Juan Martín Guevara , Armelle Vincent Mein Bruder Che

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Inhaltsangabe zu „Mein Bruder Che“ von Juan Martín Guevara

Als die Guevaras aus den Schlagzeilen der Tageszeitungen vom Tod Ches erfahren, beschließen sie, sich in Schweigen zu hüllen. Jetzt, fünfzig Jahre später, ist für seinen jüngeren Bruder Juan Martín der Augenblick gekommen, der Welt seine Erinnerungen mitzuteilen und zu enthüllen, wie Che wirklich war.

Wer war Che Guevara? Arzt, Rebell, Revolutionär, Freund und Kampfgefährte von Fidel Castro. Charismatisch und grausam war er, Menschenfreund und Frauenheld, der den Kongo, Bolivien und ganz Lateinamerika befreien wollte. Doch der begnadete Guerillaführer gerät in einen Hinterhalt und wird am 9. Oktober 1967 erschossen. Seine Kritiker atmen auf, als sich die Nachricht von seinem Tod wie ein Lauffeuer um die Welt verbreitet. Aber sie freuen sich zu früh: Che Guevara wird jetzt erst wirklich populär. In dieser Autobiographie lässt Juan Martín seinen Bruder wieder aufleben, berichtet von der unvergleichlichen Zeit, die er 1959 inmitten der kubanischen Revolution an seiner Seite erlebte, und erinnert sich an den idealistischen Abenteurer ebenso wie an den engagierten Intellektuellen. Eine der umstrittensten Gestalten des 20. Jahrhunderts erscheint damit in ganz neuem Licht.

»Seien wir realistisch – versuchen wir das Unmögliche.«
Che Guevara

Ein faszinierendes Porträt von Che Guevara, weit entfernt von ideologischer Überhöhung. Lesenswert.

— BluevanMeer

Spannende Dekonstruktion...

— Vielhaber_Juergen

Abgebrochen.

— thursdaynext

Ein sehr schönes, Menschliches und persönliches Buch über Ernesto Che Guevara.

— Auroraet

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  • Arzt, Revolutionär, Bruder

    Mein Bruder Che

    BluevanMeer

    24. December 2017 um 15:43

    Als die Guevaras vom Tod ihres Sohnes bzw. Bruders erfahren, beschließt die Familie über sein Leben stillschweigen zu bewahren. Juan Martin Guevara hat seinen Bruder stets bewundert - weil Che sein älterer Bruder war. Nicht, weil er ein Revolutionär war. Das kam viel später. "Mein Bruder Che" ist eine persönliche Erinnerung an einen besonderen Menschen, die auch zeigt, wie die Familie Guevara gelebt hat. Auch die Eltern des Commandante, besonders seine Mutter, prägten ihre Kinder entscheidend mit. Auch wenn sich Juan Martin später mit seinem Vater überwarf, wird auch deutlich, dass sich die Eltern immer sehr um ihre Kinder gekümmert haben. Auch wenn die Ehe der Eltern hinterher in die Brüche ging. Juan Martin schreibt, dass niemand nach den Geschwistern von Jesus fragen würde. Che wird als Ikone verehrt, sein Gesicht ist auf Postern zu sehen, auf T-Shirts - er ist ein Symbol geworden, seine Verehrung erinnert an die Anbetung Heiliger.  Und gerade damit hat sein kleiner Bruder ein Problem. Es ist spannend zu lesen, wie sehr Juan Martin auch mit sich selbst gehadert hat und wie unsicher er war, ob er sich (gegen die entschiedene Meinung einiger Familienmitglieder) öffentlich nach so langer Zeit über seinen Bruder äußern sollte. Mit 72 Jahren wagt er diesen Schritt und schreibt ein Buch, das die persönliche Geschichte einer Symbolfigur schildert, lange bevor sie zur Symbolfigur wurde - und einfach sein Bruder war. Herausgekommen ist so ein spannendes Porträt eines nachdenklichen und idealistisch veranlagten Che Guevara, der weniger ein Krawallmacher, sondern vielmehr ein Mensch war, der immer versucht hat, in größeren Dimensionen zu denken. Mit allen Fehlern und Problemen, die sich daraus ergeben. Auch für die Familie war die Verwandtschaft zu Ernesto nicht immer einfach. Juan Martin saß nach dem Tod seines Bruders acht Jahre in einem argentinischen Gefängnis, weil ihm, dem Lastwagenfahrer und Gelegenheitsbuchhändler, subversive Aktionen vorgeworfen wurden. Es war reines Glück, dass er verhaftet wurde, bevor die große Welle des Verschwindenlassens in Argentinien begann. Sonst hätte er seinen Gefängnisaufenthalt vermutlich nicht überlebt. Juan Martins Buch ist deswegen lesenswert, weil es zeigt, dass Che nicht nur ein Übermensch war. Er hat auch gezweifelt, war unsicher und hat trotzdem an das Unmögliche geglaubt.: eine gerechtere Welt. Juan Martin macht seinen Bruder durch seinen Text normaler, menschlicher, begreifbarer und entfernt  ideologische Überhöhungen. Lesenswert.

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  • An alle die wie Che sein möchten

    Mein Bruder Che

    Auroraet

    27. July 2017 um 18:54

    Ich habe endlos viele Bücher über Ernesto Che Guevara, Fidel Castro und Co. gelesen. Aber noch nie habe ich ein Buch gelesen welches Che nur als Menschen darstellt. Juan Martín befreit Che endlich vom unantastbaren Mythos und stellt seinen Bruder Ernesto in seinem Buch vor wie kein Biograph es je schaffen könnte. Es ist eine schöne Autobiographie und vor allen Dingen ein wunderschönes und herzzerreißendes Buch über Geschwisterliebe. „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“ -Ernesto Che Guevara

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