Juana Schröter Die Entwicklung des Hypnotismus und Sigmund Freund

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Inhaltsangabe zu „Die Entwicklung des Hypnotismus und Sigmund Freund“ von Juana Schröter

Hypnose wird in Medizin und Psychotherapie immer noch sehr zurückhaltend angewandt. Hat das damit zu tun, dass es oftmals heißt, Sigmund Freud habe die Hypnose abgelehnt? Das Buch setzt sich mit diesem Freud zugeschriebenen Einfluss auf die Hypnotismusentwicklung auseinander. Die Analyse einer Bibliographie bildet das Interesse am Hypnotismus vom 19. Jahrhundert bis heute ab und wird als Argumentationsgrundlage genutzt. Dabei zeigt sich unter anderem, dass ein anhaltendes Interesse an der Hypnose zu verzeichnen ist, was den Einfluss von Freuds Verdikt auf die Hypnoseentwicklung relativiert. Zudem erweist sich, dass Freud der Hypnose gegenüber nicht ausschließlich negativ eingestellt war. Freuds Haltung zu und Auseinandersetzung mit der Hypnose könnte als Anregung dienen, die heutige Hypnose vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlicher Weiterentwicklungen zu prüfen und ihr eine verstärkte Würdigung ihres therapeutischen Potentials sowie einen gefestigten und anerkannten Platz in der Psychotherapielandschaft zu verschaffen. Für diese Arbeit wurde die Autorin mit dem „2. Nachwuchsförderpreis 2013“ der Milton-Erickson-Gesellschaft ausgezeichnet.

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  • Argumente zur stärkeren Beachtung der Hypnose in der Therapie

    Die Entwicklung des Hypnotismus und Sigmund Freund

    michael_lehmann-pape

    17. March 2014 um 13:46

    Argumente zur stärkeren Beachtung der Hypnose in der Therapie Die Anerkennung der medizinischen Heilhypnose bietet ein sehr differenziertes Bild in der medizinischen und psychotherapeutischen Landschaft Deutschlands. Als „Heilpraktiker Psychotherapie“ sind Menschen, die mit der Methode arbeiten, der Pychotherapie zugeordnet. Nicht nur dort aber, auch im medizinischen Bereich (selbst in der Zahnmedizin) wird Hypnose durchaus professionell teils genauso eingesetzt, wie sie in anderen Teilen der medizinischen Welt rundheraus abgelehnt wird. Im Rahmen des psychoanalytischen oder tiefenpsychologischen Ansatzes wird die Hypnose bis in die Gegenwart hinein rigoros nicht angewendet. Liegt die Ursache für diese immer noch bestehende weitgehende „Fremdheit“ gerade zwischen der Psychotherapie und der medizinischen Heilhypnose bereits bei Sigmund Freud begründet? Oder ist die verbreitete Ansicht über dessen Geringschätzung der Hypnose insgesamt ein Irrtum und das Bild im Verhältnis zur Hypnose auch bei Freud bereits ein wesentlich differenzierteres? Fragen, denen Juana Schröter in diesem schmalen Band sorgfältig nachgeht. Wobei sie zunächst die behauptete negative Haltung Freuds der Hypnose gegenüber einer kritischen inhaltsanalytischen Prüfung unterzieht mit dem Ergebnis, dass zu Ende hin Freud der Methode durchaus nicht mehr ablehnend gegenüberstand, daher zu undifferenziert nur der zeitweise strikt ablehnende Teil seiner Haltung „die Zeiten überdauert hat“. Im zweiten Teil des Buches gibt Schröter dann beredt Auskunft über Anfänge, Entwicklung und Geschichte des Hypnotismus, verweist auf die einschneidende Veränderung mit dem „Wegfall des wissenschaftlichen Rahmens“ durch den Tod Charcots, geht noch einmal sehr intensiv auf die Beziehung zwischen Freud und der Hypnose ein, stellt die Bedeutung des Hypnotismus für seine Theoriebildung dar und führt die Gründe Freuds der Ablehnung des Hypnotismus dezidiert auf. Ohne die nachgewiesene Effektivität der Hypnose dadurch zu schmälern und mit einer „Öffnung der Türen“ durch die sich ändernde Betrachtung Freuds, innerhalb dessen auch die kontinuierliche Entwicklung der Hypnose bis zur Gegenwart hin klar benannt und gewürdigt wird. Mit der natürlich klar benannten Trennung zwischen „Laienhypnosetum“ (Show-Hypnose) und ernsthafter medizinischer Ausbildung und Nutzung. Eine für den interessierten Leser sehr anregende und differenzierte Auseinandersetzung über Freud Beeinflussung durch den Hypnotismus, seine sich im Lauf der Zeit mehrfach verändernde Haltung der Methode gegenüber und die Folgerungen für eine breitere Anerkennung und professionelle Nutzung in der Gegenwart.

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