Ju Honisch

 4.3 Sterne bei 137 Bewertungen
Autorin von Das Obsidianherz, Seelenspalter und weiteren Büchern.
Autorenbild von Ju Honisch (©)

Lebenslauf von Ju Honisch

Ju Honisch hat schon immer Geschichten geschrieben, auch schon als Kind. Sie ist in Bayern aufgewachsen und studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität. Ihr verschlungener Weg brachte sie ins Verlagsgeschäft und von dort zum professionellen Schreiben: Kurzgeschichten, Romane, Gedichte und Lieder. Inzwischen wohnt sie in Hessen, dem Heimatland der Grimm'schen Märchen. Vieles was sie schreibt, gehört in den Bereich der Phantastik oder ist nicht weit entfernt davon angesiedelt. Glitzernde Feen und süße Elflein wird man allerdings umsonst in ihren Büchern suchen. Sie mag es handfest und ein bisschen schwarzhumorig; und sie schreibt primär für eine erwachsene Leserschaft. Für ihren Roman „Das Obsidianherz“ erhielt sie 2009 den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Bestes Romandebüt“. Ihr Roman „Schwingen aus Stein“ wurde auf der Leipziger Buchmesse mit den SERAPH für den besten Phantastik-Roman 2014 ausgezeichnet.

Alle Bücher von Ju Honisch

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Cover des Buches Das Obsidianherz9783426452172

Das Obsidianherz

 (32)
Erschienen am 03.01.2018
Cover des Buches Seelenspalter9783426518441

Seelenspalter

 (19)
Erschienen am 01.03.2017
Cover des Buches Schwingen aus Stein9783426452202

Schwingen aus Stein

 (15)
Erschienen am 03.01.2018
Cover des Buches Die Quellen der Malicorn9783453314603

Die Quellen der Malicorn

 (14)
Erschienen am 09.09.2013
Cover des Buches Jenseits des Karussells9783426452196

Jenseits des Karussells

 (12)
Erschienen am 03.01.2018
Cover des Buches Blutfelsen9783426521038

Blutfelsen

 (6)
Erschienen am 02.05.2018

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Neue Rezensionen zu Ju Honisch

Neu

Rezension zu "Seelenspalter" von Ju Honisch

Die Assassinin und die Schmiede
Kagalivor 6 Monaten

Schon seit Die Schattenkämpferin von Licia Troisi, eine meiner ersten großen Fanatsylieben, stehen Assassinen in der Fantasy bei mir hoch im Kurs. Aus diesem Grund klang auch Seelenspalter sehr interessant und was ich mit dem Buch auf satte 800 Seiten erlebt habe, erzähle ich euch jetzt.

Wenn du nicht alleine in deinem Körper bist ...
Seelenspalter ist zwar Teil einer zweibändigen Reihe, die Bände sind aber, wie oben schon erwähnt, unabhängig voneinander lesbar, da sie zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Man kann Seelenspalter also auch als Einzelband betrachten. Wir begleiten die junge Schemenjägerin Maleni. Sie ist Teil einer Meuchelmörder Geschwisternschaft und als solche eine tödliche Assassine. Sie ist umso gefährlicher, da sie nicht allein in ihrem Körper ist. Ihre Seele ist gespalten und beherbergt noch eine weitere Persönlichkeit: Taryah.
Den Ansatz der geteilten Persönlichkeit fand ich sehr interessant und auch wirklich gut umgesetzt. Die Autorin schafft es hervorragend Malenis innere Zwiespältigkeit und alle Probleme die daraus resultieren darzustellen, sodass Maleni trotz doppelter Persönlichkeit ein ausgereifter und glaubhafter Charakter wurde, den ich gerne begleitet habe. Man merkt, dass die Autorin viel Herzblut in der Ausarbeitung ihrer Protagonistin gesteckt hat, denn der Fokus des Buches liegt klar auf ihr. Bisweilen hätte ich mir noch etwas mehr Hintergrund bei den Nebencharakteren gewünscht, aber, das ist eher eine Kleinigkeit, da diese auch so gut in der Geschichte funktionieren.

Die Assassinin und die Schmiede
Was die Handlung angeht, so fand ich sie durchaus spannend und unterhaltsam, allerdings waren mir an manchen Stellen Malenis innere Monologe etwas zu lang und eins, zwei Passagen recht zäh. 150 Seiten weniger, hättens da auch getan. Dafür hat mir die Interaktionen zwischen Maleni und den Beiden Schmieden Umbert und Elgor sehr gut gefallen. Auch auf das Einstreuen von Geheimnissen versteht sie die Autorin sehr gut, sodass einen die Neugierde immer weitertrieb. Bedauerlicherweise, wurden alle wichtigen Geheimnisse nach rund 600 Seiten gelüftet und ab da wurde die Handlung dann ziemlich vorhersehbar. Dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten. Eine Sache gibt es jedoch, die mich massiv gestört hat: Und das ist die absolut inflationäre Verwendung von dem Wort „freilich“. Im Ernst, ich habe es noch nie erlebt, dass ein Autor solch einen stilistischen Lückenfüller in einem solchen Ausmaß benutzt. Wenn irgendjemand die E-Book Variante hat, soll derjenige das Wort mal zählen lassen. Es war auch gefühlt jeder zweiten Seite und in zwei Fällen sogar, jeweils in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen enthalten. Freilich ging mir das gehörig auf die Nerven.

Fazit:

Seelenspalter weiß mit einer glaubhaften und doch zwiespältigen Protagonistin und einer soliden Handlung zu unterhalten, hat allerdings mit ein paar Längen und deutlicher Vorhersehbarkeit zum Schluss, zu kämpfen. Dennoch ist es durchaus lesenswert.


Folge mir ;)

Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf Miss Page-Turner




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Rezension zu "Blutfelsen" von Ju Honisch

Ein vielschichtiger, faszinierender Fantasyroman
Alaisvor einem Jahr

„Blutfelsen“ war für mich eine positive Überraschung – trotz des schaurigen Titels und der großen Rolle, die Krieg und Kämpfe in diesem Roman spielen (Romanzutaten, die ich normalerweise verabscheue), hat mich dieses Buch von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und konnte mich sehr schnell begeistern. Was mich an diesem spannenden Roman so faszinierte, waren vor allem die inneren Kämpfe der verschiedenen Romanfiguren. Immer wieder geht es um die großen Entscheidungen, die man im Leben trifft, um den Mut, anderen zu helfen, auch wenn man sich selbst dabei in Gefahr bringt. Darum, wie schwierig es manchmal ist, zu den Menschen, die man liebt, zu stehen und dabei nicht andere Menschen, die man ebenfalls liebt, zu verletzen.

Vor allem aber fand ich es wunderbar, staunend in die von der Autorin so kreativ und sorgfältig gestaltete Welt einzutauchen: die Kulissen der majestätischen Berge und des kunstvoll errichteten Schlosses, fremde Bräuche wie das Kratzen an der Tür, ganz eigene Flüche, eigene Pflanzen- und Tierwelt. Letztere umfasst faszinierende, jedoch sehr gefährliche Wesen: Riesenbuzzarde, Pantheiger und die etwas kleineren und doch alles andere als harmlosen Gerdel (die die Autorin zu dem so schönen Fluch „Das geht dich einen Gerdeldung an“ (S. 468) inspiriert haben).
Im hinteren Teil befindet sich ein Glossar und es stört auch gar nicht, dass es nicht im vorderen Buchteil Platz gefunden hat, denn alle Begriffe wurden von der Autorin so mühelos in die Geschichte eingewoben und nebenbei erklärt, dass man nicht über sie stolpert. Stattdessen empfand ich es sehr schön, das Glossar zum Romanausklang lesen und mich so noch einmal an all die schönen Wortschöpfungen erinnern zu können.
Dabei war die Handlung oft derart spannend, dass es manchmal schwerfiel, auf solche Details zu achten, und ich mich nur mit Mühe davon abhalten konnte, Sätze zu überspringen, weil ich unbedingt ganz schnell wissen wollte, wie eine Szene ausgeht ... Zum Spannungsaufbau trug bei, dass zwei Haupthandlungsstränge sehr lange Zeit parallel laufen, der eine so fesselnd wie der andere und gelegentlich erfolgte vor einem Wechsel zwischen diesen Handlungssträngen auch noch ein Cliffhanger ... Das war von der Autorin sehr geschickt aufgebaut. 
In beiden Erzählungen, die sich allmählich zu einer großen Geschichte mit zum Teil sehr unheimlichen, düsteren Elementen vereinen, sind zwei junge Frauen, Shernay und Nimry, unterwegs, müssen sich verschiedenen Gefahren stellen, wachsen an ihren Herausforderungen und über sich hinaus. Trotz all dem Grauenvollen, das sich ereignet, bietet diese Geschichte viele erhebende, berührende und manchmal sogar humorvolle Momente. Die verschiedenen Romanfiguren sind vielschichtig und lassen sich nicht in Gut- und Böse-Schubladen stecken.
Ein großartiges Leseerlebnis, aber man sollte ein wenig Zeit einplanen, denn, wenn man erst einmal angefangen hat, mag man dieses Buch mit seinen über 700 Seiten so schnell nicht wieder aus der Hand legen!

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Rezension zu "Schwingen aus Stein" von Ju Honisch

Aus der Welt
walli007vor 2 Jahren

Im Jahr 1867 ist die junge Gouvernante Konstanze Vanholst mit ihrem Mündel Clarissa unterwegs nach Passau. Die Eltern des Mädchens sind tot und die beiden sind vor dem Onkel auf der Flucht, der sich das Erbe unter den Nagel reißen will. Auf dem Weg lauern mannigfaltige Gefahren, die nicht alle von dieser Welt sind. Schon nach kurzer Zeit werden Konstanze und Clarissa getrennt. Clarissa wird entführt und Konstanze, die eigentlich im Fluss entsorgt werden sollte, wird von einem seltsamen Wesen gerettet, das gegen die Hilfe einen Gefallen einfordert. Der junge Ian McMullan landet mit seinem Meister in eben jenem Bordell, in das Clarissa entführt wurde.


Die Wanderungen durch den düsteren bayrischen Wald bekommen bald etwas Mystisches. Verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen magischen Fähigkeiten treffen hier aufeinander und nicht alle haben hehre Ziele. Die junge Clarissa ist in ihrer Unschuld in großer Gefahr. Konstanze, nicht so viel älter, will ihren Zögling schützen. Dass sie dafür möglicherweise ihr Leben riskieren muss, war allerdings nicht geplant. Die Begegnung mit dem eigenartigen Rabenmann ist sehr beängstigend und auch der auf den ersten Blick freundliche Richard hat eine geheimnisvolle zweite Seite. Ordensbrüder, die sich als Hexenjäger aufführen, sind dagegen immer mit Vorsicht zu genießen.


Obwohl dieses Buch in sich abgeschlossen ist besteht doch eine gewisse Verbindung zu einigen weiteren Büchern der Autorin. In ihren Schauerromanen entwickelt sie ein eigenes Universum, wobei nicht ganz gewiss ist, ob es besser ist, die zeitliche Reihenfolge einzuhalten. Dieser Band ist zeitlich jedenfalls wenige Jahre später angesiedelt als die anderen Bände. Mit Interesse beginnt man die Lektüre, die mit der Vorstellung der jungen Frauen auf der Flucht beginnt. Immer wieder bedarf es Konstanzes Einfallsreichtum, um den Verfolgern zu entkommen. Mit Witz wird beschrieben, wie Konstanze immer wieder dem einem oder anderen knapp von der Schippe springt. Und auch die Wanderungen durch den düsteren Wald und die Begegnung mit seltsamen Wesen vermögen sehr zu fesseln. Doch andere Passagen eher surrealer Art vermögen sicher manchen Leser zu überzeugen, doch vielleicht nicht jeden. Wenn sich jedoch am Ende die Teile zu einem Ganzen fügen, schließt man das Buch zufrieden, eine gute Schauergeschichte präsentiert bekommen zu haben.


3,5 Sterne

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Funtastikundefined
FUNTASTIK

Der Leseratten Verlag brachte im Frühjahr 2016 eine Anthologie zum Thema lustige Fantasy und SF heraus. Veröffentlicht wurden die besten 14 Geschichten aus der Ausschreibung. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus etablierten Autoren und Newcomern in der Szene.

Hier geht es zur Webseite des Verlages:
http://www.leserattenverlag.de/index.php/anthologien/funtastik

Klappentext:

 Ist eine unwahrscheinliche Wahrscheinlichkeit schlimmer als eine wahrscheinliche Unwahrscheinlichkeit?

Was passiert, wenn sich das Motiv eines Gemäldes selbstständig macht?

Kann man den Kampf gegen einen Drachen delegieren?

Kann eine gesetzestreue Invasion eines Planeten gelingen?

Was passiert nach einer katastrophal falschen Lagerung von Eiern?

Und sind gute Abenteuer planbar?

Vielleicht werden sie Teile der Antworten verunsichern, mit Sicherheit aber belustigen. Dass Fantasy und SF nicht nur ernst sein muss, das zeigen die Autoren in diesem skurilen, krankhaft aberwitzigen Buch.


Das Vorwort:
Liebe Leserinnen und Leser,
willkommen in der Welt der Funtastik. Als Verleger
darf man hier und da träumen, einfach mal dem
eigenen Geschmack folgen und sich einen
Herzenswunsch erfüllen. Als privater Leser bin ich
ein Fan lustiger Fantasy. Autoren wie Terry Pratchett,
Douglas Adams, Tom Holt, Piers Anthony, Robert
Asprin, A. Lee Martinez, Christopher Moore und vor
allem Robert Rankin zieren mein Regal. So manche
Stunde saß ich als Student lesend und dabei irre
kichernd in der U-Bahn meiner Heimat Köln und
verwirrte damit die Menschen um mich herum.
Dass es auch in Deutschland irgendwo einen Quell
des Irrsinns geben muss, dessen war ich mir immer
sicher. Was mir fehlte, war der Beweis. Deswegen
machte ich mich auf die Suche in den unendlichen
Weiten der Autorenschaft. Das Ergebnis dieser Suche
ist dieses kleine Buch, bei dem ich sehr viel Spaß
beim Lesen der Einsendungen und der Erstellung der
Anthologie hatte. Nun hoffe ich, dass es dem Rest der
Welt genauso gut gefallen wird.
Eine fette Dankesrunde geht an alle Autoren, die
mitgemacht haben - auch diejenigen, die es diesmal
aus Platzgründen nicht ins Buch geschafft haben.
Danke an Chris fürs geile Cover. Einen gigantischen
Dank an Torsten Low, der einem Neuling wie mir
immer mit Rat zur Seite steht. Best Kollege ever! Und
at least… die Sonne meines Lebens, danke an Tanja
Kummer.

Im phantastischen Bücherbrief von Erik Schreiber hat diese Anthologie 4 Punkte erreicht, was wirklich ein sehr gutes Ergebnis ist.

Weitere Rezension vom Zauberspiegel, die neugierig machen sollte...

http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/phantastisches/gedrucktes-mainmenu-147/28982-die-etwas-andere-art-der-phantastischen-welt-funtastik

So... nun bin ich gespannt auf eure Anmeldungen. Der Verlag bietet bei Teilnahme als Verlosung 5 Printausgaben und 10 eBooks von der Funtastik.


125 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Die Quellen der Malicornundefined
Was kann man in "Die Quellen der Malicorn" finden, das es auch in anderer Form in Büchern der Autoren Peter S. Beagle und Charles Stross gibt? 
69 BeiträgeVerlosung beendet

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