Joyce Hinnefeld Wie ein Fremder in der Nacht

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Inhaltsangabe zu „Wie ein Fremder in der Nacht“ von Joyce Hinnefeld

Sie tragen die Narben ihrer Mütter. Maze, deren alleinerziehende Mutter in steter Geldnot schwebt, und die schüchterne Mary Elizabeth, die sich 1961 im Berea College in Kentucky begegnen. Mary Elizabeth leidet unter dem Kummer, der wie ein Schatten über ihrer Familie liegt: Die Mutter schmerzt ein heimlicher Verlust, der so groß wiegt, dass sie die eigene Familie vernachlässigt. Verstanden fühlen sich die beiden jungen Frauen allein von Georginea Ward, einer Idealistin, die vor sechzig Jahren am College unterrichtet hat, bis ihre Zuneigung zu einem Mann alles veränderte. Georginea glaubt an Disziplin und ein einfaches Leben. Aber vielmehr noch an die bedingungslose Liebe …

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  • Wie ein fremder in der Nacht von Joyce Hinnefeld.

    Wie ein Fremder in der Nacht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. April 2013 um 03:34

    Im US Bundesstaat Kentucky ist es dunkel, nicht nur aufgrund der Landschaft aus Bergen und besiedelten Tälern, sondern auch wegen der Kohle, deren Staub manch eine Bergarbeiterlunge fordert. So auch die von Vistas Großvater, dessen Frau Marthie sie nun alleine groß ziehen muss, da ihre Mutter sich jenseits der Berge den angenehmen Seiten des Lebens zuwendet. Früh wird Vista schwanger und zieht mit ihrer Tochter Maze, deren Vater sich schon in der Hochzeitsnacht aus dem Staub gemacht hat, gen Westen. Zusammen leben sie im alten Shakergebiet, wo über die Jahre nur noch Schwester Georgia übrig geblieben ist, bis Maze ins College aufbricht. Dort wo einst auch Schwester Georgia, damals noch Georgiana, unterrichtete, lernt Maze Mary Elizabeth kennen, ihre Zimmergenossin und eine Virtuosin am Klavier… Dieser Roman ist das bisher komplexeste Werk, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Erzählstrang um Erzählstrang wirft Hinnefeld mir entgegen und ich soll sie auffangen und halten, kann sie zu Anfang nur mühsam auseinander halten, während die Autorin sie schon zu Geschichten, Entwicklungen, ganzen Schicksalen verwebt. Mit der Zeit, und fortschreitenden Handlung, wird es einfacher, ich entspanne mich, lasse die Fäden locker zwischen meine Finger gleiten und werde von der Autorin ertappt, die mir prompt einen weiteren Erzählstrang entgegen schleudert, so viele, dass ich sie kaum noch mit einer Hand umfassen kann. Man muss wach sein für dieses Buch, den Raum und die Zeit vergessen und jederzeit bereit sein sich in die jeweilige Epoche fallen zu lassen, in die Joyce Hinnefeld einen entführen möchte. Nach und nach kommt alles irgendwie zusammen, Großmutter Marthie und Schwester Georgia, Vista und Maze, Mary Elizabeth und  der ermordete Bruder ihrer Mutter Sarah. Doch leicht macht es Hinnefeld ihren Lesern nicht, erschöpft sie geradezu mit all diesen Geschichten, die, wären sie nicht miteinander verflochten, bauten sie nicht aufeinander auf, gut alleine stehen könnten und trotzdem einen Sinn ergeben würden. Gebündelt machen sie sich allerdings auch nicht schlecht und verschlagen mir ein ums andere Mal die Sprache, so wie auch Mary Elizabeths Mutter Sarah als junges Mädchen ihre Sprache verlor, da die Tragik ihres noch jungen Lebens ihr Mädchenherz zu überfordern drohte. Doch überfordert hat mich dieser Roman dann allerdings nicht, eher noch hat er mich beflügelt, dazu mehr von mir zu fordern, mehr Konzentration und mehr Bereitschaft mich auf diese Geschichte einzulassen, die, ich muss es abschließend noch einmal sagen, wirklich wunderbar ist. Ein komplexes Werk, das sich dem Leser nur mit Mühe erschließt, ihn dann aber nicht mehr los lässt.

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