Judith Bergmann

 3,8 Sterne bei 49 Bewertungen
Autorenbild von Judith Bergmann (©Doris Seffern)

Lebenslauf von Judith Bergmann

Judith Bergmann ist das Pseudonym der Autorin Jutta Profijt. Unter diesem Pseudonym ist bisher nur der Titel "Gerecht ist nur der Tod" erschienen (Februar 2020).

Alle weiteren Informationen über Jutta Profijt und Judith Bergmann findet ihr unter http://www.juttaprofijt.de oder http://www.judith-bergmann.de

Alle Bücher von Judith Bergmann

Cover des Buches Gerecht ist nur der Tod (ISBN: 9783423262521)

Gerecht ist nur der Tod

 (49)
Erschienen am 21.02.2020

Neue Rezensionen zu Judith Bergmann

Cover des Buches Gerecht ist nur der Tod (ISBN: 9783423262521)Babajagas avatar

Rezension zu "Gerecht ist nur der Tod" von Judith Bergmann

Mehr Bericht als Krimi
Babajagavor einem Jahr

Das Buch:

Ich habe das Buch im Zuge eines Thriller-Events bei Lovelybooks gewonnen, wofür ich mich herzlich bedanke. Dieses ist das letzte der drei Bücher, das ich gelesen habe, worüber ich im Nachhinein betrachtet sehr froh bin. Zunächst kann ich sagen, dass dieses Buch bei weitem kein Thriller ist und auch der aufgedruckten Kategorie Kriminalroman wird das Buch nicht gerecht.  

Worum geht’s?

In aller Öffentlichkeit wird ein Kölner Unternehmer erschossen, während er sich auf dem Weg zu seiner Trauung befindet. Die Psychologin Ina Reich soll das Ermittlerteam um Hauptkomissar Schellenberg begleiten und beobachten. Bis auf den Hauptkomissar scheint jedoch niemand Ina Reich willkommen zu heißen. Somit sind Konflikte innerhalb der eigenen Reihen vorprogrammiert. 

Charaktere: 

Ina Reich ist Psychologin, die mithilfe eines möglichst positiven Berichts das angekratzte Image der Kölner Polizei aufpolieren soll. Sie selbst ist jedoch ein Mensch mit vielen eigenen – vor allem alten, nicht aufgearbeiteten – Problemen und darüber hinaus tablettensüchtig. Die Autorin hat ihr wenig Ausstrahlung mitgegeben, weshalb ich sie nicht wirklich sympathisch finde. Eher erscheint sie mir gefangen in ihrer eigenen Welt.  

Hauptkomissar Schellenberg – auch nicht frei von privaten Problemen – ist da schon sympathischer. Streckenweise hatte ich jedoch das Gefühl, dass er mehr ein Lehrer für seine Kollegin Bulut, die zudem scheinbar auch noch in ihn verliebt ist, denn ihr Vorgesetzter ist. Und entweder wollte er den Umstand ihrer Verliebtheit nicht sehen oder er war tatsächlich eher blind – Buluts Eifersucht war allerdings unübersehbar.  

Bulut ist mir in ihrer ständigen Ablehnung gegen alles und ihrem permanenten Misstrauen gehörig auf die Nerven gegangen. Klar ein Rebell passt schon ganz gut in einen Krimi, aber irgendwie war Bulut mir zu wenig subtil in ihren Verhaltensweisen. Eher ruppig und vordergründig – ein Mensch, dem ich im wahren Leben auch nicht unbedingt begegnen möchte. 

Schreibstil: 

Zitat S. 67 „Ich bin nur Zuschauerin in dieser Ermittlung.“ Genau diesen Eindruck hatte ich beim Lesen leider auch. In der Ich-Form erzählt hatte ich über lange Strecken das Gefühl einen Bericht zu lesen. Dialoge sind eher Mangelware, weshalb mir die Geschichte ziemlich zäh erscheint. Die Idee des Buches fand ich anfänglich gut – jemand Außenstehendes taucht in die Polizeiarbeit ein. Die Autorin konnte mich mit dieser Art zu schreiben leider nicht mitreißen, denn ich mag Geschichten, in die ich eintauchen kann, bei denen ich das Gefühl habe, mitten drin zu sein. Hier fühlte ich mich stets außen vor geblieben. 

Darüber hinaus hatte ich immer öfter das Gefühl, dass die eigentliche Ermittlung und die Auswirkung der Geschehnisse auf die Ermittler in den Hintergrund rückten. Viel intensiver wurde das zwischenmenschliche Miteinander im Team um Schellenberg beleuchtet. Daher hatte die Geschichte in ihrem Fortgang für mich auch immer weniger den Charakter eines Krimis.  

Ich hatte ich mich auch oder gerade wegen der Anmerkung, dass hinter Judith Bergmann eine Bestseller-Autorin stecke, auf einen guten, spannenden Krimi gefreut. Diese Erwartung wurde leider nicht erfüllt.  

Fazit:

Es passiert mir wirklich selten, dass ich zu einem Buch so wenig zu sagen weiß. Empfehlen kann ich es nicht. 2 Sterne

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Cover des Buches Gerecht ist nur der Tod (ISBN: 9783423262521)Steliyanas avatar

Rezension zu "Gerecht ist nur der Tod" von Judith Bergmann

Ein guter Krimi, der mich fesseln konnte
Steliyanavor einem Jahr

Dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen! Krimis lese ich eher selten, ich bin der Fan von Thrillern. "Gerecht ist nur der Tod" fand ich aber echt gut. Am Anfang war ich wirklich skeptisch. Die Psychologin Ina Reich soll die Arbeiten von Schellenberg und seiner "reizenden" Kollegin Bulut begleiten. Ich dachte, dass es zu psychologisch wird und die Spannung eher im Hintergrund bleiben wird. Das war aber zum Glück nicht der Fall. 

Der Krimi ist sehr gut strukturiert und er hat einen roten Faden. Anfangs waren für mich alle so geheimnisvoll und mit der Zeit hat sich jeder auf seine eigene Art und Wiese geöffnet und das im angemessenen Maß. Genau nach meinem Geschmack. Ja, es hätte auch Affären geben können. Die Autorin hat es aber viel eleganter gemacht und uns unnötige Liebesgeschichten erspart. 

Ina Reich und Schellenberg haben als Team ganz gut funktioniert. Für Bulut hat das nicht so gepasst. Das hat auch etwas für Spannung gesorgt. Spannender war aber der Fall. Zu Beginn habe ich gespürt, dass es eine gewissen Spannung zwischen Ina und Schellenberg gab. Vielleicht lag es daran, dass er selbst noch nicht damit umgehen konnte, dass seine Arbeit von der Psychologin begleitet wird. Mit der Zeit hat sich diese Spannung gelöst und die beiden haben sich wie ganz normale Kollegen verhalten. Das hat mir gut gefallen, weil es die Charaktere so menschlich macht. Man gewöhnt sich leicht an Veränderungen. 

Ab einem gewissen Zeitpunkt habe ich mit der Auflösung gerechnet. Die Autorin hat versteckte Hinweise gegeben. Und trotzdem bekam ich diesen Wow-Effekt, als ich das Ende gelesen habe. Alles war gut durchdacht und für mich sind keine Fragen offen geblieben und es gab keine Unstimmigkeiten. Das Buch hat gezeigt, wie stark die Verbindung zwischen zwei Freundinnen sein kann, und wozu man fähig ist, um sich für das zu rächen, was dem besten Freund angetan wurde.

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Cover des Buches Gerecht ist nur der Tod (ISBN: 9783423262521)Phine_Radkes avatar

Rezension zu "Gerecht ist nur der Tod" von Judith Bergmann

Kriminalroman mit zu wenig Spannung
Phine_Radkevor einem Jahr

Inhaltsangabe:

Wem kannst du trauen?

Ein Mord vor den Augen der Öffentlichkeit. Eine Soko unter Zeitdruck. Eine Psychologin im Team, die die seelische Belastung der Ermittler untersuchen soll. Immer drängender aber stellt sich die Frage: Ist wirklich jeder, wer er vorgibt zu sein?


Mein Meinung:

Die Thematik der Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Eine Psychologin und Journalistin darf der Polizei bei einem Mordfall quasi über die Schulter schauen. Also eine sehr interessante Erzählperspektive. Jedoch finde ich, dass aus der Geschichte leider zu wenig gemacht wurde. Ich hatte bereits recht schnell eine Ahnung, wer hinter die Morde steckt und somit fällt irgendwann einfach die Spannung weg.

Zumal ich die Psychologin und Journalistin Ina Reich nicht recht mochte und mit ihr auch irgendwie nicht warm wurde.

Da ich fast ausschließlich Krimis oder Thrillers lesen, muss ich leider sagen, dass mich der Kriminalroman nicht aus den Socken gehauen hat. Ich habe schon deutliche bessere Geschichte gelesen. Mir fehlte es einfach an Spannung und den großen Überraschungseffekt am Ende der Geschichte. Vielleicht hätte mir das Buch besser gefallen, wenn ich nicht so früh gewusste hätte, wer der Mörder ist. 

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Gespräche aus der Community

Wem kannst du trauen?

Ein Mord vor den Augen der Öffentlichkeit. Eine Soko unter Zeitdruck. Eine Psychologin im Team, die die seelischen Belastungen der Ermittler untersuchen soll. Aber ist wirklich jeder, wer er vorgibt zu sein?

Und welche Autorin schreibt hier (warum?) unter Pseudonym? Antwort folgt! Diskutiert mit mir über das Buch und den (Un-)Sinn von Pseudonymen!

Den Mörder finden - So lautet das Ziel der Kripo. In einer Mordermittlung kommen allerdings immer auch andere Geheimnisse ans Licht. Zum Beispiel über die Opfer und ihr Umfeld. Aber was, wenn selbst die Ermittler Geheimnisse haben, die sie um jeden Preis schützen müssen? Ein gefährliches Katz- und Maus-Spiel, an dessen Ende nichts mehr ist, wie es war.

Macht euch mit mir auf die Suche nach der Wahrheit - aber sagt nachher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Klappentext:

Vor den Augen der Gäste wird ein prominenter Kölner Unternehmer auf dem Weg zum Traualtar erschossen. Hauptkommissar Schellenberg und sein Team werden bei ihren Ermittlungen von der Psychologin Ina Reich begleitet. Auf Wunsch der Polizeibehörde soll sie die seelische Belastung der Kripomitglieder untersuchen. Aber nicht jeder im Team heißt Ina willkommen. Kommissarin Bulut bespitzelt die stille Beobachterin, die immer mehr Mühe hat, ein sorgsam gehütetes Geheimnis aus ihrer Vergangenheit vor der Aufdeckung zu bewahren. Als zum Entsetzen aller einer aus den eigenen Reihen in den Kreis der Verdächtigen gerät, erscheint plötzlich alles bisher sicher Geglaubte in einem ganz anderen Licht.

Hier geht es zur  Leseprobe (ihr müsst etwas runterscrollen und auf "Leseprobe" klicken - einen direkten Link gibt es leider nicht).

Der Verlag stellt 20 Freiexemplare zur Verfügung, die wir unter allen BewerberInnen verlosen. Meldet euch dazu bitte im Themenfeld "Bewerbung" bis zum 15. Februar und schreibt mir, warum ihr Kriminalromane lest. Bitte gebt außerdem an, ob ihr eine Printausgabe oder ein ebook haben möchtet - beim ebook auch den Reader bzw. das Dateiformat, also "mobi" für Kindle oder "epub" für Tolino und alle anderen Systeme.

Während der Bewerbungsfrist setze ich meinen Rechner neu auf und bin daher vielleicht einige Tage nicht online. Aber am 16. Februar sollte alles in trockenen Tüchern sein. Sobald die Leserunde losgeht, bin ich regelmäßig dabei – versprochen!

Da das Buch erst am 21. Februar offiziell erscheint, kann es sein, dass die Gewinner der Buchverlosung ein paar Tage auf ihr Exemplar warten müssen. Eventuell kann der Verlag die Bücher und ebooks aber auch schon ein paar Tage vor dem offiziellen Erscheinungstermin verschicken, das entscheidet sich kurzfristig.

Teilnahmebedingungen:

Mit eurer Bewerbung verpflichtet ihr euch, aktiv an der Leserunde teilzunehmen und zum Schluss eine Rezension zu verfassen. BewerberInnen, die in der Vergangenheit zwar Bücher gewonnen aber keine Rezensionen dazu geschrieben haben, werden bei der Auswahl nicht berücksichtigt, ebenso wie BewerberInnen mit nicht öffentlich einsehbaren Profilen.

Ich wünsche mir, dass sich alle Teilnehmenden auch untereinander austauschen und nicht nur blind eigene Meinungen posten, ohne die Beiträge der anderen zu lesen.

Ein Hinweis, der mir sehr wichtig ist, weil er große Auswirkung auf meine (und eure) Zeit und Nerven hat: Bitte markiert nur echte Spoiler in euren Beiträgen als Spoiler!

Bitte beachtet vor eurer Bewerbung und während der Leserunde die entsprechenden Lovelybooks Richtlinien

656 BeiträgeVerlosung beendet
JudithBergmanns avatar
Letzter Beitrag von  JudithBergmannvor 2 Jahren

:-)

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