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Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Das Leben danach

Worum geht's?

Kei Kondo hat seinen Bio-Bauernhof verloren. Sadako Monma musste ihren Kindergarten schließen. Der Arzt und Diplomat Ryohei Suzuki kehrte nach der Katastrophe nach Fukushima zurück, um im dortigen Krankenhaus zu arbeiten.

Judith Brandner erzählt in diesem Buch in 13 sensiblen Porträts, wie sich die Katastrophe von Fukushima auf die dort lebenden Menschen auswirkt. Manche haben aus diesem gravierenden Einschnitt neue Energien und Lebenskraft geschöpft, andere sind nahe daran, an der Situation zu zerbrechen. Sie sind Flüchtlinge im eigenen Land, persönliche und berufliche Einschränkungen gehören heute zu ihrem Alltag. Manche sind KünstlerInnen, die ihre Bekanntheit dafür einsetzen, um den Menschen in der Region zu helfen. Auch Journalisten sind unter den Porträtierten, einer arbeitet heute als Undercover-Journalist, u.a. als Arbeiter im Kraftwerk Fukushima, um über die tatsächliche Situation berichten zu können.

Der japanische Fotograf Katsuhiro Ichikawa hat Judith Brandner bei ihren Recherchen begleitet und die Menschen fotografiert, mit denen sie gesprochen hat. Die Fotos zeigen auf berührende Weise, wie die Menschen heute dort leben und fühlen.

Erscheinungstermin: 25. Februar 2014


Judith Brandner

Japanologin, Journalistin und Autorin. Seit 1984 Radiojournalistin und Radiomacherin, hauptsächlich für ORF/Ö1, aber auch für SRF/DRS2, SWR2,

Deutschlandradio und HR. Moderiert regelmäßig die Ö1-Sendung „Radiokolleg“ und gestaltet Sendungen für Wissenschaft, Politik, Kultur und Feature. Inhaltliche Schwerpunkte: Japan, Gesellschaft, Zeitgeschichte/Aufarbeitung der NS-Zeit.


>> Informationen zum Buch
>> Leseprobe


Bewerbung zur Leserunde:

Wenn ihr mehr über das Leben nach der Katastrophe in Fukushima erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 2. März 2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Zuhause in Fukushima". Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch unbedingt lesen müsst.

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

> Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

Autor: Judith Brandner
Buch: Zuhause in Fukushima

Floh

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ein Thema, welches mich sehr bewegt hat und noch immer sehr bewegt. Sehr gerne wäre ich hier bei einer aktiven Leserunde dabei!

elane_eodain

vor 4 Jahren

Oh, schon wieder ein sehr interessantes Buch aus Eurem Verlag, schon Roger Hackstocks "Energiewende" interessiert mich sehr, dieses Buch genauso, weshalb es gleich auf meiner Wunschliste landet. Leider habe ich in den nächsten Wochen aber ja keine Zeit für eine Leserunde, weil ich internetlos unterwegs bin ... deshalb möchte ich einfach nur erneut ein Kompliment für die gute Auswahl an Euch aussprechen, Euch lieb grüßen und allen eine erfahrungsreiche Leserunde wünschen!

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Birgit-B

vor 3 Jahren

Tokyo (Seite 121 - Seite 154)
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Naoto Nakagawas Idee mit den 1000 Bildern fand ich intressant. Hoffentlich haben die Portraits für die abgebildeten Personen wirklich einen Nutzen!

In Shuns Geschichte spricht er von der Frau, die sich um ihre Familiengräber sorgt. Diesen Abschnitt fand ich sehr berührend. Hier ist die Verbundenheit zur Heimat spürbar und man kann die Verzweiflung der Menschen nachempfinden.

Durch die genaue Schilderung der Fotos wird man neugierig auf den Fotografen und seine Werke. Schade, dass kaum etwas von ihm im Netz zu finden ist (im Gegensatz zu Nakagawa). Die Alltags-Austellung klingt beklemmend und berührend.

Am Anfang des Buches konnte ich in den Geschichten mehr Fakten als persönlich Berührendes erkennen. Das hat sich, finde ich, immer mehr gebessert und die Geschichten wurde immer ansprechender und emotionaler. Nun konnte ich einen Blick auf ganz verschiedene Leben erhaschen und habe gewiss genug Material zum Nachdenken.

Birgit-B

vor 3 Jahren

Tokyo (Seite 121 - Seite 154)
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WolfgangB schreibt:
Tatsächlich ... das Kapitel über den Undercoverjournalisten ist zutiefst erschütternd. Er schleust sich unerkannt als Aufräumer in das AKW ein und setzt sich bewußt hoher radioaktiver Strahlung aus, um die Arbeitsbedingungen und die in Relation kärglichen Löhne aufzuzeigen. allerhöchsten Respekt ab ...

Das fand ich auch ergreifend und auf jeden Fall sehr mutig. Er hat sich einer Belastung von vier Millisievert/Stunde ausgesetzt, wobei sechs Millisievert/Stunde zum sofortigen Tod führen! Das hört sich nach einer Abenteuererzählung und nicht nach echtem Leben an. Unfassbar, dass Menschen so arbeiten.

Was ich ebenfalls schockierend finde ist die Tatsache, dass die Messwerte im ganzen Land derart manipuliert werden!

Queenelyza

vor 3 Jahren

Fukushima (Seite 29 - Seite 80)
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Beim Biobauern Kei Kondo kam für mich zum ersten Mal in dem Buch etwas rüber. Man konnte sich in ihn reinversetzen, er war einem nicht egal. Auch wenn der Schreibstil gleich sachlich war wie bei den Kapiteln zuvor, hier ist es gelungen, eine Atmophäre, einen Charakter einzufangen und so wiederzugeben, dass man sich damit auseinandersetzen kann. Schön, ich hoffe, es geht so weiter.

Birgit-B

vor 3 Jahren

Epilog (Seite 155 - Seite 159)
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Ein sehr gut gelungener Epilog, der stark zum Nachdenken anregt.

Queenelyza

vor 3 Jahren

Matsumoto (Seite 81 - Seite 96)
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Von den Hashimotos ist mir der Vater an sympathischsten bzw. auch am greifbarsten. Die Tochter ist zickig und erscheint mit für ihre 14 Jahre ein wenig unreif, aber vielleicht liegt das auch daran, dass die Japaner generell bei solchen Themen "dumm" gehalten werden und wenig Aufklärung stattfindet. Vielleicht begreift sie die Situation einfach nur nicht, weil sie im Kokon groß wird?

Was der Vater macht, finde ich interessant, dass er sich so verpflichtet fühlt Fukushima gegenüber. Und genau das ist meiner Meinung nach richtig, sich für die Menschen einzusetzen, die noch dort sind. Ihnen helfen, sie aufklären, immer wieder bohren und unangenehm sein. Nicht einfach nur alles totschweigen und die Region ignorieren. Was wäre denn, wenn jeder sagen würde: da gehe ich nie wieder hin? Es wäre der beste Weg, dass so etwas wieder passiert. Sehr beeindruckend.

Birgit-B

vor 3 Jahren

Eure Rezensionen

Zuerst war ich etwas skeptisch, da ich den Text zu sachlich fand. Das hat sich aber rasch geändert und ich fand die Geschichten immer berührender.
Hier meine Rezi: (auch auf amazon)
http://www.lovelybooks.de/autor/Judith-Brandner/Zuhause-in-Fukushima-1082397648-w/rezension/1088250752/1088251421/

Vielen Dank für dieses sehr interessante, lesenwerte, zu Herzen gehende Buch!

Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 3 Jahren

Kleiner Tipp in eigener Sache. Auf FB stellen wir gerade unser Herbstprogramm vor. Titelraten und Autorenraten ist angesagt. https://www.facebook.com/kremayr.scheriau

Danke für die spannende Diskussion und eure Beiträge und schönen Rezensionen. Wir freuen uns auf weitere Leserunden im Herbst!

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