Joyce Carol Oates Vergewaltigt

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Inhaltsangabe zu „Vergewaltigt“ von Joyce Carol Oates

Die attraktive Teena wird von einer Gruppe Männer vergewaltigt; ihre Peiniger lassen sie hilflos liegen. Ihre zwölfjährige Tochter Bethie muss hilflos zusehen und entkommt nur knapp dem gleichen Schicksal. Doch ihr Leiden ist damit noch nicht zu Ende – die Vergewaltiger drohen straffrei auszugehen. Fesselnd und eindringlich erzählt J.C. Oates die Geschichte von Teena, Bethie und ihren Peinigern – aber auch die ihres heimlichen Beschützers, der im Hintergrund um Gerechtigkeit für die Frau und ihre Tochter kämpft – und um deren Liebe.

Schonungslos und doch mit sehr viel Gefühl! Ein sehr kritisches und verdammt gutes Buch!

— MissRichardParker
MissRichardParker

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    Vergewaltigt
    MissRichardParker

    MissRichardParker

    Nachdem ich von Joyce Carol Oates schon den Roman "Niagara" gelesen und toll gefunden habe, hab ich mich über ihre anderen Bücher informiert. Jedes kllingt sehr interessant. "Vergewaltigt – Eine Liebesgeschichte" klang aber gerade durch den Gegensatz sehr interesseant. Das Buch ist sehr dünn und ich hatte es innert kürzester Zeit gelesen. Dünn, aber nur was den Umfang angeht. Der sehr spezielle, aber flüssige Schreibstil der Autorin gefällt mir absolut. Sie trifft mit kurzen Sätzen, teils nur mit einzelnen Worten direkt auf den Nerv des Lesers.   Dieses Buch ruft Emotionen hervor, und das nicht zu knapp. Ich wurde richtig gefangen genommen von der Geschichte, man leidet mit, man wird fassungslos, sprachlos, wütend, traurig... Ein gewaltiges Buch, sehr Gesellschaftskritisch und schonungslos! Eine ganz ganz ganz grosse Leseempfehlung von mir!

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    • 2
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    03. March 2014 um 14:21
  • Oates, Joyce Carol - Vergewaltigt

    Vergewaltigt
    Emili

    Emili

    24. September 2013 um 10:04

    Mich hat der Titel des Romans stutzig gemacht durch den Widerspruch darin. Außerdem las ich einige interessante Rezensionen dazu und wollte mal die Werke der Autorin kennenlernen. Jetzt war es soweit. Nachdem ich das Buch angefangen habe, hat mich die Geschichte mit einer ungeheuerlichen Kraft der Sprache und Beschreibung der Gewalt völlig unerwartet und unvorbereitet, getroffen. Es hat mir Mühe gekostet, das Buch weiter zu lesen. Es ist erschüttern und überwältigend. Die Geschichte der Hauptprotagonistin und ihrer Tochter machte mich emotional sehr betroffen. Der Erzählstil der Autorin war mir zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig, übte aber auch gleichzeitig eine gewisse Faszination auf mich aus. Eigentlich nicht nur die Sprache sondern auch die Art, wie die Autorin das Thema angeht. Schonungslos. Ein lesenswertes Buch, das mich sprachlos zurück lies und das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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  • eine ernste mit viel Empathie erzählt

    Vergewaltigt
    HeikeM

    HeikeM

    Am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA, wird in Niagara Falls gefeiert. Für Teena Maguire und ihre 12-jährige Tochter, Bethie ist es spät geworden, sie sind auf dem Weg nach Hause, als sie in einem dunklen Park einer Gruppe unter Drogen stehender junger Männer begegnen. Es wird gepöbelt, gerempelt, gegrapscht, beide werden in ein Bootshaus gezerrt und schließlich wird Teena von den Männern auf brutalste Weise vergewaltigt und danach, als sie nicht einmal mehr wimmern konnte, blutüberströmt, dem Tod näher als dem Leben, liegengelassen. Bethie konnte einen unachtsamen Moment der Täter ausnutzen und sich verstecken. Sie war es auch, die, nach dem die Männer verschwunden waren, Hilfe holte. So konnte Teena Maguire überleben. Dies ist nicht das erste Buch, in dem sich Joyce Carol Oates mit dem Thema Gewalt auseinandersetzt, in diesem Fall geht es um Gewalt gegenüber Frauen. Teena ist Opfer und das in mehrfacher Hinsicht, da ist zum einem die Gruppenvergewaltigung, andererseits ist sie ein Opfer der Menschen, die auf die Geschehnisse, mit Worten, wie: sie hat es ja herausgefordert und sie wollte es nicht anders oder sie hat es für Geld getan, reagieren und damit psychisch gegenüber Teena Gewalt anwenden. Aber für mich ist sie auch ein Opfer us-amerikanischer Justiz, sie kann schließlich nicht beweisen, dass sie es nicht wollte. Joyce Carol Oates erzählt ihre 165 Seiten umfassende Novelle in einem stakkatoartigen Stil in kurzen und kürzesten Kapiteln aus unterschiedlichen Blickwinkeln, hauptsachlich aber aus der Sicht Bethies. Der Erzählstil war zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig. Aber dann las ich fast atemlos die Schilderungen der Tat und der Zeit danach. Die endgültige Wirkung setzte jedoch erst ein, als ich das Buch beendet hatte und über das Gelesene nachdachte. Es hallt noch heute in mir nach. Es ist eines dieser Bücher, die man nicht so schnell vergisst. Die Autorin beschreibt das Geschehen direkt, ohne zu beschönigen, ohne ein Blatt vor dem Mund zu nehmen und ohne den Leser zu schonen, aber auch ohne das letzte Detail der Tat zu erwähnen. Sie verurteilt nicht nur Gewalt und Voreingenommenheit, sie prangert auch das Rechtssystem der USA an, in dem scheinbar noch ausschließlich die Männer das Sagen haben. Sehr gerieben habe ich mich an der Figur des John Dromoor. Einst kämpfte er im Golfkrieg, heute ist er als Cop im Einsatz. Er ist die Lichtgestalt, der Helfer in der Not und der allgegenwärtige Heilsbringer. Bethie verliebt sich schlagartig in ihren Retter und für ihn wird der Fall schnell mehr als nur ein Fall, er wird immer tiefer in das Geschehen involviert. So kommt es zu einem Ende, das ich so nicht erwartet hätte und das mich nicht so richtig zufrieden stellt. Warum das so ist, kann ich an dieser Stelle leider nicht ausführen, da ich auf Spoiler verzichten möchte. Der von einem Widerspruch geprägte Titel erschließt sich dem Leser bei der Lektüre, ob er in jedem Fall nachvollziehbar ist, sei dahingestellt. Er war wirkungsvoll genug, mich zum Kauf dieses Buches anzuregen. "Vergewaltigt. Eine Liebesgeschichte" ist ein Buch, das berührt, erschüttert und tief unter die Haut geht. Wer sich dem stellen möchte, dem möchte ich es empfehlen und ans Herz legen.

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    • 2
  • Rezension zu "Vergewaltigt" von Joyce Carol Oates

    Vergewaltigt
    robbylesegern

    robbylesegern

    09. May 2012 um 19:49

    Eine kurze Geschichte mit immenser Aussagekraft, ein Buch, das unter die Haut geht und bei mir widersprüchliche Gefühle hervorgerufen hat, die mich lange beschäftigt haben.Also kein Buch, was man mal eben so nebenbei liest. Joyce Carol Oates ist eine Schriftstellerin, die mich nicht nur mit ihrem Sprachstil beeindruckt hat, sondern eine Autorin , die sich nicht scheut brenzliche Themen anzusprechen, wie auch hier in dem Buch "Vergewaltigt - eine Liebesgeschichte ". Ich fragte mich zu Anfang, wie kann das zusammenpassen,doch die Antwort kam mit Fortschreiten des Buches. Dieses Buch spielt in den neunziger Jahren in Amerika, in der Nähe der Niagarafälle und wird aus der Sicht verschiedener Personen beschrieben, hauptsächlich aber der Sicht der 12 jährigen Bethie, die miterleben muss, wie ihre Mutter und fast auch sie,von einer Horde Betrunkener vergewaltigt und fast zu Tode geprügelt wird.Teena ihre junge attraktive Mutter, die ihren Mann früh verloren hat, feiert mit ihrer Tochter den 4. Juli, den Nationalfeiertag, bei einem Freund mit vielen anderen Gästen. Obwohl der Freund ihr anbietet, dass sie bei ihm übernachten können, macht Teena sich mit ihrer Tochter auf den Heimweg und entscheidet sich für eine Abkürzung durch den Park.Hier treffen sie auf 5 junge Männer, die den Nationalfeiertag mit viel Alkohol und Meth (Droge) gefeiert haben. Eine Minute falsch entschieden und das Leben der beiden Frauen teilt sich in ein D A V O R und ein D A N A C H, denn dieser Tag prägt diese Frauen ein Leben lang. Ein 2.kurzer Handlungsstrang erzählt von einem jungen Polizisten, der schon im Irak-Krieg gekämpft hat, eine junge Familie hat und derjenige ist, der Teena auffindet. Er hat Teena schon einmal vorher kurz kennengelernt und erkennt sie auch gleich wieder.Er muss vor Gericht in dieser Sache aussagen und erlebt auch die Anhörung, das heißt, das Vorverfahren mit. Sicher fragen sie sich, wie diese beiden Erzählstränge zusammenfinden.Das erzähle ich ihnen natürlich nicht, aber seien sie gewiss, sie finden zusammen. Was mich an diesem Buch am meisten betroffen gemacht hat war, neben der seelischen Schädigung, die die beiden Frauen allein durch die Tat erlitten, die Reaktionen der Umwelt.Eine unbescholtene Frau und Mutter wird plötzlich als Hure und "selbst schuld" beschimpft und das sogar von ihren eigenen Geschlechtsgenossinnen.Und auch wenn man vielleicht kurze Shorts und ein zu enges T - Shirt zu einer Feier trägt, rechtfertigt es noch lange keine Massenvergewaltigung und die Brutalität mit der dort vorgegangen wurde.Der Richter ein Mann und die Staatsanwältin, dem gewieften Anwalt von Anfang an unterlegen, das ist die Zusammenstellung, die dann aus dem Opfer schon fast einen Täter machen.Doch die Konsequenz, die dieser Vorprozess hat, sind verheerend. Die "Opfer" müssen nicht nur die Tat versuchen zu verkraften, sondern erfahren Rechtslosigkeit , in einer Situation, in denen ihnen mehr als Recht und Schutz zugestanden hätte. Ob man mit Männern genauso verfahren wäre? Diese Geschichte ist insofern mehr als erschütternd, als dass sie zu dieser Zeit, in der sie spielt und vielleicht sogar noch heute, mehr als realistisch ist. Die verschiedenen Sichtweisen der agierenden Personen wurden meiner Meinung nach gut dargestellt und erklären dann auch das Ende, obwohl dem Leser seine eigenen Gedanken zugestanden werden und ein jeder vielleicht auch ein anders Resümee ziehen wird. Mehr als gelungen.

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  • Rezension zu "Vergewaltigt" von Joyce Carol Oates

    Vergewaltigt
    Weeklywonderworld

    Weeklywonderworld

    07. May 2012 um 18:32

    *"Ein bemerkenswertes Buch."-GUARDIAN* *INHALT:* Die attraktive Teena wird von einer Gruppe Männer vergewaltigt; ihre Peiniger lassen sie hilflos liegen. Ihre zwölfjährige Tochter Bethie muss hilflos zusehen und entkommt nur knapp dem gleichen Schicksal. Doch ihr Leiden ist damit noch nicht zu Ende – die Vergewaltiger drohen straffrei auszugehen. Fesselnd und eindringlich erzählt J.C. Oates die Geschichte von Teena, Bethie und ihren Peinigern – aber auch die ihres heimlichen Beschützers, der im Hintergrund um Gerechtigkeit für die Frau und ihre Tochter kämpft – und um deren Liebe. (Quelle:Lovelybooks) *FAZIT:* "Vergewaltigt" ist eine Kurze verstörende Geschichte über eine junge Frau die Vergwaltigt wird und allem Anschein nach keine Hilfe bekommt. Dieses Buch zu lesen, war mal eine andere Sprachliche Erfahrung. Da es aus vielen Perspektiven geschrieben wurde, die der Opfer, Täter und Außenstehenden. Es war sprachlich sehr gut geschrieben, doch Inhaltlich musste man erstmal reinkommen. Was ich wirklich gut fand ist, dass es aus einer Perspektive des Opfers so geschrieben wurde, dass man denken könnte man wäre selbst dieses Mädchen, dem man leid zugefügt hat, dass macht das Buch persönlicher.

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