Der Unterschied zwischen Tieren in einer Fabel und anthropomorphen Tieren ist nicht immer eindeutig abzugrenzen. Grundsätzlich verkörpern Tiere in Fabeln stereotypische Eigenschaft und sind nicht so facettenreich wie anthropomorphe Tiere in einer Geschichte wie z.B. in diesem Band Weekly. Dieser hat nämlich durchaus seinen Anspruch.
Dieser Comic ist zwar ein Spinn-Off zur Blacksad-Reihe, kann aber auch für sich alleine als Einzelband stehen. Denn hier wird erzählt, wie aus dem verpeilten jugendlichen Dustin Kalisnowszczyznai der Reporter Weekly geworden ist. Die Handlung spielt in einem alternativen New York der 1950, in dem tierähnliche Figuren agieren. Ich schreibe deshalb tierähnlich, weil ihnen manchmal Dinge hinzugefügt wurden, damit diese besser in die Welt passen (allerdings gehen die Darstellungen nicht so weit, als dass man von Chimären reden könnte).
Die Story ist recht undurchsichtig, was an der Vielzahl der Figuren liegt, auf die Dustin trifft. Auch die sehr radikale Herangehensweise der Figuren ist nicht unbedingt typisch und macht das Verfolgen seiner Anläufe in einem Job seine Zukunft zu finden schwierig.
Die Zeichnungen und die Farbgebung sind sehr passend zu jener Zeit gewählt worden. In Sepiafarben und Brauntönen wird sehr eindrucksvoll unterstrichen, in welcher Zeit die Handlung angesiedelt ist. Das Verhältnis der Figuren zueinander ist manchmal nur schwer nachzuvollziehen und so mancher extremistischer Gedankengang lässt am Verstand zweifeln. Und passt ganz gut zu der Story.
Natürlich gibt es auch einen Kriminalfall, den es zu lösen gilt, wobei Dustin nicht als Ermittler, sondern eben als angehender Reporter in Erscheinung tritt, was ja auch Sinn macht, ist Weekly ein Reporter in der Blacksad-Reihe.
Fazit
Hin und wieder fand ich es schwierig nachzuvollziehen, weshalb die Figuren so agieren, aber in Summe ist dies ein anspruchsvoller Krimi als Einzelband erzählt mit anthropomorphen Tieren in einem alternativen New York. Und das nicht nur für Fans der Reihe, da dieser Band auch gut als Einzelband funktioniert.













