Joyce Maynard Die Guten

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Inhaltsangabe zu „Die Guten“ von Joyce Maynard

Nach dem Ende ihrer Ehe fühlt Helen sich einsam, selbst zu ihrem kleinen Sohn findet sie keinen Zugang mehr. Dann lernt sie Ava und Swift Havilland kennen. Das charismatische Paar heißt Helen mit offenen Armen in ihrer Welt willkommen – einer Welt von interessanten Menschen, ausgelassenen Partys und Wohlstand. Immer stärker gerät die junge Frau in den Bann ihrer neuen Freunde. Bis sie feststellen muss, dass diese Freundschaft an Bedingungen geknüpft ist. Und dass sie dadurch im Begriff ist, zu verlieren, was sie am meisten liebt. „Genauso wie Helen von den Havillands in den Bann gezogen wird, wird auch der Leser von dieser völlig betörenden, unbedingt lesenswerten Geschichte eingesogen.“ Booklist

wunderbar einfühlsam erzählte Geschichte

— Rebecca1120
Rebecca1120

Unaufgeregt erzählte und dennoch fesselnde Geschichte um Freundschaft, Vertrauen und Betrug

— krimielse
krimielse

Nett geschrieben, aber mir war es zu wenig Spannung

— Dagmsr221
Dagmsr221

Anfangs recht unspektakulär, am Ende jedoch sehr spannend.

— Lilly321
Lilly321

sehr langatmig

— TJsMUM
TJsMUM

Ein unterhaltsamer Roman mit Tiefgang.

— Cookie1962
Cookie1962

Gute, solide Unterhaltung von Anfang bis zum Ende. Zeigt auf, wie sich Abhängigkeit und Fremdbestimmung entwickeln können.

— JasminDeal
JasminDeal

Nichts ist wie es scheint. Gut und Böse liegen manchmal dicht bei einander! Ein tiefründiger Roman.

— Suma2
Suma2

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  • Leserunde zu "Die Guten" von Joyce Maynard

    Die Guten
    HarperCollinsGermany

    HarperCollinsGermany

    Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur Leserunde des neuen Romans "Die Guten" von Joyce Maynard ein. Bitte bewerbt euch bis zum 20.10.2016 für eines von 15 Leseexemplaren (E-Book) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans. Über den Inhalt: Nach dem Ende ihrer Ehe fühlt Helen sich einsam, selbst zu ihrem kleinen Sohn findet sie keinen Zugang mehr. Dann lernt sie Ava und Swift Havilland kennen. Das charismatische Paar heißt Helen mit offenen Armen in ihrer Welt willkommen - einer Welt von interessanten Menschen, ausgelassenen Partys und Wohlstand. Immer stärker gerät die junge Frau in den Bann ihrer neuen Freunde. Bis sie feststellen muss, dass diese Freundschaft an Bedingungen geknüpft ist. Und dass sie dadurch im Begriff ist, zu verlieren, was sie am meisten liebt. Du möchtest "Die Guten" von Joyce Maynard lesen? Dann bewirb dich jetzt um eines der 15 Leseexemplare und teile uns bitte mit, welches Format du im Gewinnfall benötigen würdest (epub oder mobi).. Wir sind gespannt auf dich, deine Fragen und Leseeindrücke und würden uns freuen, wenn du deine Rezension dann auf Amazon & Co und auf harpercollins.de teilst. Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von HarperCollins Germany

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  • Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und Betrug

    Die Guten
    krimielse

    krimielse

    20. April 2017 um 10:32

    Das Buch "Die Guten" von Joyce Maynard hat mich überrascht und von Anfang an gefangen gehalten. Der unaufgeregte und dennoch fesselnde Stil der Autorin, die Geschichte selbst und die nahe Beziehung zu ihren gut gezeichneten Figuren haben diesen Roman zu einen besonderen und empfehlenswerten Leseerlebnis für mich gemacht. Die Protagonistin Helen versucht nach ihrer Scheidung von Dwight für sich und ihren kleinen Sohn Oliver als Fotografin und mit Kellner-Jobs zu sorgen. Ihr allabendlicher Weingenuss wird ihr zum Verhängnis, sie wird mit ihrem kleinen Sohn auf dem Weg ins Krankenhaus mit Alkohol am Steuer angehalten und verliert das Sorgerecht für ihren Sohn, der der Stern ihres Daseins ist. Nur alle zwei Wochen darf Helen ihren Sohn Oliver für ein paar Stunden sehen, der in seiner neuen Familie allein gelassen und unglücklich ist und sich immer mehr von seiner Mutter entfremdet. Helen räumt schnell und rigoros mit ihrem Alkoholsucht auf, hat aber dennoch wegen hoher Schulden wenig Chancen, Oliver schnell zurück zu bekommen und leidet sehr darunter. In dieser Situation lernt sie ein reiches hundevernarrtes Ehepaar, Ava und Swift Havilland, kennen, die Helen als Fotografin engagieren. Ava nimmt sich ihrer an, und schon bald geht sie im Haus der Havillands ein und aus, erledigt viele aufgetragene Aufgaben. Das charismatische Paar ist sehr großzügig, Helen genießt die Aufmerksamkeit der beiden sehr. Sie wollen ihr sogar dabei helfen, den Sorgerechtsprozess um Oliver zu bestreiten, doch irgendwann merkt Helen, dass dies alles mit Bedingungen gekoppelt ist und nach Ablösen der glanzvollen äußeren Lackschicht nicht alles ist wie es scheint. Helen wirkt anfangs kraftlos und von ihrer Trauer um den Verlust des Sohnes beherrscht. Sie ist zwar beim Bekämpfen ihrer Alkoholsucht auf dem richtigen Weg, scheint aber für de Wiedererlangung des Sorgerechtes gegen Windmühlen zu kämpfen. Wie ein hohles Gefäß wird sie durch das perfekt erscheinende Ehepaar mit Lebensmut und Freude angefüllt. Helen lässt alle alten und neuen sozialen Beziehungen hintenanstehen und gibt sich völlig den Wünschen von Ava und Swift hin. Man möchte Helen schütteln, weil beim Lesen unterschwellig trotz allen Glanzes und Glücks ständig ein ungutes Gefühl präsent ist. Langsam und unglaublich geschickt steigert die Autorin den Spannungsbogen, so dass man das Buch nach dem interessanten Auftakt kaum weglegen kann. Es ist keine plump-angstvolle Spannung, die aufgebaut wird, sondern eher das Schüren der Neugier durch subtile Verwicklungen und durch die Nähe zur Hauptfigur Helen, in der man sich von Anfang an befindet. Geschickt eingebaute Rückblicke und der Blick durch die Augen von Helen sorgen für ein rundes Bild auf das Geschehen, das genug Verwirrung für die Leselust stiftet, aber nicht so sehr verwirrt, dass man den Überblick verliert. Die Charaktere sind lebensecht und unterschiedlich genug dargestellt, um authentisch und interessant zu wirken. Helen als zurückhaltender jungen Frau, geprägt von freudloser Kindheit und völlig fehlgeschlagener Ehe, wird das extravertierte und überaus glückliche Ehepaar Havilland gegenübergestellt, mit ihrem weitläufigen Haus, dem erlesenen Freundeskreis, den gesellschaftlichen Verbindungen und den glanzvollen Parties. Ava, obwohl an den Rollstuhl gebunden und völlig abhängig von ihrem Ehemann, tritt sehr selbstbewusst, ein wenig glamourös und weltoffen auf. Ihr Ehemann Dwight gleicht einem kleinen Jungen, der jedem Spaß im Leben mit der Freude eines Kindes hinterher jagt und mit seiner ansteckenden Art Helens Sohn Oliver aus der Dumpfheit und Betäubung aufzuwecken vermag. Das Buch ist Charakterstudie, Entwicklung, Gesellschaftskritik und nicht zuletzt eine interessante und sehr lesenswerte Geschichte über Manipulation und Verlust. Feinsinnig, intelligent und eindringlich spinnt die Autorin den Faden für den Leser mit der Geschichte, die sich tatsächlich so zutragen könnte. Am Ende fragt man sich, wie weit man selbst bereit wäre sich aufzugeben oder ob man stark bleiben könnte. Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung für diesen großartigen Roman, der nicht der letzte der Autorin für mich sein wird. Joyce Maynard, die bereits mehrere vielbeachtete Romane und Sachbücher veröffentlicht hat, lebt und schreibt in Kalifornien. Internationaler Bestseller wurden ihre in viele Sprachen übersetzten Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit mit dem Schriftsteller J.D. Salinger.

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    • 2
  • wunderbar einfühlsam erzählte Geschichte

    Die Guten
    Rebecca1120

    Rebecca1120

    30. November 2016 um 12:06

    Helen steht vor den Scherben ihrer Ehe – ihr Mann hat eine neue, das Geld ist immer knapp und sie sehnt sich nach einer richtigen Familie. Dann lernt sie während der Arbeit das reiche, großzügige, stets lachende Ehepaar Havilland kennen. Als diese sie und ihren Sohn zu sich und zum Dinner einladen, glaubt sie am Ziel ihres größten Wunsches zu sein …Helen, die Hauptfigur, wirkt sympathisch, was unter anderem daran liegt, dass man beim Lesen immer wieder spürt, dass sie für ihren kleinen Sohn alles unternimmt, um ihm eine gute Mutter zu sein. Auch ihre Alkoholsucht bezwingt sie für ihn und eine gemeinsame Zukunft mit ihm. Sie ist ohne Arglist und wird dadurch auch zum Opfer der Menschen, die ihre Gutmütigkeit ausnutzen und sie bewusst manipulieren. Vielleicht lag es auch an Helens verkorkster Kindheit, dass sie die Unterscheidung zwischen gut, böse und manipulativ nicht treffen konnte, weil sie sich einfach nach Nestwärme sehnte.Der Autorin ist es sehr gut gelungen diese Zwielichtigkeit des Ehepaares Havilland so zu beschreiben, dass auch beim Lesen immer noch offen blieb welche Hintergedanken diese beiden bei ihrer gestellten Freundlichkeit gegenüber Hellen eigentlich haben. Ich habe dabei die wildesten Phantasien entwickelt – und lag damit natürlich völlig daneben. Da ich es aber unbedingt wissen wollte, hat es mich angetrieben weiterzulesen. Ich habe mich beim Lesen dieses Buchs jedenfalls bestens unterhalten gefühlt und kann es allen, die Schicksalsromane lieben, nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt’s 4 Lesesterne.

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  • Die Guten - Joyce Maynard

    Die Guten
    Lilly321

    Lilly321

    18. November 2016 um 15:48

    Die Hauptcharaktere des Buches sind Helen, ihr Sohn Ollie und die Havillands. Helen war in ihrer Kindheit ziemlich allein und dachte mit ihrem Exmann hätte sie endlich eine richtige Familie. Leider ließ sich Dwaight von ihr scheiden und ihr Traum löste sich in Nichts auf. Helen verlor ihren Sohn durch einen großen Fehler und konnte ihn nur noch sehr selten besuchen. Als sie dann die Havillands bei einer Ausstellung trifft, fühlt sie sich, als wäre sie von den beiden gerettet worden. Sie bekommt eine Anstellung dort und hat auch endlich wieder jemanden, der sich für sie interessiert. Helen lernt wieder, wie schön das Leben doch sein kann. Mit der Zeit bekommt sie ihren Sohn auch öfter zu sehen und kann ihn sogar ein paar Tage behalten. Des Weiteren lernt sie übers Internet noch einen netten Mann kennen, Elliot. Aber Ava und Swift Havilland machen diesen nur schlecht und allmählich sieht Helen auch nur noch seine schlechten Seiten. Außerdem lernt Ollie Ava und Swift kennen. Dies scheint erst perfekt zu sein, doch dann geschieht ein Unglück. Was genau passiert und was das zur Folge hat, möchte ich nicht vorwegnehmen, ich habe sowieso schon viel zu viel verraten :DJedenfalls scheint alles für Helen super zu laufen, doch ob es am Schluss immer noch so ist, bleibt die Frage. Denn die Havillands scheinen ja wahre Helden zu sein, so selbstlos wie sie sich um Helen kümmerten. Es gibt viele kleine Anzeichen, dass dies nicht so ist, jedoch ignoriert Helen diese und deshalb sieht sie Ava und Swift erst nach dem Unglück wo, wie sie wirklich sind.Das Buch fängt in der Gegenwart an und dann wird erzählt, wie es dazu kam. Schön wäre gewesen, wenn am Schluss nochmal Bezug zum Anfang genommen worden wäre. Anfangs ist das Buch etwas langatmig, da ja erstmal überhaupt die Hintergründe erklärt werden müssen. Ab der Mitte ist es dann richtig spannend, ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Der Schluss ist gut gelungen, wenn er auch etwas vorhersehbar war.Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen und den einen Stern weniger gibt es auch nur, weil mich das Buch nicht gleich am Anfang richtig fesselte. Die Nachricht, die das Buch übermittelt ist klasse, denn an Helen wird schön gezeigt, dass man sich nicht gleich auf alle Leute einlassen, sondern auf sein Bauchgefühlt hören sollte.

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  • Unglaublich

    Die Guten
    Xanaka

    Xanaka

    13. November 2016 um 21:15

    Helen hatte es bis jetzt nicht leicht in ihrem Leben. Ihre Eltern kümmerten sich kaum um sie. Um im Leben vorwärts zu kommen, ging sie den Weg des geringsten Widerstandes. Sie versuchte sich anzupassen, wo es nur ging. Sie war immer nett zu allen, sagte ihre eigene Meinung nie und vertrat diese logischerweise auch nicht. Als sie ihren Mann Dwight kennenlernt ist sie sich sicher, dass ist der Mann mit dem ich eine Familie gründen will. Nach der Geburt ihres Sohnes Oliver gibt sie auch ihr Studium auf. Umso schlimmer trifft es sie, als ihr Mann sich scheiden lässt. Unfähig mit dieser Situation umzugehen, fängt sie an zu trinken. Als ihr Sohn schwerkrank ins Krankenhaus muss, fährt sie unter Alkoholeinfluss in die Klinik und wird dabei erwischt. Infolgedessen wird ihr auch noch das Sorgerecht für ihren Sohn entzogen. In dieser Phase des Unglücklichseins und Vorsichhinlebens lernt sie die Havillands kennen. Ava und Swift, ein exzentrisches reiches Ehepaar, nimmt sich scheinbar selbstlos ihrer an und lässt sie fortan nicht mehr los. Ava, die auch noch im Rollstuhl sitzt, versorgt Helen mit Aufträgen, lässt sie Fotos von den Hunden machen, ein Buch erstellen. Helen, die so dankbar für die Umsorgung ist, macht alles für Ava. Als die Havillands auch noch ihren Sohn Oliver kennenlernen - und er ist begeistert von ihnen - ist ihr Leben fast perfekt. Und doch kommt es plötzlich durch ein Geschehen zum großen Bruch. Was ist geschehen? Warum ist es geschehen? Das sind die entscheidenen Fragen in diesem Buch.Joyce Maynard kennzeichnet hier sehr genau den Charakter und die Entwicklung von Helen. Diese ist so geblendet und fast weltfremd um bestimmte Dinge in ihrem Leben selbst zu erkennen und zu verändern. So lässt sie sich mühelos von den Havillands dominieren, manipulieren und lenken. Am Anfang wusste ich gar nicht genau, worauf ich mich da eigentlich einlasse, denn die Schilderungen beginnen eigentlich am Ende. Aber das Buch ist so schön geschrieben, dass es einem leicht fällt, in das Buch hinein zu kommen. Die Art und Weise, wie die Havillands sich Helen annehmen, scheint anfangs wirklich selbstlos. Und doch gibt es da Hinweise, dass auch die Havillands nicht nur die guten Menschen sind, als die sie sich immer hinstellen. Es dauert lange, bis auch Helen das erkennt und entsprechend handelt.Mir hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen, ich bin froh, dass ich mich dafür entschieden hatte. Von mir für dieses Buch eine ausdrückliche Leseempfehlung und verdiente 5 Lesesterne. 

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  • Sehr langatmig mit Happy End

    Die Guten
    TJsMUM

    TJsMUM

    13. November 2016 um 17:51

    Die Guten von Joyce MaynardIch finde dieses Buch teilweise recht langweilig und langatmig. Die Geschichte die dahinter steckt ist teilweise schon interessant, ja. Aber diese Leidenschaftslosigkeit mit der die Ich-Erzählerin Helen erzählt, hat mich beim Lesen schon teilweise mürbe gemacht. Selbst wenn es  ihr richtig schlecht geht, berichtet sie sehr monoton, dabei hat sie das Ganze doch selbst erlebt. Auch am Ende, als es den Anschein hat, dass die Geschichte nun eine unvermutete Wendung nimmt und Swift mit ihrem Sohn einen anderen Ausflug acht als den geplanten, sollten doch die Muttergefühle rauskommen. Da wird eine Mutter zum Tier und will ihr Kind beschützen, da müssten die Gefühle nur so aus ihr rausplatzen. Stattdessen wird nur an der Oberfläche gekratzt und sie nimmt es so hin, wie es ist, das ist etwas schade. Das Buch ist zwar irgendwie doch recht detailreich, doch immer nur im Hinblick auf die Havillands. Mir fehlt der tiefe Blick in Helens Seele, die ja doch in ihrer Jugend viel mitmachen musste, wie auch angerissen wird. Was ich schade finde, ist das Problem mit dem Alkohol. Und ich bin jetzt sicher niemand, der übermäßigen Alkoholkonsum befürwortet und verherrlicht. Sicher haben die Amis da andere Ansichten, doch hat Helen einmal zu viel getrunken und dann ging es ihrem Kind schlecht. Da würden viele ins Auto steigen. Auch die Handlung der Polizisten finde ich übertrieben, die sich eher um Helen kümmern, dass sie ihr etwas verbraten können, als dass sie den Jungen ins Krankenhaus fahren. Dann wird ihr diese eine Fahrt, obwohl sie sich vorher nie etwas zu Schulden kommen hat lassen so negativ ausgelegt, dass sie ihr Kind verliert, finde ich schon krass. Egal ob Fiktion oder in Amerika Alltag, da fehlt die genaue Prüfung. An diesem Punkt hatte ich Mitleid mit Helen. Auf der anderen Seite darf der cholerische Vater zunächst alles, verliert, bzw. gibt dann wiederum das Sorgerecht ab; dass ind schon seltsame Konstrukte. Ebenso das um den Sohn der Havillands, Cooper. Er wird verherrlicht und hat sicherlich Probleme, das wird ebenfalls angeschnitten. Auch hier fehlt der Tiefgang. Erst nach dem Unglück wird klar, dass es sich bei ihm um ein Alkoholproblem handelt. Dass Swift zu seinem Sohn hält ist klar, dass er Helen und Olli dann aber so links liegen lässt und auch das Verhalten von ihm und seiner Frau Ava der Haushälterin gegenüber ist seltsam. Kaum denkbar in der Realität, nicht mal bei den größten Unmenschen. Das Happy End am Ende hat das Buch wirklich nötig. 

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  • Die Guten von Joyce Maynard

    Die Guten
    Cookie1962

    Cookie1962

    12. November 2016 um 19:18

    Rezension zum Buch „Die Guten“ von Joyce MaynardHelen befindet sich in einer absoluten Lebenskrise, als Sie dem Ehepaar Ava und Swift begegnet. Durch ihren Alkoholismus hat sie das Sorgerecht für ihren geliebten Sohn Ollie verloren; ihr Mann hat sie mit einem Berg Schulden verlassen und außer ihrer Freundin Alice ist nicht viel geblieben. Das betuchte Paar Ava, die am Rollstuhl gefesselt ist und ihr Mann Swift geben ihr in dieser Situation den Rückhalt und das Gefühl, wieder zu einer Familie zu gehören. Immer mehr lässt sie sich von dem Paar vereinnahmen und kündigt sogar ihrer Freundin Alice die Freundschaft. Auch Sohn Ollie wird vor allen Dingen von Swift mit spektakulären Events geködert. Als Helen über das Internet Elliot kennenlernt, wird dieser aber von dem Paar nur zwangsweise zur Kenntnis genommen. Erst nach einem tragischen Unglück bröckelt für Helen das Denkmal Ava und Swift und die Wahrheit über das Paar kommt ans Tageslicht.Die Geschichte von Helen wird aus ihrer Sicht im Rückblick erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und lebendig, so dass es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Dazu kommt gerade im letzten Viertel noch viel Spannung dazu. Der Leser nimmt emotional an den Geschehnissen teil.Eine Geschichte, die gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Es geht um die Werte von Freundschaft, Familie, Ehrlichkeit und Beständigkeit und auch um die Liebe. Mich hat die Geschichte mitgerissen. Manchmal war ich schockiert; habe mich gefragt, was die Motive von dem ach so guten Paar sind, solch Hilfe anzubieten; war enttäuscht vom Verhalten Helens und habe doch gehofft, dass Helen rechtzeitig auf ihr Inneres hört und sich dem wirklich Guten zuwendet. Ein für mich absolut rundes und gelungenes Buch, was neben guter Unterhaltung auch zum Nachdenken anregt. Eine absolute Empfehlung von mir.

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  • Was wirklich zählt

    Die Guten
    Martinchen

    Martinchen

    09. November 2016 um 15:03

    "Nach dem Ende ihrer Ehe fühlt Helen sich einsam, selbst zu ihrem kleinen Sohn findet sie keinen Zugang mehr. Dann lernt sie Ava und Swift Havilland kennen. Das charismatische Paar heißt Helen mit offenen Armen in ihrer Welt willkommen - einer Welt von interessanten Menschen, ausgelassenen Partys und Wohlstand. Immer stärker gerät die junge Frau in den Bann ihrer neuen Freunde. Bis sie feststellen muss, dass diese Freundschaft an Bedingungen geknüpft ist. Und dass sie dadurch im Begriff ist, zu verlieren, was sie am meisten liebt." Joyce Maynard wurde 1953 in New Hampshire geboren. Sie gewann bereits als Schülerin Auszeichnungen für ihre schriftstellerischen Arbeiten. Sie lebt und arbeitet in Kalifornien. Das Buch ist in einem sehr nüchternen, emotionslosen Stil geschrieben, der genau passt und sehr gut lesbar ist. Helen beschreibt aus ihrer Sicht die Geschehnisse sehr eindrücklich. Die Spannung wird subtil von Kapitel zu Kapitel gesteigert. Schnell wird klar, dass etwas nicht stimmt, ohne dass der Leser, die Leserin weiß, was genau das ist. An der einen oder anderen Stelle wünschte ich mir, eingreifen zu können und Helen klar zu machen, was wirklich zählt. Die Protagonisten sind detailliert, realistisch und in vielen Facetten beschrieben, so dass sie gut vorstellbar sind. Das Cover ist zweigeteilt in Gelb und Magenta gehalten, getrennt von einem schmalen weißen Streifen mit dem Titel in Magenta.  Der Name der Autorin in weißer Schrift tritt in den Hintergrund. Ein Cover, das sehr deutlich abgrenzt und damit hervorragend zum Inhalt passt.  Fazit: ein sehr lesenswerter Roman mit uneingeschränkter Leseempfehlung.

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  • Ich freue mich, dass Buch gelesen zu haben.

    Die Guten
    JasminDeal

    JasminDeal

    09. November 2016 um 12:30

    Auch wenn man sich zwischenzeitig fragt, wie gutgläubig und beeinflussbar ein Mensch sein kann, hat mich das Buch total überzeugt. Das Buch beginnt mit einem Rückblick der verrät, dass das, was später erzählt wird, nicht für alle Beteiligten gut ausgehen wird. Helen verliert ihren Mann an eine Andere, danach verliert sie sich im Alkohol, infolgedessen muss ihr Sohn zu seinem Vater. Helen verkraftet den Verlust nicht, lässt aber die Finger vom Alkohol, damit sie ihren Sohn, der sich sichtlich unwohl fühlt in seiner neuen Umgebung, irgendwann zurückholen kann. Irgendwann wird Helen von zwei Menschen mit offenen Armen aufgenommen. Sie geben ihr das, was sie im Moment am meisten braucht. Sie machen ihr keine Vorwürfe, ermöglichen ihr eine Flucht aus dem Alltag und einen Einblick in ein Leben, welches Helen nie haben wird. Ava und Swift sind von Anfang an sehr speziell, aber auf den ersten Blick auch hilfsbereit, großzügig und liebenswert. Es dauert dadurch etwas, bis die Fassade der Havillands zu bröckeln beginnt. Immer mehr Ereignisse reihen sich aneinander und Helen beginnt an der Freundschaft zu zweifeln, Sie verbaut sich dadurch auch die Möglichkeit auf eine eigene Beziehung. Dann kommt Tag X und die Havillands lassen Helen und ihren Sohn eiskalt fallen, um sich und ihrem eigenen Sohn den Hintern zu retten. Erst da wird Helen wach und kämpft für und mit ihrem Sohn um Gerechtigkeit und gegen ihre ehemaligen Freunde. Die Geschichte ist in sich stimmig, immer wieder wird es spannend und man wird durchweg gut unterhalten. Der Schreibstil ist sehr dynamisch. Von mir eine Leseempfehlung.

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  • Mehr Schein als Sein

    Die Guten
    Suma2

    Suma2

    05. November 2016 um 22:31

    Inhalt:Nach dem Ende ihrer Ehe fühlt Helen sich einsam, selbst zu ihrem kleinen Sohn findet sie keinen Zugang mehr. Dann lernt sie Ava und Swift Havilland kennen. Das charismatische Paar heißt Helen mit offenen Armen in ihrer Welt willkommen – einer Welt von interessanten Menschen, ausgelassenen Partys und Wohlstand. Immer stärker gerät die junge Frau in den Bann ihrer neuen Freunde. Meine Meinung zum Roman:Helen ist irgendwann nicht mehr in der Lage ihren Alltag unabhängig von den Havillands zu gestalten. Die Havillands scheinen die perfekten Freunde und das perfekte Ehepaar zu sein. Helen fühlt sich durch Sie aufgewertet und beginnt wieder Spaß am Leben zu finden, bemerkt aber nicht das Sie nach und nach den Kontakt zu allen anderen Menschen in Ihrem Leben verliert. Selbst als Sie sich neu verliebt hat Sie das Gefühl das Ihr Freund Elliot den Ansprüchen der Havillands nicht genügt. Ein tragischer Vorfall bringt allerdings die Wahrheit ans Licht. Nichts ist wie es scheint und plötzlich liegen Gut und Böse ganz nah bei einander.Joyce Maynard erzählt die Geschichte ruhig aus Perspektive von Helen und baut von Kapitel zu Kapitel eine subtile Spannung auf. Man möchte Helen warnen die Augen zu öffnen und die richtigen Entscheidungen zu treffen und das wirklich Gute zu erkennen. Die Charaktere sind wirklich großartig ausgearbeitet und erscheinen dadurch sehr real und authentisch. Den Schreibstil habe ich teilweise als etwas distanziert und nüchtern empfunden. Schlussendlich hat das dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan, weil die Story mich insgesamt gefesselt und überzeugt hat.Mein persönliches Fazit: Augen auf bei der Wahl der Freunde und sich nicht durch mehr Schein als Sein blenden lassen.

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  • Super!

    Die Guten
    Mylittlebookpalace

    Mylittlebookpalace

    05. November 2016 um 22:20

    In dem Roman " Die Guten " geht es um Helen, die es im Leben noch nie wirklich einfach hatte. Sie hatte eine unschöne Kindheit und litt unter dem Verlust ihres Vaters und nun hatte sie auch noch das Sorgerecht für ihren kleinen Ollie an den Vater und Exmann verloren. Doch als sie die Havillands oder auch das Millionärspaar kennenlernt scheint sich alles zum guten zu wenden, Nicht nur das Helen einen viel besser bezahlten Job von ihnen annimmt, nein die beiden wollen ihr sogar die Gerichtskosten bezahlen um wieder das Sorgerecht für Ollie zu bekommen. Doch im Laufe des Buches bekommt man ein eher schlechtes Bauchgefühl was die Havillands angeht. Sie verhalten sich irgendwie immer seltsamer und selbst wenn sie ihrem Freund Elliot nicht glauben will das da irgendetwas im Busch ist. Hat sie selber ein schlechtes Gefühl bei den beiden. Doch was steckt dahinter?Ich mochte diese Buch wirklich gerne, es ist in einem schnellem und überhaupt nicht schnörkeligem Schreibstil geschrieben und ich finde die Geschichte toll. Obwohl ich so eine Art von Geschichten eigentlich sonst nicht so mag, war es hier anders. Ja es hat mir richtig Spaß gemacht das Buch zu lesen und mich hat die Geschichte von Helen richtig gepackt.  Im Endeffekt  ist ein sehr gelungenes Buch über Wahrheiten und Lügen und total lesenswert.

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  • Gut oder Böse?

    Die Guten
    Dreamworx

    Dreamworx

    05. November 2016 um 12:34

    Helen, die aus einem ungeliebten Elternhaus stammt, kümmert sich nach der Scheidung von Ehemann Dwight liebevoll um ihren kleinen Sohn Oliver und schlägt sich mit Catering-Jobs und als freie Fotografin durch. Doch sie ist mit der Situation überfordert und fängt an, jeden Tag abends ein Glas Wein mehr zu trinken. Bei einer Autofahrt auf dem Weg ins Krankenhaus, weil es Oliver schlecht geht, wird sie von der Polizei angehalten. Da sie unter Alkoholeinfluss stand, wird ihr das Sorgerecht für Oliver entzogen, der nun bei seinem Vater und dessen neuer Familie leben wird. Helen hat das Gefühl, ihr Leben ist in einer Abwärtsspirale, als sie auf einer Party, bei der sie wieder beim Catering aushilft, das reiche und hundeverrückte Ehepaar Ava und Swift Havilland kennenlernt. Ava nimmt Helen sogleich unter ihre Fittiche und päppelt sie wieder auf. Schon bald geht Helen im Hause Havilland ein und aus, übernimmt Aufgaben, die Ava ihr zuträgt und fotografiert die Hunde, Freunde und Bekannte. Die Großzügigkeit der Havillands kennt keine Grenzen, sie wollen Helen sogar dabei unterstützen, das Sorgerecht für Sohn Oliver zurück zu bekommen, nachdem sie ihn kennengelernt haben. Auch Oliver ist von Swift begeistert und nähert sich auch seiner Mutter wieder an. Aber dann kommt der schicksalhafte Tag, an dem alles in die Brüche geht. Alles?Joyce Maynard hat mit ihrem Buch „Die Guten“ einen wirklich sehr interessanten und unterhaltsamen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, der Leser erlebt alles aus der Sicht von Helen und möchte oftmals eingreifen, eine Warnung ausstoßen oder Helen einfach nur den Kopf waschen. Aber leider kann sie einen ja doch nicht hören! Die Autorin versteht es wirklich, den Spannungsbogen von Seite zu Seite minimal zu steigern und die Neugier des Lesers zu wecken, was sich wohl hinter verschiedenen Verhaltensweisen verbirgt und wie sich alles entwickelt. Der Roman gleicht einer Charakterstudie und hält dem Leser einmal mehr den Spiegel vor mit der Frage „Wie würdest Du reagieren, wie würdest Du entscheiden, hättest Du das geahnt?“Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt und sehr interessant ausgearbeitet. Helen ist eine eher zurückhaltende Frau, geprägt von einer unglücklichen Kindheit und einer ebenso verkorksten Ehe, auf sich allein gestellt und fast am Rande der Gesellschaft. Sie wirkt oftmals naiv und leicht zu manipulieren. Helen nimmt sich andere nicht nur zum Vorbild, sie ordnet sich ihnen regelrecht unter. Für die Freundschaft mit Ava und Swift lässt sie alte und auch neu gewonnene Freunde im Stich, denn ihre Welt dreht sich nur noch um das Ehepaar und ihren Sohn. Sehr schön zu beobachten ist ihre Entwicklung im Laufe der Handlung, denn zu Beginn wirkt Helen wenig sympathisch, da sie eher apathisch und kraftlos wirkt. Ava sitzt im Rollstuhl und ist völlig abhängig von ihrem Ehemann Swift. Dabei tritt Ava sehr selbstbewusst auf und ist großzugig bei allem und jeden in ihrem Umfeld. Swift ist ein Lebemann, laut, dröhnend, wie ein großes Kind, das ständig in Aktion ist und alles nachholen muss, was es im Leben eventuell verpasst hat. Er versteht sich hervorragend mit Helens Sohn Oliver und lockt den Jungen aus seiner Starre heraus zurück ins Leben. Auch die anderen Protagonisten sind sehr gut ausgestaltet und tragen ihren Teil dazu bei, der Handlung mehr Spannung und Leben einzuhauchen.„Die Guten“ ist ein sehr eindringlicher Roman, der einmal mehr zeigt, wie geschickt Manipulation sein kann und wie stark man sein muss, sich dieser zu entziehen. Die Frage „Was ist wirklich wichtig?“ kann man als Leser kaum ausblenden. Alle, die gern gesellschaftskritische Romane lesen und auch Charakterstudien mögen, werden dieses Buch auf jeden Fall mögen. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!  

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