Juan Pablo Cardenal , Heriberto Araujo Freundliche Übernahme

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Freundliche Übernahme“ von Juan Pablo Cardenal

Die Wirtschaftskrise von 2008 hatte eine Folge, deren Konsequenzen immer spürbarer werden: In der Not wurden europaweit strategisch wichtige Unternehmen an China verkauft. Juan Pablo Cardenal und Heriberto Araújo bringen uns die stille Revolution vor unserer Haustür nahe. Denn wenn chinesische Staatsunternehmen europäische Telekommunikationsfirmen aufkaufen und europäische Arbeitsgesetze an chinesische Vorgaben angepasst werden, wie in Grönland, dann zeigt sich, dass China längst unsere Lebensumstände prägt. Dabei wird eines klar: Wirtschaft und Politik in Europa schwächeln weiterhin, und es ist höchste Zeit für ein besseres Verständnis von Chinas Einfluss auf unser aller Leben.

Stöbern in Sachbuch

Was das Herz begehrt

Ein sehr tiefgreifendes Buch, welches viele Aspekte gründlich beleuchtet. Leider hat es mich ab und an verloren.

Siraelia

Das geflügelte Nilpferd

Mal ein Ratgeber, der auch wirklich einer ist und somit was "bewirken" kann.

Thrillerlady

Manchmal ist es federleicht

Schön geschrieben über schwere und leichte Abschiede, aber in erster Linie wohl eher etwas für Fans von Zimmer frei

JuliB

Atlas Obscura

Ein wunderschöner Bildband

Amber144

Ohne Wenn und Abfall

Ein TOP Buch von einer wahnsinnig beeindruckenden Person!

ohnekrimigehtisabellanieinsbett

Das Sizilien-Kochbuch

Ein leidenschaftliches und sehnsuchtsvolles Buch an die Küche und die Kultur Siziliens

Hexchen123

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Hintergründe

    Freundliche Übernahme

    michael_lehmann-pape

    24. February 2017 um 14:24

    Hintergründe Wenn aktuell in der öffentlichen und politischen Diskussion „Schutzmaßnahmen“ gegen Übernahmen großer, deutscher Konzerne diskutiert werden, dann hat dies einen durchaus realen Hintergrund. Salopp gesagt könnte es sein, dass China auf „große Einkaufstour“ geht und Übernahmen massiv angestrebt werden Ein Szenario, das Cardenal und Araujo in ihrem gut verständlichen Werk zu „Chinas Griff nach Europa“ fundiert und detailliert angehen und darstellen. Wobei grundlegend zwei Aspekte von entscheidender Bedeutung sind, was eine eigene Haltung zu diesen Expansionsbemühungen der chinesischen Wirtschaft angeht. Zum einen sind jene Unternehmen, die „auf die Märkte strömen“ zum überwiegenden Teil reinrassige Staatsunternehmen. Mithin geht es somit nicht allein um ein Bedenken freier Marktkräfte und natürlicher wirtschaftlicher Entwicklungen, sondern um die Frage, wieviel „chinesischen Staat“ die Entscheidungsträger im eigenen Land und in der eigenen Wirtschaft zulassen wollen. Und zum anderen, daraus folgend, ein Bedenken der dann direkten Einflussmöglichkeiten des chinesischen Staates auf Regierungen und Gesellschaften, wenn ein hoher Anteil wirtschaftlicher Aktivposten sich in der Hand von chinesischen Staatsunternehmen befinden. Eine Richtung, in die auch ein anderes Indiz spricht. Die Beschwernisse von Wirtschaftsunternehmen im umgekehrten Falle, bei Interesse an Beteiligungen oder einfach nur Erschließung chinesischer Unternehmen oder Märkte. Hier herrscht ein massives Ungleichgewicht, wie die Autoren überzeugend belegen. Unter mangelnder Transparenz muss konstatiert werden, dass sich Chinas (wirtschaftliche) Rolle in der Welt gewandelt hat und es angesichts dieser Änderungen auch veränderte Haltungen gegenüber China notwendig werden. Das „Prinzip des Kotau“ angesichts der finanziellen Möglichkeiten der chinesischen Wirtschaft ist dabei auf keinen Fall zielführend und das eigentliche Kernproblem, das Cardenal und Araujo klar formuliert benennen. So bietet das Buch, Schritt für Schritt, wichtige Erkenntnisse über „die Chronik des Einzugs eines neuen – und immer mächtiger werdenden – Chinas in die Welt und eine langsame Verschiebung des Mächtegleichgewichts auf dem Planeten. Mit der daraus entspringenden, wesentlichen Frage, ob denn nun China sich an die Welt oder die Welt sich an China anpasst – und welche Zwischenstationen noch denkbar wären. Dabei bieten die Autoren einen breiten Blick, der sich beileibe nicht nur auf rein wirtschaftliche Überlegungen beschränkt. Wie es mit der Religionsfreiheit in China ist, wie mit „Widerstand“ dort umgegangen wird, welche Restriktionen digitale Techniken dort immer noch erleiden, all das ermöglicht dem Leser, ein differenziertes Bild der „Grundhaltung“ des chinesischen Staates und weiter Teile der Gesellschaft dort im Buch vorzufinden. Zudem einige exemplarische „Einkaufstouren“ (Griechenland) in Europa nachvollziehen zu können und am Ende sich, gut informiert, der Frage stellen zu können, ob es wünschenswert ist, dass der Einfluss Chinas durch Investitionen größer und größer werden sollte. Dabei scheint die Rolle Tibets nur eine Nebennotiz zu sein, doch bei näherer Lektüre zeigt sich an der Anerkennung des chinesischen Primats über Tibet das gesamte Dilemma einer westlichen Politik zwischen merkantilen Prioritäten und „Resten“ humanistischer Werte, bei denen bislang weitgehend die merkantilen Interessen letztlich immer die Oberhand erlangt haben. Eine hoch interessante Lektüre.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks