Zu Beginn habe ich mir etwas schwer getan in die Geschichte zu finden, da ich meine Probleme mit Quinn hatte, sie war mir nicht sympathisch. Aber ab dem Zeitpunkt, wo ihre Notizbuch verschwunden ist und sie erpresst wird, geht es bergauf und man lernt sie immer besser kennen, versteht sie, kann ihre Handlungen mehr nachvollziehen. Ich mochte sie dann, was aber sicher auch daran lag, dass sie sich weiterentwickelt hat und über die kurz Zeit erwachsener wurde. Das Buch ist in der Ich-Erzählerperspektive geschrieben und ich fand es gut gewählt, dass wir nur eine Sicht auf die Geschichte haben und so manche Dinge erst nach und nach erfahren,. Es hat wirklich Spaß gemacht Quinn auf ihrer Reise zu begleiten, wie sie versucht die Liste abzuarbeiten, mit der sie erpresst wird, gleichzeitig versucht herauszufinden, wer sie erpresst und warum, wie sie zu sich selbst findet und den Mut aufbringt dazu und zu ihren Wurzeln zu stehen, wie sie Freundschaften schließt und die Liebe findet. Ein tolles Jugendbuch übers Erwachsenwerden und auch das Thema Rassismus und unbewussten Rassismus ist sehr gut behandelt worden.
Joya Goffney
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Joya Goffney
All the times I’ve lied to you
Excuse Me While I Ugly Cry
Confessions of an Alleged Good Girl: Winner of Best YA Fiction, Black Book Awards 2022
Neue Rezensionen zu Joya Goffney
"All the Times I’ve Lied to You" von Joya Goffney ist eine humorvolle und gleichzeitig berührende Liebesgeschichte, die sich mit den Themen Lügen, Geheimnisse und Identität auseinandersetzt.
Die Autorin, beleuchtet die Herausforderungen, mit denen schwarze Jugendliche (leider immernoch) in einer von Rassismus geprägten Gesellschaft konfrontiert sind. Die Geschichte handelt von Quinn, deren Leben auf den Kopf gestellt wird, als sie ihr Notizbuch mit dem ihres Schwarmes Carter vertauscht.
Die Geschichte beginnt mit Quinn, einem wohlhabenden und schüchternen Mädchen, das ihre intimsten Gedanken und Geheimnisse in ihrem Notizbuch festhält. Als sie versehentlich ihr Notizbuch mit dem von Carter, einem weniger wohlhabenden und attraktiven Klassenkameraden, vertauscht, entsteht schnell ein Problem. Carter kann das Notizbuch nicht finden und nutzt die Gelegenheit, um Quinn zu erpressen – ihre Geheimnisse könnten ans Licht kommen, wenn sie nicht seine Anforderungen erfüllt.
Quinn ist eine tolle Protagonistin, die mit ihrem eigenen Selbstbild und den Erwartungen ihrer sozialen Schicht kämpft. Ihre Entwicklung ist zentral für die Geschichte.
Carter ist ein charismatischer, aber auch verletzlicher Charakter, der Quinn hilft, sich mit ihren Ängsten und Geheimnissen auseinanderzusetzen. Seine eigene Hintergrundgeschichte fügt der Handlung Tiefe hinzu.
Die Geschichte thematisiert die Suche nach Identität und den Mut, zu sich selbst zu stehen. Quinn muss lernen, dass ihre Herkunft und ihr Reichtum sie nicht definieren. Die Beziehung zu Carter zeigt, dass Liebe und Verständnis oft an unerwarteten Orten zu finden sind.
Goffneys Schreibstil ist humorvoll und gleichzeitig tiefgründig. Sie schafft es, ernste Themen mit Leichtigkeit zu verbinden, sodass der Leser sowohl lachen als auch mitfiebern kann. Die Chemie zwischen Quinn und Carter sorgt für viele amüsante, aber auch bewegende Momente.
"All the Times I’ve Lied to You" ist ein Roman, der mit Humor und Herz die Themen Lügen, Geheimnisse und Identität behandelt. Joya Goffney schafft es, ihre Charaktere lebendig und authentisch darzustellen, was den Leser dazu einlädt, sich mit ihnen zu identifizieren. Die Geschichte ist nicht nur unterhaltsam, sondern regt auch zum Nachdenken über die eigene Identität und die Bedeutung von Ehrlichkeit an.
Ein tolles Werk über das Erwachsenwerden und die Herausforderungen, die das Leben für uns bereithält.
📖 All the Times I’ve Lied to You
👩🏻💻 Joya Goffney
💞 Jugendbuch / Romance
📖 Lesetipp für alle, die Jugendromane mögen, die ernste Themen wie Rassismus ansprechen, dabei aber trotzdem leichte und humorvolle Elemente einbauen.
✍🏻 Schreibstil und Worldbuilding
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Besonders die eingeflochtenen Listen und Quinns Gedankengänge haben die Geschichte abwechslungsreich gemacht und ihr einen eigenen Ton verliehen. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass der Stil mich nicht vollständig in die Geschichte hineingezogen hat – an manchen Stellen wirkte alles eher oberflächlich.
🌍 Setting
Das Setting ist glaubwürdig dargestellt. Besonders die Schulsituation und die Dynamiken im Freundeskreis haben realistisch gewirkt. Beeindruckend fand ich die Darstellung der Schwierigkeiten, die Schwarze in überwiegend weißen Freundeskreisen erleben, wenn Alltagsrassismus bagatellisiert wird. Das hat die Geschichte eine wichtige Tiefe gegeben.
👥 Charaktere
Quinn, die für fast alles Listen führt und hinter ihrer Unsicherheit Stärke sucht, und Carter, der selbstbewusst und schlagfertig auftritt, haben eine interessante Dynamik. Beide fordern sich gegenseitig heraus, was durchaus Potenzial hat. Trotzdem konnte ich persönlich keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen. Sie waren mir nicht unsympathisch, aber emotional haben sie mich nicht so erreicht, wie ich es mir gewünscht hätte.
🔎 Darum geht’s?
Quinn wirkt nach außen hin wie jemand, der alles im Griff hat, doch hinter dieser Fassade steckt viel Unsicherheit. Mit Carters Hilfe – und durch die Aufgaben, die sie sich stellen – lernt sie, mutiger zu werden, ihre Meinung zu äußern und sich selbst zu behaupten. Dabei spielen nicht nur persönliche Entwicklungen eine Rolle, sondern auch die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen.
💗 Was hat mir gut gefallen?
Gut gefallen hat mir die Mischung aus ernsten Aspekten und leichteren, fast humorvollen Szenen. Quinns Listen lockern die Geschichte immer wieder auf, und die Thematik rund um Selbstbewusstsein und den Umgang mit Rassismus ist sehr relevant und gut eingebunden.
🤷🏻♀️ Was mochte ich nicht so?
Obwohl die Ansätze vielversprechend waren, konnte mich die Geschichte insgesamt nicht so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte. Der Klappentext hat große Erwartungen geweckt, die für mich letztlich nicht erfüllt wurden. Auch die Figuren sind mir etwas zu distanziert geblieben – ich habe sie verstanden, aber nicht wirklich mitgefühlt.
Am Ende ist es für mich ein solides Buch mit wichtigen Themen und einer netten Grundidee, das mich persönlich aber nicht ganz überzeugen konnte. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen.ö
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