Judith Hermann Aller Liebe Anfang

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Inhaltsangabe zu „Aller Liebe Anfang“ von Judith Hermann

Klar, schonungslos und voller irritierend schöner Bilder

Stella und Jason sind verheiratet, sie haben eine Tochter, Ava, sie leben in einem Haus am Rand der Stadt. Ein schönes, einfaches Haus, ein kleiner Garten, ein alltägliches ruhiges Leben, meist ohne Jason, der viel arbeitet. Aber eines Tages steht ein Mann vor der Tür dieses Hauses, ein Fremder, jemand, den Stella nie zuvor gesehen hat. Er sagt, er wolle sich einfach einmal mit ihr unterhalten, mehr sagt er nicht. Stella lehnt das ab. Der Fremde geht und kommt am nächsten Tag wieder, er kommt auch am Tag darauf wieder, er wird sie nicht in mehr in Ruhe lassen. Was hier beginnt, ist ein Albtraum, der langsam, aber unbeirrbar eskaliert.

In einer klaren, schonungslosen Sprache und mit irritierend schönen Bildern erzählt Judith Hermann vom Rätsel des Anfangs und Fortgangs der Liebe und vom Einsturz eines sicher geglaubten Lebens.

(4 CDs, Laufzeit: 4h 9)

Langatmig und leider ziemlich eintönig

— Beluri

Unkonventioneller Schreibstil. So erfrischend!

— katja_heine

Spannendes Gefühlsdrama

— Ginevra

Verstörend und berührend zugleich

— claudiaausgrone

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    Aller Liebe Anfang

    Beluri

    07. April 2017 um 15:11

    Die Charaktere: In diesem Buch gibt es einige Charaktere, die eigentlich nur dazu benötigt werden um Stellas Leben zu beschreiben und einige Nebenhandlungen zu füllen. Dazu gehören unter anderem ihre Patienten Esther und Walter, Paloma, welche die Leiterin des Pflegedienstes und gleichzeitig eine gute Freundin von Stella ist, sowie Klara, die beste Freundin von Stella, die aber hunderte Kilometer entfernt ihr eigenes Leben lebt und mit der sie nur schriftlich kommuniziert. Sie alle geben Stella so einige Ratschläge und sorgen für einige lustige Momente, die das Buch etwas auflockern. Die Hauptcharaktere neben Stella sind allerdings ihr Mann Jason und natürlich Mister Pfister, obwohl dieser erst in der zweiten Hälfte genauer thematisiert wird. Stellas Tochter Ava ist ein Sonderfall, denn sie wird zwar recht häufig erwähnt, spielt aber keine tragende Rolle. Leider muss ich sagen, dass alle Charaktere ziemlich blass geblieben sind. Von keinem hat man mehr als nötig erfahren und gerade von den Hauptcharakteren hätte ich mir mehr erwartet. Vor allem für Mister Pfister wäre eine Hintergrundgeschichte angebracht gewesen, die ein wenig über seine Vergangenheit, seine Motive und seine Verhaltensweise aufklärt. So wird er einfach nur als abgewrackter Kerl porträtiert, der sich anscheinend völlig zufällig Stella ausgesucht hat um diese zu terrorisieren. Hinzu kommt noch, dass mir die Emotionen vollkommen gefehlt haben. Ich habe Stella die Angst, die sie angeblich hatte, niemals abgekauft. Es wurde zwar erwähnt, dass sie langsam zerbricht und dass sie auch nicht mehr richtig schlafen kann, aber ihre Gedankengänge und Handlungen spiegelten nichts davon wieder. Sie hat ihr Leben ganz normal weitergeführt und selbst nach einem Vorfall mit ihrer Tochter, hat sich nichts geändert. Gerade das kam mir doch ziemlich unrealistisch und traurig vor.Die Handlung und der Stil: Zur Handlung kann man sagen, dass es eigentlich immer das Gleiche ist. Es geht von Anfang bis Ende in demselben Trott dahin. Es gibt weder einen Höhepunkt noch einen Tiefpunkt und klang nicht wie ein Roman, sondern eher wie Tatsachenbericht zu irgendeinem langweiligen Thema. Die Thematik gäbe eigentlich so viel her, aber es fehlt die Dramatik. Ehrlich gesagt habe ich Fachbücher gelesen die mich mehr mitgerissen haben als diese Geschichte und das heißt schon was. Dazu kommt, dass mir der Stil auch überhaupt nicht gefallen hat, weil unzählige Wiederholungen eingebaut worden sind. Schon zu Beginn sind sie mir störend aufgefallen und haben sich leider durch das gesamte Buch gezogen. Wirklich schade.Die Sprecherin: Wie das Buch war leider auch die Stimme der Autorin. Monoton! Es gab das gesamte Buch keine einzige Veränderung in der Tonlage, keine Höhen, keine Tiefen, ein vollkommener Einheitsbrei. Selbst am Ende, als es von der Handlung einen Moment gab, der halbwegs spannend gewesen wäre, wurde er durch die monotone Stimme gleich wieder zerstört.Fazit:Interessante Idee, aber katastrophale Umsetzung. Da es sogar eine ungekürzte Lesung war, kann man nicht einmal einkalkulieren, dass einige interessante Szenen dem Schnitt zum Opfer gefallen sein könnten. Zum Glück habe ich das Buch tagsüber und während verschiedenster Tätigkeiten gehört, denn abends im Bett wäre ich wohl immer nach 5 Minuten eingeschlafen.

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  • Spuren von Liebe

    Aller Liebe Anfang

    Ginevra

    27. September 2014 um 08:03

    Stella ist eine junge Mutter, die fast immer alleine ist: ihr Mann Jason ist tagelang auf Baustellen unterwegs, die kleine Tochter Ava geht in den Kindergarten. So steht Stella oft am Fenster ihres kleinen Vorstadthauses und hängt sie ihren Gedanken nach. Zu Nachbarn hat man in ihrer Gegend fast keinen Kontakt. Umso erstaunter ist sie, als plötzlich ein Fremder an ihrer Türe klingelt und sie um ein Gespräch bittet. Schockiert lehnt sie ab, doch der Typ kommt immer wieder: jeden Tag, zur selben Zeit. Oft hinterlässt er Spuren im Briefkasten: rätselhafte Briefe, Fotos. Stella fühlt sich verfolgt und bedroht, aber auch tief in ihrem Inneren berührt: was ist das für ein Mensch, der so von ihr besessen ist? Wie hat seine Liebe zu ihr angefangen? Wie fängt Liebe überhaupt an? Viele Erinnerungen werden in Stella wach, sie beginnt, ihre Ehe, ihre familiären und ihre beruflichen Kontakte genauer zu betrachten, nach Spuren von Liebe zu suchen. Die Berliner Autorin Judith Herrmann, geb. 1970, schreibt seit 1998 erfolgreiche Romane und Kurzgeschichten. Sie erhielt u.a. den Kleist-Preis sowie den Friedrich-Hölderlin-Preis für Literatur. Mich hat diese Geschichte sehr bewegt, da ich mich mit Stella sehr gut identifizieren konnte. Ihre Gefühle und Gedanken werden einfühlsam und meist im "Bewußtseinsstrom" wiedergegeben, und das in einer einfachen, poetischen Sprache. Auch die Beziehung zu ihrem pragmatischen, überarbeiteten Mann Jason wird vielschichtig dargestellt. Stella pflegt alte Menschen, zu einigen hat sich ein sehr persönlicher Kontakt entwickelt, den die Autorin ganz wunderbar beschreibt. Bis zum Ende steigert sich die Spannung, und eine dramatische Eskalation bleibt nicht aus. Einen Punkt Abzug gibt es für die Hörbuch-Version, die von der Autorin selbst gelesen wird. Erstens ist diese viel zu leise aufgenommen - in der U-Bahn oder im Bus kaum zu verstehen. Zweitens liest Frau Herrmann das Buch viiiiel zu schnell, fast hastig, in einem gleichbleibenden, schwebenden Tonfall, was mich manchmal richtig ärgerte, weil mir keine Zeit zum Mit-Fühlen blieb. Ich hätte mir für diesen wunderbar poetischen Roman eine ruhigere, langsamere, modulierende Lesart gewünscht. Ansonsten ein tolles, gefühlvolles, empfehlenswertes 5 Sterne- Buch! Aber leider nur 4 von 5 Sternen für die Hörbuchversion.

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  • Gemischte Gefühle bei "Aller Liebe Anfang" von Judith Hermann

    Aller Liebe Anfang

    claudiaausgrone

    Vom Thema her hätte ich mir das Buch nicht ausgesucht. Aber nun habe ich dieses Hörbuch einmal vorgetragen bekommen und habe mich damit auseinandergesetzt. Der Text hat mich erst nach und nach erobert. Der Inhalt ist berührend und verstörend zugleich. Stella, eine junge verheiratete Mutter, viel alleinlebend, da der Mann beruflich viel unterwegs ist, wird eines Tages von einem Nachbarn gestalkt. Es ist ein vom Erzählfluss ruhiges Buch, getragen von den Gefühlen der Figuren. Die Menschen werden fein gezeichnet, auch die Patienten von Stella, die in der häuslichen Krankenpflege arbeitet. Sie spiegeln viele Befindlichkeiten und vermeintlich geheim gebliebenen Gedanken Stellas . Reizvoll zu lesen ist Stellas Entwicklung während dieses Prozesses, Beginn und Abschluss des Stalkens. Gefühlszustände werden präzise und mit erstaunlichen Beschreibungen geschildert. Das Stilmittel der sich steigernden Wiederholungen finde ich in diesem Buch gut und passend. Es gibt außergewöhnlich schöne kleine Textpassagen zwischendurch. Aber da es hier ein Hörbuch ist, gibt es einen Stern Abzug für Judith Hermann, die selbst liest. Enervierend. Manchmal hat mich ihre Art des Lesens so ärgerlich gemacht, dass ich abbrechen wollte. Ich hatte sie schon bei einer Autorenlesung gehört und da las sie anders.

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