Joyce Lebra Der Duft des Sake

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Inhaltsangabe zu „Der Duft des Sake“ von Joyce Lebra

Japan im 19. Jahrhundert. Rie ist die Tochter eines angesehenen Sake-Brauers und einzige Erbin. Doch als Frau ist sie nicht dazu bestimmt, das Familienunternehmen zu leiten – allein die Nähe von Frauen, glaubt man, verdirbt den Sake. Statt dessen muß sie den Nichtsnutz Jihei heiraten, der zum Nachfolger ihres Vaters auserwählt worden ist. Dieser zeigt jedoch weder Fähigkeit noch Willen, diese Aufgabe zu erfüllen. Rie läßt sich nicht entmutigen: Mit Courage, großem Mut und leidenschaftlichem Willen kämpft sie dafür, die Brauerei Weißer Tiger, ihr familiäres Erbe, in ein florierendes Sake-Imperium zu verwandeln. Unverhofft trifft sie dabei auch ihre verloren geglaubte Jugendliebe wieder …

Ein Familienepos in Japan mit starken Frauen und einem unbarmherzigem Schicksal. Viel Kampf und Liebe. An einem Tag regelrecht verschlungen.

— Sirene

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  • Rezension zu "Der Duft des Sake" von Joyce Lebra

    Der Duft des Sake

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. November 2011 um 19:00

    Ein historischer Familien- bzw. besser gesagt Frauenroman. Erzählt wird die vor zwei Jahrhunderten spielende Geschichte der Japanerin Rie, deren Bruder umgekommen ist, sodass ein männlicher Unternehmensnachfolger fehlt. Wenn man der Autorin glauben darf, war es seinerzeit in Japan einer Frau verwehrt, ein Sake-Unternehmen zu leiten, ähnlich wie zum Beispiel bei uns Frauen damals noch nicht studieren durften. Die Situation von Rie, die ihrem geliebten Vater alles abschaut, was mit Sake-Brauen zu tun hat, und sich deshalb (zu Recht) für die beste Nachfolgerin hält, wird noch dadurch verschlimmert, dass sie einen Mann heiraten muss, der unternehmerisch unfähig und nur dazu gut ist, Sake zu verkosten und mit einer Geisha Kinder zu zeugen. Rie versteht es, nach dem Tod ihres Vaters die Fäden zu ziehen und das Unternehmen, das ohne männliche Blutsverwandte mithilfe von damals in Japan offensichtlich üblichen Adoptionen weiterexistieren muss, am Leben zu halten. Mann und Sohn von Rie agieren mehr oder minder als Marionetten. Rie als die kluge und clevere Frau im Hintergrund schafft es (mit der Devise: Bisweilen muss eine Frau ihr Ich töten), das Unternehmen an die Spitze der Sake-Brauereien zu führen. Sie bedient sich dabei schon moderner Erkenntnisse der Unternehmensführung (wie des Synergieeffekts). - Joyce Lebra hat die damalige japanische Androkratie vermutlich nicht bloß frei erfunden, sondern sachkundig wiedergegeben. Die literarische Verarbeitung des Themas hätte ich mir gelegentlich freilich etwas weniger trivial gewünscht. So hätte es möglich sein müssen, die Kontraste dezenter herauszuarbeiten. Musste es denn sein, einerseits mehrmals mit der „dicken Nase“ des ungeliebten und „faulen“ Mannes und anderseits mit „gemeißelten Zügen“ des „fleißigen“ Geliebten (einer einzigen und fertilen Liebesnacht) zu arbeiten? Und muss der Leser es nicht als ein wenig kitschig ansehen, wenn immer wieder von der Protagonistin gewünschte Ereignisse alsbald Wirklichkeit werden? - Gleichwohl: Man liest gerne weiter, obwohl man meist schon weiß, wie es weitergehen wird.

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  • Rezension zu "Der Duft des Sake" von Joyce Lebra

    Der Duft des Sake

    Moosbeere

    23. July 2011 um 20:28

    “Frauen als Brauer machen den Sake sauer“ Inhalt Rie wächst in einer angesehen Sake-Brauerei auf. Schon früh lernt sie, alles für die Ehre des Hauses und für das Ziel ihres Vaters den Sake „Weißer Tiger“ zur Nummer eins zu machen. Da Frauen nicht direkt in der Brauerei geduldet werden, macht sich Rie im Laufe ihres Lebens anderweitig für die Brauerei nützlich. Sie hilft bei der Buchhaltung und ist immer dabei, wenn wichtige Entscheidungen des Familienoberhauptes und des Prokuristen getroffen werden. Mit Hilfe von taktisch klugen arrangierten Ehen, die Adoption von unehelichen Kindern ihres Mannes von Geishas und nicht zuletzt auch durch ihren Wagemut und die Fähigkeit ihrer Zeit ein kleines Stück voraus zu sein, ist Rie bis ins hohe Alter die wahre Entscheidungsträgerin in der Brauerei. Meine Meinung Dieser historische Roman entführt den Leser nach Japan im 19. Jahrhundert. Die jahrhundertealte Tradition des Sakebrauens ist ebenso wie das ganze Land großen Veränderungen unterworfen. Im Fokus steht das Leben einer Frau, die ihr ganzes Leben dem Aufstieg der Familienbrauerei gewidmet hat. Sie hat gelernt ihr „Inneres Ich“ zu töten um dem Haus keine Schande zu bereiten. Leider stehen auch wirklich nur Rie und die Brauerei im Vordergrund. Ich hätte gerne auch ein wenig mehr über die Gefühlswelt der anderen Familienmitglieder erfahren, so verkommen die Charaktere leider eher zu Statisten. Fazit Insgesamt ist der Autorin Joyce Lebra ein sehr interessanter, lehrreicher und gleichzeitig unterhaltsamer Roman gelungen. Von mir gibt es für „Der Duft des Sake“ 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Leser von historischen Romanen im allgemeinen und natürlich besonders diejenigen mit einem Faible für Japan und seine Kultur.

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