Juanjo Guarnido

 4,5 Sterne bei 48 Bewertungen

Lebenslauf

Juanjo Guarnido wurde 1967 im spanischen Granada geboren. Seine Kindheit verbrachte er mit Zeichnen in dem kleinen Dörfchen Salobrena an der Mittelmeerküste. Später zog die Familie nach Granada, wo Juanjo Guarnido sein Studium der Beaux-Arts begann und auch mit dem Diplom abschloss. In Granada wirkte er auch an der Herausgabe einiger Fanzines mit. Während dieser Zeit veröffentlichte er mehrere Illustrationen im Comic Forum von »Planeta de Agostini«, der spanischen Niederlassung von Marvel, was ihm ermöglichte, ein breites Publikum in Spanien zu erreichen. Danach nahm er Kontakt zur Zeichentrick-Branche auf und zog nach Madrid, wo er drei Jahre lang an mehreren Zeichentrickserien arbeitete. Dort traf er gleich am ersten Tag im Studio auf Juan Diaz Canales, den späteren Autor von »Blacksad«. 1993 zog Juanjo Guarnido nach Paris, um in den Walt- Disney-Studios von Montreuil als Layouter zu arbeiten. Derzeit ist er in der Trickfilmbranche tätig. Da er schon immer ein begeisterter Fan des europäischen Comics war, hat er mit sehr viel Geduld an seinem ersten Projekt »Blacksad« gearbeitet.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Blacksad Stories (ISBN: 9783551807410)

Blacksad Stories

Neu erschienen am 02.12.2025 als Gebundenes Buch bei Carlsen.

Alle Bücher von Juanjo Guarnido

Cover des Buches Blacksad 1: Irgendwo zwischen den Schatten (ISBN: 9783551747617)

Blacksad 1: Irgendwo zwischen den Schatten

(19)
Erschienen am 15.02.2001
Cover des Buches Blacksad 2: Arctic Nation (ISBN: 9783551747624)

Blacksad 2: Arctic Nation

(9)
Erschienen am 22.09.2003
Cover des Buches Blacksad 3: Rote Seele (ISBN: 9783551747631)

Blacksad 3: Rote Seele

(8)
Erschienen am 22.11.2005
Cover des Buches Blacksad 4: Die Stille der Hölle (ISBN: 9783551747648)

Blacksad 4: Die Stille der Hölle

(4)
Erschienen am 21.11.2010
Cover des Buches Blacksad 5: Amarillo (ISBN: 9783551747655)

Blacksad 5: Amarillo

(1)
Erschienen am 22.04.2014
Cover des Buches Blacksad 6: Wenn alles fällt – Teil 1 (ISBN: 9783551747662)

Blacksad 6: Wenn alles fällt – Teil 1

(1)
Erschienen am 26.10.2021
Cover des Buches Blacksad 7: Wenn alles fällt – Teil 2 (ISBN: 9783551752802)

Blacksad 7: Wenn alles fällt – Teil 2

(0)
Erschienen am 26.03.2024

Neue Rezensionen zu Juanjo Guarnido

Cover des Buches Der große Indienschwindel (ISBN: 9783962193607)
dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Der große Indienschwindel" von Alain Ayroles

dunkelbuch
Grafik Novel vom Feinsten

Er ist ein wenig vertrauenswürdiger, aber hochsympathischer Spitzbube, dieser Don Pablos aus Sevilla, der uns hier aus seinem wildbewegten Leben im Spanien des Goldenen Zeitalters erzählt – und in jenem Amerika, das man damals noch für Indien hielt. Mal versunken im Elend, mal überaus reich, mal verachtet und dann wieder verehrt, führen ihn seine unglaublichen Abenteuer aus der Gosse in Paläste, von den Gipfeln der Anden in die sumpfigen Niederungen des Amazonas und schließlich zu jenem mythischen Ort, wo alle Träume von der Neuen Welt zusammenlaufen: Eldorado! Ein wahrgewordener Traum für Comic-Liebhaber: Der Szenarist Alain Ayroles, gefeiert für »Garulfo« und »Mantel und Degen«, und der Zeichner Juanjo Guarnido, dessen »Blacksad« auf Anhieb zum modernen Klassiker wurde, haben sich zusammengetan, um ein neues, aufregendes Werk aus der Wiege zu heben. Ein raffiniertes Meisterstück der grafischen Erzählkunst. 

Die Geschichte ist herrlich unglaublich, wendungsreich, überraschend, grausam und lustig zugleich, das Finale bietet den großen Knall.

Empfehlenswert.... 


Ich brauche sofort die Fortsetzung

Der erste Band der »Blacksad«-Comic-Serie erschien in Deutschland im Jahr 2001. Nach der Veröffentlichung des fünften Bandes im Jahr 2014 herrschte für einige Jahre Funkstille. 2021 kehrte John Blacksad endlich zurück. In »Blacksad 6: Wenn alles fällt – Teil 1« steckt der schwarze Kater wieder über beide Ohren in Ermittlungen. Das Szenario stammt von Juan Diaz Canales. Juanjo Guarnido ist für die Zeichnung und Farben verantwortlich.

Wir befinden uns in New York der 1950er Jahre, zumindest deutet vieles darauf hin, denn genaue Angaben gibt es nicht. Im Mittelpunkt stehen Detektiv John Blacksad und sein Freund Reporter Weekly. Als sich die beiden im Park eine Theateraufführung ansehen, kommt es zu einer Auseinandersetzung der Theatergruppe mit der Polizei und schon befinden sich Blacksad und Weekly in einem Strudel aus Verschwörung, Korruption und Mafia.

Auch wenn der Comic-Serie nachgesagt wird, dass sie im Stil des Film noir gestaltet ist und ich auch einige Schnittpunkte mit dem Filmgenre entdeckt habe, finde ich, dass Band 6. nur einen kleinen Hauch davon versprüht. Aus meiner Sicht hat der Comic vielmehr von einem Krimi oder einem Thriller. Auch das Artwork ist viel zu farbenfroh und nicht so düster, wie ich es von einem „Film noir-Comic“ erwartet hätte.

Das Spannendste an »Blacksad« ist, dass Tiere vermenschlicht werden. Zum einen geschieht dies auf der visuellen Ebene. Alle Figuren haben einen menschenähnlichen Körper und tragen Kleidung. Zum anderen betrifft diese Vermenschlichung ihr Tun und Handeln. Die Figuren haben einen Job, verschiedene Weltanschauungen und Motivationen. Noch interessanter ist, wie jede Tierart und ihre Rolle in der Geschichte bestimmte Assoziationen wecken. Zu den „Guten“ gehören zum Beispiel Tiere wie Katzen, Hunde und Füchse. Reptilien – also, Tiere, vor denen sich wahrscheinlich viele ekeln – agieren meistens als Antagonisten.

Das Artwork bereitete mir auf jeder Seite pure Freude, da es nicht nur schön anzusehen ist, sondern weil es viele Details aufweist. Figuren, Landschaften, Gebäude – alles ist durchdacht und genau ausgearbeitet. Auch die Gesichtsausdrücke und Emotionen der Charaktere sind deutlich zu erkennen. Da es in »Blacksad 6: Wenn alles fällt – Teil 1« visuell viel zu entdecken gibt, lohnt es sich, die Zeichnungen ganz genau anzuschauen. Ein gutes Beispiel hierfür ist auf Seite 38 zu finden, denn hier gibt es ein Panel, dass eindeutig von Edward Hoppers »Nighthawks« inspiriert wurde.

Fazit

»Blacksad 6: Wenn alles fällt – Teil 1« ist leider mein erster Blacksad. Auch wenn ich die Reihe erst vor kurzem entdeckt habe, bin ich mega happy, dass ich auf sie aufmerksam geworden bin. Ich muss jetzt zusehen, dass ich mir schnell Band 1-5 zulege, damit ich das Verpasste nachhole. Ich freue mich schon auf »Blacksad 6: Wenn alles fällt – Teil 2«!

Cover des Buches Der große Indienschwindel (ISBN: 9783962193607)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Der große Indienschwindel" von Alain Ayroles

Gwhynwhyfar
köstlich, mit vielen raffinierten Wendungen, ein geschriebener Abenteuerroman könnte nicht spannender und amüsanter sein

Was für ein Meisterwerk! Ein Must-have für alle Comicfans! Die Zeichnungen grandios – aber nicht nur das, die Geschichte selbst, ein Schelmenroman, ist köstlich, mit vielen raffinierten Wendungen, ein geschriebener Abenteuerroman könnte nicht spannender und amüsanter sein. 


Der Erzähler ist die Hauptfigur Pablos, ein Schlitzohr sondergleichen, der nicht nur den Leser mit seiner Erzählkunst hinters Licht führt. Das Ziel des armen spanischen Jungen, der im 17. Jahrhundert lebt, ist es, einmal ganz reich zu werden – natürlich hat er harte Arbeit dabei nicht eingeplant. Zu Beginn der Geschichte liegt er auf der Folterbank des Militärkommandanten von Cuzco (heute ein Gebiet in Peru), das vom Vizekönig Neuspaniens beherrscht wird. Pablos behauptet, das legendären Eldorado gefunden zu haben, die goldene Stadt der Inkas, und er erzählt seine Lebensgeschichte. Die beginnt in Sevilla, wo er als Kind einer armen Familie aufwächst, die sich von Taschendiebstahl ernährt. Pablos will sein Glück in der Neuen Welt versuchen, begibt sich auf die Reise nach Amerika, das man damals noch für Indien hielt. Er heuert auf einem Schiff an – doch der faule Taugenichts wird alsbald von den Kameraden über Bord geworfen, weil er seine sie beim Kartenspielen übers Ohr haut. Glück im Unglück, ebenfalls Schiffbrüchige nehmen ihn auf – schwarze Sklaven – die glauben, dieser schlaue weiße Mann könne ihnen beibringen, wie man mit Musketen umgeht, wie man einen Sextanten bedient. Da sind sie bei Pablos gerade beim Richtigen gelandet … Seine unglaublichen Abenteuer berichten von wilden Einheimischen, dem Fund einer Schatzkarte, dem langen Weg durch die Anden, durch sumpfige Niederungen des Amazonasgebiet. Er erlebt unterwegs so manch Abenteuer, wechselt die Weggefährten, bis er endlich den sagenumwoben Ort der Neuen Welt erreicht: Eldorado! Doch die Stadt ist gut bewacht. Dank eines Talismans überlebt er als einziger das Massaker der Indianer, kann mit dem Schrumpfkopf seines Freundes Don Diego fliehen, kehrt zurück. Er bittet auf der Folterbank den Kommandanten darum, die letzten Reste des Edelmanns Don Diego würdig zu begraben. Der Militärkommandant ist entzückt: Das Gold von Eldorado! Was wird mit Pablos nun geschehen, den man zurück in den Kerker schickt? Werden die Spanier das Gold von Eldorado mithilfe der Karte von Pablos` finden? 


Pablos, der Ritter von tragischer Gestalt, der Antiheld, der gewinnt und verliert, sich immer irgendwie durchmogelt. Tragisch? Er ist ein gerissener Dieb, ein Geschichtenerzähler, ein Schmeichler, ein grandioser Schauspieler, der sich immer ins richtige Licht setzt, ein Opportunist, der andere übers Ohr zu haut, um sie zu betrügen, sie ausnützt nach Strich und Faden. Ein Gauner par excellence! Er hat ein paarmal die Chance, sich in ein normales, genügsames Leben einzufügen. Doch sein Ziel ist es eben, reich zu werden, zu Macht zu gelangen – ohne etwas dafür leisten zu müssen. Er ist aber kein Tyrann, besitzt sehr warme Züge, sentimentale, schmeichelt sich beim Leser ein. Und wie es so ist mit charmanten Betrügern – man hat sie trotzdem lieb. Als Leser wünscht man sich geradezu ein Happy End für diesen Filou. Wie geht es aus? Einfach selbst lesen, es lohnt sich. Interessant ist der markante Unterschied zwischen dem einfachen Pablos und den Edelmännern, die Zeichnung lässt es bereits durchblicken. Ein Anzug mit Hut macht noch keinen Edelmann – Bildung und Benehmen sind eine Grundlage der höheren Gesellschaft – hier könnte Pablos auf Eis schliddern … 


Das großformatige Buch ist ein Augenschmaus – schon wie keck uns der Erzähler uns vom Cover her angrinst. Die Grafiken von Juanjo Guarnido finde ich grandios: Landschaften, Schiffe, Typen, Tiere. Farbprächtig, lebendig, detailversessen ist fast jede Einzelzeichnung ein Schmuckstück. Eine Abenteuergeschichte, eine historische Reise in die brutale Welt der Eroberer, des Kolonialismus – hier wird nicht geschönt. An manchen Stellen braucht es keine Worte, hier reichen die Bilder. Es ist ein Comic für Erwachsene / Jugendliche ab circa 14 / 15 Jahren. Es ist eine Gaunerkomödie – ein gemalter Hollywoodfilm. In sofern passt die Farbpracht und gezeichnete Überzogenheit zur Geschichte. 1626 erschien in Spanien das Buch »El Buscón oder das Leben des Abenteurers Don Pablos von Segovia« von Francisco de Quevedo, ein Schelmenroman über »die grausam-grotesken Schicksalsschläge eines urwüchsigen Taugenichts«. Das Buch endet damit, dass Pablos sein Glück in Indien suchen werde. Der Autor kündigte einen weiteren Roman an, der aber nie erschien. Dies ist die Fortsetzung in Form einer Graphik Novel. Beide Daumen ganz weit nach oben! Comic-Fans – diesen Band darf man sich nicht entgehen lassen!


Alain Ayroles studierte das Comiczeichnen an der École européenne supérieure de l’image in Angoulême. Seine Erzählungen entwickelte er mitunter an Rollenspieltischen. So entstanden seine Comicserien »Garulfo« und »Mit Mantel und Degen« Sein Stil ist geprägt vom Dialog der großen Geschichten der europäischen Kultur, die er dann respektvoll zu untergräbt.

Juanjo Guarnido wurde 1967 geboren, studierte in Granada »Beaux-Arts«. Während dieser Zeit veröffentlichte er mehrere Illustrationen im Comic Forum von »Planeta de Agostini«, der spanischen Niederlassung von Marvel, was ihm ermöglichte, ein breites Publikum in Spanien zu erreichen. Danach zog er nach Madrid, wo er drei Jahre lang an mehreren Zeichentrickserien arbeitete. 1993 zog Juanjo Guarnido nach Paris, um in den Walt- Disney-Studios von Montreuil als Layouter zu arbeiten. Derzeit ist er in der Trickfilmbranche tätig und arbeitet als Comiczeichner.


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