Joyce Tyldesley Die Pharaonen

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Inhaltsangabe zu „Die Pharaonen“ von Joyce Tyldesley

Schon zu Lebzeiten wurden die Pharaonen des alten Ägypten als Götter verehrt. Ihr unermesslicher Reichtum, ihr Hang zum Größenwahn und ihre Bestattungsrituale faszinieren seit Jahrhunderten die Menschen auf der ganzen Welt. Dieses Buch führt den Leser in die geheimnisvollen Tiefen der altägyptischen Kultur und berichtet über die 30 wichtigsten Dynastien. Denn auch Tausende von Jahren nach dem Untergang dieser einzigartigen Hochkultur ranken sich viele Mythen und Rätsel um ihre übermächtigen Herrscher. Vom ersten großen Pharao Menes bis zur Eroberung Ägyptens durch Alexander den Großen.

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  • Rezension zu "Die Pharaonen" von Joyce Tyldesley

    Die Pharaonen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    25. January 2011 um 11:44

    Herrscher vergangener Pracht Mehr als 30 Dynastien und über 3000 Jahre lang währte die Herrschaft der Pharaonen über Ägypten, in gleicher Weise als absolutistische Herrscher wie als Götter verehrt, Herrscher, die als einzige den Kontakt zu den Göttern herstellen konnten, die über das Wohl und Wehe des ganzen Volkes entschieden. Somit waren die Pharaonen Symbole der vorgegebenen Weltordnung und damit von unvergleichlichem Stellenwert in der Kultur des alten Ägypten. Dennoch auch Personen und Persönlichkeiten mit wechselhafter Geschichte und durchaus bemerkenswerten persönlichen Stärken und Schwächen. Trotz aller Erkenntnisse gerade aus dem Zweig der Archäologie und der Untersuchung der vielen Grabmale stehen natürlich dennoch Interpretationen aus so lange vergangenen Zeiten im Raum, dass nur mit Wahrscheinlichkeiten und Annäherungen letztlich gearbeitet werden kann. Diese aber greift Joyce Tyldesley in ihrem Buch fundiert auf und entwirft auf Ihrem Zug durch die wichtigsten Herrschaftsfiguren aus 30 Dynastien ein durchweg differenziertes Bild der einzelnen Herrscher und ihrer Zeit. Nach einer kurzen Einführung mitsamt einer Darstellung des Standes der Wissenschaft und der Einordnungsprobleme setzt sie unter thematischen Schwerpunkten ihre Betrachtungen konkreter Pharaonen fort. Faszinierend bieten sich schon zu Beginn ihre Einblicke in die Entstehung des Riesenreiches am Nil dar. Anhand weniger Fundstücke und doch vieler offener Fragen gelingt es ihr, die Anfänge des geeinten Reiches unter Narmer einsichtig darzustellen und, wie nebenbei, in den Abbildungen auch unbekannte Fundstücke der Archäologie mit ein zu beziehen. Selbstverständlich tauchen auch alle, durch vielfache Ausstellungen bekannte, Namen der ägyptischen Geschichte auf. Wohltuender Weise allerdings eingebunden immer in den Zusammenhang, Kleopatra oder Nofretete erhalten keine Sonderbehandlung im Buch, sondern sind eingebunden in die jeweiligen Themen der Geschichte. Nofretete gemeinsam mit Echnathon in den Beschreibungen der Hochzeit der Pharaonen, Kleopatra als Teil des Abgesangs und endgültigen Niederganges des ägyptischen Reiches. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der letzten Hochzeiten samt der Andeutung der Geschichtsdämmerung zu Zeiten der Ramessiden geliungen in vielfachen Abbildungen eindrucksvoller Orte und Fundstücke vollzieht Tydesley in lebendigem Stil einprägsam die Kernstücke ägyptischer Kultur nach und lässt den Leser Anteilnehmen an den glanzvollen Zeiten um 1250 vor Christus beginnend mit dem schwer errungenen Sieg über die Hethiter. Der Götterhimmel der Ägypter in Form der Götter Amun, Re, Ptah und Seth findet hier ebenso Eingang wie die großen Bauten unter Ramses II.. Ob der Fülle der geschichtlichen Daten kann ein Überblicksbuch wie das vorliegende immer nur in Auswahl einen Überblick über die 3000 Jahre währende Herrschaft der Pharaonen vermitteln. Die wesentlichen Teile der Geschichte allerdings erfasst Tyldesley in nachvollziehbarer und verständlicher Form und bietet so einen guten Eindruck vom Beginn des geeinten Reiches bis zu dessen endgültigen Niedergang zu Zeiten Oktavians.

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