Tod am Kap: Captain Pieter Strauss ermittelt (Strauss Mysteries 1)

von Joyce Summer 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Tod am Kap: Captain Pieter Strauss ermittelt (Strauss Mysteries 1)
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Inhaltsangabe zu "Tod am Kap: Captain Pieter Strauss ermittelt (Strauss Mysteries 1)"

»Wie kann ich machen, dass es aufhört, große Mutter?«
»Du musst den Feuergeist finden, Jongetjieskind.«
»Und wie kann ich ihn finden?«
»Du wirst die Zeichen richtig deuten.«
»Was mache ich, wenn ich ihn gefunden habe?«
»Du wirst machen, dass er aufhört zu tanzen.«

Drückende Hitze liegt über Südafrika und das Wasser wird knapp. Eine brutale Mordserie erschüttert das Kap der Guten Hoffnung.

Captain Pieter Strauss von der Kapstädter Spezialeinheit der Valke versucht, den Mörder zu fassen. Was treibt den Täter an? Ist es alter Aberglaube und er hofft, die Regenkönigin durch seine Morde zu wecken? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?
Pieter wird mit seinem alten Freund Nick Aquilina in einen Strudel gezogen, der sie bis tief in die erbarmungslose Welt der Townships treibt und in die Machenschaften der großen Konzerne verwickelt.

Ein Krimi mit einem brandaktuellen Thema: Dürre und Wassernot in Kapstadt.

Seit Jahren fällt immer weniger Regen und die Wasserspeicher am Kap sind fast leer. Und dennoch pumpem die großen Konzerne das Wasser ab um es in Europa und den USA als Designerwasser teuer zu verkaufen.

Vor diesem Hintergrund entwickelt sich ein spannender Thriller, in dem auch alter Aberglaube und die Bandenrivalitäten in den Townships eine Rolle spielen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B07DG1W2TN
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:473 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:01.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    monerls avatar
    monerlvor 3 Monaten
    Spannend und informativ

    Meine Meinung
    Dieses Mal führt uns Joyce Summer nach Südafrika. Ein weiterer großer Schritt südwärts. War es im letzten Krimi noch Comissarío Avila, der die Hauptrolle innehatte, begegnen wir dieses Mal Nick Aquilina, der als Profiler seinen südafrikanischen Freund Captain Pieter Strauss unterstützen soll. Seltsame Morde, die eine Verbindung aufweisen, müssen schnellstens gelöst werden, denn es besteht die Gefahr, dass es nicht bei den beiden Toten bleiben wird. Die Spur führt zu den Gangs in den gefährlichen Townships und seltsamerweise auch zu Chopine, dem französischen Unternehmen, dass von der südafrikanischen Regierung die Förder- sowie Verkaufsrechte am Wasser erhalten hat. Das kommt euch bekannt vor? Ja, leider ist dieser Aspekt von Joyce Summer nicht erfunden worden.

    Captain Pieter Strauss befindet sich in einer schwierigen Lage. Die Stimmung intern ist aufgeheizt, da es auch Jahre nach der Apartheid unter der Bevölkerung noch große Ressentiments gibt. Die gemischten Abteilungen der Polizei arbeiten nicht immer so Hand in Hand, wie sie es sollten. Zusätzlich führt die steigende Wasserknappheit zu Aggressionen der Bevölkerung. Menschen sterben an Wassermangel, an Krankheiten durch den Wassermangel und es ist keine Besserung in Sicht. Wer Freund und wer Feind ist kann in diesem explosivem Gemenge nicht mehr so leicht entschieden werden. Wenn die Not am größten ist, nimmt der Aberglaube auch wieder einen stärkeren Stellenwert im Alltag ein. In Südafrika gibt es Legenden über Regenköniginnen. Diese spielen im vorliegenden Buch auch eine Rolle.

    Während des Lesens fühlt man sich nach Südafrika versetzt, da die Autorin viele Wörter aus dem Afrikaans in die Dialoge eingeflochten hat. Was sich einem nicht auf Anhieb erschließt, kann hinten im Glossar nachgelesen werden.

    Joyce Summer hat ein sehr gutes Gespühr für ihre Figuren. Die Charakterisierungen der Protagonisten ist immer sehr tiefgehend und umfangreich. Auch Nebenfiguren sind ihr nicht egal. Und genau das macht eine schöne Stimmimung im Buch, auch wenn das Thema und das Genre eher düster sind.

    Dieses Mal habe ich sogar einiges über Rugby gelernt. Sehr schön kombiniert werden strategische Überlegungen zum Fall von Captain Pieter Strauss mit dem Rugby verglichen. Das hat den Plot sehr angenehm aufgelockert.

    Die Auflösung des Falls hat mich überrascht! Am Ende war ich sicher, dass nur zwei Personen als Täter übrig bleiben und doch war keine von beiden der gesuchte Mörder. Dennoch war ich mit dem Motiv der Tat nicht so ganz zufrieden. Es fühlte sich etwas übertrieben an. Aber vielleicht ist es in so einer Situation doch realistisch. Es fiel mir jedoch etwas schwer das nachzuvollziehen.

    Ein weiterer Kritikpunkt ist das Fluchen der Beamten. Ich fühlte mich nach Amerika versetzt und würde sehr gerne wissen wollen, ob das sehr intensive Fluchen bei der südafriaknischen Polizei wirklich so gang und gäbe ist.

    Fazit
    Mit “Tod am Kap” ist es Joyce Summer gelungen aus dem realen Problem der Wasserkanppheit, der falschen Verteilung von Rechten am Wasser sowie Geldgier der Regierung einen Krimi zu machen, der spannend und informativ ist. Man fühlt das explosive Gemisch von unterschiedlichen Gefühlen, das in Kapstadt vorherrscht und kann sich sehr gut vorstellen, dass auch Polizisten und Spezialeinheiten eine gewisse Angst haben, nachts in die Townships zu gehen, die von Gangs beherrscht werden. Wer literarisch gerne durch die Welt gondelt und auch mal nach Südafrika reisen will, zudem Krimis mag, dem kann ich dieses Buch von Joyce Summer sehr gerne empfehlen.

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    Buchfeelings avatar
    Buchfeelingvor 4 Monaten
    ein Krimi mit spannendem Set, der zum Nachdenken anregt

    Ein Krimi der eher leisen Töne, dafür mit einem sehr spannenden Set. Südafrika, das Kap, extremer Brennpunkt zwischen Arm und Reich. Ein Pärchen macht hier Urlaub und plötzlich wird die Frau ermordet. Es scheint kein echtes Motiv zu geben, dafür aber eine rätselhafte “Veränderung” an der Leiche.

    Die Kapstädter Polizei ermittelt, ein gemischtes Team, welches mit kleinen Clanstreitigkeiten in den eigenen Reihen zu kämpfen hat. Als Leser begleitet man ab jetzt das Team bei seiner Arbeit.

    Gleichzeitig verschärft sich die Situation in der armen Bevölkerung, denn immer wieder wird das Wasser abgestellt. Die Menschen müssen extrem rationieren und durch abgestandenes Wasser erkranken Kinder. Warum ist gerade in diesem Jahr das Wasser so sehr knapp? Kann es an der neuen Firma liegen, die das Kap-Wasser als teures Luxuswasser nach Amerika verkauft?

    Die Menschen sind unruhig, aufgebracht und mißtrauisch.

    Das Ermittlerteam ist interessant. Gemischte Kulturen, von Iren über Franzosen und unterschiedliche afrikanische Stämme. Eine afrikanische Vorgesetzte mit zweifelhaften Referenzen und verschlossene, voreingenommene Kollegen. Die brisante Mischung der Kulturen macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Man fühlt sich mittendrin im Schmelztiegel von Rassismus und Vorurteilen. Und so führt die Story den Leser in die ganz eigene Welt Südafrika.

    Die Schreibweise ist spannend, es gibt viele afrikanische Ausdrücke und Begriffe, die aber immer erklärt werden und mich als Leser noch näher ans Geschehen bringen.

    Es gibt viele Verdächtige, die unterschiedlichsten Motive und Lösungsansätze bei der Aufklärung des Falles. Dadurch wird man als Leser sehr intensiv in die Ermittlertätigkeit einbezogen. Das fand ich sehr gut. Durch die Vielschichtigkeit des Teams und den sehr gut vermittelten Emotionen ist man als Leser mittendrin.

    Mittendrin, wenn ein schwer bewaffneter Konvoi die Ermittler zu einem Tatort begleiten muß, mittendrin, wenn Strassengangs einen Verräter anzünden, mittendrin, wenn die Menschen wegen der Wasserknappheit zum Aberglauben greifen und Opfer darbringen.

    Ein wirklich vielschichtiges Buch mit einem nachdenklichen Inhalt, denn am Ende bleibt ein bitterer Beigeschmack bei der Lösung des Falles….

    Ich fand das Buch sehr gut, es ist anders, es ist spannend, es ist traurig, es macht wütend.. es regt zum Nachdenken an.

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