Joyce Carol Oates The Falls

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Inhaltsangabe zu „The Falls“ von Joyce Carol Oates

It is 1950, and after a disastrous honeymoon night, Ariah Erskines young husband throws himself into the oblivion of the roaring waters of Niagara Falls. "The Widow Bride of the Falls," as Ariah comes to be known, begins a relentless, seven-day vigil in the mist, waiting for his body to be found . At her side throughout, confirmed bachelor and pillar of the community Dirk Burnaby is unexpectedly drawn to this plain, strange woman, falling in love with her though they barely say a word. What follows is their passionate love affair, marriage, and children - a seemingly perfect existence. But the tragedy by which their life began shadows them, damaging their idyll with distrust, greed, and even murder .But in the end it is the children who are forced to deal with their parents chilling legacy of dark secrets, unresolved emotions, and cruel truths. Set against the mythic-historic backdrop of Niagra Falls in the mid-20th century, Joyce Carol Oates explores the American family in crisis. As in her "darkly engrossing novel" (Washington Post Book World) We Were the Mulvaneys, she presents the drama of richly interwoven yet secretive lives of parents and their children when challenged by circumstances outside the family. The Falls is a love story gone wrong, and righted.

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  • Der Fluch der Fälle sei mit dir!

    The Falls
    Dubhe

    Dubhe

    06. September 2013 um 11:44

    Ariah kann es kaum glauben, endlich hat sie geheiratet. Es ist alles ziemlich schnell vonstatten gegangen und auch ihren Hochzeitstag hat sie verschwommen durchlebt.  Und dann wacht sie allein in der Honeymoonsuite in einem Hotel bei den Niagara Fällen auf, kaum 21 Stunden verheiratet.  Später erfährt sie, dass ihr kürzlich angetrauter Mann sich die Fälle hinuntergestürzt hat um sie beide aus dem Elend zu erlösen, denn sie haben sich nicht geliebt.  So kommt es, dass sie 7 Tage wache hält und darauf wartet, dass man den Leichnam ihres Ehemannes findet.  So kommt es, dass sie Dirk kennenlernt, in den sie sich später verliebt und ebenfalls eine Familie gründet.  Doch nie lassen die Schatten der Niagarafälle sie los und so kommt es, dass wieder etwas schreckliches passiert... . Das Buch spielt in 1950 und es ist nicht schlecht, nur leider eben nicht gerade das, was ich normalerweise lese.  Es ist mir ein bisschen zu dramatisch, zu tragisch und es macht ziemlich depressiv.  Ariah ist meines achtens am Anfang ein ziemlich seichter Charakter, der erst mit der Zeit besser wird.  Das Buch beginnt mit dem Aufwachen Ariahs und dem nicht finden ihres Ehemannes.  Die zweite Szene ist dann die, in der sich besagter Ehemann von den Fällen stürzt, was eigentlich schon vor dem Erwachen Ariahs passiert ist.  Ein etwas komisches Buch, aber es gibt sicher viele Leute, denen so etwas gefällt, ich bin jedenfalls keiner davon. 

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  • Rezension zu "The Falls" von Joyce Carol Oates

    The Falls
    Steerpike

    Steerpike

    23. September 2007 um 14:05

    Der Roman setzt ein mit einem Mann, der Selbstmord begeht, indem er über die Absperrung auf Terrapin Point in die Niagara-Fälle springt. Ausgehend von diesem Ereignis wird die Geschichte seiner Witwe Ariah erzählt, die keinen Tag mit ihm verheiratet war, der Selbstmord war eine Verzweiflungstat und geschah in den Flitterwochen. Die Gründe für die Tat werden nicht bis ins Detail behandelt, nur soviel wird klar: Die beiden hatten geheiratet, weil es in den 50er Jahren, in denen die Handlung angesiedelt ist, nicht anging, nicht zu heiraten, und weil sie nicht hoffen konnten näher an etwas zu kommen, das sich wie Glück anfühlte. Die völlig versteinerte Ariah, die am Ort des Geschehens bleibt, bis die Leiche ihres Mannes nach einer Woche aus dem Wasser gefischt wird, und die inzwischen seinen Abschiedsbrief verschwinden lässt, um den Selbstmord zu vertuschen, hinterlässt so einen starken Eindruck auf den reichen Lebemann und erfolgreichen Anwalt Dirk Burnaby, dass dieser sich zu ihrem Beschützer erklärt. Einen Monat später macht er Ariah einen Heiratsantrag. Gemeinsam haben sie drei Kinder, die eigentlich das Glück Ariahs komplett machen sollten, doch diese hält sich seit dem Tod ihres ersten Mannes für verdammt und wartet nur auf den Tag, an dem Dirk sie verlässt. Es kommt, wie es kommen muss, Dirk nimmt einen für die Zeit sehr ungewöhnlichen Prozess an, in dem es um die Auswirkungen von Umweltverschmutzung auf die Bevölkerung geht. Oates inspiriert sich hierbei übrigens an einem realen Prozess. Die Gemeinde von Niagara Falls hat tatsächlich in den 60ern eine Neubausiedlung auf einer Sondermülldeponie errichtet. Der Prozess wird zum Zeitfresser und zum Politikum, er zerrüttet die Ehe der Burnabys, geht verloren und Dirk wird von gedungenen Schergen der chemischen Industrie noch am Abend der Urteilsverkündung mit seinem Auto von der Straße abgedrängt. Auch Ariahs zweiter Mann stirbt so im Niagara River. Wie die Familie damit fertig wird, wie der Prozess in den 70ern noch einmal aufgerollt wird und Dirk Burnaby späte Rehabilitierung erfährt, darum geht es im Rest des Buches. Im Grunde ist "The Falls" eine Auseinandersetzung mit der alten Antigone-Problematik, dem Widerstreit von Privatem und Öffentlichem, in den 50ern noch ebenso geschlechtsspezifisch besetzt wie in der Antike. Ariahs ganzes Bestreben zielt auf die Abschottung eines familiären Kokons, hinter den alles andere zurückzutreten hat. Die sehr distanzierte personale Erzählweise, die trotz einer Fülle gegebener Informationen kein wirklich zuverlässiges inneres Bild von Ariah oder Dirk Burnaby entstehen lässt, passt sehr gut zu dieser Abschottung: Selbst den Leser scheinen Ariahs Gefühle nichts anzugehen. Dass Oates auch bei ihrem abschließenden Schwenk zur Haltung der Kinder gegenüber dieser zentripetalen Bewegung hin auf nichts als die Familie keine deutliche Problematiserung dieses Zustands vornimmt, hat bei mir einen faden Beigeschmack hinterlassen. Das Verhältnis von privatem und öffentlichem Raum, die Rolle der Familie in diesem Spannungsfeld werden mir nicht kritisch genug beleuchtet und bei allem Platz, den sich Oates nimmt (der Roman hat fast 500 Seiten), scheint mir hier einiges nicht zu Ende gedacht zu sein. Wenn etwa Ariahs ältester Sohn Chandler sein eigenes Leben nicht über das eines Geiselnehmers stellt, den er mit einer Geste des Vertrauens vom Selbstmord abzuhalten versucht, und ihn daraufhin seine Freundin verlässt, weil er für sie in dieser Situation nicht genug Verantwortung zeigt (!), dann sind wir erneut bei der Entgegensetzung von Öffentlichem und Privatem, und bei der selbstverständlichen Geringschätzung des ersteren. Eine stärkere Differenzierung und Entwicklung beim zentralen Thema des Romans, wäre wünschenswert gewesen. Oates Panorama bleibt zwar lesenswert, verschenkt aber viel von dem, was die Geschichte eigentlich hergeben würde.

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