Joyce Maynard Labor Day

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Inhaltsangabe zu „Labor Day“ von Joyce Maynard

All summer long, Henry kept hoping that something different would happen, but it never did. Then, just as the Labour Day weekend gets under way, in the Pricemart where Henry's mother, Adele, on one of her rare forays out of the house and into the wider world has taken him to buy trousers, a bleeding man approaches Henry and asks for help. (Quelle:'Flexibler Einband/28.09.2009')
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  • Rezension zu "Labor Day" von Joyce Maynard

    Labor Day
    marimirl

    marimirl

    29. August 2011 um 08:16

    Henry ist 13 und wächst nach der Scheidung seiner Eltern nur bei seiner psychisch angeschlagenen Mutter auf. Nur sehr selten verlassen sie das Haus, um einkaufen zu gehen. Ein Tag soll sein ganzes Leben verändern: In einem Supermarkt trifft er auf einen verletzten Mann, den sie kurzerhand mit nach Hause nehmen. Die Geschichte wird von Henry erzählt, einem Jungen im pubertierenden Alter. Deshalb erfahren wir auch einiges über seine Schwierigkeiten damit, ein Mann zu werden. Das hat zwar nicht direkt etwas mit dem Inhalt des Buches zu tun, aber ich finde, es gehört dazu. Schließlich ist er der Erzähler und der Leser sollte alles so wiedergegeben bekommen, wie Henry das empfunden hat. Anfangs hatte seine Erzählweise etwas sehr trauriges an sich. Das ist auch verständlich, war er doch kein besonders glückliches Kind. Ich konnte richtig spüren, wie er sich fühlt, und das an jeder Stelle des Buches. Auch Adele, Henry's Mutter, lernt man genauer kennen und man erfährt einiges über sie, was es leichter macht, sie zu verstehen. Das Buch handelt von Liebe, aber auch von Schmerz. Ich kann mich nicht wirklich entscheiden, ob ich das Buch jetzt traurig oder schön fand. Es war einfach eine Mischung aus beiden. Die grundlegende Stimmung ist eher eine traurig-depressive, die aber immer wieder aufgelockert wird. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es mich etwas verwirrt zurück gelassen hat. Zu meinem Freund sagte ich nach dem Lesen nur: "Das Buch war cool, aber irgendwie seltsam. Trotzdem war es cool." Verwirrte Worte. Jetzt würde ich es eher so ausdrücken: Ich fand die Geschichte sehr interessant und vor allem sehr gefühlsbetont. Ich hatte immer das Gefühl ich könnte genau spüren, wie es Henry geht. Aber natürlich greift man sich als Leser mehr als nur einmal an den Kopf: Wie kann man denn nur einen fremden Mann mit nach Hause nehmen? Ich denke, das Buch soll uns zeigen, dass man nicht zu voreingenommen sein soll und dass in jedem Menschen auch etwas Gutes steckt, wenn man ihm nur die Chance gibt, es zu zeigen. Ach ja, und ich finde, Henry ist einfach kein Name für ein Kind. Das passt nicht. In meinen Augen handelt es sich um einen klaren Buchtipp. Leider war es mit nur knapp über 200 Seiten viel zu schnell vorbei. Tipp: Der englische Klappentext verrät viel weniger als der deutsche. Ich fand es ganz gut, nicht von Anfang an zu wissen, wer Frank ist. Wer also, so wie ich, auf Spannung steht und sich gerne überraschen lässt, der sollte den deutschen Klappentext nicht lesen.

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