Es geschah nebenan

von Joyce Egginton 
3,9 Sterne bei79 Bewertungen
Es geschah nebenan
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (56):
CocoSnusss avatar

Einfach nur verstörend ... und genauso spannend!

Kritisch (5):
LadyRilkes avatar

Schlechter Schreibstil. Dadurch nicht spannend zu lesen, trotz der schlimmen Thematik. Nicht weiterzuempfehlen!

Alle 79 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Es geschah nebenan"

In vierzehn Jahren wird Marybeth Tinning neunmal Mutter. Doch ihre Kinder sterben früh - alle neun, eins nach dem anderen. Niemand vermutet etwas Böses, weder die Freunde noch die Nachbarn, weder die Polizei noch die Sozialarbeiter. Doch schließlich kommt die unbegreifliche Wahrheit über die grausige Todesserie ans Licht. Die unglaubliche Geschichte eines wahren Verbrechens, das die Grenzen unserer Vorstellungskraft sprengt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453645103
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:430 Seiten
Verlag:Heyne, W
Erscheinungsdatum:02.05.2006

Rezensionen und Bewertungen

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    gretchen2808s avatar
    gretchen2808vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Unvorstellbar und doch wahr. Sachlich und doch bewegend erzählt. Gut recherchiert.
    Eine leider wahre Geschichte

    EIn Zeitraum von 14 Jahren .... und 9 tote Kinder...
    Mein Gott, wie ist das möglich???? Kriegt das denn keiner mit???? Was ist mit dem Ehemann???
    Es begann Anfang der 70er Jahre. Die Mutter Marybeth verliert kurz nach der Geburt ihre Tochter. Sehr traurig, aber kann vorkommen.
    Aber auch ihre nachfolgenden Kinder werden nur einige Monate, maximal ein paar Jahre alt.
    Marybeth ist eine unscheinbare Frau, geht ihrer Arbeit nach und kommt auch sauber daher. Ihre Babys liebt sie, eigentlich fehlt ihnen nichts.
    Man geht von einem Erbfehler aus. Kindstod. Keiner kann was nachweisen. Selbst dann nicht, als auch ein Adoptivkind den Tod findet.
    Warum? Marybeth zog mit ihrem Mann öfters um, jedesmal ein Neuanfang. Neue Kollegen, neue Freunde, neuer Kinderarzt. Keiner kennt die ganze Geschichte, immer nur einen Teil.
    Das Krankenhaus wird gewechselt. Kindstod erscheint nicht in den Polizeiakten, ist damals auch noch relativ unerforscht gewesen.
    Autopsien wurden nicht gemacht.
    Jeder Tod ist an und für sich plausibel.
    Erst nach dem 9. Tod kam es zu Nachforschungen und zur Verurteilung.


    Aber doch sicher nur in Amerika... dachte ich. Und leider, zwei Tage nachdem ich das Buch durch hatte, kam in den Nachrichten: 2 Kinder in der Kühltruhe gefunden... 10 km von mir entfernt.
    Fazit: man kann nicht in die Menschen hineinschauen, leider. Deshalb umso mehr die Augen offen halten und nicht alles einfach hinnehmen.

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    Kristinas_Buecherwelts avatar
    Kristinas_Buecherweltvor einem Jahr
    Mitreißend und erschütternd

    Was mich so nachhaltig an das Buch gebunden hat, war nicht nur die Thematik, sondern auch die Art und Weise wie es aufgebaut ist. Es beginnt mit dem entscheidenden und letzten Mord an Tami Lynne, für den Marybeth am Ende auch verurteilt wird. Wir lernen sie, genau wie ihre neue Freundin Cynthia, neu kennen und arbeiten uns von der Schale, bis nahe zum Kern vor. Das fesselt von der ersten bis zur letzten Buchseite und lässt einen auch danach nicht so ohne weiteres los.

    Das Buch ist in vier große Abschnitte gegliedert und folgerichtig aufgebaut. Das erleichtert das Verstehen dieser Tragödie und bildet den roten Faden, der den Leser auch sicher durch die vielen Interviews von Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen, den Behördenmitarbeitern, der Polizei und dem medizinischen Personal führt. Anhand dieser kurzen Aufzählung wird schon deutlich, dass sich die Autorin große Mühe bei der Betrachtung des Ganzen gegeben hat. Ihr kam es definitiv nicht darauf an abzuurteilen, sondern die Umgebung zu erfassen, in der neun Kinder ihr Leben ließen.

    Auch wenn die Autorin über die meiste Zeit sehr sachlich bleibt, sind die Gespräche mit den Betroffenen stark emotional geprägt, was an mir nicht vorbei ging. Manches Mal muss man sich auch selber dazu anhalten, nicht alles gleich als Fakt aufzufassen – denn am Ende gab es nicht nur die realistische Beschreibung von Marybeth, sondern auch eine menge Tratsch und Klatsch, worauf die Autorin an wenigen Stellen auch hinweist.

    Insgesamt gelingt es ihr gut, dieses soziale Gefüge an den Leser zu bringen. Mithilfe der Ärzte und den Autopsieberichten, zeichnet sie ein recht genaues Bild von den Taten. Was nicht im einzelnen beschrieben ist, setzt sich in der eigenen Fantasie mühelos zusammen. Daher stimme ich absolut darin überein, dass kein Krimi spannender und aufwühlender sein könnte, als dieser Bericht. Denn auch wenn das Ergebnis, die Verurteilung von Marybeth, bereits feststeht, ist es so aufgebaut, dass man sich in die jeweils aktuellen Geschehnisse hineinversetzt und wie ‚live‘ miterlebt. Durch diesen Erzählstil und die tadellos eingefügten Augenzeugenberichte, kommt man gar nicht umhin, dieselben Emotionen zu durchleben, wie die Personen zur damaligen Zeit.

    Was mir persönlich gut gefallen hat ist die Tatsache, dass Marybeth auch psychologisch beleuchtet wird und sie nicht nur als Monster in Erscheinung tritt. Die fehlende psychologische Behandlung nach dem Tod ihres Vaters und des dritten Kindes, hat nach Einschätzung aller Experten, eine folgenschwere Kettenreaktion ausgelöst. Der Selbsthass, die Minderwertigkeitskomplexe und die angedeutete traumatische Kindheit von ihr, werden soweit möglich mit bedacht und ergeben am Ende ein stimmiges Bild von der Person Marybeth Tinning. Etwas schwierig ist sicherlich die Tatsache, dass Marybeth selber nichts zu diesem Buch beigetragen hat und auch ihre Mutter, die durchaus vom gestörten (und evtl. vom Missbrauch zerstörten) Verhältnis zum Vater hätte berichten können, sich bedeckt hielt. Klar wird nur, dass sie eine sehr ambivalente Beziehung zu ihren Eltern und insbesondere zu ihrem Vater hatte. Die Möglichkeit, dass sie mit ihrem einzigen Schwangerschaftsabbruch, dass Kind ihres Vaters wegmachen ließ (damals noch illegal), wird vorsichtig in Erwägung gezogen, eine handfeste Aussage gibt es dazu nicht.

    Sehr gut dargestellt ist auch das Versagen des ganzen Systems und im Nachhinein kann man wirklich nicht sagen, was hätte anders laufen müssen, damit Marybeth ihre Kinder nicht hätte umbringen können. Angefangen vom Ehemann, dem Krankenhauspersonal/ der Ärzteschaft, der Missbrauchsstelle für Kinder über die Polizei/ Staatsanwaltschaft über die Familie/ Verwandte und Bekannte – einfach alle haben zu wenig miteinander kommuniziert und die Fälle immer losgelöst voneinander betrachtet. Auch sehr wichtig fand ich die Anmerkung der Autorin, dass Marybeth nie ernst genommen worden ist. Ihre auffälligen Verhaltensweisen haben die meisten mal genervt und mal gutmütig ungeduldig zur Kenntnis genommen, dass ein tiefliegendes Problem dahinter steckte, hat niemand sehen können/ wollen. Und obwohl man heute in psychologischer Sicht schon sehr viel weiter ist als zu jener Zeit, geschieht das noch viel zu oft. Daher kann man auch diese tragische Geschichte wieder als mahnendes Beispiel dafür nehmen, dass es sich lohnt genauer hinzusehen und nicht selbstverständlich die einfachste Lösung anzunehmen, nur weil es bequemer ist. In diesem Fall, hätte es vielen Kindern das Leben gerettet.

    Am Ende des Buches war ich, wie die Geschworenen, sehr ausgelaugt und geschafft. Trotz des Urteils stellt sich keine wirkliche Erleichterung ein. Wie könnte sie auch, wenn am Ende so viele Babys betrauert werden müssen. Als Leser kommt man zu dicht an die Abläufe heran, als dass es möglich wäre, sich dieser Dramatik zu entziehen. Dieses Buch übertrifft nicht den Horror-Roman weil es besonders grausam ist, sondern weil es real ist. Und sich das bewusst zu machen, ist Horror genug.

    Joyce Egginton gelingt ein sehr vielschichtiges und bemüht alle Aspekte beleuchtendes Buch, was die Geschehnisse der 14 Jahre nicht nur zusammenfasst, sondern auch die Missstände der damaligen Zeit toll aufarbeitet.

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    KerstinnIs avatar
    KerstinnIvor 4 Jahren
    Erschütternd

    Es ist unfassbar wie eine Mutter nach und nach ihre Kinder umbringt und niemand etwas merkt. Wobei ich beim lesen das Gefühl hatte, viele Menschen haben etwas geahnt, aber ihnen waren die Hände gebunden...

    ich finde dieses Buch jedoch, rein vom Stil, nicht gelungen. ich lasse mal außer acht, dass diese wahre Geschichte eine absoltue Tragödie ist und konzentriere mich auf den Stil.
    Ich habe die vielen Kindernamen nach und nach durcheinander gebracht, hatte das Gefühl, die zahlreichen Zeitsprünge erschweren es zusätzlich, daher habe ich irgendwann den Faden verloren und konnte es auch nicht mehr spannend finden. Es waren häufig die gleichen Abläufe von verschiedenen Personen beschrieben, daher hat das Lesen ab einem Gewissen Punkt keinen Spaß mehr gemacht.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Kurzmeinung: Unfassbar eigentlich, wie viele Menschen doch weg schauen....
    Rezension zu "Es geschah nebenan" von Joyce Egginton

    Unfassbar eigentlich, wie viele Menschen doch weg schauen....

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    M
    Maryishablevor 7 Jahren
    Rezension zu "Es geschah nebenan" von Joyce Egginton

    Ein sehr, sehr altes Buch, welches ich auf einem Straßenfest entdeckt habe, und da es einen interessanten Eindruck auf mich machte, kaufte ich es mir sofort.
    Es erzählt die tragische Geschichte einer Mutter, welche innerhalb von weniger als fünfzehn Jahren neun Kinder zur Welt bringt und sie alle auf rätselhafte Art den Tod finden - den sogenannten gefürchteten "Wiegentod"; plötzlicher Kindstod.
    Nun zu meiner Meinung:
    Das Buch ist ein wenig anspruchsvoll geschrieben und ähnelt eher einer Doku als einer richtigen Geschichte, schließlich ist dies ja alles eine wahre Begebenheit!
    Teilweise war es allerdings recht langweilig, da schildern viele Menschen, die Marybeth (die Mutter aller neun Kinder) kannten, ihre Sichtweisen, was sie über die Todesfälle dachten und ob sie an einen Mord oder eine Krankheit dachten.
    Da kann es schon einmal öde werden, besonders wenn die Ärzte ihre Vermutungen anstellen und über irgendwelche schwierige Symptome reden.
    Da man bereits von vornherein wusste, dass die Mutter die Mehrzahl ihrer Babys selbst umgebracht hatte, steckt kaum Spannung dahinter und zu Beginn dachte ich, es würde sich um einen anderen Grund handeln... Wie bereits erwähnt, eine dokumentar-reportage-ähnliches Buch.
    Nicht unbedingt ein Muss zum Lesen, aber es ist interessant zu hören, dass es diese skrupellose Frau wirklich gibt.

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    tanja-friesenfraus avatar
    tanja-friesenfrauvor 7 Jahren
    Rezension zu "Es geschah nebenan" von Joyce Egginton

    Der schockierende Tatsachenbericht über eine neunfache Mutter, die ihre Kinder tötet!
    Warum fragt niemand nach?
    Warum haben alle Angst den Mund auf zu machen?
    Warum tötet eine Mutter 9 (!!!!!!!!!!) Kinder und erst dann wird nachgeforscht?

    Kopfschütteln inbegriffen......

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Es geschah nebenan" von Joyce Egginton

    Auch wenn beim Lesen dieses Buches immer wieder die Frage aufkommt, wie es Marybeth Tinning innerhalb von 14 Jahre geschafft hat 9 Kinder zu ermorden, ohne das Nachbarn, Polizei oder Sozialarbeiter Verdacht schöpften, ist diese schockierende Tatsache von Joyce Egginton sehr gut geschrieben.

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    ginnykatzes avatar
    ginnykatzevor 8 Jahren
    Rezension zu "Es geschah nebenan" von Joyce Egginton

    Und wieder ist die Autopsie ergebnislos geblieben?? Warum ???

    Zum Inhalt:

    In vierzehn Jahren wird Marybeth Tinning neunmal Mutter. Doch ihre Kinder sterben früh - alle neun, eins nach dem anderen. Niemand vermutet etwas Böses, weder die Freunde noch die Nachbarn, weder die Polizei noch die Sozialarbeiter. Doch schließlich kommt die unbegreifliche Wahrheit über die grausige Todesserie ans Licht. Die unglaubliche Geschichte eines wahren Verbrechens, das die Grenzen unserer Vorstellungskraft sprengt.

    Fazit:

    Dieses Buch ist unglaublich. Ich las es schon vor Jahren und kann mich noch gut an Alles erinnern. Marybeth bekommt neun Kinder und allesamt sterben früh. Autopsien bringen aber keinerlei Tötungsnachweise ans Licht. Hier wird nun langsam nach und nach aufgedeckt, wie es zu den Morden kam. Jedes einzelne Puzzleteil wird bis zur Wahrheitsfiindung zusammengesetzt.

    Absolut spannend und unfassbar geschrieben. Lest es selbst und Ihr werdet es auch nicht mehr aus den Fingern legen können.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Es geschah nebenan" von Joyce Egginton

    Ich bin einfach nur geschockt, dass es auf dieser Welt wirklich solche Menschen gibt. Das Buch beschreibt die Gräueltaten einer "Mutter", die ihre Babys ermordet. Es ist wirklich unbegreiflich, wie die Menschen heutzutage bei solchen Taten wegsehen oder sich nicht einmischen wollen und dadurch solche Psychophatinen erst nach unzähligen Morden erwischt werden und dafür bezahlen müssen.

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    JuliaOs avatar
    JuliaOvor 10 Jahren
    Rezension zu "Es geschah nebenan" von Joyce Egginton

    Ein unglaublich erschreckendes Buch das einen wirklich zum Denken anregt... Auf jeden Fall lesenswert, nur die Sprache könnte teilweise etwas besser sein.

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