Judith Allert , Nina Dulleck Tofu, der Superhund

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Inhaltsangabe zu „Tofu, der Superhund“ von Judith Allert

Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Abenteuer beginnen kann. Bei Lea ist es ein Brief, in dem steht, dass ihre Familie geerbt hat. Als die Erbschaft jedoch auf vier zotteligen Pfoten daherkommt, sind ihre Eltern entsetzt. Futsch ist der Traum vom Südseeurlaub! Lea hingegen ist begeistert. Denn der Hund Tofu hat nicht nur süße Schlappohren. Er ist auch ein treuer Freund und ein echter Star!

eine tierische Erbschaft, die Schwung in die Bude bringt und die Familie doch stärker beeinflusst als gedacht.

— Siraelia
Siraelia

Ein Hund, der doch eigentlich nur eines will...

— lehmas
lehmas

Dieser Hund hat es faustdick hinter den Ohren und weckt Familie Grabowskis aus ihren Träumereien. Mit ihm ist das Leben ein Abenteuer!

— danielamariaursula
danielamariaursula

Vorhang auf - für den Superhund Tofu

— CindyAB
CindyAB

Meine Jungs konnten der Geschichte nicht so recht folgen und konnten sich daher nur mäßig dafür begeistern.

— Flaventus
Flaventus

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  • Tofu, der Superhund ..... von Judith Allert

    Tofu, der Superhund
    Nele75

    Nele75

    30. July 2017 um 13:44

    Lea ist das „Mittelkind“ in der Familie Grabowski und fühlt sich manchmal einfach nicht richtig wahrgenommen. Denn die große Schwester interessiert sich nur für ein neues Handy, der kleine Bruder möchte ein neues Kostüm für Superhelden, die Mutter träumt von einem Urlaub an der Südsee  und der Vater interessiert sich mehr für die Autoanzeigen in der Zeitung als für seine Familie. Als diese eines Tages einen Brief erhält, in dem eine Erbschaft angekündigt wird, sieht jeder seine Träume in greifbarer Nähe…außer Lea. Und genau diese freut sich dann am meisten über das von Onkel Reginald vererbte…..einen Hund. Doch es stellt sich bald heraus, dass  es sich nicht um irgendeinen Hund handelt, sondern um „Tofu, den Superhund“. Gleich auf dem Cover strahlt einem die eigentliche Hauptfigur der Geschichte entgegen, nämlich Tofu. Wieso und weshalb er sich zu einer Art Superhund entwickelt, möchte ich hier nicht verraten, denn dies würde zu viel von der Spannung preisgeben, welche in der Geschichte nach und nach aufgebaut wird. Was uns von Beginn an begeistert hat, war der zwar etwas ungewöhnliche, aber dennoch sehr gut zu lesende, wunderbar unterhaltende Schreibstil der Autorin Judith Allert. Man kann sich sowohl die Handlung als auch die Personen der Erzählung zu jedem Zeitpunkt gut vorstellen, da vor allem die Familie Grabwoski (Lea’s Familie) gleich zu Beginn sehr ausführlich vorgestellt wird. So haben auch jüngere Leser (das empfohlene Lesealter liegt hier bei ab ca.  8 Jahren) sicherlich von der ersten Seite an viel Spass mit der Geschichte. Die insgesamt 14 Kapitel sind, jedes für sich, nicht allzu lange und auch die Schriftgröße ist nicht zu klein für das empfohlene Lesealter, noch dazu finden sich im gesamten Buch immer wieder Zeichnungen von Nina Dulleck, welche die Geschichte noch bildlicher werden lassen, als sie ohnehin schon ist. „Tofu, der Superhund“ von Nina Allert ist eine gut unterhaltende Geschichte für kleine und große Leser, welche spannende, lustige und auch etwas nachdenklich stimmende Lesemomente beschert. Erschienen ist das Buch im Verlag Ravensburger.

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  • eine pointierte Geschichte, die der Gesellschaft einen Spiegel vorhält

    Tofu, der Superhund
    Siraelia

    Siraelia

    26. July 2017 um 11:20

    „Tofu, der Superhund“ von Judith Allert mit einem wunderschönen Cover, das von Nina Dulleck gestaltet wurde ist im Ravensburger Verlag erschienen. Inhalt gemäß Klappentext:„Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Abenteuer beginnen kann. Bei Lea ist es ein Brief, in dem steht, dass ihre Familie geerbt hat. Als die Erbschaft jedoch auf vier zotteligen Pfoten daherkommt, sind ihre Eltern entsetzt. Futsch ist der Traum vom Südseeurlaub! Lea hingegen ist begeistert. Denn der Hund Tofu hat nicht nur süße Schlappohren. Er ist auch ein treuer Freund und ein echter Star!“ Die Familie Grabowski ist eine ganz normale Familie, in der jede/r seine/ihre Träume hat. • Mutter Grabowski sammelt Sand der verschieden Stränden der Welt, die sie leider nicht besuchen kann. • Vater Grabowski macht sich Gedanken, dass etwas kaputt gehen könnte (Auto, Waschmaschine, etc.) und ersetzt werden müsste.• Die große Tochter Sarah ist Handyfixiert und hofft auf eine Nachricht ihres Schwarms Simon.• Fupp, der kleine Bruder, möchte ein Superheld sein und läuft mit einem Handtuch als Umhang durch die Gegend.• Lea, die mittlere Tochter, hat keine besonderen Wünsche oder macht in irgendeiner Weise auf sich aufmerksam. Nun kommt ja der Brief mit der Ankündigung, dass der Familie eine Erbschaft ins Haus steht und alle malen sich die Schönsten Dinge aus. Als dann fest steht, dass die Erbschaft ein Hund ist, ist die Ernüchterung groß. Nur Lea glaubt an Tofu und versucht alles Mögliche, um den Hund behalten zu dürfen… Judith Allert ist eine wunderschöne Geschichte gelungen, die so einige menschliche Eigenschaften pointiert aufdeckt. Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich, da er häufig den Plot aus einer übergeordneten Sicht kommentiert. Was bei einigen vielleicht zu Verwirrungen führen könnte, ist bei mir und meiner mitlesenden, achtjährigen Tochter eher positiv aufgefallen. Auch die Entwicklungen der Geschichte waren nicht so leicht vorhersehbar, sodass wir einfach immer weiter lesen „mussten“. Das „unkomplizierte“ Kind der Familie, Lea, hat durch Tofu ihren eigenen Kopf entwickelt und auch mal verbotenes, wie z.B. einen Tag Schule schwänzen, gemacht. Genau dieser Umstand hat uns zu weiteren Gesprächen über das Verhalten der einzelnen Protagonisten geführt, was ich als sehr positiv empfinde. Wenn Bücher Anlass zu fortführenden Gesprächen sind, ist das immer ein positives Zeichen.Genau daher vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sterne für das Buch, das ich für Kinder ab ca. 8 Jahren weiterempfehlen kann.

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  • Ein Hund, der doch eigentlich nur eines will...

    Tofu, der Superhund
    lehmas

    lehmas

    14. July 2017 um 11:53

    Jedes Mitglied der Familie Grabowski hat einen unerfüllten Traum. Als dann ein Brief von Notar Leier eintrifft, der vom Ableben eines Onkels und einem Erbe spricht, sieht jeder der Fünf schon seinen Traum in greifbare Nähe gerückt. Umso größer ist die Ernüchterung als sich das Erbe als kleiner schmuddeliger Hund herausstellt. Hinzu kommt, dass die Grabowskis keine Hunde in ihrer Mietwohnung halten dürfen. Und so wird der Hund ins Tierheim gebracht. Lea kann diese Entscheidung nicht akzeptieren und fährt am nächsten Tag wieder zum Tierheim. Sie hat festgestellt, dass Tofu (übrigens Vegetarier) ein super Findehund ist. Hat er doch am Tag zuvor ein Armband ausgegraben. Ihr Plan ist nun, mit Hilfe von Tofu genug Schätze zu finden, um der Familie zum ersehnten Erbe zu verhelfen. Ihre Hoffnung ist dann natürlich, dass Tofu bei Ihnen wohnen kann.Lea ist das mittlere der drei Grabowskikinder und die Hauptfigur, mit der wir dieses Abenteuer erleben. Und das Abenteuer und Lea Pläne unterliegen des Öfteren Anpassungen. Gegen Ende entlockte die Wendung in der Geschichte sogar mir als erwachsenen Leser ein kurzes „Hä? Wie jetzt das?“. Aber alles fügt sich dann zusammen und es gibt ein schönes Happy End für Tofu und die Grabowskis. Kleine Kritikpunkte sind, dass Leas Schuleschwänzen von den Eltern nicht konsequent geahndet wird und Tofu zu oft als „Zirkushund“ herhalten muss, um die Träume der Familie zu verwirklichen. Aber das Ende lässt hoffen, dass Tofu in Zukunft mehr Hund sein darf. Das spannende Abenteuer wird von Judith Allert leicht und locker erzählt und man fliegt nur so durch die Seiten. Die Schrift ist schön groß und die Kapitellänge angenehm für das Zielalter ab 8 Jahren. Die schwarz-weißen Illustrationen von Nina Dulleck runden das Buch ab. Es hätten gerne noch ein paar mehr sein dürfen. Insgesamt können wir das Buch für unterhaltsame Lesestunden empfehlen!

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  • Leserunde zu "Tofu, der Superhund" von Judith Allert

    Tofu, der Superhund
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    Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Abenteuer beginnen kann Herzlich willkommen zu einer neuen Leserunde!Heute möchten wir euch das Kinderbuch "Tofu, der Superhund" von Judith Allert vorstellen. Beantworte die untenstehende Aufgabe und schon bist du im Lostopf für eines von 10 Rezensionsexemplaren für die Leserunde.Das Buch ist für Kids zwischen 8/10 Jahren & ideal zum Selberlesen! Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Abenteuer beginnen kann. Bei Lea ist es ein Brief, in dem steht, dass ihre Familie geerbt hat. Als die Erbschaft jedoch auf vier zotteligen Pfoten daherkommt, sind ihre Eltern entsetzt. Futsch ist der Traum vom Südseeurlaub! Lea hingegen ist begeistert. Denn der Hund Tofu hat nicht nur süße Schlappohren. Er ist auch ein treuer Freund und ein echter Star! Blick ins Buch Judith Allert wurde 1982 geboren. Seit sie alle Buchstaben gelernt hat, versteckt sie sich sehr gerne und ausdauernd zwischen zwei Buchdeckeln. Während sie in Bayreuth Neuere Deutsche Literaturwissenschaft studierte, veröffentlichte sie ihre ersten Kinderbücher. Heute lebt Judith Allert mit ihrem Mann, Hunden, Katzen, Pferden, Katzen, Hühnern und Wollschweinen auf einem alten Bauernhof in der oberfränkischen Pampa, wo sie sich beim Unkrautzupfen neue Geschichten ausdenken kann. Bewerbungsaufgabe: Lest euch die Leseprobe durch und erzählt uns, warum ihr gerne bei der Leserunde dabei sein möchtet Viel Spass *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches. E rwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

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    • 135
  • Superhund

    Tofu, der Superhund
    connychaos

    connychaos

    09. July 2017 um 17:19

    In einer Familie mit drei Kindern ist das Geld oft knapp, da kann der Vater nur von einem neuen Auto träumen und die Mutter von einem Traumurlaub. Alles könnte sich nun ändern, denn der Briefträger bringt eine Einladung zur Testamentseröffnung. Doch die Gesichter werden lang, als sich die Erbschaft nun anstelle des ersehnten Geldregens als schmutziger und müffelnder Hund entpuppt. Für die Grabowskis steht fest, der Hund kommt ins Tierheim. Doch Mittelkind Lea möchte Hündchen Tofu behalten und schmiedet einen Plan. Die Geschichte liest sich sehr leicht und flüssig, die Schrift ist recht groß, die Kapitel angenehm kurz. Kinder ab etwa 2. Klasse kommen hier schon super mit dem Selberlesen klar. Die Geschichte beginnt schon sehr witzig und auf 188 Seiten gibt es einiges zum Lachen und Schmunzeln und spannend wird es auch. Neben allem Humor und Ironie hat uns vor allem die Botschaft, die in dieser witzigen und niedlichen Geschichte steckt, gut gefallen.

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  • Tofu sorgt für Unterhaltung

    Tofu, der Superhund
    MarTina3

    MarTina3

    09. July 2017 um 11:56

    Familie Grabowski - bestehend aus Mama, Papa und drei Kindern - hat geerbt. Sie freuen sich schon darauf, endlich ihre Wünsche erfüllen zu können. Doch dann stellt sich heraus, dass sie nur einen Hund geerbt haben. Alle sind schwer enttäuscht und ihr Erbe kommt ins Tierheim. Doch für Mittelkind Lea ist der Hund etwas Besonderes und das will sie den anderen beweisen ...Meine Meinung:In der Geschichte werden die Grabowskis anfangs - nebenbei - vorgestellt. Das hat mir gefallen, somit weiß man sofort, mit wem man es zu tun hat. Vor allem Lea mochte ich. Sie tut alles dafür, dass sie den Hund behalten kann, wobei sie manchmal aber auch über das Ziel hinausschießt, z. B. wenn sie dafür die Schule schwänzt. Da sie in ihrer Familie aber ein bisschen "untergeht", kann sie dies gut verheimlichen. Doch durch den Hund ändert sich mit der Zeit die ganze Familie, was nicht nur Lea guttut. Leider muss dieser dabei eine ganze Zeit als "Wunscherfüllungsgehilfe" für die Familie dienen, wobei niemand wirklich Rücksicht auf ihn nimmt. Da tat er mir schon ein bisschen leid. Doch am Ende wird alles gut. Neben dem Hund sorgt der Nachbar Mecker-Meier und auch ein Fernsehcasting für einige Aufregung. Außerdem kommt durch einen Meisterdieb noch etwas Spannung in die Geschichte. Es geht also turbulent und unterhaltsam zu.Die Geschichte ist in 14 Kapitel aufgeteilt. Das macht den Text gleich ein bisschen übersichtlicher. Auch der größere Zeilenabstand ist für kleine Leser sicherlich hilfreich. Den Schreibstil finde ich als Erwachsene sehr unterhaltsam. Dieser liest sich leicht und brachte mich immer wieder zum Schmunzeln. Auch ist die Geschichte an sich sehr kindgerecht. Kleine Leser verstehen hier aber evtl. nicht (sofort) jeden Witz. Auch die Sache mit dem Meisterdieb ist am Ende vielleicht nicht für jeden kleinen Selberleser leicht zu durchschauen. Fazit:Eine unterhaltsame Geschichte mit Witz und auch ein bisschen Spannung. Um alles zu verstehen, sind bei kleinen Lesern aber evtl. zwischendurch Erläuterungen der Eltern nötig.

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  • Ein Hund für alle Fälle!

    Tofu, der Superhund
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    09. July 2017 um 08:41

    Lea ist das unkomplizierte wenig beachtete Sandwichkind von Familie Grabowski. Mutter Grabowski träumt während des Spülens von den warmen Wellen der Südsee, Vater Grabowski steckt mit der Nase in der Zeitung und sucht nach Rabattmarken und Autoangeboten, Sarah fixiert ihr Handy in der Hoffnung auf eine Nachricht vom süßen Simon und der kleine 4 jährige Fupp, der Angst vor sämtlichen Tieren hat, trägt um den Hals ein Handtuch und wäre soooo gerne ein Superheld. Kein Wunder, daß nur Lea den Brief bemerkt, der morgens auf dem Tisch landet. Sie haben eine Erbschaft von Onkel Reginald bekommen! Allein das Wort Erbschaft lässt die Träume der Grabowskis zu Hochform auflaufen! Endlich ein Heim ohne den fiesen Vermieter Mecker-Meier! Ein neues Auto, Strände, Superheldenkostüme…. Stattdessen gibt es nur eine eigenwillige Promenadenmischung, während ein Wächter auf das Haus aufpassen soll! Was hat sich Reginald dabei nur gedacht? Aber ein Hund im Haus, das würde Mecker-Meier nicht dulden, er muß ins Tierheim! Lea, die immer bescheiden war, erkennt jedoch das Potenzial, daß in diesem Hund steckt und findet als einzige heraus, was dieser Hundefutterverächter denn überhaupt mag. Heimlich schmuggelt sie den Hund aus dem Tierheim in ihre Wohnung. Ob das wohl gut geht? Der Schreibstil ist sehr ironisch, reflektiert. Auf Meta-Ebene macht sich die Autorin Judith Allert über die Macken der Menschheit, Familien im Speziellen, spießigen Nachbarn oder seelenlosen Fernsehshows lustig. Das Lesealter 8-10 Jahre sollte man daher also wirklich ernst nehmen, weil jüngere Kinder die Ironie nicht verstehen werden und ihnen daher auch der Spaß an der Geschichte abhandenkommen wird. Dafür ist dieser Stil für mich als Vorlesende aber ein echtes Schmankerl gewesen. Meine Kinder merken ja schon, ob mir ein Buch beim Vorlesen Spaß macht, oder ich mehr rumleiere, so wie der Notar, der den Grabowskis das Testament bei der Eröffnung vorleiert und daher passender Weise Herr Leier heißt. Es sind einfach diese sprachlichen Feinheiten, die jüngeren Kindern bei aller Tierliebe entgehen würden. Die Illustrationen von Nina Dullek die so farbenfroh das Cover ziert, kommt innerhalb des Buches als größere schwarz-weiß Vignette zu Kapitelbeginn zum Vorschein. Diese sind gewohnt witzig und ergänzen wundervoll die angefressene Radieschen-Vignette um die Seitenzahlen, aber für ein Vorlesebuch ist es wirklich nicht genug bebildert. Dieses Buch ist nicht als Vorlesebuch gedacht, sondern wirklich für die Altersgruppe 8 – 10 Jahre, dann hat man auch richtig Freude am Buch und wird nicht enttäuscht. Sehr gut gefallen hat uns Lea, die sich als vernachlässigtes unproblematisches Mittelkind die Treue und Liebe des Hundes besonders zu schätzen weiß. Allerdings sieht sie in ihm mehr als nur einen Hund, er ist für sie ein vollwertiges Familienmitglied, daß es zu schützen gilt, insbesondere vor ihren Eltern, die keine Haustiere wollen und insbesondere dem bösen Mecker-Meier! Der vegetarische Hund Tofu schafft es, die Familie aus ihren Träumen zu reißen und ins (Familien-)Leben zurück zu bringen. Zuvor waren alle irgendwie unglücklich und verpaßten die Schönheit und die Glück, die das Leben bietet, während Tofu ihnen beibringt, daß man auch an Kleinigkeiten großen Spaß haben kann und Liebesbriefe viel romantischer als Textnachrichten sind ;) Etwas schade fand ich jedoch, wie jeder seine Hoffnungen auf den kleinen Hund projetzierte und der arme Hund sehr viele Kunststücke lernen sollte, ohne daß seine Bedürfnisse berücksichtigt wurden. Der arme Tofu war irgendwann einfach nur platt und erschöpft. Das Trainingsprogramm für Tofu könnte auch bei der Zielgruppe der 8 bis 10 Jährigen falsche Hoffnungen wecken. Zum Glück war meinen Kindern klar, daß wir unsere recht eigenwillige Katze nicht trainieren, sondern sie einfach sein lassen, was sie ist, eine Katze. Zum Glück sind die Grabowskis aber lernfähig und finden so dann noch ihr Glück. Ich hoffe die anderen jungen Leser lernen auch daraus, daß Tiere einfach Tiere bleiben sollen und genießen dieses Buch ebenso wie wir. Es hat uns wirklich gut gefallen, auch wenn wir anfangs großes Mitleid mit der vernachlässigten Lea hatten, bei der selbst das Schulschwänzen nicht sofort auffiel. Für diese pädagogischen Skrupel wegen des Schuleschwänzens und Tierüberforderns, gibt es einen Stern Abzug, es ist dennoch ein gutes Buch, das wir gerne mit 4 von 5 Sternen weiterempfehlen.

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    • 3
  • Tofu, ein waher Superhund

    Tofu, der Superhund
    esposa1969

    esposa1969

    08. July 2017 um 13:19

    Klappentext:Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Abenteuer beginnen kann. Bei Lea ist es ein Brief, in dem steht, dass ihre Familie geerbt hat. Als die Erbschaft jedoch auf vier zotteligen Pfoten daherkommt, sind ihre Eltern entsetzt. Futsch ist der Traum vom Südseeurlaub! Lea hingegen ist begeistert. Denn der Hund Tofu hat nicht nur süße Schlappohren. Er ist auch ein treuer Freund und ein echter Star!Leseeindruck:Mit "Tofu der Superhund" liegt dem Leser ein richtig gutes und unterhaltsames Kinderbuch aus der Feder der Autorin Judith Allert vor.Darum geht es: Oh, je! Da ist Familie Grabowski aber schwer enttäuscht. Nach Onkel Reginalds Ableben wird die Erbschaft freudig erwartet. Man träumt von einem riesigen Haus, neuem Auto oder Urlaub an wunderschönen Stränden. Aber stattdessen erbt die Familie einen Hund, der zudem noch Vegetarier ist. Aber dieser Hund ist etwas ganz Außergewöhnliches, nämlich ein wahrer Superhund und mit einem solchen könnte man ja die Casting-Show „Deutschland sucht das Super-Haustier“ gewinnen und mit dem damit verbundenen Sieg dann seine Träume verwirklichen!?Dieses wirklich nett geschriebene Kinderbuch, das sich an das Lesealter ab 8 Jahren richtet, beginnt schon gleich mit einem sehr lesenswertem Schreibstil, der uns immer wieder zum Schmunzeln brachte und ideal für tierliebe Kinder ist, die er auch spannend mögen. Die Schrift ist augenfreundlich groß, die Kapitel angenehm von ihrer Länge her. Zu jedem Kapitelbeginn sehen wir Tofu in einer anderen Pose, die ihn so fast ein wenig lebendig werden lässt.Dieses wirlich sehr schöne Buch hat uns sehr gefallen und gerne würden wir mehr von Tofu und Familie Grabowski lesen. esposa1969

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  • turbulente Geschichte um einen ganz besonderen Hund

    Tofu, der Superhund
    Antek

    Antek

    03. July 2017 um 19:10

    Tofus Geschichte beginnt nicht mit einer aufregenden Ufo-Landung im Garten, schließlich müsste man sich dann ja gut überlegen, was man mit den außerirdischen Gästen anstellt. Tofu beginnt mit einem Fluch des Postboten, der auf einem Spielzeugauto ausrutscht und auf seinem Allerwertesten landet, als er den Grabowskys einen Brief vom Notar bringt. Die Familie hat geerbt, wie klasse, können jetzt die lang geträumten Träume vom neuen Auto, einem Strandurlaub oder einem neuen Handy endlich in Erfüllung gehen? Voller Vorfreude macht sich die Familie auf, doch nur Lea ist glücklich, als sie das Erbe übergeben bekommen und das sogar noch, als sich das Prachttier „Fritze von und zu Raue Borste oder sonst wie“ als etwas unförmiger, zotteliger und stinkender, kleiner Hund entpuppt. Für die Grabowskys ist klar, die Dreckschleuder muss ins Tierheim. Doch nicht der Superhund, oder? Die Familie hat ihre Pläne ohne Lea und Tofu gemacht! Als Leser darf man mit Lea Tofu aus dem Tierheim retten und heimlich doch in die Familie einschmuggeln, zumindest vorerst einmal. Wird sich der Vermieter auf einen Superhund einlassen? Deshalb geht es auf zum Casting „Deutschland sucht das Super-Haustier“. Tofu muss, ja muss, weil das Training schon mehr als ein Full time Job ist, ein Kunststück nach dem anderen lernen, aber er ist gelehrig und die ganze Familie scheint Spaß zu haben. Aber nicht nur das, sondern Tofu wächst nach und nach allen Mitgliedern mehr ans Herz, was den Trainingsmarathon wieder etwas aufwiegt. Materielle Träume werden kleiner, das ist auch ein toller Nebeneffekt. Als Spannungsfaktor wird noch ein Dieb hinzu gezaubert, den Lea gemeinsam mit Tofu unbedingt fassen will. Vielleicht kann ja das den Mecker Meier überzeugen, dass ein Hund einziehen muss. Die Geschichte um den Einbrecher ist ein wenig verstrickt, die Auflösung und dann auch die plötzliche finale Wendung könnten bei jüngeren Lesern vielleicht etwas für Verwirrung sorgen. Der locker, witzige Sprachstil der Autorin liest sich leicht. Besonders gut gefallen mir originelle Wortschöpfungen wie „Stubenfliegen-mit dem-Glas-Einfanger und Stubenfliegen- wieder- Rauslasser“ oder auch „automatischer Pickelbeseitigungsroboter.“ Die Namensgebung ist ebenfalls einfallsreich, so gibt es einen nörgelnden Mecker Meier oder der Notar heißt passend zu seinem Tonfall Leier. Vergleiche wie ein Gesicht machen, wie wenn man „Weihnachten ab sofort durch drei Tage Dauermathematikunterrricht ersetzen würde“, Schneckenschnarchtempo.“ oder „so vielversprechend wie Staubsaugen in der Wüste“ machen die Geschichte nicht nur unterhaltsam, sondern auch äußerst anschaulich. Die originellen Charaktere, die Familie bekommt man im Übrigen gleich zu Beginn kurz vorgestellt, sind gut gezeichnet. Am sympathischen war mir Lea, deren Hobby lesen ist und die sich nichts sehnlicher als einen Hund wünscht. Sie ist alles andere als materiell eingestellt, was mir super gut gefallen hat. Anders sieht es mit den anderen Familienmitgliedern aus. Der Papa träumt vom neuen Auto, Sarah, die ältere Schwester vom Handy, die Mama vom Urlaub, damit sie endlich nicht mehr Urlaubssand aus verschiedenen Ländern im Internet kaufen muss, sondern vor Ort sammeln kann, und selbst der Knirps Fupp hat nur einen neuen Supermann Umhang im Kopf. Richtig witzig ist natürlich Superhund Tofu. Den Namen verdankt er der Tatsache, dass er nicht nur Reiswaffeln, sondern auch Tofu-Burger, dem Sonntagsgulasch, ungarischer Salami oder saurem Hering vorzieht, denn er ist Vegetarier. Ob er vielleicht wirklich eine Kuh zur Freundin hat? Mecker Meier, der Vermieter, war mir natürlich mehr als unsympathisch, schon allein weil er keine Haustiere erlaubt. Die 188 Seiten Text verteilen sich auf 14 übersichtlich lange Kapitel, die sicher auch ungeübtere Leser nicht überfordern. Jedes beginnt mit einer witzigen Überschrift wie z.B. „Raumduft Marke Stinkekäse!“, die eine Vorahnung auf die Handlung geben. Auch die gelungenen Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die sich leider auf die Kapitelanfänge beschränken, passen inhaltlich zur folgenden Geschichte. Alles in allem eine witzige Geschichte, die mit originellen Einfällen, schönen Botschaften und spannenden Entwicklungen punkten kann, auch wenn ich nicht bis ins letzte Detail begeistert bin. Nicht ganz so glücklich war ich v.a. damit, dass Tofu ratzfatz ein Kunststückchen nach dem anderen lernt, bzw. lernen muss, das könnte falsche Erwartungshaltungen bei den kleinen Lesern erzeugen.

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  • Der Superhund

    Tofu, der Superhund
    CindyAB

    CindyAB

    03. July 2017 um 11:54

    Familie Grabowski kommt an ein Erbe und da sind die Träume und Pläne groß, bevor Sie eigentlich Wissen was sie überhaupt erben. Jeder der fünf Familienmitglieder hat so seine eigenen Vorstellungen, was er mit dem Erbe anstellen möchte, ein neues Auto, Urlaub und und Als es dann soweit ist und sie ihre Erbschaft überreicht bekommen, gibt es erstmal lange Gesichter, denn es ist "nur" ein Hund. Zumindest ist es kein normaler Hund sondern immerhin ein ganz besonderer....Der Schreibstil ist sehr unterhaltsam, mit Wortwitz und ganz vielen wunderbaren lebhaften Umschreibungen zieht einen die Autorin sofort in den Bann. Besonders der Autorin ist es hier gelungen uns zu unterhalten. Die Geschichte selbst konnte nicht ganz so sehr zünden, war sie uns doch zu sehr vorhersehbar. Auch die Motive der Figuren ist zum Teil etwas egoistisch, als sie unbedingt bei einer Tiersendung mitmachen möchte, um dort den Hauptpreis zu gewinnen.  Dafür muss das arme Tier dann auch noch allerhand üben, uns hätte es nicht gewundert wenn er reißaus genommen hätte ;-)Lustig ist Tofu allemal mit seinem Spürsinn, seiner Vorliebe für Gemüse, seine Kunststücke... Auch die Familie ist sehr sympathisch und es macht Spaß sie durch ihr Abenteuer mit dem Hund zu begleiten und da gibt es noch den fiesen Nachbarn der auch für Unterhaltung sorgt. Zu Beginn jedes Kapitels gibt es eine ansprechende schwarz-weiß Illustration die passend ist zu der jeweiligen Handlung. Auf dem farbenfrohen Cover entdecken wir Tofu den Superhund natürlich mit Umhang :-) wirklich sehr schön und fällt auch in`s Auge. Das Buch hat insgesamt 14 Kapitel die nicht zu lang sind, so können auch junge Leser die Geschichte bereits selbst entdecken. Vorhang auf - für den Superhund Tofu

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  • Für meine Jungs etwas zu verwirrend geschrieben

    Tofu, der Superhund
    Flaventus

    Flaventus

    21. May 2017 um 10:36

    Welch Enttäuschung für Familie Grabowski. Anstelle des erhofften Erbes wird die chaotische Familie mit einem Hund konfrontiert. Der selbstverständlich alles andere als willkommen ist (Familien werden das Haustierproblem kennen: kein Platz, zu schmutzig, zu teuer). Bis auf Lea, die in dieser Familie das „klassische Sandwichkind“ ist. Ob das Buch nun eher ein Krimi oder mehr eine Abenteuergeschichte ist, lässt sich schwer sagen. Das Buch ist nur bedingt einem Genre zuzuordnen, weshalb der Verlag dieses Buch auch ganz einfach als Roman klassifiziert. Zielgruppensuche Ich persönlich habe aber auch Probleme eine Ziel- bzw. Altersgruppe für dieses Buch zu definieren. Vorgelesen habe ich dieses Buch meinen beiden Söhnen im Alter von sieben und acht Jahren und das Verstehen gestaltete sich als etwas schwierig (lt. Verlagshomepage ist das Buch gedacht für Kinder ab acht Jahren). Sprachlich hat sich das Buch aber sehr wohl an diese Zielgruppe gerichtet. Es ist allerdings inhaltlich etwas verzwickt. Das liegt zum einen am Erzählstil. So erklärt die Autorin hin und wieder, wie Geschichten erzählt werden und welche Rolle die Protagonisten einnehmen. Die Einleitung des Klappentextes verdeutlicht dies, wenn es heißt: „Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Abenteuer beginnen kann.“ Verwirrungen Für mich als Erwachsenen gaben diese Kommentare ein bisschen Witz in die Geschichte, meine Jungs haben sie eher verwirrt. Die Komplexität der Geschichte nimmt zum anderen durch die Wendungen innerhalb der Geschichte zu. Möchte ich als Erwachsener solche Wendungen haben, haben sie bei meinen Jungs für noch mehr Verwirrung gesorgt. Das wiederum liegt zum einen daran, dass die Wendung recht spontan zum Ende hin eingetreten ist und zum anderen, dass diese wiederum mit dem „erklärenden“ Schreibstil beschrieben wurde. Fazit Für meine Jungs war dieses Buch etwas zu verworren geschrieben, so dass sie der Geschichte nicht so recht folgen konnten und die Pointe zum Ende hin nur nach meiner Erklärung verstanden haben. Dass ich bisher die Illustrationen in dieser Rezi nicht erwähnt habe, sollte für sich sprechen. Somit kann ich keine Empfehlung für jüngere Kinder aussprechen. Für ältere Kinder (>10 Jahre) mag der Witz und die Pointe vielleicht eher was sein.Diese Rezension wurde auch auf meinem Blog veröffentlicht

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