Judith Brandner Zuhause in Fukushima

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Inhaltsangabe zu „Zuhause in Fukushima“ von Judith Brandner

Kei Kondo hat seinen Bio-Bauernhof verloren. Sadako Monma musste ihren Kindergarten schließen. Der Arzt und Diplomat Ryohei Suzuki kehrte nach der Katastrophe nach Fukushima zurück, um im dortigen Krankenhaus zu arbeiten. Judith Brandner erzählt in diesem Buch in 13 sensiblen Porträts, wie sich die Katastrophe von Fukushima auf die dort lebenden Menschen auswirkt. Manche haben aus diesem gravierenden Einschnitt neue Energien und Lebenskraft geschöpft, andere sind nahe daran, an der Situation zu zerbrechen. Sie sind Flüchtlinge im eigenen Land, persönliche und berufliche Einschränkungen gehören heute zu ihrem Alltag. Manche sind KünstlerInnen, die ihre Bekanntheit dafür einsetzen, um den Menschen in der Region zu helfen. Auch Journalisten sind unter den Porträtierten, einer arbeitet heute als Undercover-Journalist, u.a. als Arbeiter im Kraftwerk Fukushima, um über die tatsächliche Situation berichten zu können.§Der japanische Fotograf Katsuhiro Ichikawa hat Judith Brandner bei ihren Recherchen begleitet und die Menschen fotografiert, mit denen sie gesprochen hat. Die Fotos zeigen auf berührende Weise, wie die Menschen heute dort leben und fühlen.

Interessante Begegnungen mit Betroffenen und Engagierten in Japan. Lesenswert.

— Gulan
Gulan

Einfach wundervoll geschrieben...leise, bewegend, ehrlich!

— Buechergarten
Buechergarten

Trotz seiner relativen Kürze sehr inhaltsreich. Seriöser, investigativer Journalismus, der den Befragten ihre Würde lässt.

— rumble-bee
rumble-bee

"Wenn die relevanten Kräfte des Landes nur wollten ..."

— WolfgangB
WolfgangB

bereichernd !

— wandablue
wandablue

Aufschlussreich, schockierend, fesselnd - für mich eine Pflichtlektüre für alle, die sie auch nur annähernd für Fukushima interessieren.

— Deengla
Deengla

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  • Leserunde zu "Spring in eine Pfütze" von Viktoria Sarina

    Spring in eine Pfütze
    Knorke

    Knorke

    Diese Leserunde ist für die Mitglieder der Challenge "Zukunft vs. Vergangenheit".  Monatsgenre "Biografie und Sachbuch" Zu Beginn soll das hier einfach ein kleiner Test sein und wir schauen mal, wie es uns gefällt oder was uns noch fehlt. Auf jeden Fall hoffe ich, dass wir ins Gespräch kommen über unsere Bücher, aber gerne auch über andere Dinge. Und falls sich eine Leserunde bildet, ist das natürlich auch sehr schön :)(Und da ich das hier nicht am Handy erstelle, verzichte ich auf schöne Emoticons und Symbole :D)

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    • 100
  • 1000 Kraniche der Hoffnung...

    Zuhause in Fukushima
    Buechergarten

    Buechergarten

    06. August 2015 um 14:44

    INHALT: Kei Kondo hat seinen Bio-Bauernhof verloren. Sadako Monma musste ihren Kindergarten schließen. Der Arzt und Diplomat Ryohei Suzuki kehrte nach der Katastrophe nach Fukushima zurück, um im dortigen Krankenhaus zu arbeiten. Judith Brandner erzählt in diesem Buch in 13 sensiblen Porträts, wie sich die Katastrophe von Fukushima auf die dort lebenden Menschen auswirkt. Manche haben aus diesem gravierenden Einschnitt neue Energien und Lebenskraft geschöpft, andere sind nahe daran, an der Situation zu zerbrechen. Sie sind Flüchtlinge im eigenen Land, persönliche und berufliche Einschränkungen gehören heute zu ihrem Alltag. Manche sind KünstlerInnen, die ihre Bekanntheit dafür einsetzen, um den Menschen in der Region zu helfen. Auch Journalisten sind unter den Porträtierten, einer arbeitet heute als Undercover-Journalist, u. a. als Arbeiter im Kraftwerk Fukushima, um über die tatsächliche Situation berichten zu können. Der japanische Fotograf Katsuhiro Ichikawa hat Judith Brandner bei ihren Recherchen begleitet und die Menschen fotografiert, mit denen sie gesprochen hat. Die Fotos zeigen auf berührende Weise, wie die Menschen heute dort leben und fühlen.   EIGENEN MEINUNG: Gleich zu Beginn möchte ich sagen, wie sehr mich dieses Buch berührt hat, wie unglaublich ergreifend, schockierend und doch einfach wundervoll ich es finde! Ich hatte das Glück, dieses Buch bei der Lovelybooks Bücherregal-Aktion zu gewinnen und bin einfach nur froh, dass ich mich dafür beworben habe! Normalerweise schreibe ich bei meinen Rezensionen den Inhalt ja in eigenen Worten, aber in diesem Fall habe ich tatsächlich Angst etwas zu verfälschen, zu vergessen, zu verändern. Denn in diesem Buch ist für mich einfach alles, so wie es ist, absolut richtig! Ich war schon lange nicht mehr so begeistert und einfach auch überrascht von einem Buch, besonders von einem Sachbuch!! Das Cover des Buches ist mir ganz klar aufgefallen und dann sieht man dazu diesen Titel. Es ist nicht schwarz/weiß, grau oder düster gehalten, sondern es hat einfach tolle Farben und wirkt für mich realitätsnah, ehrlich, offen, obwohl es ein solches Thema behandelt! Das ist schon das erste von dem ich einfach nur begeistert bin und was auch schon viel über das Buch sagt: Es will nicht schockieren oder Mitleid erregen, sondern es erzählt von echten Menschen! Ich ziehe meinen Hut vor der Autorin, wie wundervoll sie schreibt, wie sie einen berührt und den Menschen doch immer ihren Stolz und ihre Persönlichkeit lässt. Ganz besonders toll fand ich, schon im Einstieg in das Buch, wie die Autorin sich selbst mit einbezieht, von ihrer Reise durch ein Land erzählt. Von ihren Erlebnissen, dem Kennenlernen fremder Leute, aber auch von ihren eigenen Schwächen und wie sie sich in vielen Momenten fühlte. Dabei ist mir besonders eine Szene mit einem Bettler in Erinnerung geblieben, bei dem die Autorin selbst reflektiert wie schlecht sie sich verhalten hat. Ich bin hin und weg… Hin und weg auch von so viel Ehrlichkeit und so viel Einblick in eine Kultur auf so wenigen Seiten! Das Buch liest sich für mich fast abenteuerlich, wenn man der Autorin folgt und sich auf sie einlässt! Bevor ich genauer dazu komme was ich mir zu den Geschichten aufgeschrieben habe, möchte ich noch sagen, dass mir als erstes im Buch der Hinweis auf eine Klimaschutz-ID aufgefallen ist! Davon hatte ich zuvor noch nie etwas gehört und dem möchte ich auf jeden Fall noch genauer nachgehen! Die Geschichten an sich lesen sich unglaublich leicht, fließend, auch durch die extreme Ehrlichkeit (wie oben beschrieben) der Autorin. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, obwohl ich anfangs vor dem Thema schon etwas Angst hatte. Ich bin eher empfindsam und wollte durch das Lesen nicht geradewegs in eine Depression stürzen… Diese Angst war vollkommen unbegründet! Ich habe sofort eine Verbindung zu der Erzählung gespürt, auch wenn sich das komisch anhört, war sofort darin vertieft! Die Sätze der Autorin sind bewegend und man merkt wieder wie schnell man selbst vergisst, während die Menschen denen etwas Schlimmes passiert ist weiter damit leben und auch leben müssen… Ich habe beim Thema Fukushima bisher auch einfach viel an die Auswirkungen auf die Umwelt, die Felder, die Meere, ganze Landstriche gedacht. Jetzt muss ich zugeben, dass mir die persönlichen Konsequenzen die dieser schreckliche Unfall für Familien, Ehen, Kinder, Seelen hat überhaupt nicht ins Gedächtnis gekommen sind… Und genau solche Geschichten erzählt die Autorin, unterlegt mit der genau richtigen Anzahl einfach wundervoller, ausdrucksstarker Fotografien! Nicht nur von Menschen, auch von deren Umgebung, deren Arbeit, deren Stolz, der ihnen zum Teil einfach genommen und niemals ersetzt wurde, an den wenigen Stellen an denen dies vielleicht sogar möglich gewesen wäre… Die Erzählungen klingen teilweise fast unwirklich, gehen zumindest bei mir über den menschlichen Verstand hinaus und müssen dann doch anerkannt werden. Allerdings geschieht dies stets äußerst feinfühlig, ohne Effekthascherei, absolut ehrlich. Die Gefahr die die Menschen in Fukushima bedroht ist so schwer zu fassen, einfach unsichtbar. Die Schicksale, die die Autorin aufzeigt, bringen einen diesen Menschen so unheimlich nahe und es wird einem bewusst, dass dies nur ein kleiner Ausschnitt ist. Die schiere Masse an Betroffenen macht einen sprachlos, Alte wie Junge, vielleicht sogar Ungeborene. Besonders schön finde ich auch, wie die Autorin einem die Landschaft, und die Bedeutung dieser, um Fukushima näher bringt. Für die Menschen, die Kinder die dort lebten, teilweise noch leben und nicht loslassen können… Ich habe es richtig gespürt, die Jahreszeiten, die Ernte, die verlorene Heimat von der so oft im Buch die Rede ist. Schließlich spielt im Buch auch die Regierung eine Rolle. Dann wenn die Autorin in Kontakt mit ihnen gerät, die Menschen von ihren Hoffnungen und der Realität sprechen. Auch wenn Menschen von ihrem Kampf gegen die Atomkraft und für Verständnis und Weitsicht erzählen. An diesen Punkten wird es oft einfach nur unglaublich, man spürt das Entsetzen, den Unglauben und ist selbst mit hin- und hergerissen… Man fühlt sich wie die Menschen dort ausgeliefert und ist dann noch erstaunter, dass manche daraus auch etwas Positives schöpfen konnten oder einfach nicht vorhaben aufzugeben! Eine Beschreibung die mir auch immer noch nicht aus dem Kopf gehen will ist die der Kulissen. Ja manchmal denkt man es erbaut jemand Kulissen und dahinter ist nichts übrig bzw. die Menschen sind einfach nichts wert. Der Umgang mit ihnen, so wie er im Buch beschrieben ist, muss einem einfach nahe gehen. Das Wissen was es für Folgen für die Menschen untereinander hat macht mich sprachlos, hilflos… Im Kopf bleibt mir auch immer noch die Frage, ob z. B. Kinder die den Unfall miterlebt haben spätere auf eine Art Rote Heirats-Liste gestellt werden könnten. Ob sie als potentielle Mütter oder Väter später gebrandmarkt sein werden, wie es in der Geschichte schon einmal war. Schrecklich… Ganz zum Schluss muss ich aber noch mal betonen, dass mich dieses Buch nicht kaputt gemacht hat, sondern es hat mich berührt, aufgerüttelt, mir die Augen geöffnet, mich offenen werden lassen. Da sind Menschen, die immer noch jeden Tag mit der Katastrophe leben, die Hoffnung brauchen, deren Seelen verletzt sind und denen die Heimat gestohlen wurde. Aber selbst diese Menschen suchen noch die Schuld bei sich selbst, weil sie vor dem Unfall nichts gegen die Atomkraft getan haben – ich denke darüber sollte jeder von uns nachdenken. Ein tolles Buch, mit einer tollen, vorsichtigen Erzählweise und viel japanischer Mentalität! Und für mich persönlich zumindest ein journalistisches Meisterwerk… Ich könnte noch Seitenweise so weiterschreiben, bin über mich selbst erstaunt, aber sage jetzt nur: LESEN! UNBEGINGT LESEN!   FAZIT: Dieses Buch hat für mich eine uneingeschränkte Leseempfehlung! Ich freue mich über jeden einzelnen, der es zur Hand nimmt (es ist ein leichtes, kleines Büchlein für ein solches Thema) und bin mir sicher, dass jeder daraus etwas für sich mitnehmen kann. Seien es Geschichten, Menschen, Landschaften, Fotografien, Gedanken oder Einsichten! Ein einfach wunderbares Buch, nicht zum Verschlingen, sondern genießen, mit vielen leisen Zwischentönen. 

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  • Diskussionswoche und Leserunde zu "Zivilcourage 2.0: Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft" von Hermann und Kira Vinke

    Zivilcourage 2.0: Vorkämpfer für eine gerechte Zukunft
    aba

    aba

    Lohnt es sich noch zu kämpfen? Sind alle Revolutionen angezettelt? Lohnt es sich überhaupt, die Welt zu verändern? Zahlt es sich in Zeiten von Datenklau, Umweltzerstörung und Verletzung der Menschenrechte überhaupt aus, sich für die eigenen Werte und Ideale einzusetzen? Das interessante Autorenduo um Kira und Hermann Vinke zeigt in dessen Buch "Zivilcourage 2.0", dass die Antwort auf diese Fragen eindeutig "Ja!" ist. Dieses Buch eignet sich für alle, die die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht aufgegeben haben und Motivation und Ideen zum Handeln suchen. Der Inhalt dieses Buches ist die ideale Anregung für Gespräche und Diskussionen! Deshalb möchten wir wissen, was ihr zu dem Thema denkt! Zum Inhalt Hermann Vinke und seine Tochter Kira stellen in diesem hochaktuellen und brisanten Buch Menschen vor, die mit Mut und Ausdauer gegen Armut, Ausbeutung und Umweltzerstörung vorgehen. Einige dieser Vorkämpfer sind international bekannt: Edward Snowden, Malala Yousafzai und Rupert Neudeck. Andere sind eher einem begrenzten Kreis von Menschen vertraut. Sie alle aber eint der Kampf um eine gerechtere Welt und eine bessere Zukunft. Was ihnen die Kraft gibt, ihre Stimme zu erheben, schildern Kira und Hermann Vinke aus der Perspektive zweier unterschiedlicher Generationen. Damit wollen sie jungen Menschen Mut machen, selbst zu handeln. Zu den Autoren Hermann Vinke wurde 1940 in Rhede/Emsland geboren. Er studierte Geschichte und Soziologie an der Universität Hamburg und arbeitete zunächst beim NDR. Anschließend war er ARD-Korrespondent in Tokyo und Washington und Leiter des ARD-Studios Ostdeutschland in Berlin sowie Hörfunkdirektor bei Radio Bremen. Vinke schreibt seit 1978 Jugendbücher. Für seine Bücher erhielt er einige der wichtigsten Jugendliteraturpreise. Kira Vinke, geboren 1988 in den USA, ist wissenschaftliche Referentin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Sie studierte Internationale Beziehungen in Berlin, Honolulu, Madrid und Tokyo. 2012 und 2013 war sie zu Forschungsaufenthalten in Indien und befasste sich dort mit dem Thema Wassersicherheit. 2014 arbeitete sie als externe Gutachterin für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Bangladesch. Zusammen mit Ravensburger verlosen wir 25 Exemplare von "Zivilcourage 2.0" unter allen, die Lust haben, dieses Mut machende Buch im Rahmen einer Leserunde zu lesen, besprechen und rezensieren. Was müsst ihr dafür tun? Bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, indem ihr bis zum 07.08. über die folgende Frage diskutiert: Bankenmacht, Datenklau, Umweltzerstörung, Verletzung der Menschenrechte. Wer hat nicht schon mal daran gedacht, dass das eigene Leben nicht mehr uns selbst gehört? Wer hat nicht schon einmal den Wunsch gehabt, etwas zu unternehmen, um das zu ändern? Glaubt ihr, dass es sich lohnt, dafür zu kämpfen, oder denkt ihr, dieser Kampf ist schon verloren, bevor er angefangen hat? Es ist uns wichtig, dass hier im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen" wirklich eine Diskussion entsteht, bei der ihr aufeinander eingeht. Nachdem ihr euren ersten Beitrag über den "Jetzt bewerben"-Button abgeschickt habt, könnt ihr über "Antworten" und "Zitieren" auf die Beiträge der anderen Bewerber eingehen und so eure Gewinnchancen steigern. Auf eure Meinungen sind wir gespannt! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 2 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 1145
  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Zuhause in der Welt

    Zuhause in Fukushima
    rumble-bee

    rumble-bee

    Für mich war dies eines der wichtigsten Sachbücher des Jahres. Judith Brandner hat in relativer Kürze etwas geschafft, was manchen abendfüllenden Sendungen im Fernsehen nicht gelingt: der Katastrophe ein Gesicht zu geben, ohne auf die Tränendrüse zu drücken; zu informieren, ohne reißerisch zu sein. Alle Befragten behalten ihre Würde, obwohl die Einzelschicksale teilweise sehr traurig und tiefgreifend sind. Ich habe ein klein wenig geschwankt, ob ich vier oder fünf Sterne verleihen soll. Dies liegt daran, dass man oft nicht nachvollziehen konnte, wie Frau Brandner ihre Interviewpartner kennengelernt hat. Sie war schon öfters in Japan, hat sogar einige der hier porträtierten Personen früher einmal getroffen. Da vermischte sich so einiges - nicht immer habe ich den roten Faden im Auge behalten, woher sie jetzt wen kannte. Aber ich bin zu dem Schluss gelangt, dass dies für die Aussage des Buches nicht wesentlich ist. Ein "Hardcore"-Sachbuchleser wird vielleicht die Stirne runzeln. Nicht immer erzählt Frau Brandner geradlinig, doch ich fand das charmant! Da gibt es berührende Passagen über schöne Architektur, über Landschaften, oder auch die Unsicherheit der Autorin, ob sie bei einem konspirativen Treffen auch nicht festgenommen wird. Sie teilt die Interviews nach Ortschaften ein - so, wie wohl auch ihre Reise verlaufen ist. Das fand ich sehr logisch. Teilweise bleibt die Vorgeschichte der Gespräche im Dunkeln. Aber immer wird ein Stück Atmosphäre auf die Seiten gezaubert. Sei es der Teenager, der Desinteresse heuchelt und an seinem Handy spielt; sei es die Hausfrau, die selbst in der Flüchtlingsunterkunft noch ihren Gast bewirtet, oder sei es ein Konzert für zwei Personen, das in einem verwaisten Kindergarten stattfindet... Mir hat sich durch diese teilweise mäandernde Erzählweise ein Stück japanische Mentalität erschlossen, so, wie ich sie verstehe. Japan ist voller Kontraste und scheinbarer Widersprüche, die natürlich angesichts einer solchen Katastrophe mit aller Macht aufbrechen! Besonders am Verhältnis Eltern / Kinder und Männer / Frauen konnte man das sehr schön sehen. Aber auch das Thema, ob man nun bleiben solle oder weggehen, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. "furusato", die Heimat - den betroffenen Japanern ist ein Stück ihrer Identität unwiderruflich geraubt worden. Relevante Informationen über die offiziellen und weniger offiziellen Machenschaften werden organisch in das Buch eingeflochten. Größtenteils überlässt Frau Brandner ihren Gesprächspartnern das Wort. Nur im Vorwort und Epilog lässt sie sich dazu hinreißen, eigene Gedanken und Vermutungen zu äußern - damit ist sie sonst im Buch sehr vorsichtig. Ich fand das sehr angenehm! Leider ist das, was in Japan nach der Katastrophe geschah, auch anderswo so schon beobachtet worden. Die Behörden halten die Bevölkerung hin. Gefahren werden heruntergespielt. Säcke mit verstrahltem Abfall stehen in der Gegend herum. Messergebnisse werden manipuliert. Und Nachrichten werden zensiert. Viel schrecklicher fand ich jedoch die persönlichen Folgen für die Familien. Viele sind zerbrochen, oder leben getrennt, da sie mit der Situation nicht umgehen können oder wollen. Ich möchte das Buch sehr gerne weiterempfehlen. Allerdings mit der Vorgabe, es nicht zu verschlingen, aufmerksam zu sein für Zwischentöne. Und auch einmal eine Pause einzulegen, um zu verdauen. Aus rein journalistischer Sicht ist dieses Buch eine Glanzleistung.

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    • 2
  • Buchverlosung zu "Zuhause in Fukushima" von Judith Brandner

    Zuhause in Fukushima
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Nehmt uns mit & gewinnt ein Buchpaket! Nehmt uns mit in den Urlaub! Wir verlosen unter den kreativsten Fotoeinsendungen ein Buchpaket im Wert von 120 Euro. Das Paket enthält folgende Bücher: "Zuhause in Fukushima" von Judith Brandner, "Das Wachstums ABC" von Su Busson, "Mitteilungsheft: Leider hat Lukas (Hörbuch)" von Niki Glattauer, "Das artepuri-Kochbuch" von Alex Witasek /Mathias Gadow & "Die Reisen der Habsburger" von Hannes Etzlstorfer. Nehmt eines unserer Bücher mit auf eure Reise, macht einen Schnappschuss am Strand, am See, am Berg, in der Wüste, beim Paragleiten, etc. etc. & schickt uns das Foto per Email - die originellste Einsendung gewinnt! Die schönsten Fotos werden wir hier und auf unserer Facebook-Seite posten! Einsendungen bis inkl. 31. August 2014 an office@kremayr-scheriau.at. Weitere Infos: Hier

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    • 4
  • Zuhause in Fukushima

    Zuhause in Fukushima
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Katastrophe von Fukushima ist uns alle noch in Erinnerung. Allerdings sind die Bilder sehr schnell aus den Medien auch wieder verschwunden. Judith Brandner zeigt uns vor Augen, was der 11.März 2011 für die Bewohner von Fukushima und der Umgebung verändert hat. Und immer wieder wird deutlich gemacht, wie sehr der Staat versucht hat, die Katastrophe zu vertuschen und zu verharmlosen. Die Autorin befragt die unterschiedlichsten Schichten von Bäuerin über Komponist bis zum Arzt. Und alle haben gemeinsam, dass sie ihre Heimat und teilweise auch ihre Existenz verloren haben. Allein gelassen vom Staat, versuchen sie, sich ein neues Leben aufzubauen. Und manche kommen sogar bis an den Rand der Sperrzone zurück, weil sie gar nicht wissen, wohin sie sonst gehen sollen. Das Buch macht dem Leser deutlich, wie schnell sich das komplette Leben ändern kann und wie mutig und doch vorsichtig die Menschen in Fukushima mit dieser Veränderung umgehen. Ich empfand kein Mitleid, aber tiefe Bewunderung für die Menschen. Und doch regt das Buch sehr zum Nachdenken an, weil diese Katastrophe eben nicht nur in Japan passieren kann, sondern uns alle angeht.

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    • 2
  • Leserunde zu "Zuhause in Fukushima" von Judith Brandner

    Zuhause in Fukushima
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Das Leben danach Worum geht's? Kei Kondo hat seinen Bio-Bauernhof verloren. Sadako Monma musste ihren Kindergarten schließen. Der Arzt und Diplomat Ryohei Suzuki kehrte nach der Katastrophe nach Fukushima zurück, um im dortigen Krankenhaus zu arbeiten. Judith Brandner erzählt in diesem Buch in 13 sensiblen Porträts, wie sich die Katastrophe von Fukushima auf die dort lebenden Menschen auswirkt. Manche haben aus diesem gravierenden Einschnitt neue Energien und Lebenskraft geschöpft, andere sind nahe daran, an der Situation zu zerbrechen. Sie sind Flüchtlinge im eigenen Land, persönliche und berufliche Einschränkungen gehören heute zu ihrem Alltag. Manche sind KünstlerInnen, die ihre Bekanntheit dafür einsetzen, um den Menschen in der Region zu helfen. Auch Journalisten sind unter den Porträtierten, einer arbeitet heute als Undercover-Journalist, u.a. als Arbeiter im Kraftwerk Fukushima, um über die tatsächliche Situation berichten zu können. Der japanische Fotograf Katsuhiro Ichikawa hat Judith Brandner bei ihren Recherchen begleitet und die Menschen fotografiert, mit denen sie gesprochen hat. Die Fotos zeigen auf berührende Weise, wie die Menschen heute dort leben und fühlen. Erscheinungstermin: 25. Februar 2014 Judith Brandner Japanologin, Journalistin und Autorin. Seit 1984 Radiojournalistin und Radiomacherin, hauptsächlich für ORF/Ö1, aber auch für SRF/DRS2, SWR2, Deutschlandradio und HR. Moderiert regelmäßig die Ö1-Sendung „Radiokolleg“ und gestaltet Sendungen für Wissenschaft, Politik, Kultur und Feature. Inhaltliche Schwerpunkte: Japan, Gesellschaft, Zeitgeschichte/Aufarbeitung der NS-Zeit. >> Informationen zum Buch >> Leseprobe Bewerbung zur Leserunde: Wenn ihr mehr über das Leben nach der Katastrophe in Fukushima erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 2. März 2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Zuhause in Fukushima". Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch unbedingt lesen müsst. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at > Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 271
  • Fukushima ist zu schnell vergessen!

    Zuhause in Fukushima
    wandablue

    wandablue

    Furusato – Heimat – sie ist verstrahlt! Sie ist über Generationen hinweg verstrahlt und deswegen für immer verloren. Darüber trauern die Japaner: diejenigen, die aus der Evakuierungszone um den (AKW) - Standort herum ausgewiesen wurden und diejenigen, die als sogenannte „freiwillige Flüchtlinge“ der wirklich sehr knapp bemessenen Zone eines Sicherheitsgürtels nicht trauen und ebenfalls das Weite suchten. Problematisch: sie bekommen nicht die geringste Entschädigung, denn offiziell sind sie nicht gefährdet, sagen die Regierung und Tepco. Viele betroffene Menschen in Japan haben sich seit dem 11. März 2011, einem weiteren Schicksalstag Japans, nämlich dem Tag der Nuklearkatastrophe, verändert: Dies ist eine Chance für die japanische Gesellschaft. Werden alte, überlebte und überkommene Strukturen aufbrechen? Vor allem Frauen legen die Hände nicht in den Schoß, oft gründen sie NGOs, wenn es sein muss im Alleingang, die sich darum bemühen, die Bevölkerung aufzurütteln, ihnen den Ausstieg aus der nur vordergründig günstigen Atomenergie nahe zu bringen und gleichzeitig den Opfern der Katastrophe Hilfe zu geben: Arbeitsplätze, Lebenssinn. Denn viele Bauern und Fischer, denen die Lebensgrundlage entzogen wurde, neigen dazu, sich und ihre Familien aufzugeben. Auch Journalisten und Ärzte stellen ihre Kraft der Allgemeinheit zur Verfügung. Viele Japaner fühlen sich mitverantwortlich, weil sie vorher blauäugig darauf vertrauten, es werde schon alles gut gehen und die Regierung werde es schon richten. (Kommt einem bekannt vor dieses Verhaltensmuster!) Aber noch immer machen die Behörden den Menschen falsche Hoffnungen, behaupten zum Bespiel, die meisten könnten bald auf ihre Höfe zurückkommen, denn die Dekontaminierungsarbeiten schritten zügig voran. Und die Büros der Internationalen Atomenergiebehörden gewinnen rasch wieder an Einfluss, so dass der Arzt Toshihiko Hashimoto frustriert ist: „Es sei, sagt er, völlig irrelevant, ob die Politik einmal für und einmal gegen den Ausstieg eintrete. Das Sagen haben ohnehin die Unternehmen, die mit der Atomenergie Geschäfte machen und letztendlich werden sich diese [Kräfte] durchsetzen.“ So steht es auf der Kippe, was sich in Japan wirklich durchsetzen wird: das einerseits erwachte Bewusstsein von Verantwortung und notwendigem Engagement des einzelnen über den eigenen Tellerrand hinaus oder die Resignation und die Desinformationspolitik der Regierung und der Atomenergieunternehmen. Gehalten sind die Porträts in sehr sachlicher Manier, meines Erachtens dem einzig angemessenen Stil, angesichts einer Katastrophe, deren Auswirkungen auf lange Sicht nicht aufhebbar sind und den Betroffenen alles abverlangt. Die Autorin hat darauf verzichtet Emotionen „auszuschlachten“: dies zeugt von Respekt gegenüber den Opfern und gegenüber dem Leser, der hier ungern zum Voyeur degradiert würde. Fazit: Judith Brandner hat in den verschiedenartigsten Porträts von Menschen in diversen Regionen Japans viele Informationen untergebracht, die es wert sind, gelesen und behalten zu werden, sowohl über die Katastrophe als nebenbei auch über die Mentalität Japans, einem Land, das doch vielen fern und fremd ist. Fukushima wird zu schnell vergessen!

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    • 3
  • gehen oder bleiben?

    Zuhause in Fukushima
    Birgit-B

    Birgit-B

    14. April 2014 um 21:01

    "Wir haben nicht nur Menschen, Häuser und Dinge verloren, wir haben auch furusato, unsere Heimat, verloren." (Takehito Shimazu) Die Journalistin Judith Brandner porträtiert in ihrem Werk 13 Menschen, die mit dem Reaktor-Unfall von Fukushima in Verbindung stehen, deren Leben die Katastrophe verändert hat. Im März 2013 beginnt die Autorin ihre Recherchearbeit in Japan. Sie kann sich hautnah ein Bild von der Situation nach dem Unfall machen und trifft einige interessante Menschen, die ihr ihre Geschichte erzählen. Die ersten Seiten schienen mir recht sachlich, doch bald gingen mir die Schicksale unter die Haut. In gelungener Sprache und gut gezeichneten Porträits bringt uns die Autorin verschiedene Leben nahe und sorgt so dafür, dass einem das Reaktorunglück nicht so schnell aus dem Kopf geht. Das Buch hält einem die berührenden Schicksale vor Augen und die unfassbaren Manipulationen, die immer wieder geschehen, keinesfalls aber das Wohl der Menschen in den Vordergrund stellen. Ich hoffe stark, dass dieses Buch einige Menschen aufrütteln kann. Die Einstellung vieler Japaner hat mir in diesem Sinn gut gefallen: sie suchen den Fehler nicht bei großen Konzernen oder anderen Mitmenschen, sie beginnen zuerst bei sich. Sie fühlen sich verantwortlich, da sie nicht schon vorher gegen Atomkraft protestiert haben. Sie haben nicht an die möglichen Folgen gedacht. Man glaubt sich solange in Sicherheit, bis irgendwann etwas passiert. Nur dann ist es zu spät! Ein Werk, dass stark zum Nachdenken anregt und dass ich an alle Interessierten weiterempfehle. Sehr berührend, sehr interessant: unbedingt lesen!

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  • Persönlich, ungewohnt, erschütternd: Momentaufnahmen aus Fukushima zwei Jahre nach der Katastrophe

    Zuhause in Fukushima
    WolfgangB

    WolfgangB

    09. April 2014 um 07:16

    11. März 2011: Die Bilder der doppelten Katastrophe durch den Tsunami und das leckgeschlagene Atomkraftwerk Fukushima gehen um die Welt und hinterlassen die Weltöffentlichkeit zutiefst betroffen und in zunehmender Skepsis an der Technologie der Kernkraft. Zwei Jahre später bereist Judith Brandner das Land, um die tiefen Spuren nachzuvollziehen, die dieses Ereignis in die Lebensläufe der Menschen vor Ort gegraben hat. Hörern des Radiosenders Ö1 ist die Autorin als vertraute Stimme aus Nachrichten und tiefgehenden Reportagen bekannt. In ihrer Sammlung von Interviews mit Menschen aus Fukushima und der Umgebung verleiht sie diese Stimme nun jenen, deren eigene in der tosenden Brandung der Hilferufe untergehen würde. Mit dem Land Japan fühlt sie sich durch ein Studium der Japanologie, sowie zahlreiche Aufenthalte im Land und entsprechende Lehraufträge an japanischen und österreichischen Universitäten verbunden. Über eine Biobäuerin, einen Komponisten und eine Kindergärtnerin aus Fukushima selbst, über eine Umweltaktivistin und eine Barbesitzerin in Kyoto bis hin zu Malern und Journalisten in der Hauptstadt Tokyo, Judith Brandner läßt verschiedene Persönlichkeiten zu Wort kommen, deren Leben in unterschiedlichem Ausmaß von der Katastrophe beeinflußt wurden. Dabei stößt sie auf viele Gemeinsamkeiten, von denen trotz der individuellen Biographien die Strategien im Umgang mit den Geschehnissen bestimmt werden: Obwohl die Bewohner der Region unter den Folgen der Katastrophe zu leiden haben, scheint ihnen eine Mentalität der Duldung innezuwohnen. Sie proben nicht aktiv den Aufstand gegen offizielle Stellen, sondern konzentrieren ihre Anstrengungen auf die Veränderung der Zukunft. Etwa über den Weg der Musik setzen sie darauf, der Generation ihrer Kinder Hoffnung, ein differenziertes Bild der Welt zu vermitteln. Auch verwehren sich die Gesprächspartner der Autorin gegen monokausale Ursachen. Nicht die Regierung oder der Kraftwerksbetreiber allein trügen die Schuld an der Verstrahlung ihrer Heimat, sondern vielmehr ein Bedürfnis nach immer mehr Wohlstand und der damit einhergehende Stromverbrauch führten zu Einrichtungen wie jener in Fukushima. Eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung belaste daher jeden einzelnen von ihnen mit einer Teilschuld, die abzutragen unterschiedliche Ansätze verfolgt werden. Welchen Anteil trägt jedes Mitglied der Gesellschaft an der Gesamtheit ihrer Werte, an der Entwicklung, die sie einschlägt? Die Fragen, die in dem Buch aufgeworfen werden, betreffen nicht nur Japan, sondern regen auch in unseren Breiten zum Nachdenken an. Vielfach finden sich Aufenthalte zum Studium oder aus beruflichen Gründen in den Biographien der Menschen. Dadurch scheinen sie sich einen schärferen Blick auf die Einflüsse der Situation in Japan, eine differenziertere Einschätzung erworben zu haben. Ambivalent scheint es auch, wenn diese Weltoffenheit gepaart mit einer starken Verbundenheit zur Heimat auftritt. Erinnerungen werden an Orten festgemacht und scheinen mit der Verseuchung des Bodens für immer verloren. Zum weiten Horizont gesellt sich also ein tiefer Schmerz über die erzwungene Entwurzelung. Gegenüber der Regierung und den Behörden herrscht Resignation vor. Die Bürger Japans fühlen sich von den offiziellen Stellen im Stich gelassen. Meßergebnisse der Strahlenbelastung würden nach unten auf ein zulässiges Maß korrigiert, die Anliegen der Industrie werden als schwerer wiegend empfunden als jene der einfachen Bevölkerung. Manche reagieren auf diese Situation mit Rückzug, manche von ihnen engagieren sich in privaten Organisationen. Fazit: Judith Brandner bietet in nüchterner Sprache und in bekanntem Ö1-Reportagenstil Momentaufnahmen der Bewohner der Region Fukushima und hinterläßt dabei beim Leser Ernüchterung bis hin zu ohnmächtigem Entsetzen: Bereits wenige Jahre nach einer der größten Katastrophen des Landes wird nämlich deren Ausmaß heruntergespielt, kleingeredet, danach getrachtet, die Auswirkungen dem Vergessen zu überantworten.

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  • Zwei Jahre nach Fukushima

    Zuhause in Fukushima
    helena33

    helena33

    30. March 2014 um 20:05

    Die Journalistin und Japanexpertin Judith Brandner veröffentlicht hier 13 Interviews, die sie 2013 durchführte, zwei Jahre nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima. Die Interviews verarbeitet sie in kleine Reportagen und Portraits, so dass jedes Kapitel eine Person, auch mit Fotografien illustriert, näher darstellt. Unter den Interviewten befinden sich unter anderem Bauern, Musiker, Künstler, ein Arzt, eine Kindergärtnerin, ein Undercover Journalist und NGO-Aktivisten. Die Sprache der Journalistin ist sehr anschaulich, so dass deutliche Bilder entstehen. Nebenbei erfährt man auch einige Dinge aus der Kultur und Geschichte Japans. Aber vorrangig geht es darum, was der AKW Unfall in Fukushima für die dort lebende Bevölkerung bedeutet, wie er sich auf das eigene Leben auswirkt und wie jeder damit umgeht. Imponierend dabei, dass die interviewten Japaner sich mitverantwortlich an der Katastrophe fühlen. Doch zumeist bin ich als Leser eher betroffen. Weite Gebiete sind nicht mehr bewohnbar. Viele Familien trennten sich. Die Bevölkerung ist gespalten in Menschen, die aus der Region weggehen und die Menschen, die bleiben. Zwischen ihnen herrscht wenig Verständnis. Seitens der Wissenschaft und Regierung gibt es sehr unterschiedliche und auch widersprüchliche Aussagen in Bezug auf mögliche Gefährdungen, so dass die Bevölkerung sehr verunsichert ist, nicht weiß, was nun wahr und unwahr ist, zweifelt und demzufolge wenig an einem Strang zieht.   Der Undercover Journalist enthüllt, dass die Messwerte der Strahlungen seitens der Regierung manipuliert – nach unten versetzt – werden. Zudem helfen die Dekontaminationsmaßnahmen wenig. Es wird deutlich, dass aus den Folgen von Tschernobyl wenig gelernt wurde. Dies und vieles mehr erfährt man aus den dargestellten Portraits. Die Reportagen erhellen mir das Bild sehr, wie die aktuelle Situation, der Alltag der Betroffenen aussieht.. Vieles erschütterte mich, machte mich traurig, betroffen, fassungslos und wütend. Trotz allem geben sie aber auch Hoffnung, da ein Teil der Menschen aufgerüttelt wurde und sich nun für Umweltschutz und in der Politik engagiert. Und doch bleibt ein ungutes Gefühl zurück, da die Atomkraftlobby nach wie vor sehr stark ist und Fukushima wohl nicht die letzte Nuklearkatastrophe sein wird. Sehr empfehlenswert.

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  • Interessante und bewegende Porträts aus Japans Sperrzone

    Zuhause in Fukushima
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    27. March 2014 um 10:27

    Die Journalistin und Japanologin Judith Brandner hat sich 2013 nach Japan begeben und mit Menschen gesprochen, die vom Unglück des havarierten AKW in Fukushima betroffen sind und deren Leben sich nach zwei Jahren für immer verändert hat. Diese Menschen leben in Unfreiheit, in ständiger Angst oder sind heimatlos, werden sogar als Aussätzige betrachtet und erfahren nur wenig Mitgefühl. Ganz im Gegensatz zum Leser, der schon nach den ersten Seiten mit einem unguten Gefühl in der Brust zurückgelassen wird. Ein Gefühl der Traurigkeit und auch des Unglaubens. Es ist unverständlich, wie die japanische Regierung die Grenzen zwischen Sperrgebiet und erlaubtem „ungefährlichen“ oder „unbedenklichem“ Gebiet ständig verschieben kann. Der Unfall im AKW und die dort austretende Strahlung wird als eine Lappalie dargestellt, als etwas, über das sich Japan, die Welt und die Anwohner Fukushimas nur wenig Gedanken machen sollen. Zerstörte Leben, zerstörte Familien Und diese Gedanken, diese sich widersprechenden von einer dauerhaften und tödlichen Gefahr gegen eine gefahrlose Existenz in den freigegebenen Gebieten um das havarierte Atomkraftwerk sind der Grund dafür, dass viele Familien nicht nur physisch getrennt voneinander leben müssen. So ist es oft so, dass der arbeitende Vater oder die arbeitende Mutter immer noch nahe des AKWs leben und der Rest der Familie, besonders die Kinder, weiter weg. Die japanische Gesellschaft besitzt ein außerordentliches Zusammengehörigkeitsgefühl und genau das ist der Grund, weshalb Kei Kondo als ehemaliger Bauer nicht wegziehen kann. Er verspürt seinen Nachbarn gegenüber ein für westliche Leser kaum nachvollziehbares Verantwortungsbewusstsein. Er würde durch sein Wegziehen die verbleibenden Bewohner verletzen, diesen Schritt wagt er nicht, obwohl er weiß, dass er dort nie wieder biologische Produkte anbauen kann. Einerseits beeindruckt mich dieses Gemeinschaftsgefühl sehr, andererseits ist es auch erschreckend seine Familie und seine Gesundheit für die Idee der Gemeinschaft aufzugeben oder aufs Spiel zu setzen. Erschreckend ist auch die Darstellung der schwarzen Mülltüten, die sich überall in der Natur tummeln. Als Ablageort für radioaktiv verseuchte Naturprodukte. Diese Vorstellung solcher lächerlicher „Zwischenlager“ ist nicht nur gruselig, sondern auch verantwortungslos. Noch schlimmer ist aber der Bericht der sogenannten „Selbstbestimmte Flucht“: alle Bewohner, die mehr als 60 km vom AKW entfernt wohnen erhalten keine staatliche Unterstützung oder Entschädigungen, weil angeblich keine direkte Gefahr für sie besteht. Hinzukommt, dass die Millisievert-Werte der Regierung nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen und die nicht gesundheitsgefährdende Höchstgrenze immer weiter hochgesetzt wird. Diese und noch viele andere Dinge hinterlassen bei den Menschen aus Fukushima ein Gefühl der „Unfreiheit“. Sprachloses Schweigen – Ungewissheit und Unfreiheit In Matsumoto lebt Familie Hashimoto und man erhält als Leser einen Einblick in drei Bewältigungsstrategien einer Familie: die Mutter, die sich voll auf ihre Tochter konzentriert, ihren eigenen Schmerz und Kummer versteckt, die Tochter, die voller Wut und Angst ist, die nicht versteht, was passiert ist, die nicht damit umgehen kann und der Vater, der AKW-Gegner ist, der all seine Kraft und sein Wissen an die Überlebenden weitergeben möchte, ihnen alternative Naturheilmethoden erklärt und herausfinden will, wie auch geringe Strahleneinwirkung krank macht. Aber ein Familienleben existiert nicht mehr. Stattdessen besteht das Leben aus Unfreiheit, unfrei in der Heimat zu leben, unfrei ohne Angst vor Strahleneinwirkung zu leben, unfrei, nicht zu wissen, ob eine Veränderung im Körper bereits begonnen hat. Das Beispiel der Tochter zeigt auf bewegende, aber auch schockierende Art und Weise, wie die Gesellschaft Fukushima tot schweigt und zwar sobald man mehrere Kilometer vom Unglückort entfernt ist. Dann gibt es zwar auf der einen Seite Hilfen für die Flüchtlinge, andererseits aber nur wenig oder gar kein Mitleid, v.a. unter den Kindern, denen keine Angst gemacht werden will und die deshalb über die Umstände uninformiert bleiben. Zuhause in Fukushima ist ein bewegender Bericht über ganz unterschiedliche Menschen, die vom havarierten AKW betroffen sind. Manche von ihnen sind Aktivisten geworden, Kämpfer, die ihr Schicksal nun in die Hand nehmen, andere sind starr und ohne Hoffnung, verwirrt und unsicher. Judith Brandner beschreibt ohne viel Dramatik und zeichnet damit Porträts, die unter die Haut gehen. Zuhause in Fukushima ist der Stoff für einen Politthriller, der leider die erschreckende Realität abbildet. - See more at: http://www.eltragalibros.de/#sthash.nukdmCNO.dpuf

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  • Furusato bedeutet Heimat

    Zuhause in Fukushima
    Wortklauber

    Wortklauber

    Der 11. März 2011 war ein Tag, der für die Menschen aus der japanischen Region Fukushima alles veränderte. Erdbeben, Tsunami und Nuklearkatastrophe im Kraftwerk Daiichi – die Bilder gingen um die Welt. Es heißt, dass ca. 18.000 Tote zu beklagen waren. Es heißt, dass in der Folge mehr als 150.000 Menschen displaced sind. Keine Folge eines Krieges, sondern einer Nuklearkatastrophe, was die Menschen zu Nuklearflüchtlingen macht. Anderswo, das liegt in der Natur der Sache, mag man andere Zahlen finden. Aber Zahlen, und besonders große Zahlen, sagen nichts aus über Einzelschicksale. Zum dritten Jahrestag der Katastrophe hat der Wiener Verlag Kremayr & Scheriau ein Buch der Journalistin und Japanologin Judith Brandner mit Porträts von Menschen herausgebracht, die unter dem Titel "Zuhause in Fukushima – Das Leben danach" vereint sind, illustriert mit Fotos von Katsuhiro Ichikawa. Es sind Porträts von Menschen, die mit der Region Fukushima verbunden sind. Sie haben ihre Heimat verloren, weil ihre Wohnorte zur Sperrzone erklärt worden sind, sie sind "freiwillig" fortgegangen oder sie sind geblieben. Bis heute ist das Ausmaß der tatsächlich freigewordenen Strahlung unklar. Manch ein Bewohner der Region traut den Angaben über die momentanen Strahlungswerte nicht, hält sie für geschönt. Währenddessen laufen die Dekontaminationsarbeiten. Häuserfassaden werden abgewaschen, Erdreich abgetragen – davon zeugen nicht zuletzt die großen Plastikmüllsäcke auf Halden, am Wegesrand, sogar im privaten Garten. Aber nach jedem Regenguss sind die Strahlungswerte aufs Neue erhöht. Der Energiekonzern Tepco ist bemüht, die Gebiete wieder für bewohnbar erklären zu lassen; wer nach einer gesetzten Frist nicht zurückgekehrt ist, dem wird die bislang gewährte Entschädigung gestrichen. Die Regierung dekontaminiert und teilt die Zonen immer wieder neu ein, gibt evakuierte Gebiete wieder frei, erhöht Richtwerte. Judith Brandner erzählt aber nicht nur vom "Leben danach". Um erahnen zu können, warum der eine geblieben und der andere fortgezogen ist, bedarf es eines genauen Blicks auf die porträtierten Menschen. Verallgemeinern lässt sich nichts – da gibt es den Biobauern, der bleibt, obwohl er weiß, dass er nichts mehr mit gutem Gewissen anpflanzen kann, genauso wie den Komponisten, der in der Region bleibt, der sich mit den Menschen verbunden fühlt, obwohl er nicht von dort stammt, und dessen Werk eine neue Richtung bekommen hat. Die Katastrophe hat viele Menschen entzweit, oft geht der Riss direkt durch Familien. Meistens sind es die Männer, die geblieben, während die Frauen mit den Kindern abgewandert sind. Und dann ist da auch noch das Altersheim, in dem die Bewohner nichts ahnen, und ein Badeort von längst verblichenem Glanz, in den man Bauern und Bäuerinnen einquartiert hat. Judith Brandner erzählt von der Heimatverbundenheit des dort gebürtigen Menschenschlags, von den Sorgen um die Gräber der Vorfahren im Sperrgebiet. Oder besser, sie lässt die Betroffenen erzählen, und berichtet so von dem Verantwortungsbewusstsein, das viele Menschen empfinden, weil sie sich vor der Katastrophe nicht gegen Kernenergie ausgesprochen, die Ansiedlung des AKW unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sogar begrüßt haben, von Loyalität und von Ohnmacht. Manche Menschen dort, so erfährt man, fühlen sich alleingelassen, manche fürchten, sich „an das Ungewöhnliche zu gewöhnen“. An die Geigerzähler, die Trennungen, die Provisorien. Judith Brandner erzählt auch von der gewandelten inneren Einstellung von Betroffenen, die sich künftig mehr einmischen wollen – nicht selbstverständlich in einem Land, in dem man Minderheiten nicht sonderlich schätzt. All das vor dem Hintergrund der traurigen Gewissheit, dass nichts mehr so sein wird wie vor jenem 11. März 2011. Zitat Biobäuerin Sachiko Sato: „Das schlimmste ist, dass mit dem Super-GAU unser normales Leben verloren gegangen ist und wir es nicht mehr zurückbekommen.“

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    • 2
    buchjunkie

    buchjunkie

    25. March 2014 um 17:59
  • Fukushima - die vergessene Katastrophe?

    Zuhause in Fukushima
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    22. March 2014 um 22:24

    Judith Brandner erzählt in "Zuhause in Fukushima" die Geschichte einiger Menschen, die von der Reaktorkatastrophe im März 2011 betroffen sind. Wir lesen, wie sich das Leben für diese Menschen verändert hat, welche Sorgen, Ängste, Probleme, aber auch welche Hoffnungen sie haben. Unter anderem porträtiert die Autorin eine Biobäuerin, eine Umweltaktivistin, eine Kindergärtnerin, einen Arzt, aber auch einen Maler und einen Komponist. Sie spricht mit einer ganzen Familie, die geflohen ist und sie erfährt Brisantes von einem Undercover-Journalist. In kurzen Kapiteln, die von schönen Fotografien der Personen begleitet werden, bringt Judith Brandner uns die menschliche Seite der Katastrophe näher. Erschreckend in diesem Buch sind für mich vor allem die Erkenntnisse über die Machenschaften der Regierung und großen Konzerne: die Folgen der Radioaktivität werden konsequent verharmlost und auch vor eindeutigen Lügen schreckt man nicht zurück, um die Bevölkerung im Unklaren zu lassen. Messwerte werden gefälscht, die zulässige Jahreshöchstbelastung einfach mal großzügig angehoben. Einfach unglaublich und doch tägliche Praxis - nicht nur in Fukushima. Das Buch lässt mich etwas wütend zurück: wie können Menschen nur so unverantwortlich sein? Auf der anderen Seite sind da die betroffenen Menschen, die sich selbst sogar einen Teil der Schuld geben, da sie nicht früher schon gegen die Atomkraft gewesen sind. Sind wir Menschen überhaupt noch zu retten? Wir lernen scheinbar nichts aus solchen Katastrophen, biegen uns alles so zurecht, damit wir möglichst unbehelligt weiter leben können. Judith Brandners Buch zeigt aber, dass dies oft nicht gelingt. Sie berichtet von Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen wollen, die sich füreinander einsetzen und die sich gegen die Atomenergie wenden. Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen, vor allem auch die begleitenden Fotografien. Was die Auswahl der Interviewpartner betrifft, hätte ich mir noch etwas mehr "normalere" Menschen gewünscht, aber da wäre eine Kontaktaufnahme vielleicht schwierig gewesen. Die Geschichten der Künstler haben mich eher weniger berührt, dagegen wäre ein Besuch in einem Flüchtlingszentrum vielleicht noch sehr interessant gewesen. Fazit: Ein berührendes Buch darüber, wie die menschliche Unfähigkeit und Ignoranz das Leben von einzelnen Personen für immer verändern kann.

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