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Cover des Buches Vierundzwanzig Türen (ISBN: 9783821861333)W

Rezension zu "Vierundzwanzig Türen" von Klaus Modick

Adventslektüre
wasichgelesenhabevor 4 Jahren

Ein buchiger Adventskalender...das war, was ich gesucht habe.
Das versprach dieses Buch, welches in 24 Kapiteln eine Geschichte in drei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Der Protagonist ist ein Familienvater und berichtet von der Vorweihnachtszeit mit Frau und zwei pubertierenden Töchtern in der heutigen Zeit. Gleichzeitig gehen seine Erinnerungen immer wieder in die Zeit seiner Kindheit zurück. Der Adventskalender der Familie erzählt in 24 Zeichnungen die Geschichte von drei jungen Männer an Weihnachten unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges.

Nun muss ich leider gestehen, dass ich dieses Buch nach dem 12. Kapital abgebrochen habe. Ich habe einfach keinen Zugang gefunden. Die Schilderungen des Familienlebens sowie der Kindheitserinnerungen des Protagonisten ergeben keinen wirklichen Handlungsstrang sondern sind vielmehr eine Aneinanderreihung von Anekdoten und verlieren sich in teilweise philosophischen Betrachtungen, auf die man sich einlassen muss. Und auch die Geschichte aus dem Adventskalender kommt nicht wirklich in Fahrt und ist langatmig.

Vermutlich habe ich einfach etwas anderes erwartet und im Moment keinen Kopf, mich auf dieses Buch einzulassen. Ich würde nicht ausschließen, dass ich es zu einem späteren Zeitpunkt mal wieder zur Hand nehme.

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Cover des Buches Vierundzwanzig Türen (ISBN: 9783821861333)B

Rezension zu "Vierundzwanzig Türen" von Klaus Modick

Rezension zu "Vierundzwanzig Türen" von Klaus Modick
bücherelfevor 11 Jahren

Spannendes geschieht in der Familie des Erzählers. Seit seine Ehefrau von einem alten Herrn in der Vorweihnachtszeit einen aussergewöhnlichen Adventskalender geschenkt bekommen hat, lassen sich sogar die im Stadium akuter, pubertärer Coolness steckenden beiden Töchter dazu herab, sich darauf einzulassen. Dieser Adventskalender hat es in sich.

Tür für Tür ein Blick in die Vergangenheit.

Schnell wird klar, dass der Adventskalender eine fortlaufende Geschichte aus der Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg erzählt. Jeden Tag ein Kapitel. Aus einer Zeit, der Entbehrung, des Hungers, der Kälte. Drei Männer stehlen ein Worpsweder Gemälde und tauschen es ein gegen Heizmaterial und Lebensmittel. Ein Schneesturm überrascht sie und zwingt sie zur Einkehr in ein einsames Gehöft, wo kurz darauf eine junge Frau ein Baby bekommt; einen Sohn. Es ist der 24. Dezember.

Klaus Modick wechselt geschickt zwischen dem turbulenten Leben der Familie des Erzählers in der Gegenwart und der längst vergangenen Geschichte aus der Nachkriegszeit. Und Kapitel für Kapitel fühlt der Erzähler sich zurückversetzt in seine eigene Kindheit. Und erzählt uns davon. Jede Illustration löst etwas in ihm aus. Ein Gefühl von Zuhause sein, ein Gefühl von Wärme, ein Gefühl wie warme Milch mit Honig. Und wer beim Lesen dieser Rezension ein Gefühl von drohendem Kitsch verspürt, liegt falsch und sollte flugs einen virtuellen Ausflug zu Jub Mönster, dem Illustratoren von Vierundzwanzig Türen unternehmen.

„Vielleicht endet Kindheit nie, weil ihre Prägungen uns bis zum Tod begleiten; sie verdünnt sich nur und wird fadenscheinig wie die Strümpfe, die ich, bereits mehrfach gestopft, von meinem Bruder übernahm und aufzutragen hatte, bis sie eines Tages so durchlöchert waren, dass meine Mutter, um sie zu retten, mehr Garn in sie hätte wirken müssen, als an ihnen noch war. Und so wirkt auch das Erzählgarn unserer Erinnerungen beständig daran, dass unsere Kindheit erhalten bleibt, sich jedoch stetig verändert, weil wir ihr den Stoff unserer Gegenwart zusetzen.“

Fazit: Ein eindrücklich illustrierter literarischer Adventskalender der besonderen Art. Tür für Tür absolut lesenswert.

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