Sommerhaus, später

von Judith Hermann 
3,8 Sterne bei235 Bewertungen
Sommerhaus, später
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Positiv (147):
Claraphines avatar

Ich bin ein großer Fan von Judith Herrmanns Charakteren. Sommerhaus, später zählt definitiv zu meinen Lieblingsbüchern!

Kritisch (24):
almas avatar

was daran "der sound einer neuen Generation ist" erkläre mir mal bitte noch jemand...

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Inhaltsangabe zu "Sommerhaus, später"

Zwei Frauen, die auf einer Insel ein Spiel spielen, das ›sich so ein Leben vorstellen‹ heißt. Ein Premierenfest, das ein unerwartetes, frühmorgendliches Ende in der Wohnung des Regisseurs findet. Ein Mann, der in seinem Sommerhaus an der Oder Besuch erhält und an eine Vergangenheit erinnert wird, die er nicht mehr kennen will. Judith Hermanns Figuren inszenieren sich ihr Leben, sie lassen sich nur passiv oder als Zuschauer, nur spielerisch in ›Lebensläufe‹ ziehen. Es ist Judith Hermanns Gespür für die Zwischentöne und die subtilen Unaufrichtigkeiten der Gegenwart, das ihre Geschichten so eindrucksvoll macht. Ihre Erzählungen leben vom genau abgewogenen Rhythmus der Sätze und von der Intensität und Dichte der Stimmungen, die sie zu erzeugen vermag.

'Wir haben eine neue Autorin bekommen, eine hervorragende Autorin. Ihr Erfolg wird groß sein.'

Marcel Reich-Ranicki

'Der Sound einer neuen Generation.'

Hellmuth Karasek

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596510238
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.11.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.03.2014 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    valerieduecks avatar
    valeriedueckvor einem Jahr
    Sommerhaus später, neun Erzählungen

    Zum Inhalt: Da das Buch aus mehreren kurzen Erzählungen besteht, kann ich kaum etwas zu den Geschichten selbst erzählen. Trotzdem kann ich erstens etwas zum Aufbau sagen. Jede Erzählung unterscheidet sich von der anderen anhand besonderer Details. Alle Erzählungen fangen direkt im Geschehen an (in medias res) und lassen meist auch offene Enden und Fragen. Die Erzählungen haben aber nicht die Absicht die Geschichte, welche sie behandeln vollständig zu erzählen. Der Hauptaspekt sind die Beziehungen der verschiedenen Charaktere, dabei ist die Hintergrundgeschichte nur nebensächlich.

    Zum Schreibstil:
    Der andere Punkt, der hier neben dem Aufbau beleuchtet werden kann, ist der Schreibstil. Man findet innerhalb einer Erzählung mehrere wiederholte Elemente wieder. Diese sind jedoch nicht übergreifend durch das ganze Buch fortgeführt worden. Jede Erzählung steht für sich und so variiert auch der Schreibstil der Erzählungen teilweise. In einigen wird die Sprache benutzt, um Beziehungen, oder Charakterzüge besser darzustellen. So schafft Judith Hermann in jeder Geschichte ein neues Gefühl.

    Meine Meinung:
    Ich kann nicht sagen, dass mir das Buch missfallen hat, aber da Erzählungen nicht so mein Milieu sind, war es auch nicht unbedingt das beste Buch, was ich bis jetzt gelesen habe. Trotzdem denke ich, dass es qualitativ sehr hochwertig war und für jemanden mit Vorliebe zu Erzählungen und Kurzgeschichten sehr ansprechend sein kann. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, aber der Inhalt zu dem ja leider nicht so viel sagen kann, ohne schon alles zu verraten, war für meinen Geschmack etwas zu skurril. Auch wenn diese ungewöhnliche Umgebung den Beziehungen noch einmal etwas mehr Charme verliehen hat, fand ich mich in einer sehr merkwürdigen Weltanschauung wieder. Nicht immer verstand man das Handeln der Menschen, was sehr ungewöhnlich und sehr lebensnah war, aber im Gegensatz zum echten Leben, waren die betroffenen komplett gleichgültig oder manchmal sogar trotz allem zufrieden.
    Alles in allem war das Buch sehr verwirrend, aber trotzdem qualitativ geschrieben. Daher 3,5 von 5 Sternen

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    Jacynthes avatar
    Jacynthevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Neun Erzählungen über das Leben und die Liebe der letzten Generation. Vielschichtig und tief berührend.
    "Sommerhaus, später" von Judith Hermann

    Inhalt



    9 Erzählungen über das Leben und diie Liebe der letzten Generation. Erzählt wird scheinbar Alltägliches, doch in den Texten steckt so viel mehr...

    Rote Korallen Hurrikan (Something farewell) Sonja Ende von Etwas Bali-Frau Hunter-Tompson-Musik Sommerhaus, später Camera Obscura Diesseits der Oder

    Meine Meinung



    Es ist das erste Mal, dass ich mich bewusst mit Gegenwartsliteratur auseinandergesetzt habe. Dieses Buch habe ich als Vorbereitung und Vertiefung für meine nahende Deutschprüfung gelesen und bin sehr fasziniert von Hermanns Art zu erzählen. Nicht umsonst erhielt sie zahlreiche Preise, soviel steht fest.

    Bei den Erzählungen handelt es sich scheinbar um banale Alltagsgeschichten aus dem Leben der letzten Generation. Jede der neun Erzählung hat ihre ganz eigene Stimmung, meistens melancholisch bis düster, meist mit nur wenigen Worten hervorgebracht. Trotzdem wirkten sie auf mich sehr lebensbejahend.

    Die Erzählungen sind naturgemäß kurz und daher an sich schnell gelesen. Man bekommt auch schon eine leise Ahnung von dem, was Hermann sagen will, wenn man die Geschichte einmal liest, doch es steckt so viel mehr dahinter, was man gar nicht auf einmal fassen kann.

    Ich habe mir hin und wieder Denkanstöße aus dem Internet geholt (keine ganzen Interpretationen, nur Anhaltspunkte, wenn ich nicht mehr weiter kam) und war überrascht, dass sich immer mehr und noch mehr aus den Erzählungen herausholen ließ. Vor allem bei der ersten Erzählung "Rote Korallen" ist mir das aufgefallen. Doch trotz allem bleiben die Grenzen unscharf, kann nicht alles restlos sinnvoll interpretiert werden, und das muss es, finde ich, auch nicht.

    Es lohnt sich auf jeden Fall, das Buch zu lesen. Nicht unbedingt am Stück, sondern jeweils eine Erzählung, diese wirken lassen, und dann später nochmal lesen. Ich werde mir das Buch auf jeden Fall bei Gelegenheit zulegen und öfter mal reinschauen. Es ist ein gutes Beispiel für Gegenwartsliteratur und die moderne Art zu schreiben. Vor allem der häufige Gebrauch von Kommata ist mir aufgefallen, ich fand ihn hier jedoch nicht störend. Es passt sich besser dem Denkfluss des Erzählenden an, das Erzählte wirkt flüssig. Ein Stilmittel, das gerne in der Gegenwartsliteratur sowie in Erzählungen verwendet wird.

    Meine Lieblingsgeschichte ist übrigens "Hunter-Tompson-Musik". Sie hat Musik im Herzen ♥

    Ich vergebe 5 von 5 Wolken.

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    Brentinis avatar
    Brentinivor 6 Jahren
    Rezension zu "Sommerhaus, später" von Judith Hermann

    Leise Melancholie durchströmt diese kleine Sammlung schöner Geschichten einer jungen zeitgenössischen deutschen Autoren. In den Geschichten geht es um kleine Dinge des Alltags: Liebe, Leben, Tod. In der Mitte sind die Menschen, wie du, wie ich. Sie haben alle ihre kleinen Sorgen, ihre Probleme, aber das steht nicht im Vordergrund - eher die leise Poetik und die frage, wie schaffe ich eigentlich richtig das Leben. Toll!

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    Auroras avatar
    Auroravor 7 Jahren
    Rezension zu "Sommerhaus, später" von Judith Hermann

    Obwohl das Buch an sich kurz ist und die einzelnen Geschichten daher auch nicht lang, wurde ich mit diesem Buch von Anfang an nicht grün. Ich konnte mich nicht einfühlen in die einzelnen Handlungen und störend fand ich auch die grauenvolle Zeichensetzung, die mich beim Lesen noch mehr abgelenkt hat. Es wäre ein Buch für einen Nachmittag gewesen, aber gebraucht habe ich mehrere Tage und ich war froh, als es zu Ende war. Klar, nun werden einige sagen: Warum hast du es überhaupt weitergelesen? Dazu möchte ich nur sagen: Ich lese generell jedes Buch zu Ende – vielleicht überrascht es einem am Ende doch noch ;) .

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    Arielys avatar
    Arielyvor 7 Jahren
    Rezension zu "Sommerhaus, später" von Judith Hermann

    Nur als Folge dieses bekannten Prinzips kann man es verstehen,wenn ein Buch wie "Sommerhaus,später" Preise erhält.
    Es gibt Bücher,die sind geistreich,spannend oder ergreifend.Am besten haben sie mehrere dieser Vorzüge aufzuweisen.
    "Sommerhaus,später" ist nichts davon.Aber selbst um da ganz sicher zu gehen, muss man die einzelnen Episoden komplett gelesen haben,um schließlich festzustellen,dass sie tatsächlich rein garnichts enthalten.Sie sind nämlich so unverständlich angelegt,dass man vorher immer noch für möglich hält,dass da noch etwas kommen könnte.Tut's aber nicht.
    Man fragt sich bald "was will Frau Hermann eigentlich von mir? Und warum hat sie ein Buch geschrieben,wenn ihr nichts einfällt?"
    Zusammengefasst:völlig überbewertetes ,im wahrste Sinne dünnes Büchlein.

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Sommerhaus, später" von Judith Hermann

    Hermann's Geschichten kommen mir vor wie Kurzfilme. Sie sind zwar nicht sonderlich aufregend, aber haben dennoch irgendwo ihren Sinn und ihre Berechtigung. Sie sind kurze Ausschnitte aus verschiedenen Leben. Und jeder von uns hatte schon das ein oder andere Erlebnis, das ihm selber vorkam wie ein kurzer Film. Ich finde, dass Judith Hermann diese Szenen, die nicht alltäglich und doch so vertraut sind, sehr gut eingefangen hat. Ich war stark am Überlegen, ob ich 4 oder 3 Sterne hergebe. Da ich allerdings Hermann's Stil nicht gar bahnbrechend oder hochinteressant finde und ihre Sprache auch nicht gerade spannend ist, ziehe ich 2 Sterne ab. Dennoch lesenswert!

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    Herzechos avatar
    Herzechovor 9 Jahren
    Rezension zu "Sommerhaus, später" von Judith Hermann

    Ein Buch, das ich für die Schule lesen musste und von dem nicht unbedingt begeistert war. Mir gefiel weder der Schreibstil Hermanns, noch die Themen. Es ist etwas Anderes, anders geschrieben und anders zu lesen. Für soetwas muss man begeistert werden können und sich vollkommen darauf einlassen, dann erscheint sicherlich auch das Buch als gelungen.

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    Snoopylines avatar
    Snoopylinevor 9 Jahren
    Rezension zu "Sommerhaus, später" von Judith Hermann

    Großartig erzählte Kurzgeschichten, die lange im Gedächtnis bleiben, über verpasste Chancen im Leben.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 10 Jahren
    Rezension zu "Sommerhaus, später" von Judith Hermann

    Mehrere Kurzgeschichten in einem Band, die nicht immer gut waren. Ein paar Geschichten bestachen durch ihre Klarheit und machten Spaß zu Lesen, andere wiederum waren einfach nur langatmig (selbst für eine Kurzgeschichte).

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Kurzmeinung: Ich glaube, für die alteigesessenen Literaturkritiker ist das schon etwas anderes gewesen. Jede Welle "anderer" Bücher bekommt ja so einen ...
    Rezension zu "Sommerhaus, später" von Judith Hermann

    Einen mitreißenden Schreibstil, den Judith Hermann aufweist, sehr lesenswert. Zieht in seinen Bann und verlangt nach mehr von ihr.
    Allerdings muss ich hinzufügen, dass dies allesamt Geschichten waren, die mich nicht weiter verfolgt haben, die ich mal zwischendurch gelesen und mich in Stimmung gebracht habe(n).

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