Judith Engst , Rolf Morrien Börse leicht verständlich

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Inhaltsangabe zu „Börse leicht verständlich“ von Judith Engst

Vermögensaufbau - selbst gemacht! Die Finanzkrise hat dramatische Auswirkungen auf Privatvermögen und Altersvorsorge. Rentenansprüche werden gekürzt. Lebensversicherungen stecken in der Krise. Auch auf den Staat ist schon lange kein Verlass mehr. Daher muss jeder Anleger das Heft selbst in die Hand nehmen und handeln. Aber wie baut man ein Vermögen auf oder erzielt ein dauerhaftes Einkommen aus Zinserträgen? Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikate — es gibt Millionen Wertpapiere und Anlagemöglichkeiten. Die meisten Bücher für Einsteiger erklären aber nur, wie einzelne Wertpapiere funktionieren, oder beschreiben, welche Strategien in der Vergangenheit wirksam waren. Dieses Buch schließt die Lücke. Es beschreibt, wie man ein Depot eröffnet, wie man geeignete Wertpapiere findet, welche Risiken es gibt und was man beim Kauf beachten sollte.

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  • Ein guter formaler Ratgeber für Anfänger

    Börse leicht verständlich
    R_Manthey

    R_Manthey

    01. July 2015 um 11:53

    Wenn man der Meinung ist, dass im Alter eine Versorgungslücke droht und wenn man glaubt, man könne diese am besten mit einer Kapitalvermehrung an den Finanzmärkten füllen, dann bietet dieses Buch eigentlich alle formalen Ratschläge, die man als Anfänger braucht. Formal bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man keine Anlagetipps oder ein Konzept für den Handel mit Wertpapieren geboten bekommt. Man darf also den Titel nicht missverstehen: Erklärt werden nicht etwa die Kursbewegungen an den Börsen, sondern lediglich all die Dinge und Abläufe, die man kennen muss, um überhaupt am Handel teilnehmen zu können. Das aber machen die Autoren, abgesehen von einigen kleinen Ausrutschern, recht gut. Nachdem das allererste Grundwissen (Was ist eine Börse?) vermittelt wurde, kommen die Autoren zur Geschichte des Börsenhandels. Sie streifen den Tulpenwahn und natürlich auch die LTCM-Krise, an der sie als Journalisten einfach nicht vorbeikommen können, weil hier eine Story lauert. Denn im Management dieses Anleihenfonds, der an seiner unangemessenen Überdehnung scheiterte, saßen zwei Nobelpreisträger für Wirtschaft. Auch wenn das für das Buch völlig nebensächlich ist, so sei hier angemerkt, dass die beiden Herren ihren von Nobel einst gar nicht gestifteten Preis nicht für eine Theorie des Fondmanagements bekamen, sondern für eine Theorie zur Bestimmung des fairen (theoretischen) Optionspreises. Und zu sagen hatten sie in diesem Fond auch nicht viel. Die Autoren wollten uns mit diesem Beispiel zeigen, dass auch große Geister an der Börse scheitern können und dass keine universellen Erfolgsalgorithmen existieren. Nachdem wir inzwischen aus dem Text gelernt haben, dass kritisches Denken beim Börsenhandeln nicht schaden kann, erklären die Autoren, wie man eine Depotbank findet und wie man Wertpapiere kauft. Ihre Mitteilung, dass man ruhig erst einmal ein Depot eröffnen solle, um dann nach einiger Zeit die wirklichen Kosten zu verstehen, wird nicht jeder teilen, der bereit und willig ist, sich vergleichend vorher zu informieren. Dann erfahren wir detailliert, welche Börsen es in Deutschland gibt und welche Spezialisierungen sie aufweisen. Dieser Abschnitt schließt mit Beschreibungen verschiedener Orderarten. Etwas merkwürdig fand ich die Ausführungen zu Stop-Loss-Orders. Bei Aktien empfehlen die Autoren mentale Stopps, die sie jedoch bei gehebelten Wertpapieren, aber dann doch lieber ins System bringen. Als Grund geben sie an, dass man hier Schwäche nicht einfach aussitzen kann und verraten damit, dass ihre mentalen Stopps eine Alibi-Veranstaltung sind, an der sie im Ernstfall nicht teilnehmen werden. Im folgenden Abschnitt erklären die Autoren die verschiedenen Arten von Wertpapieren und eventuelle Kaufgründe. Bei Aktien geben sie nur einige ökonomische Kennzahlen an, die man sich aus den Geschäftsberichten zusammensuchen kann. Das sind hier: Gewinn, EBIT, EBITDA, Cashflow und Eigenkapitalquote. Auf die Aktie bezogen findet darüber hinaus Erläuterungen zu folgenden Kennzahlen: KGV, Price Earning to Growth Ratio, Kurs-Umsatz-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Kurs-Cashflow-Verhältnis und Dividendenrendite. Anschließend werden noch einige qualitative Auswahlkriterien (Geschäftsmodell u.a.) diskutiert. Danach kommen auch Anleihen ins Spiel, denn hier gibt es mehr zu beachten als bei Aktien. Die Autoren erklären das sehr gut. Die einzige Ausnahme bildet dabei ihr schwammiges Verhältnis zur Bewertung solcher Anleihen durch Rating-Agenturen, bei der sie uns einmal erklären, dass wir uns auf sie verlassen müssen, um dann einige Zeilen später zu warnen, dass wir das besser nicht tun sollten. Schließlich werden auch noch Zertifikate und Hebelprodukte vorgestellt. Mir fehlte in diesem Buch oftmals der deutliche Hinweis, dass man niemals Finanzprodukte kaufen sollte, die man nicht restlos verstanden hat. Tut man es dennoch, dann muss man sich nicht wundern, wenn es schief geht, denn am anderen Ende sitzt immer ein Verkäufer, der es garantiert kapiert hat. Die Ausführungen zu den verschiedenen Zertifikatetypen sind ebenfalls sehr gut und beinhalten eine kritische Bewertung. Leider besitzt auch dieser Abschnitt wieder einen kleinen Hänger. Die Autoren behaupten, dass man Optionsscheine stets K.O.-Zertifikaten vorziehen sollte. Und überhaupt sind Hebelzertifikate wegen des Risikos des Totalverlustes Teufelszeug. Richtig ist nur, dass immer das Totalverlustrisiko existiert, natürlich auch bei Optionsscheinen, denn sie sind erst recht Hebelprodukte. Ihr Nachteile für den langfristig orientierten Anleger bestehen in der begrenzten Laufzeit und in der für die meisten Menschen nicht verständlichen Einbeziehung der Volatilität in die Preisfindung. Wenn man die K.O.-Schwelle weit vom aktuellen Kurs beim Einstieg wählt und das Papier absichert, ist ein K.O.-Endlos-Zertifikat viel durchsichtiger als ein gewöhnlicher Optionsschein, weil es fast Eins zu Eins mit dem Basiswert mitgeht. Am Ende dieses Abschnitts kommen dann noch verschiedene Typen von Fonds, ETFs und ETCs zur Sprache. Danach befassen sich die Autoren kurz mit dem Pushen von Billigaktien und kommen dann zur knappen Beschreibung verschiedener nationaler und internationaler Börsenindizes. Nachdem sie uns dann noch Fondsparpläne und unsere Steuern auf eventuelle Gewinne erläutert haben, schließen sie ihr Buch mit neun allgemeinen Praxistipps für die Depot-Optimierung. Hinter diesem hochtrabenden Begriff stecken keine wirklichen Geheimnisse, sondern unter anderem einige nicht sehr konkrete Anweisungen, wie zum Beispiel "Laufen Sie keinem Trend hinterher!" oder "Vermeiden Sie Emotionen an der Börse!". Am Ende des Textes findet der Leser ein ausführliches Glossar. Fazit. Abgesehen von den oben genannten kleinen Ausrutschern ist dies ein wirklich gutes Buch für Menschen, die sich über die formalen Dinge informieren möchten, die man kennen muss, wenn man sich über die Finanzmärkte ein Polster fürs Alter aufbauen möchte. Es enthält alle wichtigen Informationen und ist hinreichend kritisch. Der Leser findet jedoch keine praktisch umsetzbaren Anlagekonzepte oder Börsenstrategien in ihm. Das war aber auch nicht das Ziel dieses Buches. Meine Bewertung gilt der Umsetzung des Vorhabens der Autoren.

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