Solange du atmest

von Joy Fielding 
3,9 Sterne bei44 Bewertungen
Solange du atmest
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Positiv (28):
lesenbirgits avatar

Sehr atemberaubend geschrieben

Kritisch (2):
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Kein schlechtes Buch, aber nicht sonderlich spannend. Die aktuellen Bücher von Joy Fielding gefallen mir leider nicht so gut.

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Inhaltsangabe zu "Solange du atmest"

Als Psychotherapeutin und mit eigener verkorkster Familiengeschichte glaubt Robin, alle menschlichen Abgründe zu kennen. Doch dann erhält sie eines Tages während einer Sitzung einen Anruf, der sie völlig aus der Fassung bringt. Ihre Schwester Melanie, zu der sie jahrelang keinen Kontakt hatte, teilt ihr mit, dass jemand brutal auf ihren Vater, seine neue Frau Tara und deren zwölfjährige Tochter geschossen hat. Tara erliegt kurz darauf ihren Verletzungen. Obwohl Robin zweifelt, dass es das Richtige ist, sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen, macht sie sich auf den Weg in ihren Heimatort. Ihr ist klar, dass es viele Menschen gibt, die einen Grund hätten, ihren Vater zu hassen – allen voran ihre eigene Familie. Aber was für ein Monster schießt auf eine Zwölfjährige?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442314348
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:24.07.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.07.2017 bei Der Hörverlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    lesenbirgits avatar
    lesenbirgitvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr atemberaubend geschrieben
    total fesselnd das Buch....

    Meine eigene Meinung zu Joy Fielding:
    Die Protagonistin der Geschichte ist Robin, Psychotherapeutin mit eigener verkorksten Familiengeschichte. Ihre Schwester Melanie, zu der sie ein äußerst schwieriges Verhältnis hat, darüber informiert, dass ihr Vater angeschossen worden ist und auch dessen neue Frau Tara und die zwölfjährige Tochter, beschließt Robin in ihren Heimatort zurückzukehren. Die Geschichte wird aus Robins Perspektive erzählt.

    Robin ist nicht überrascht, dass ihr Vater angeschossen wurde, schließlich gehört dieser nicht gerade zu den sympathischsten Menschen. Somit hätte jedes der drei Kinder ein Motiv gehabt. Dennoch bleibt die Frage, wer schießt auf die zwölfjährige Cassidy?

    Die Geschichte hat durchaus ihren Reiz. Wer allerdings einen blutrünstigen, brutalen Thriller lesen möchte, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen. Diese Erwartungen werden hier  nicht erfüllt. Die Geschichte nimmt eher gemächlich ihren Lauf.
    An manchen Stellen erscheint die Geschichte daher etwas langatmig. Aber insgesamt kann ich sagen es liest sich flüssig, was besonders Joy Fieldings Schreibstil zu zuschreiben ist. Diesen erkenne ich deutlich wieder.

    Die Charaktere waren wie immer gut ausgearbeitet.
    Die Auflösung des Falls ist gut gelungen.
    Mein Fazit:
    Solange du atmest ist nicht Joy Fieldings bester Thriller. Die Spannung ist zwar da, allerdings nicht übermäßig.

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    Susanne_Schwarzs avatar
    Susanne_Schwarzvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Packendes Buch. Nach langer Zeit wieder mit die Schwester ein gelungener Fielding.
    Guter Fielding

    In "Solange du atmest" geht es um die Psychotherapeutin Robin. Diese hat selbst eine schwierige Beziehung zu ihrer Familie und wird eines Tages von ihrer Schwester angerufen. Ihr Vater und seine Frau wurden erschossen.


    Das Buch hat mich sehr gefesselt, hier werden viele Familienpobleme angeschnitten. Es geht um Eifersucht, Untreue, Liebe und Verrat.
    Alles in allem ein super Buch was man nichtmehr aus der Hand legen will. Das Ende ist super unerwartet und gut! 

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    linda-liests avatar
    linda-liestvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Dieser Thriller hat mich mehr gefesselt als Joy Fieldings Vorgänger "Die Schwester".
    Fesselnder als Joy Fieldings letzter Thriller

    Das Buch dreht sich um Robin, eine Psychotherapeutin, die selbst geprägt von ihrem etwas verkorksten Familienleben ist und regelmäßig an Panikattacken leidet.

    Während einer Sitzung mit einer Klientin ist sie nicht wirklich bei der Sache. Sie bekommt weder mit, wovon die Frau eigentlich die ganze Zeit redet, noch kann sie sich an ihren Namen erinnern. Ihre Gedanken drehen sich nur um die Nachricht von ihrer Schwester „Ruf mich an.“. Seit Jahren haben die beiden keinen Kontakt. Eine Panikattacke überkommt Robin.

    Sie beschließt, ihre Schwester Melanie zurückzurufen.

    Ihre Schwester erzählt ihr, dass ihr Vater Greg, dessen neue Frau Tara und Tochter Cassidy angeschossen wurden und im Krankenhaus liegen.

    Robin macht sich auf den Weg nach Red Bluff, ihrem Heimatort, den sie vor Jahren den Rücken gekehrt hat.

    Joy Fielding überzeugt meiner Meinung nach mit diesem Thriller, auch ohne irgendwie vorab zu spoilern möchte ich sagen, dass mich das Ende des Buches echt überrascht hat. Es kam einfach anders, als erwartet. Und das ist relativ selten der Fall.

    Den Schreibstil mochte ich bereits bei dem ersten Buch, welches ich von ihr gelesen habe („Die Schwester“) und auch hier gefällt er mir. Das Buch ist etwas zum entspannten Runterlesen auf der Couch. Ich kann nicht so richtig sagen, woran es liegt aber ich mochte das Buch, obwohl es irgendwie von dem Spannungsbogen nicht ganz mit Chris Carter’s Thrillern mithalten kann. Es hat mich nicht umgehauen, es aber dennoch geschafft mich mitzureißen.

    Fotos und mehr findet ihr zu dem Buch auf meinem Blog: Joy Fielding - Solange du atmest

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten
    Unfassbar!

    Robin Davis ist Psychotherapeutin in Los Angeles. Als sie eines Tages völlig unerwartet einen verpassten Anruf von ihrer Schwester Melanie auf dem Handy hat, macht sie sich auf den Weg nach Red Bluff. Robin erfährt, dass es in der Villa ihres Vaters eine Schießerei gegeben hat und ihr Vater, seine Frau Tara und deren 12-jährige Tochter schwer verletzt sind.

    Dies war mein erstes Buch von Joy Fielding und ich bin positiv überrascht. Mit so einem angenehmen Schreibstil hätte ich nicht gerechnet.

    Robin hat immer wieder Panikattacken, die meist durch etwas in ihrer Familie ausgelöst werden. Ich hätte mir gewünscht, dass diese noch ausführlicher beschrieben werden. Robin hat sich schon vor Jahren von ihrer Familie abgewandt und kehrt nun zurück nach Hause. Das Verhältnis zu ihrer Schwester war schon immer schwierig. Ich finde es toll, wie die Autorin das hervorbringt. Man kann als Leser die Kälte zwischen den beiden förmlich spüren. Leider muss ich sagen, dass ich weder mit Robin, noch mit ihrer Schwester warm geworden bin. Ich weiß nicht genau, woran es lag, aber wahrscheinlich ist es, weil Robin in vielen Situationen komplett anders gehandelt hat, als ich es getan hätte. Melanie war mir von Anfang an unsympathisch. Sie kritisiert jeden und hinter jedem ihrer Worte steckt etwas unfreundliches. Wie sie sich gegenüber anderen verhält finde ich einfach unpassend und unfair.

    Ich war total über die Auflösung überrascht. Mit so was hätte ich nie gerechnet. Aber diese Geschichte zeigt mal wieder, wie nah Hass und Liebe beieinander liegen und wie schnell das eine zum anderen werden kann. Leider hat mir an einigen Stellen einfach die Spannung gefehlt. Die Geschichte ist interessant, sodass man schon wissen wollte, wie es weitergeht, aber wirklich gefesselt hat mich das Buch nicht.

    Eine unfassbare Geschichte, in der manchmal einfach die Spannung fehlt!

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    nessisbookchoices avatar
    nessisbookchoicevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein seichter Thriller, der durch den leichten, absolut angenehmen Schreibstil und eine Familiengeschichte besticht, die man lesen will.
    Mein zweiter Roman/Thriller von Joy Fielding

    Titel: "Solange du atmest"
    Autorin: Joy Fielding
    Erscheinungsdatum: 24. Juli 2017
    Seitenanzahl: 448 Seiten
    Genre: Roman/Thriller
    Preis: Hardcover 19,99€
    Verlag: Goldmann Verlag
    ISBN: 978-3-442-31434-8
    Klappentext:
    Als Psychotherapeutin und mit eigener verkorkster Familiengeschichte glaubt Robin, alle menschlichen Abgründe zu kennen. Doch dann erhält sie eines Tages während einer Sitzung einen Anruf, der sie völlig aus der Fassung bringt. Ihre Schwester Melanie, zu der sie jahrelang keinen Kontakt hatte, teilt ihr mit, dass jemand brutal auf ihren Vater, seine neue Frau Tara und deren zwölfjährige Tochter geschossen hat. Tara erliegt kurz darauf ihren Verletzungen. Obwohl Robin zweifelt, dass es das Richtige ist, sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen, macht sie sich auf den Weg in ihren Heimatort. Ihr ist klar, dass es viele Menschen gibt, die einen Grund hätten, ihren Vater zu hassen – allen voran ihre eigene Familie. Aber was für ein Monster schießt auf eine Zwölfjährige?
    (Quelle: Randomhouse)

    Hier kannst Du "Solange du atmest" kaufen.

     

    Ich habe dieses Büchlein vom Goldmann Verlag und Randomhouse als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt bekommen.
    Vielen Dank dafür! :)

     

    Cover und Klappentext

    Ich finde das Cover wirklich gelungen. Es strahlt eine merkwürdige Harmonie aus, ist aber dennoch gleichzeitig so geheimnisvoll, dass man sich fragt, was es mit dem Schmetterling auf sich hat.

    Dieser prangert inmitten des Covers ziemlich hervorstechend heraus, was den Titel darunter etwas in den Hintergrund rückt.
    Dies tut der Neugierde allerdings keinen Abbruch.

    Der Titel wird ein einziges Mal im Buch in einen Kontext gesetzt und auch zur allgemeinen Handlung passt er gut.
    Dennoch hätte ich mir für dieses Werk einen prägnanteren Titel gut vorstellen können.

    Der Kontrast zwischen dem Grau und Rot des Hintergrundes und des Schmetterlings, sowie das Weiß und der darauf liegende Name der Autorin in Schwarz ist wunderbar gelungen und macht das Cover zu etwas Einzigartigem.

    Der Klappentext lässt den Leser bereits darauf schließen, dass es sich hierbei wieder um einen Thriller handelt, obwohl das Werk mit "Roman" tituliert ist.
    Dennoch finde ich die Bezeichnung "Roman" in einigen Punkten treffend, da es sich in diesem Buch ebenfalls um eine Familientragödie zu handeln scheint.

    Alles in allem hat mich der Klappentext nur noch neugieriges auf das Buch werden lassen und hat definitiv nicht zu viel verraten oder gar versprochen.

     

    Figuren

    Die Protagonistin dieses Werkes ist Robin Davis, eine Psychotherapeutin aus LA, die mit ihrer Familie, so scheint es, weitesgehend abgeschlossen hat und keinen engeren Kontakt pflegt.

    Bereits auf den ersten Seiten erschien sie mir wie eine gebrochene, unsichere Frau, die Panikattacken erleidet und damit nicht gut umzugehen weiß, was für mich einen kleinen Widerspruch zu ihrem Beruf bildet, indem sie sich mit genau derartigen Problemen auseinandersetzt.

    Im Laufe der Handlung verändert sie sich nicht unbedingt, sondern bleibt eher zurückhaltender, was ihre eigene Meinung betrifft und gibt in meinen Augen schnell auf.
    Ich denke, dass sie mit diesen Methoden eine gemeinsame Basis mit ihrer Schwester Melanie sucht, was jedoch in den meisten Fällen fehlschlägt.

    Melanie ist eine ziemlich unzufriedene Frau und Mutter eines authistischen Sohnes.
    Das gesamte Buch über liest man über ihre Unzufriedenheit bezüglich ihres Lebens, der Krankheit ihres Sohnes, ihr kaum vorhandenes Liebesleben und über die Personen, die sie in ihrem Leben als störend empfindet (was so gut wie jeder ist).

    Sie erschien mir absolut verbittert und trat zu 95% mürrisch, missgelaunt und sarkastisch auf.
    Mit ihrer Schwester Robin findet sie keinen grünen Zweig und findet so gut wie nur Kritik an allem, was sie tut.

    Auch, wenn sich diese beiden Hauptfiguren für euch nun total negativ behaftet anhören, lasst euch sagen:
    Auf irgendeine verquere Weise mag man sie trotzdem und einige finden sich bestimmt zu kleinen Teilen darin wieder.

    Dadurch, dass beide Frauen ihre Probleme, sowie Ecken und Kanten (mal größere, mal kleinere) haben, wirken sie zu großen Teilen authentisch, realistisch und menschlich.
    Fielding beweist durch diese humane Zeichnung ihrer Charaktere ihr Talent.

    Natürlich spielen auch andere Charaktere eine große Rolle in diesem Roman.

    So auch Robins und Melanies Bruder Alec. Auch er hat sich von der Familie abgeschottet, wird aber in dem Buch näher beleuchtet, sodass wir die Hintergründe des Zerwürfnisses auch hier nochmal deutlich gezeigt bekommen.

    Wir hätten noch Blake, Robins Verlobten, der aber in meinen Augen keine allzu große Rolle spielt. Er kommt in der zweiten Hälfte quantitativ mehr vor, besitzt für mich aber keine Figur von allergrößtem Gewicht, obwohl er natürlich in einigen Aspekten und für gewisse Hintergrundinformationen wichtig ist.

    Viel mehr von Bedeutung ist da die 12 jährige Cassidy: 
    Robins und Melanies Stiefschwester, sowie Opfer einer Schiesserei im trauten Heim, der ebenso ihre Mutter und ihr Stiefvater zum Opfer liegen.

    Zu Beginn wirkte Cassidy für mich wie ein aufgewecktes Mädchen, das sich absolut nicht ihrem Alter entsprechend verhielt.
    Ihr Ausdruck ist so manches Mal der eines Erwachsenen und auch ihre Handlungen sind nicht 'kindlich' genug.

    Mit der Tat an sich scheint sie gut, vielleicht sogar zu gut, umzugehen und sie immer mehr zu verkraften.

     

    Inhalt und Schreibstil

    Ich habe bisher lediglich ein Buch von Joy Fielding gelesen und das war "Lauf, Jane, Lauf", welches mir schon gut gefallen hat.
    Dort hatte ich allerdings an der kleinen Schrift und dem engen Zeilenabstand zu meckern, was in "Solange du atmest" allerdings keinen negativen Kritikpunkt darstellt.

    Hier finden wir eine schöne, gut lesbare Schrift, sowie einen ausreichenden Zeilenabstand vor, der, in Verbindung mit einem brillanten und absolut angenehm zu lesenden Schreibstil, dazu führt, dass man quasi durch das Buch fliegt.

    Fielding hat es geschafft, konstant Spannung aufzubauen, obwohl das gesamte Konstrukt zum Ende hin betrachtet denkbar einfach gestrickt ist.
    Für mich waren die stetigen Spannungen innerhalb der Familie und die entsprechenden Hintergründe ebenso interessant, wie die eigentliche Tat (die Schiesserei) an sich.

    Auch durch Fieldings einfachen sprachlichen Ausdruck sind die Seiten nur so vor sich hingeblättert.
    Ich wollte außerdem durchgehend wissen, wie es weitergeht.

    Natürlich konstruiert man sich im Laufe einer Handlung seine eigenen Theorien, verdächtigt Personen, die einem merkwürdig vorkommen und fragt sich, wie nun alles aufgelöst werden wird.

    Wie bereits kurz angeschnitten haben wir hier keinen hochkarätigen und komplex strukturierten Thriller vor uns, sondern ein Buch, das eher auf die seichte Rasanz und Brisanz setzt.
    So lesen wir des öfteren kleine, aber feine packende Aspekte, die der Handlung immer wieder neuen Schwung geben und den Leser dazu bringen, seine bisherigen Theorien und Gedanken nochmals neu zu ordnen.

    Das Ende ist gut durchdacht, allerdings für Thriller-Viel-Leser etwas zu durchsichtig.
    Wie ihr wisst, bin ich kein Genie im Herausfinden von Tätern vor der autorischen Auflösung, aber die letzten Seiten vor dieser hat Fielding relativ offensichtlich gestaltet, sodass ich erahnen konnte, worauf der Abschluss nun hinausläuft.

    Hier hätte ich mir, auch durch die Handlungen der einzelnen Charaktere, einfach mehr Spannung, unvorhersehbare Wendungen und einen den einen "Wow"-Moment gewünscht, den so ein Buch eigentlich verdient hätte.

    Nichtsdestotrotz bin ich mit dem Ende als solches zufrieden und fühle mich von "Solange gut atmest" gut unterhalten.

     

    Fazit

    Joy Fielding hat mit diesem, für mich erst zweiten, Roman ein weiteres Buch in die Buchhandlungen befördert, das definitiv lesenswert ist!

    Man wird durch verschiedene Aspekte und Thematiken immer wieder gut unterhalten, was den Spannungsbogen nie wirklich sinken lässt.

    Die Figuren hat Fielding individuell und, wie ich finde, außergewöhnlicher, als die typischen 08/15 Mainstream Protagonisten gezeichnet und hat ihnen somit Leben eingehaucht.
    Die Autorin schafft es, die Charaktere trotz ihrer, teils doch relativ beachtlich negativen Eigenschaften, sympathisch und echt wirken zu lassen, sodass man sich in keiner einzigen Minute von ihnen gestört fühlt.

    Das Ende hätte für meinen Geschmack noch etwas...Explosiveres vertragen.

    Alles in allem vergebe ich aber 4,5/5 Sternchen an ein Buch, dass durch seine seichte, aber doch konstante Spannung, unverwechselbare Charaktere und Leichtigkeit des Schreibstils besticht. 

    Ich freue mich schon auf ein weiteres Buch von Joy Fielding. "Die Schwester" liegt schon bereit und wartet auf mich! :)

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    gedankenbuechereis avatar
    gedankenbuechereivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch ist in Ordnung, einigermaßen spannend, aber nicht so, dass man es nicht aus der Hand legen kann
    Nicht Fieldings bester Thriller

    MEINE MEINUNG:
    Protagonistin der Geschichte ist Robin, Psychotherapeutin mit eigener verkorksten Familiengeschichte. Nachdem ihre Schwester Melanie, zu der sie ein äußerst schwieriges Verhältnis pflegt, sie darüber informiert, dass ihr Vater, dessen neue Frau Tara und auch die zwölfjährige Tochter dieser angeschossen wurden, beschließt Robin in ihren Heimatort zurückzukehren, dem sie schon vor Jahren den Rücken gekehrt hatte. Dort geraten vor allem Melanies autistischer Sohn Landon und Robins und Melanies Bruder Alec in Verdacht, die grausame Tat begangen haben. Die Geschichte wird aus Robins Ich-Perspektive erzählt.

    Robin ist nicht überrascht, dass ihr Vater angeschossen wurde, schließlich gehört dieser nicht gerade zu den sympathsichsten Menschen. Selbst seine Kinder hassen ihn, mit seiner cholerischen und selbstgerechten Art, hatte er für seine Kinder nicht viel Liebe übrig. Somit hätte jedes der drei Kinder ein Motiv gehabt. Vor allem sein Sohn Alec, nachdem sein Vater nach dem Tod seiner Mutter, seine Ex-Verlobte geheiratet hat. Zudem wird Robins Vater von ihr als arroganter Egoist beschrieben, der nur seine eigene Macht und seinen Reichtum im Kopf hatte und diesen auch gern mit seiner protzigen Villa für alle anderen Menschen zur Schau stellte. Somit gäbe es genug Menschen, die ein Motiv dafür hätten, auf Robins Vater und auch auf seine Frau Tara zu schießen. Dennoch bleibt die Frage, welches Monster schießt auf die zwölfjährige Cassidy?

    Zunächst muss ich sagen, dass die Geschichte durchaus ihren Reiz hat. Wer allerdings einen blutrünstigen, brutalen Thriller lesen möchte, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen. Diese Erwartungen werden hier ganz bestimmt nicht erfüllt. Die Geschichte nimmt eher gemächlich ihren Lauf und setzt den Fokus auf die zerrüttete Familiengeschichte und das Auflösen des Falls. An manchen Stellen erscheint die Geschichte daher etwas langatmig, allerdings liest sich die Story sehr flüssig, was besonders Joy Fieldings Schreibstil zu verschulden ist. Diesen erkennt man deutlich wieder, er ließ mich durch die Seiten fliegen.

    Durch die Behandlung der familiären Probleme im Vordergrund des Geschehens, habe ich oftmals vergessen, dass es sich hierbei um einen Thriller handelt. Ich musste nicht vor Spannung den Atem anhalten, zwar bleibt diese konstant erhalten, aber eher auf einem mittelmäßigen Niveau, ohne Höhepunkte. Das Rätseln kommt hier nicht zu kurz, allerdings fehlt das gewisse Etwas, dass mich an dieses Buch fesseln sollte. Mit jedem neuen Charakter erkennt man eine potentielle Chance, dass dieser der gesuchte Täter sein könnte. Das ist ein großer Pluspunkt für diesen Roman, da bis zum Ende nicht klar wird, wer es wirklich getan hat.

    Die Charaktere waren wie immer gut ausgearbeitet, allerdings konnte ich mich mit keiner der Figuren so wirklich anfreunden. Die Protagonistin Robin war mir eine Spur zu weinerlich, hier hat die Autorin meiner Meinung nach, etwas über die Stränge geschlagen mit Robins „Kaputtheit“ und psychischen Problemen. Wegen jeder Kleinigkeit bekommt sie eine Panikattacke und an manchen Stellen wirkte das auf mich fehl am Platz. Sie ist außerdem sehr schüchtern und nicht selbstbewusst genug. Dennoch waren die Emotionen zum größten Teil gut dargestellt und glaubhaft.

    Die Auflösung des Falls ist überraschend gut gelungen, sehr genau durchdacht. Allerdings kommt diese nicht Schritt für Schritt, sondern viel zu plötzlich. Daher wird sie auch zu kurz gehalten. Auch wenn ich nicht mit dieser Wendung gerechnet habe, konnte mich das Ende nicht komplett überzeugen.

    FAZIT:
    Solange du atmest ist nicht Joy Fieldings bester Thriller. Die Spannung ist zwar da, allerdings nicht übermäßig. An manchen Stellen tröpfelt die Geschichte vor sich hin, so richtig konnte sich das Thriller-Feeling nicht bei mir einstellen. Das Ende ist von der Idee her sehr gut durchdacht, kommt aber viel zu plötzlich und auch zu nebensächlich. Schade! Nicht schlecht, aber auch kein Jahreshighlight.

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    moccabohnes avatar
    moccabohnevor einem Jahr
    wer hätte das gedacht....

    Als Robin eines Tages einen Anruf ihrer Schwester Melanie erhält, dass es einen tätlichen Überfall  auf ihren Vater, seiner neuen Ehefrau Tara und ihrer 12 jährigen Tochter Cassidy  gegeben hat, macht sie sich gleich auf die Reise in ihre frühere Heimat. Ihre ehemals  beste Freundin Tara  erliegt noch ihren Verletzungen bevor Robin angekommen ist..

    Als selbstständige Psychotherapeutin  kämpft Robin selber mit Angstzuständen und Neurosen und muss sich nun ihrer Vergangenheit stellen.

     

    Robin hatte jahrelang keinen Kontakt zu ihrer verkorksten Familie. Mit ihrer Schwester führt sie alles andere als eine liebevolle Geschwisterbeziehung.

     Robin muss sich von ihrer Schwester Einiges anhören und ein schlechtes Gewissen machen lassen. Nur zu gerne würde man sich in die Streitereien mit einmischen.

     

    Nun bleibt die Frage, wer und warum schießt auf die kleine Familie? Wieso schreckt der Täter noch nicht einmal vor einem Kind zurück…

     

    Joy Fielding lenkt den Leser von Zeit zu Zeit auf den einen oder anderen Tatverdächtigen. So richtig spannend wird es erst zum Schluss! Mit diesem Ausgang der Geschichte hätte ich so nicht gerechnet.

    So richtig eingetaucht in die Geschichte bin ich erst zum Ende und habe zum Glück schon andere Bücher der Autorin gelesen, die mir sehr viel besser gefallen haben.

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    zitroenchen76vor einem Jahr
    Solange du atmest

    Für Joy Fielding Fans ein Muß! Ich habe den Roman innerhalb eines Tages durchgelesen. Die Story ist gut - würde aber eher als Familienroman durchgehen. Viele Probleme in der Familie, die sich nach und nach erklären. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, gut und schnell zu lesen. Verdachtstäter hatte ich so einige und erst gegen Schluß, kam ich auf den wirklichen Täter. Robin gefiel mir sehr gut. Blake ist ein Traummann. Warum denkt Robin sie ist eine schlechte Therapeutin und warum hat sie Panikattacken (kam leider nicht gut rüber).
    In diesem Roman fehlt die gewohnte Spannung der Autorin. Es war leider kein Thriller und auch kein Krimi. Definitiv ihr bisher schlechtester Roman.

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    abuelitas avatar
    abuelitavor einem Jahr
    endlich mal wieder eins, das mir gefallen hat

    Robin Davis ist Psychotherapeutin. Kurz vor einer Sitzung erhält sie einen Anruf von ihrer Schwester, der sie total aus der Fassung bringt. Jemand habe auf ihren Vater, seine Frau und die zwölfjährige Cassidy geschossen. Robin hatte mit allen seit Jahren keinen Kontakt mehr. Tara, die Frau ihres Vaters, war damals ihre beste Freundin und zu Schwester Melanie hatte sie schon immer ein sehr kompliziertes Verhältnis.

    Robin macht sich auf den Weg in ihre Heimatstadt, obwohl sie starke Zweifel daran hat, ob das gut für sie ist. Tara erliegt ihren Verletzungen, der Vater ist im Koma und nur Cassidy erholt sich langsam und hängt sich richtig an Robin. Bzw. an deren Verlobten Blake….

    Soweit so gut. Die Story an sich ist eher einfach konstruiert, aber was die Autorin daraus macht – sehr gut ! Was war damals los, wie kam es dazu, warum hat Robin heute immer noch Panikattacken und warum kann sie fast keinem Mann mehr vertrauen?

    Als das und noch viel mehr erfahren wir nach und nach aus der Vergangenheit der Familie. Und das ist wirklich gelungen! 


    Das Verhältnis der Schwestern zueinander ist nach wie vor gespannt, vor allem, da Robin mit dem autistischen Sohn von Melanie nicht so richtig zurechtkommt. Und dieser auch noch verdächtig ist….

    Mehr verrate ich jetzt aber wirklich nicht, nur, dass es eben seit langer Zeit wieder ein Roman von Joy Fielding ist, der mir sehr gefiel und den ich auch bis zum Schluss spannend fand. 

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    romanasylvias avatar
    romanasylviavor einem Jahr
    Kurzmeinung: sehr spannendes buch, lässt sich schnell lesen - gute geschichte. sehr empfehlenswert :-)
    sehr spannend

    Als Psychotherapeutin und mit eigener verkorkster Familiengeschichte glaubt Robin, alle menschlichen Abgründe zu kennen. Doch dann erhält sie eines Tages während einer Sitzung einen Anruf, der sie völlig aus der Fassung bringt. Ihre Schwester Melanie, zu der sie jahrelang keinen Kontakt hatte, teilt ihr mit, dass jemand brutal auf ihren Vater, seine neue Frau Tara und deren zwölfjährige Tochter geschossen hat. Tara erliegt kurz darauf ihren Verletzungen. Obwohl Robin zweifelt, dass es das Richtige ist, sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen, macht sie sich auf den Weg in ihren Heimatort. Ihr ist klar, dass es viele Menschen gibt, die einen Grund hätten, ihren Vater zu hassen – allen voran ihre eigene Familie. Aber was für ein Monster schießt auf eine Zwölfjährige?

     

    Meine Meinung: ich fand diese Geschichte sehr gut durchdacht und umgesetzt. Ist auf jeden fall es wert zu lesen. Allerdings finde ich ihre Erstlingwerke doch um einiges besser.

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