Joyce Maynard Das Leben einer anderen

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Inhaltsangabe zu „Das Leben einer anderen“ von Joyce Maynard

Ein unvergessliches Buch über Liebe und Vergebung und das Verlangen zu wissen, wer man wirklich ist

New Hampshire 1949: Ein fürchterlicher Hurrikan zieht über das Land hinweg. Die Menschen kämpfen ums Überleben, und für eine lange Nacht wird das Leben aus all seinen gewohnten Bahnen geworfen. Neun Monate später kommen am selben Tag Ruth und Dana zur Welt, Hurrikankinder. Zwei Mädchen aus ganz unterschiedlichen Familien, und auch selbst so verschieden wie Tag und Nacht. Früh trennen sich ihre Wege, und jede lebt ihr eigenes Leben voller Höhen und Tiefen, Liebe und Verzweiflung. Doch über Jahrzehnte hinweg führt das Schicksal sie immer wieder zueinander – bis ein lange gehütetes Geheimnis ihnen offenbart, wer sie wirklich füreinander sind.

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  • Zwei Frauen, ein Schicksal - ein bewegender Roman

    Das Leben einer anderen

    Lesegenuss

    07. April 2014 um 18:29

    Es beginnt im Oktober 1949, zur Hurrikanzeit, in New Hampshire. Der Farmer Edwin lebt mit seiner Frau Connie und den vier kleinen Töchtern auf dem Land. Das Farmhaus hatte sein Urgroßvater erbaut. Nun forderte der Sturm Edwins Einsatz, denn er stand der Freiwilligen Feuerwehr der Ortschaft als Leiter vor. Genau am Unabhängigkeitstag, dem 4. Juli, im darauffolgenden Jahr wird das fünfte Mädchen geboren. Von Anfang an hieß es, sie sei ein Hurrikankind – ganz klar, warum dieser Name. Wechselweise, und kurzen Kapiteln, in der Ich-Erzählperspektive lassen Ruth und Dana teilhaben an ihrem Leben, dem Aufwachsen. Dana, das andere Mädchen, war genau am gleichen Tag im selben Krankenhaus wie Ruth geboren. Zu dessen Familie wurde seitens Ruths Mutter ein intensiver Kontakt gepflegt, auch noch, als Val und George, die Eltern von Dana, mit ihr und dem Sohn Ray in andere Orte weiterzogen. Es war für Connie Pflicht, dass die beiden, Ruth und Dana, nicht den Kontakt verloren. Irgendwann fand Ruth dann Gefallen an Ray. Also auf der einen Seite die Farmerfamilie, und auf der anderen die Künstlerfamilie. Doch wie konnte es angehen, dass sich Ruth so gut wie gar nicht für das Farmerleben interessierte, sondern für ihr Leben gern zeichnete. Und das konnte sie wirklich gut. All ihre Fantasien pflegte sie in einem Skizzenbuch festzuhalten. Ruth – eine Künstlerin. Auf der anderen Seite Dana, die sich wie eine Fremde in ihrer Familie vorkam. Sie liebte alles was mit Pflanzen – und Natur zu tun hatte. Im Grunde genommen war sie ein Mädchen vom Land. Hiermit ist eigentlich schon klar, was passiert sein musste. „Das Leben einer anderen“ erzählt das Leben und Schicksal zweier Frauen, welches in New Hampshire beginnt. Ein Leben, welches sich jederzeit, an jedem anderen Ort abspielen kann. Obwohl sich Ruth und Dana nie wirklich gut verstanden hatten, war ich von der Emotionalität, ihren Gefühlsäußerungen und Hoffnungen angesprochen. Die Autorin schreibt sehr authentisch, dass ich mich in die Situationen hineinversetzen konnte. Die Handlung wird getragen von zwei Charakteren, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Doch auch die starke Präsenz der Nebenfiguren sind maßgeblich daran beteiligt, dass das Buch ein wahres Lesevergnügen war.

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  • Das Leben einer anderen von Joyce Maynard.

    Das Leben einer anderen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. April 2013 um 02:58

    Ruth und Dana wurden am selben Tag geboren. So banal das klingt, es verbindet die beiden Familien. Vor allem dadurch, dass Ruths Mutter den Kontakt nie ganz abreisen lässt, so albern sie Danas Mutter auch findet. Die Geburtstagsschwestern gehören nun mal zusammen, mehr als die beiden Mädchen, später Frauen, sich hätten träumen lassen… Wenn man es aufschlägt, ist dieses Buch zunächst sehr konstruiert, im Wechsel erzählen Ruth und Dana ihre Geschichte und die ihrer Familien. Doch sobald man anfängt zu lesen, wird man von der Magie dieser beiden Frauenschicksale erfasst, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch den selben Ursprung haben. Beide Frauen fühlen sich fremd im eigenen Nest und schaffen es nur mit Mühe, sich diese Fremdheit zu Nutze zu machen, sich aus dem Schoß der Familie zu stürzen in das Abenteuer Andersartigkeit und so – hoffentlich – das Glück zu finden. Schnell fühlt man mit den Frauen und fiebert neuen Lebensabschnitten entgegen, sowie des Rätsels Lösung – warum und in wiefern ihre beiden Familien mit einander verknüpft sind. Maynard legt hier und da falsche Fährten und so darf der Leser zwar mit raten, ist aber selten schlauer als die Geburtstagsschwestern selbst. Das sorgt für eine Extraportion an Umblätter- und Leselust, in diesem Falle bei mir, doch sicher auch bei jedem, der dieses Buch sonst zur Hand nimmt. Für diesen Roman ist der Weg das Ziel, ist das besondere die Zeit, welche der Leser mit Dana und Ruth verbringt, mit ihnen liebt und leidet. Das Ende ist wie eine Zuckerschicht auf den sonst schon süßen Erdbeeren. Doch die Spannung, welche damit in die Erzählstränge dringt, lob ich mir trotz allem, auch wenn ich den Roman wohl auch ohne großes Geheimnis geliebt hätte. Was erzählerisch nicht weiter schlimm ist, mir als Leserin aber auffiel, ist dass die Erzählanteile von Dana und Ruth, jeweils in der Ich-Perspektive gehalten, was die Sprache und Gedankengänge angeht, völlig austauschbar scheinen. Gegen Ende des Buchs gibt es ein Kapitel aus Sicht von Vater Edwin, was sich ein klein wenig abhebt. Doch der Rest des Buchs bleibt sich gleich, was ein klein wenig unrealistisch wirkt, schließlich sind sich auch Geburtstagsschwestern nicht vollkommen ähnlich. Der Lesefreude tut dieses Detail jedoch keinen Abbruch. Ein Roman zum Träumen und Rätseln. Eine Reise durch zwei Leben, die ich jedem Leser ans Herz legen kann.

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  • Rezension zu "Das Leben einer anderen" von Joyce Maynard

    Das Leben einer anderen

    Themistokeles

    28. August 2012 um 14:49

    Dieser Roman hat es, trotz wirklich einer eher ruhigen Handlung, da man im Grunde genommen nur das Leben der beiden Mädchen Dana und Roth verfolgt, geschafft, mich zu fesseln. Im stetigen Wechsel erfährt man jeweils direkt von einem der beiden Mädchen, wie es in ihrem Leben bisher weitergegangen ist, welche schönen oder auch schlimmen Dinge sie erlebt haben oder auch von welchen Gefühlen sie bewegt wurden. Was mir daran extrem gut gefallen hat, war dass man die beiden dadurch von ihrer Persönlichkeit her richtig gut kennenlernen konnte und man ihnen auch als Leser sehr nahe kommt und einfach mit ihnen mitfühlen muss und sich nicht wirklich dagegen wehren konnte, dass einen das Leben der beiden berührt. Weiterhin fand ich es extrem interessant, wie diese beiden doch sehr unterschiedlichen Charaktere, denn in meinen Augen sind sie das eindeutig, durch die Zeit immer irgendwie miteinander verbunden bleiben. Besonders, da sich ihre Leben so gänzlich unterscheiden und auch gänzlich unterschiedlich entwickeln. Außerdem fand ich es extrem interessant zu sehen, was für Probleme sie jeweils in und mit ihrer jeweiligen Familie haben und das immer mit dem Hintergrund, dass es noch etwas im Verborgenen im Leben der beiden gibt, was auch dafür gesorgt hat, dass trotz der Unterschiede, die beidem immer wieder miteinander in Kontakt kommen. Aus diesem Punkt resultiert für mich auch ein Großteil der Spannung, da man immer gespürt hat, dass es noch etwas im Verborgenen gibt und man zwar schnell einen bzw. wie in meinem Fall mehrer Dinge in Betracht zieht, die sich dort verbergen könnten, jedoch des Rätsels Lösung erst sehr spät zu einem kommt, aber mir in dieser Form sehr gefallen hat, da immer dieses kleine Rätsel im Hintergrund ist und man sich sehr lange fragt, wie nah man mit seiner Vermutung wohl der Wahrheit kommt. Richtig gut fand ich auch, dass manches noch leichte Tabuthema aufgegriffen wurde und das Buch eindeutig zum Nachdenken anregt und das über doch so einige Themen und einige im Besonderen. Insgesamt ist der Roman sehr anregend in diese Richtung, da wirklich so einiges aufgegriffen wird und dabei eine ruhige Stimmung behält, die einen dazu animiert sich sehr auf die Themen zu konzentrieren. Ich hätte vorher von mir nicht zwingend gedacht, dass mir so ein ruhiger Roman so gefallen kann, aber dieses Buch hat es mir eindeutig bewiesen, dass es doch passieren kann, da es gerade durch seine ruhige und bodenständige Art so faszinierend für mich war und vor allem auch recht gefühlvoll. Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der mal etwas nicht so actionreiches, aber trotzdem interessantes und vor allem fesselndes lesen möchte.

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  • Rezension zu "Das Leben einer anderen" von Joyce Maynard

    Das Leben einer anderen

    Fantasie_und_Träumerei

    14. August 2012 um 10:37

    KLAPPENTEXT: New Hampshire, Herbst 1949: Ein Hurrikan rast über das Land – und wirft für eine Nacht das Leben der Menschen aus seinen gewohnten Bahnen. Neun Monate später kommen in einem kleinen Krankenhaus zwei Mädchen zur Welt: Ruth Plank und Dana Dickerson. Außer dem Geburtstag scheinen die beiden nichts gemeinsam zu haben. Sowohl ihre Herkunft als auch die Mädchen selbst könnten unterschiedlicher nicht sein – und doch sind sie auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden. Von der Kindheit und Jugend im ländlichen Amerika bis zum wilden Studentenleben, von einer einsamen Insel in British Columbia bis in die Großstadt, von der ersten Liebe, dem ersten Sex bis zur Hochzeit, Elternschaft und Scheidung; vom Tod der Eltern bis zum Verlust der Heimat – über fünf Jahrzehnte folgt Joyce Maynard der bewegenden Geschichte zweier Leben, die schicksalhaft miteinander verknüpft sind. Bis am Ende lange gehütete Geheimnisse und vergessene Erinnerungen wieder zum Vorschein kommen und Ruth und Dana ihr wahres Schicksal zu entschlüsseln lernen. AUTORIN: Joyce Maynard war Reporterin bei der New York Times und arbeitet noch heute als freie Journalistin für verschiedene große Magazine. Ihre Kolumnen und Artikel erscheinen in zahlreichen US-Zeitschriften. Mit ihren Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Schriftsteller J.D.Salinger schrieb sie einen internationalen Bestseller; zuletzt erschien ihr Roman „Der Duft des Sommers“ bei Goldmann. Die Autorin ist Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt in Kalifornien und Lake Atitlan, Guatemala. EIGENE MEINUNG: „Das Leben einer anderen“ ist die Geschichte zweier Frauen, die trotz des Gefühls fehl am Platz zu sein, ihre Position in der Welt finden und sich zu starken Persönlichkeiten entwickeln. In kurzen Kapiteln erzählen Dana Dickerson und Ruth Plank, die beide am selben Tag geboren von Ruth Mutter „Geburtstagsschwestern“ genannt werden, aus ihrem Leben. Wir erfahren von ihren Ängsten aus der Kindheit, ihren Schwächen in der Jugend bis hin zu dem Zeitpunkt an dem sie endlich innere Ruhe und damit zu sich selbst finden. Ihr ganzes Leben ist begleitet von einem Geheimnis, das, hätten sie es schon viel früher gewusst, vielleicht dazu geführt hätte, dass alles einen anderen Lauf genommen hätte oder auch nicht, denn obwohl sie mit starken Gegenwinden und dem Gefühl oft fehl am Platz zu sein, zu kämpfen haben, entwickeln sie sich zu individuellen Persönlichkeiten mit starkem Charakter. Schon sehr früh war mir klar, welches Geheimnis in dieser Geschichte so gut gehütet wird und wartete ungeduldig darauf, dass es endlich aufgedeckt wird. Als es dann so weit war, war ich ein wenig enttäuscht, denn dies alles ging doch mit sehr wenig Aufregung und eher fließend über die Bühne. Ich hätte mir gewünscht es wäre ähnlich aufregend und aufwirbelnd gewesen wie der Hurrikan, der wild wirbelnd das Leben der beiden Familien beeinflusste. Vielleicht ist es aber dennoch genau so von der Autorin gewollt, um zu verdeutlichen wie fest die beiden sympathischen Protagonistinnen im Leben verankert sind. Ruth ist die Fünfte von fünf Mädchen und ganz anders als ihre drallen und eher häuslich orientierten Schwestern. Sie ist groß, schlank und interessiert sich für nichts so sehr wie für Malerei. Sie ist eine Künstlerin und hat damit einen anderen Blick auf die Welt, deren Lebewesen und Dinge, als ihre Familie, deren wichtigste Aufgabe ist, die besten Erdbeeren zu züchten. Einzig der hübsche Ray, den ein geheimnisvoller Charme umgibt, kann Ruths Aufmerksamkeit von der Kunst auf sich lenken. Zwischen den beiden entsteht eine Liebe voller Leidenschaft und einer gewissen Abhängigkeit, die sie in große Schwierigkeiten führt. Dana ist, anders als ihre Mutter Val, die verträumte Malerin, und ihr Vater George, der seinen, teils aberwitzigen, Träumen nachjagt und keinerlei Verantwortung für die Familie übernimmt, sehr bodenständig und schwört sobald es geht ab vom sprunghaften Leben der Familie Dickerson. Sie weiß schon früh, dass sie auf Frauen steht und auch sonst ganz genau was sie will: Farmerin werden. So wie Edmund Plank, der einzige Mensch, der sich je für sie interessiert hat. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Roman so viel Realität beinhaltet, so „echt“ ist, dass es fast greifbar ist. Voller Authentizität und ohne Schnörkel erzählt Autorin Joyce Maynard mit ihrer klaren Schreibe eine Geschichte, die so tatsächlich passiert sein konnte. Mir fehlen ein bisschen die großen Emotionen und trotz einiger trauriger Passagen und glücklichen Momenten, konnte mich das Buch nicht bis ins Tiefste bewegen. Dennoch habe ich „Das Leben einer anderen“ gerne gelesen und das Schicksal der beiden großartigen Frauen voller Spannung verfolgt. FAZIT: „Das Leben einer anderen“ ist die schicksalhafte Geschichte zweier Frauen, die sich irgendwie fehl am Platz fühlen und es dennoch schaffen sich tief dort zu verwurzeln, wo sie es sich wünschen und das Leben zu führen, das sie erfüllt. Eine toller Roman, der aus dem Leben gegriffen eine authentische Geschichte erzählt.

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  • Rezension zu "Das Leben einer anderen" von Joyce Maynard

    Das Leben einer anderen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. July 2012 um 12:49

    Ruth und Dana wurden am selben Tag geboren. So banal das klingt, es verbindet die beiden Familien. Vor allem dadurch, dass Ruths Mutter den Kontakt nie ganz abreisen lässt, so albern sie Danas Mutter auch findet. Die Geburtstagsschwestern gehören nun mal zusammen, mehr als die beiden Mädchen, später Frauen, sich hätten träumen lassen Wenn man es aufschlägt, ist dieses Buch zunächst sehr konstruiert, im Wechsel erzählen Ruth und Dana ihre Geschichte und die ihrer Familien. Doch sobald man anfängt zu lesen, wird man von der Magie dieser beiden Frauenschicksale erfasst, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch den selben Ursprung haben. Beide Frauen fühlen sich fremd im eigenen Nest und schaffen es nur mit Mühe, sich diese Fremdheit zu Nutze zu machen, sich aus dem Schoß der Familie zu stürzen in das Abenteuer Andersartigkeit und so – hoffentlich – das Glück zu finden. Schnell fühlt man mit den Frauen und fiebert neuen Lebensabschnitten entgegen, sowie des Rätsels Lösung – warum und in wiefern ihre beiden Familien mit einander verknüpft sind. Maynard legt hier und da falsche Fährten und so darf der Leser zwar mit raten, ist aber selten schlauer als die Geburtstagsschwestern selbst. Das sorgt für eine Extraportion an Umblätter- und Leselust, in diesem Falle bei mir, doch sicher auch bei jedem, der dieses Buch sonst zur Hand nimmt. Für diesen Roman ist der Weg das Ziel, ist das besondere die Zeit, welche der Leser mit Dana und Ruth verbringt, mit ihnen liebt und leidet. Das Ende ist wie eine Zuckerschicht auf den sonst schon süßen Erdbeeren. Doch die Spannung, welche damit in die Erzählstränge dringt, lob ich mir trotz allem, auch wenn ich den Roman wohl auch ohne großes Geheimnis geliebt hätte. Was erzählerisch nicht weiter schlimm ist, mir als Leserin aber auffiel, ist dass die Erzählanteile von Dana und Ruth, jeweils in der Ich-Perspektive gehalten, was die Sprache und Gedankengänge angeht, völlig austauschbar scheinen. Gegen Ende des Buchs gibt es ein Kapitel aus Sicht von Vater Edwin, was sich ein klein wenig abhebt. Doch der Rest des Buchs bleibt sich gleich, was ein klein wenig unrealistisch wirkt, schließlich sind sich auch Geburtstagsschwestern nicht vollkommen ähnlich. Der Lesefreude tut dieses Detail jedoch keinen Abbruch. Ein Roman zum Träumen und Rätseln. Eine Reise durch zwei Leben, die ich jedem Leser ans Herz legen kann.

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  • Rezension zu "Das Leben einer anderen" von Joyce Maynard

    Das Leben einer anderen

    Manja82

    11. July 2012 um 16:05

    Klappentext: New Hampshire, 1949: Ein fürchterlicher Hurrikan zieht über das Land hinweg. Die Menschen müssen ums Überleben kämpfen – und für eine lange Nacht wird das Leben aus all seinen gewohnten Bahnen geworfen. Neun Monate später kommen in einem kleinen Landkrankenhaus Ruth und Dana zur Welt, Hurrikankinder. Zwei Mädchen aus ganz unterschiedlichen Familien, und auch selbst so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Früh trennen sich ihre Wege, und jede lebt ihr eigenes Leben voller Höhen und Tiefen, Liebe und Verzweiflung. Doch über Jahrzehnte hinweg führt das Schicksal sie immer wieder zueinander – bis ein lange gehütetes Geheimnis ihnen offenbart, wer sie wirklich füreinander sind ... Meine Meinung: Sowohl Ruth Plank als auch Dana Dickerson erblicken am 4. Juli 1950 in New Hampshire das Licht der Welt. Die beiden Mädchen sind vom Wesen her komplett verschieden. Ruth wächst in zusammen mit ihren 4 Schwestern bei ihren Eltern Edwin und Connie in stabilen Verhältnissen auf. Dana hingegen ist früh auf sich selber gestellt und kümmert sich um ihren Bruder. Ihre Eltern Valerie und George sind weltfremd und unzuverlässig. Und dennoch kreuzen sich die Lebenswege von Ruth und Dana immer wieder. Irgendetwas verbindet die beiden Mädchen aber was? „Das Leben einer anderen“ von Joyce Maynard ist ein Roman, dessen Geschichte in den sechziger und siebziger Jahren in New Hampshire, Amerika, angesiedelt ist. Joyce Maynard hat die beiden Protagonistinnen Ruth und Dana wunderbar herausgearbeitet. Ruth ist ja eher das Mädchen, welches in geordneten Verhältnissen groß wird, stets gut beschützt und ohne Sorgen. Dana hingegen muss früh erwachsen werden. Ihre Eltern kümmern sich weder um sie, noch um ihren Bruder und so muss Dana es tun. Als Leser erfährt man viel über die beiden Mädchen, später Frauen. Man bekommt einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt, ihre Hoffnungen und Wünsche und auch ein gewisses Geheimnis wird immer wieder angesprochen, dass das Leben der beiden mitbestimmt. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und authentisch. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Ruth und Dana geschrieben. Die Handlung geht ans Herz, allerdings offenbart sie sich erst nach und nach. Der Einstieg ist eher ruhig gehalten aber mit voranschreitender Seitenzahl wird man als Leser immer tiefer ins Geschehen gezogen und immer mehr Emotionen kommen an die Oberfläche. Es wirkt aber zu keiner Zeit kitschig oder unglaubwürdig. Das Ende des Buches lässt sich leider recht früh vorausahnen und so ist das von Klappentext angesprochene Geheimnis leider keines mehr. Fazit: „Das Leben einer anderen“ von Joyce Maynard ist ein warmherziges Buch, das ans Herz geht. Ruth und Dana sind zwei tolle Charaktere und es hat mir Spaß bereitet sie durch ihr Leben zu begleiten. Ein gelungener Roman für schöne Lesestunden.

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  • Rezension zu "Das Leben einer anderen" von Joyce Maynard

    Das Leben einer anderen

    michael_lehmann-pape

    01. July 2012 um 14:30

    Zwei Leben Wirklich befreundet waren die beiden Ehepaare nie. Die einzige Verbindung (außer, das beide in der gleichen, kleinen Stadt damals lebten) bestand, letztendlich, darin, dass am gleichen Tag sowohl in der Familie von Edwin Plank und seiner Frau Connie als auch bei George und Valerie Dickinson am gleichem Tag, dem 4. Juli 1950, je ein Mädchen geboren wurde. Ruth Plank und Dana Dickinson sind das, was Ruths Mutter Connie „Geburtsschwestern“ nennt. Gezeugt während eines Hurrikans (oder kurz darauf). Die seit Jahrhunderten vor Ort sesshafte Familie Plank und die unstet durch das Leben und die Ortschaften ziehende Familie Dickinson halten losen Kontakt. Wobei Ruth viel weniger an ihrer „Geburtsschwester“ interessiert ist, sehr aber an deren Bruder, dem Inbegriff der Attraktivität, später, als Ruth zum Mädchen und zur jungen Frau wird. In der Schilderung der Geschichte durch die Augen der beiden Mädchen aus wechselnder Perspektive geht Joyce Maynard ihren Protagonisten auf den Grund und erzählt ganz nebenbei (manchmal sehr intensiv, was Dürrezeiten angeht, manchmal nur ganz am Rande, was den Mord an Kennedy angeht) zudem ein stückweit die amerikanische Zeitgeschichte und das Lebensgefühl jener Jahre nach. Vom amerikanischen Traum, von dem George, Danas Vater, beseelt ist (mit unguten Folgen für die Familie) bis zum geerdeten und stetigem Farmer, der sein Überleben sichern will, von Woodstock und den Hippies bis zur homosexuellen Liebe, viele Motive legt Joyce Maynard durchaus temporeich, flüssig geschrieben und mit dem Blick für die Differenzierungen in ihren Hauptcharakteren im Buch vor. Allerdings, das im Klappentext angekündigte „lange gehütete Geheimnis“, das beide Familie und beide Töchter verbindet und welches ganz am Ende des Buches endgültig aufgelöst wird, ist für den geübten letztlich schon früh im Buch kein wirkliches Geheimnis mehr. Jede nähere Schilderung der beiden Hauptpersonen oder so mancher Ereignisse würde dieses umgehend auch hier schon offen legen. Aus dem „Geheimnis“ bezieht das Buch seine Spannungskurve somit nicht. Durchaus aber anregend zu lesen ist es, wie sich die beiden Mädchen entwickeln, wie sich die Lebenszyklen darstellen, wie Liebe gefunden, aufs Spiel gesetzt, verloren wird und sich beide, letztlich, in eine Lebensform einfinden, die vielleicht nicht die ganz großen Erfüllungen in sich trägt, in denen die ganz großen Pläne und Leidenschaften teilweise auch dramatisch scheitern und wie auf diesen Wegen die amerikanische Geschichte einer Generation unterhaltsam vor Augen geführt wird, an vielen Stellen allerdings ohne allzu sehr in die Tiefe vorzudringen. „Das Leben einer anderen“ ist kein unbedingt literarisch großer Wurf, wohl aber ein gut geschriebener, flüssig erzählter Unterhaltungsroman über das Leben selbst, über Hoffnungen und Enttäuschungen, Dramen und Distanzen, Liebe, Kraft und Ausdauervermögen.

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  • Rezension zu "Das Leben einer anderen" von Joyce Maynard

    Das Leben einer anderen

    Lilli33

    29. June 2012 um 15:34

    Fesselnd und berührend! Dies ist die fiktive Geschichte von Ruth Plank und Dana Dickerson, beide am 4. Juli 1950 in demselben Krankenhaus eines kleinen Ortes in New Hampshire geboren. Ihre Familien sind total unterschiedlich, halten aber wegen der gleichaltrigen Mädchen Kontakt, obwohl diese überhaupt nichts miteinander anfangen können. Beide Mädchen bzw. Frauen erzählen abwechselnd über ihr Leben, über ihre Familien, auch wie sie die „Geburtstagsschwester“ und deren Familie empfinden. So begleitet der Leser sie über mehr als fünfzig Jahre. Sie verlieren sich nie ganz aus den Augen, und es wird schnell klar, dass sie durch ein Geheimnis miteinander verbunden sind. Dies kommt im Verlauf der Erzählung immer stärker zum Vorschein, bis am Schluss der Knoten platzt. Abgesehen vom Inhalt hat mich auch der Schreibstil gefesselt. Er wirkt absolut authentisch, man wird quasi in die entsprechende Zeit zurück versetzt. Ich hatte weniger das Gefühl, ein Buch zu lesen als vielmehr einen Film zu sehen. Wenn das einem Autor gelingt, finde ich das einfach klasse! Joyce Maynard verwendet eine wundervolle, leicht poetische Sprache, die sehr schön zu lesen ist. Da beide Mädchen / Frauen in der Ich-Form erzählen, kommen ihre jeweiligen Gedanken und Gefühle sehr schön zum Ausdruck. Man kann dadurch alles ganz prima nachvollziehen. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass man eigentlich schon von Anfang an das Geheimnis zumindest teilweise erahnen kann. Außerdem hat die Autorin für meinen Geschmack ein bisschen zu viele außergewöhnliche Vorkommnisse in das Buch gepackt, um das Schicksal der Familien noch ein bisschen dramatischer zu gestalten. Das erscheint mir unrealistisch und wäre auch gar nicht notwendig gewesen. Fazit: ein wundervolles warmherziges Buch, das ich gerne weiterempfehle. Leser von Donna Milner und ähnlichen Autoren werden ihre Freude daran haben.

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  • Rezension zu "Das Leben einer anderen" von Joyce Maynard

    Das Leben einer anderen

    robbylesegern

    20. June 2012 um 19:03

    Schon das erste Buch der Autorin " Der Duft des Sommers " hat mich begeistert, mit diesem Buch hat die Autorin Joyce Maynard sich in mein Herz geschrieben.Ein Buch, das lange nachhallt und den Leser mit den Figuren mitlachen und ,-fühlen lässt. Die Handlung des Buches spielt in den sechziger,-und siebziger Jahren in Amerika, genauer gesagt in New Hampshire. Am 4.Juli 1950 werden die beiden Mädchen Dana Dickerson und Ruth Plank im selben Krankenhaus geboren.Mädchen aus unterschiedlichen Familien, Ruth als fünftes Mädchen einer Farmerfamilie und Dana als zweites Kind einer unkonventionellen Familie, deren Mutter Künstlerin und der Vater "Lebenskünstler " ist.Dadurch, das die Mütter im gleichen Zimmer gelegen haben, freunden sie sich an und Ruths Mutter lässt den Kontakt nicht abbrechen. Jedes Jahr besucht die Familie Plank die Familie Dickerson, egal wo sie auch hingezogen ist.Das Verhältnis von Ruths Mutter zu ihrer Tochter ist geprägt von Distanz und Gefühlskälte und Ruth fragt sich häufig, was sie getan hat, dass das Verhalten der Mutter ihr gegenüber rechtfertigt. Dana wächst mit ihrem Bruder in einer Familie auf, in der sich eher die Kinder um die Eltern kümmern als umgekehrt, denn beide Elternteile sind mehr als lebensuntüchtig und so muss Dana früh erwachsen werden. Der Leser dieses Buches erfährt nun in abwechselnden Kapiteln, in denen jeweils Dana bzw.Ruth erzählen, wie sich das Leben der beiden Mädchen und später auch der beiden Frauen gestaltet.Eine Fülle an Erfahrungen, die die beiden Frauen machen, Gefühle,Hoffnungen und immer der Wunsch nach einer Familie, werden dem Leser offenbart und man merkt, das die Geschichte am Ende ein Geheimnis offenbaren wird, was das Leben der Mädchen mitbestimmt. Eine Geschichte, die ans Herz geht, die sich dem Leser allerdings erst nach und nach offenbart, da der Einstieg eher ruhig und unspektakulär ist. Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, je mehr nimmt der emotionale Erzählstil den Leser gefangen, der die einzelnen Figuren dieses Buches wunderbar beschreibt.Niemals kitschig oder überzogen oder unrealistisch ist die Geschichte, deren Ende ich zwar nach einer gewissen Zeit vermutete und zu Anfang auch für meine heutige Vorstellung nicht ganz nachvollziehbar fand, aber man darf die Zeit nicht vergessen , in der das Leben der beiden Frauen sich abspielt und die Frauenrolle, die zu dieser Zeit vorherrschte. Die Art und Weise in der Joyce Maynard die Geschichte erzählt, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es berührt, macht neugierig wie es weitergeht und hat teilweise auch recht humorvolle Passagen.Verglichen mit ihrem ersten Buch, finde ich dieses sogar noch gelungener und hoffe, dass uns die Autorin auch weiterhin noch mit solch schönen Büchern beschenkt.

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