Juan Rulfos Roman "Pedro Paramo" handelt von Juan Precadio, der nach dem Tod seiner Mutter sich auf die Suche nach seinem Vater Pedro Paramo begiebt. So gelangt er in das Örtchen Comala, in dem er immer mehr Spuren seines Vater findet. Dort beginnen jedoch auch Realität und Fiktion zu verschwimmen.
Genau dieses Verschwimmen von Realität und Fiktion war etwas, das mich vor Beginn des Lesens durchaus interessiert hat, da ich es schon aus anderen Büchern kenne. In dieser Erzählung äußert sich das durch Geister, die erscheinen, ohne dass sie jedoch zwingend als Geister wargenommen werden. Was mich beim Lesen jedoch sehr gestört hat, ist die Erzählstruktur. Das Buch folgt keiner linearen Erzählung, vielmehr werden episodische Geschichten scheinbar zusammenhangslos in verschiedenenen Zeitebenen hintereinander erzählt. Dies hat es sehr schwer gemacht, einen Überblick über die Geschichte zu behalten. Auch innerhalb eines Kapitels wurde teilweise mehrmals zwischen den Erzählebenen hin und her gewechselt.
Das Schicksal des Dorfes Comala während des Mexikanischen Bürgerkrieges, der eine wichtige Rolle im Roman einnimmt, sowie die verschwimmende Grenze zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten, fand ich jedoch zwei sehr spannende Themen, die der Autor hier in seinem Roman aufgegriffen hat. Insofern gibt es von mit 3/5 Sterne. Wenn man mit der etwas wirren Erzählstruktur klarkommt kann das Buch auch sehr gelungene Einblicke liefern.










