Nichts als Gespenster

von Judith Hermann 
3,9 Sterne bei190 Bewertungen
Nichts als Gespenster
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (127):
Tigerkatzis avatar

Eine wunderbare Neuentdeckung mit einer faszinierenden Sprache!

Kritisch (14):
CorinnaSmiless avatar

Poetisch schön geschrieben. Inhaltlich langweilig.

Alle 190 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Nichts als Gespenster"

Judith Hermanns Debüt ›Sommerhaus, später‹ wurde zu einem der größten literarischen Erfolge der letzten Jahrzehnte. ›Nichts als Gespenster‹ ist ihr zweiter Erzählungsband. Von Jonina und Magnus, von Owen und Sikka, von Ruth und Raoul erzählen Judith Hermanns Geschichten, von Norwegen und Nevada, Prag, Karlsbad und Island. Sie erzählen vom Lieben und Reisen und davon, wie sich Liebe und Reisen auf wundersame Weise ähnlich sind. Mit großer literarischer Meisterschaft entfaltet Judith Hermann den ihr eigenen unwiderstehlichen Sog und mächtigen Zauber. Einige dieser Geschichten wurden für das Kino verfilmt. Judith Hermann ist eine der meist gelesenen Autorinnen der Gegenwartsliteratur.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596157983
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.05.2004
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.05.2009 bei DHV Der HörVerlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Farbwirbels avatar
    Farbwirbelvor einem Jahr
    Vorbeiziehende Begegenungen

    Die Kurzgeschichtensammlung 'Nichts als Gespenster' flog eines morgens in meine Wohnung. Eine Freundin empfahl es mir und als bald schickte sie mir das Büchlein zu. So dringlich war der Wunsch, wir hätten es beide gelesen. Ziemlich schön.

    In dem Buch werden sieben Kurzgeschichten erzählt, die alle 40-50 Seiten zählen. Dabei fällt ein roter Faden deutlich auf, der die Geschichten aneinander bindet. Alle Kurzgeschichten werden aus der Sicht einer Frau berichtet, in allen geht es um eine Reise in ein anderes Land und alle berichten von dem Zauber zwischen zwei Menschen, der sich ganz behutsam aufbaut und teilweise schlicht eine Idee bleibt.

    Sie ruft „Magnus! Erinnerst du dich noch daran, wie ich mich in Jonas verliebt habe!“, er bleibt nicht stehen und dreht sich nicht nach ihr um. - S. 101

    Die Frauen reisen nach Prag, nach Amerika, werden in Island besucht, nach Schweden eingeladen. Sie erleben dabei eine jener Begegnungen, die sich für immer verankern wird. Wenn eine Situation zum Gegenüber intensiv, fast berauschend wird, ohne dass sie zwingend ausgelebt wird, denn die Umstände entsprechen dem nicht. Oder aber der Zauber ist verschwunden, weil die Möglichkeit besteht, es auszuleben.

    Dabei berichten alle Frauen umwoben von einem Vorhang der wohligen Melancholie, keine runter ziehende, mehr eine, die dem Leser das Vermögen gibt, zu verstehen.

    Ich kenne Jacob seit fast einem Jahr. Ich denke nicht darüber nach, ob das lange ist oder kurz. Jacob sagt, daß wir für immer zusammensein werden, das beunruhigt mich, weil schon jetzt scheinbar alles zwischen mir und ihm aus Erinnerung besteht. - S. 257

    Die Sprache der Autorin ist dabei gewählt, fast zu knapp und durchdringend. Jeder Satz ist wichtig im gesamten Gefüge und die Zusammenstellungen haben etwas neues und kantiges.

    Ich konnte mich sehr gut in den Band hineinfühlen, konnte mich für Hermann begeistern. Das Leben wird hier ernst genommen, nicht die Idealvorstellung davon und das liest man so selten. Meinerseits gibt es eine Aufforderung, das Buch zu lesen!





    Kommentare: 3
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    Nimithils avatar
    Nimithilvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schöner Schreibstil, nette Kurzgeschichten mit wiederholenden Motiven. So ganz sicher was ich davon halten soll bin ich nicht.
    Wenig abwechslungsreich

    In diesem Buch findet der Leser ein paar Kurzgeschichten über die Reisen der einzelnen Protagonisten und der Liebe der sie begegnen. 


    Die einzelnen Geschichten sind gut geschrieben, wenn auch die Handlung für mich nicht immer nachvollziehbar war. Die Liebe wird in einem anderen Licht dargestellt und verliert ihren sonst eher kitschigen Anteil. Besonders die ersten Geschichten waren fade, so dass mein Interesse immer weiter schwand. Die ein oder andere Geschichte fand ich gut und sie würde woanders wahrscheinlich besser zur Geltung kommen, durch die Kombination mit den anderen Geschichten war es jedoch eher langweilig. Die wiederkehrenden Protagonisten und Motive haben für wenig Abwechslung gesorgt.

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    L
    Larkinvor 7 Jahren
    Rezension zu "Nichts als Gespenster" von Judith Hermann

    Die Geschichten haben mir alle gefallen aber besonders gut fand ich "Nichts als Gespenster". Ich bin selbst schon in diesem "Cafe international" gewesen und habe
    den Hwy. 50 befahren. Großartig wie Judith Hermann die Atmosphäre eingefangen hat.

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    anenas avatar
    anenavor 8 Jahren
    Rezension zu "Nichts als Gespenster" von Judith Hermann

    Tolle Kurzgeschichten, die alle spannend sind, obwohl meistens so gut wie nichts passiert. Am besten fand ich die Geschichte Nichts als Gespenster, die in den USA in der Wüste spielt. Wie wichtig sind doch Begegnungen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Etwas traurig sind die Geschichten aber alle.

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    yokos avatar
    yokovor 9 Jahren
    Rezension zu "Nichts als Gespenster" von Judith Hermann

    Judith Hermann erzeugt in ihren Geschichten Stimmungen, die, so möchte ich wie ein Literaturkritiker behaupten, einzigartig sind, was ich bisher aus dem deutschsprachigen Raum kenne. Sie sind einem vertraut wie der tägliche Kaffee am Morgen und gleichzeitig haben sie einen Beigeschmack, den man so noch nie auf der Zunge zu greifen bekommen hat. Ein Mix aus exotisch, bitter, süß, lieblich, salzig. Jede einzelne Geschichte steht für sich und hat die Kraft eines Romans. Als ich das verstand, verstand ich alles. Immer wieder legt Judith Herrmann Sätze auf die Seiten, in die man sich wie in ein bequemes Sofa plumpsen lässt, so schön und nah, traurig und nachdenklich klingen die Wörter.

    Sie erzählt die Geschichte von der Liebe und dem Reisen, die Liebe zu sich selbst und anderen, das Reisen als Flucht und des Ankommens. Irgendwo dazwischen haucht eine tiefe Leere dem Leser in die Augen, um zu zeigen: Hier spielt das Leben! Selten haben mich Kurzgeschichten so in Atem gehalten wie diese.

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    nebenmirs avatar
    nebenmirvor 10 Jahren
    Rezension zu "Nichts als Gespenster" von Judith Hermann

    'Smutna' ist das tschechische Wort für 'traurig' und traurig bleibt auch der Gesamteindruck von Judith Hermanns Erzählungen. Diese führen den Leser quer durch Europa und in die USA, zusammen mit den Hauptfiguren, die meist unglücklich verliebt, wenig kommunikationsfreudig und überwiegend passiv ihren Gedanken, Erlebnissen und zwischenmenschlichen Begegnungen nachhängen.
    Dass großartige Verwirrungen der Handlung (oder gar Handlungen an sich) in Hermanns Erzählungen nur eine untergeordnete Rolle spielen, hat die Autorin bereits in "Sommerhaus, später" bewiesen, die melancholische Langeweile, die von diesem Buch ausgeht, entspricht also durchaus den Erwartungen des Lesers. Weiß diese Stimmung in der ersten Erzählung "Ruth (Freundinnen)" noch an den Vorgänger anzuknüpfen, verliert sich in den weiteren Erzählungen immer mehr der Faden, kurz: Die Langweile siegt. Die Geschichten "sind so traumverloren, traurig, liebesuchend, abschiednehmend, weiterfragend, zweifelnd, verzweifelt,..." (Zitat Klappentext), dass sie zu einem Einerlei verschwimmen; es fällt schwer, zwischen Prag, Karlsbad und Nevada zu unterscheiden. Auch die Figuren gehen fließend ineinander über, wirken untereinander austauschbar, stechen kaum mit einzigartigen Charakteren heraus.
    Für mich als großen Fan von "Sommerhaus, später" eine ziemliche Enttäuschung, auch wenn die Stimmung immer noch so 'hermannesk' ist, dass ich die Erzählungen nicht wirklich schlecht finden kann. Bleibt abzuwarten, ob Judith Hermann mich mit zukünftigen Werken wieder fesseln kann.

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    Persches avatar
    Perschevor 10 Jahren
    Rezension zu "Nichts als Gespenster" von Judith Hermann

    Puh irgenwdie harte kost. Mehrer geschichten über das REisen und die Liebe alle sehr Melanchonisch gehalten und doch mit einem Hauch von Liebe Möglichkeiten etc. Irgendwo intressant und doch musste ich mich ab und an zum Lesen zwingen .... sicher nichts für jeden

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    eva1982s avatar
    eva1982vor 10 Jahren
    Rezension zu "Nichts als Gespenster" von Judith Hermann

    Mit diesen Kurzgeschichten kann man es sich abends richtig gemütlich machen!

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    Lyds avatar
    Lydvor 10 Jahren
    Rezension zu "Nichts als Gespenster" von Judith Hermann

    Wunderbar beobachtete Geschichten. Besser als der Film.

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    brilannas avatar
    brilannavor 10 Jahren
    Rezension zu "Nichts als Gespenster" von Judith Hermann

    Menschliche Schicksale, Gefühle, nichtmehrweiterwissen... Eine tolle Mischung, ansprechend geschrieben, zu oft wüsste man zu gerne, was die Charaktere wohl aus ihrem Leben machen.

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