpfen. Man ahnt zwar schon recht früh, wer hinter der ganzen Sache steckt, das tut der Spannung aber keinen Abbruch. Denn hauptsächlich fragt man sich nach dem Warum bzw. den Motiven des Täters. Das Ende der Geschichte ist dann umso heftiger und hat mir wirklich Gänsehaut verursacht, weil es einfach so realistisch und nachvollziehbar ist. Nebenbei erfährt man übrigens auch noch einiges über die hysterische Amnesie. Ein packendes, authentisches Versteckspiel – ein tolles Lesevergnügen.

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